Donnerstag, 8. Juni 2017

Shane Schofields Film-Report: Mai 2017

Nachdem der letzte Monat vollgestopft war mit vielen neuen Produktionen, musste ich mich erst einmal wieder erholen und diesmal - bis auf einige Ausnahmen - viele ältere Kaliber in den Player geworfen. Das tat gut.
 
RED = First watch / YELLOW = Re-watch
 

106. My Father Die (BD) –Wilder Mix aus Rachefilm und Redneck-Streifen mit guten Leistungen und gelungener Optik. Vor allem Gary Stretch überzeugt als rabiater Vater und so hasst man ihn von Beginn an, ist dabei aber auch irgendwie cool. Doch auch die Regie von Sean Brosnan kann mit tollen Bildern, knalliger Gewalt und schrägen Ideen überraschen. Mal sehen was von ihm noch kommt. Insgesamt ein spezieller Film, der sicherlich nicht jedem gefällt, mich aber überzeugen konnte. 7/10
107. House 3 – The Horror Show (BD) – Aus der Reihe mein Lieblingsteil, was vor allem an den deutlich grimmigeren Ton und dem erhöhten Härtegrad liegt. Dazu noch der geniale Brion James und Lance Henriksen ist eh cool. Könnte manchmal noch etwas konsequenter sein, unterhält aber Prima. 7/10
108. Doctor Strange (BD) – Ein guter aber etwas unterforderter Cumberbatch, ein ebenso unterforderter Mikkelsen sowie einige nette Gags und die durchaus ansprechende Optik helfen der Marvel Verfilmung gerade so über den Durchschnitt. Der Rest ist jetzt weder besonders spannend noch sehr spektakulär. Vor allem weil die Action nicht gerade mein Geschmack trifft.  Insgesamt aber eher ein schwächerer Streifen. 6/10
109. Mission Kill (BD) – Robert Ginty ist für David Winters unterwegs und gerät in einen Militärputsch. Preisgünstige Action, die aber dennoch gefällt. 6/10
110. Star Wars: Rogue One (BD) – Der Erste Star Wars den ich nicht im Kino gesehen habe. Leider, denn die Story bietet zwar nicht viele Überraschungen und  wirkt manchmal etwas limitiert, kann dann aber doch noch überzeugen und schneidet dabei besser ab als Episode 7. Doch auch hier sprechen mich die beiden Hauptfiguren leider kaum an, sondern da Punktet eher Donnie Yen und sein Partner. 8/10
111. House IV (BD) – Puh. Der letzte Teil ist dann auch der schlechteste. Warum man William Katt zurückgeholt hat um ihn dann zwar unter den selbigen Namen aus Teil 1 zu benutzen, aber eigentlich ihn eine ganz andere Legende zu verpassen, weiß man auch nicht so genau. Dafür verschwindet er recht schnell, nur um dann noch einmal im Kitsch-Finale aufzutauchen. Dazwischen gibt es wenig Horror und ein paar gelungene Gags, aber letztlich reicht das nicht wirklich. 4/10
112. Dead End Drive In (BD) – Teilweise merkwürdiger und etwas wirrer Streifen, der aber durch seinen 80er Charme seinen eigenen Sog entwickelt. Zwar ist die Story ziemlich bescheuert, aber irgendwie auch nett und gar nicht so doof wie man denkt(auch wenn man über einige Dinge lieber nicht nachdenken sollte). Nur mehr Action wäre schön gewesen. 5/10
113. Die Stunde wenn Dracula kommt (BD) – Fand ich damals als Kind beim ersten Mal sehen ziemlich unheimlich. Heute ist er noch immer Charmant, aber auch wenig beeindruckend. Optisch sehr schön, verhalten sich die Figuren aber einige Male wirklich sehr dumm.  Aber das hat sich bis heute auch nicht geändert. 6/10
114. What waits below (DVD) – Noch einmal grober Unfug, der leider vor allem in der ersten Hälfte wenig Prickelndes zu bieten hat. Danach wird es zwar merkwürdiger, aber auch etwas unterhaltsamer. Hätte ich den auch weiterhin nicht gesehen, wäre es auch nicht schlimm gewesen. 4/10
115. Hired To Kill (BD) – Ein cooler Brian Thompson als Macho erster Klasse, der eine Truppe aus Frauen anführt um eine tödliche Mission zu verrichten.  Das funktioniert dank einer Genrefressen wie Oliver Reed oder George Kennedy ganz gut, aber leider wurde vergessen zwischendurch Action einzustreuen. Diese findet dann nur im Finale statt und ist nicht übel, aber auch irgendwie nicht knackig genug. Wenn man aber wieder Vergleiche mit heutiger B-Ware vergleicht, gewinnt der Streifen deutlich. 6/10
116. Kingdom- Season 1 (BD) – Starke MMA- Drama Serie mit deutlich mehr Fokus auf Drama. Dieses funktioniert dafür sehr gut, was vor allem an Frank Grillo und dem genialen Jonathan Tucker liegt. Auch der White-Trash Aspekt gefällt und der massive Konsum an Alkohol und anderen Dingen sieht man auch nur noch selten. Klare Empfehlung von mir und ich freu mich auf die nächsten beiden Staffeln(dann ist ja bereits Schluss). 8/10
117. Never too Young To Die (BD) – Mehr 80er geht kaum, wenn John Stamos als Lance Gene Simmons und seine Endzeit-Truppe aufhalten muss. Viel Action mit tollen blutigen Einschüssen, eine sexy Vanity, schrille Kostüme und doofe Ideen. Was will man mehr? 7/10
118. The Barn (DVD) – Schöne Hommage an die Horrorfilme unserer Lieblingszeit, mit drei gewitzten Killern und schönen blutigen Handmade-Effekten. Darstellerisch und Budget-Technisch gibt einige Einschränkungen und auch das Tempo zündet nicht immer, aber Laune hat der Film dennoch gemacht. Einer der besseren Crowdfunder-Horrorstreifen. 6/10
119. The Vineyard (DVD) – Etwas langatmiger und mystisch angehauchter Mix aus verschiedenen Genres. Nett, aber nicht mehr. 5/10
120. Metal Beast (DVD) – Werwolf in Metallhaut. Ein typisches Experiment, welches natürlich schief geht. Kein Highlight, sondern eher typischer DTV-Horror seiner Zeit. 6/10
121. Gun Woman (BD) – Etwas weit hergeholte Geschichte mit vielen Trainingssequenzen und einigen  harten Szenen. Anschaubar und zum Glück kein überdrehtes Spektakel, sondern eher bodenständig mit leichten Comic Einflüssen. 6/10
122. The Void (BD) – Mit extrem schmalem Budget werden hier einige der besten handgemachten Monstereffekte der letzten Jahre geboten.  Es ist Wahnsinn wie viel besser solche Make-Up Effekte im Vergleich zu der CGI-Scheiße aussehen. Doch auch der Rest passt. Eine unheimliche, dunkle Atmosphäre, eine Geschichte  welche etliche Fragen offen lässt, Darsteller die zwar nicht vom feinsten sind und den Film tragen können und  ein guter Score. An einigen Stellen merkt man dann aber doch die Zwänge, die so eine Low-Budget Produktion mit sich bringt. Vor allem die Kulissen des Krankenhauses wirken nicht besonders prickelnd und auch die Spannung kann nicht durchweg gehalten werden. Von diesen kleinen Kritikpunkten abgesehen, einer der besseren Horrorfilme der letzten Jahre ohne nervigen Humor und gleichzeitig eine schöne Verbeugung. Die vielen negativ Stimmen in den Foren (Hauptsächlich Deutschland - in den USA steht der Streifen deutlich positiver da)  ) kann ich nicht wirklich nach vollziehen - muss ich ja auch nicht. 8/10
123. Urge (BD) – Thriller um eine Droge, die bei mehrmaligem Einnehmen schlechte Auswirkungen hat. Das Thema spricht mich an und insgesamt ist das gezeigte solide, aber man hätte deutlich mehr Sex und Gewalt aus der Prämisse herausholen müssen. Aber das trauten sich die Macher trotz R-Ratings nichts wirklich. Ein anderes Problem sind die nicht gerade sympathischen Yuppies, welche von den Figuren aber passen und im Film ja auch angeprangert werden. Zieht aber auch etwas die Spannung aus der Chose, wenn man halt nicht wirklich mit fiebern kann. Nicht unbedingt neu, mit einen etwas zu diabolischen Brosnan und verschenkter Prämisse, aber auch keine Zeitverschwendung. 5/10
124. Gefangene im Weltraum (DVD) – Fred Olen Ray hat nur wenige Filme gemacht die mir zusagen. Dieser gehört, trotz der gern genommenen Prämisse, nicht dazu. Billig, nervig, schlecht gespielt und versetzt mit Humor der mit nicht schmeckt. Das war nichts. 3/10
125. Roadhouse (BD) – Um Peter Griffin zu zitieren: Roadhouse! 8/10
126. The Dead Lands (BD) – Historischer Actionfilm aus Neuseeland der nett aussieht und auch einige gute Sequenzen zu bieten hat, mich aber nicht richtig begeistern konnte. 5/10
127. Die Abenteuer des Hercules 2 (BD) – Harte Kost für normal sterbliche, spaßiger Blödsinn für Fans. Als Kind liebte ich den Streifen und den Trailer dazu. Heute ist es nicht ganz so einfach zu ertragen. 5/10
128. Virtousity (BD) – Gute Besetzung mit netten Actionszenen vermischen sich mit erbärmlich gealterten Computereffekten zu einem ordentlichen Actionfilm, der aber nie über dem Mittelmaß bedeutend hinauskommt. 6/10
129. Phantom Nightmare (DVD) – Phantom der Oper Variante im Einkaufszentrum mit ordentlich Tempo, netten Kills und etwas Action. Anständige DTV Ware. 6/10
130. Fury (BD) – Panzeraction mit Brad Pitt der aber nie wirklich dramatisch oder richtig spannend ist. Hinzu kommen einige doch arg unrealistische Szenen und die den geplanten Realismus völlig über Bord wirft. Ne, das war nüschts. 4/10
131. Savage Dog (BD) – Knackiger und überraschend harter Actioner mit Scott Adkins unter der guten Regie Jesse Johnsons. Nette Fights, ohne an die Speerspitze heranzureichen, und blutige Shootouts mit Bloodpacks machen mehr Spaß als die vielen verhunzten B-Actioner der letzten Jahre. Zwar könnte die Story etwas aufregender sein und die überflüssigen Voice-Overs nerven mit der Zeit, aber sonst gibt es nicht viel zu meckern. Schön war, dass Dominiquie Vandenberg einen Kurzauftritt absolviert (er sollte ja vor ein paar Jahren die Hauptrolle spielen), aber eigentlich hätte ich gerne mehr von ihm gesehen. Dafür liefert Zaror in schicken Klamotten ab und das ist besser als nichts. 7/10

Kommentare:

Brice hat gesagt…

Kann nicht zu vielem was sagen. Interessanterweise wollte ich diese Woche auch mit Kingdom anfangen. Mal schauen wie es mir gefällt.

Rogue One hat mir von der Grundidee gefallen und hat auf jeden Fall so seine Momente. Leider ist auch einiges am Anfang ziemlich wirr, typisch Star Wars mit 20 Planeten und 100 Charakteren. Cassian war mir gänzlich unsympathisch und was eigentlich Forest Whitaker sollte hab ich mich auch gefragt, dachte die ganze Zeit da kommt jetzt noch was. Donnie Yen und sein Kumpel waren aber cool und das (etwas ideenlose) Finale gefällt auch.

The Void fand ich auch ganz gut, aber 1x gucken reicht.

Savage Dog war ich noch unsicher, Charlie Valentine und The 5th Commandment haben mir damals gut gefallen, aber irgendwie hatte ich das Gefühl im Trailer schon alles gesehen zu haben was gut ist.

harry hat gesagt…

Manche kommen erst mit der nächsten Lieferung (nächste Woche), ältere wie den Ginty msste icch selbst mal wieder hervorkramen. Und den einen oder anderen hab ich tatsächlich NICHT in der Sammlung. Kommt halt auch mal vor.

Doctor Strange: hat mich nicht auf Dauer gepackt, irgendwann sogar gelangweilt. Die Nummer mit Adkins fand ich schlicht dämlich.
Star wars Rogue One. Da hatte das Wort "Krieg" im Titel seine Berechtigung. Paar "Gastarbeiter" drin (Whitaker, Yen für den asiatischen Raum) und ne Menge Feuer unterm Dach. Mit leicht modifizierter Story hätte der auch unter irgendeinem x-beliebigen Titel laufen können.
Hired to kill. Kann ich mich deiner Meinung eigentlich anschließen, war aber spaßig, den mal wieder zu sehen.
The void. Noch nicht gesehen, aber dieser Mulligan soll echt ein Störfaktor sein. Hört man halt so.
Urge. Habich, trau mich aber irgendwie nicht ran. Jetzt weiß ich auch, warum.
Roadhouse. Stimmt.(Überraschend hat da sogar der zweite ein bisschen was getaugt. Natürlich nix mit dem echten zu tun.)
The dead lands. Der konnte mir besser gefallen als dir, auch wenn manche Szenarien gewöhnungsbedürftig waren. 6,5/10.
Virtuosity. Vor Kurzem erst mal wieder eingeworfen. Scheiß auf die Effekte,mir gefällt er immer noch fast so wie dereinst. 7/10.
Fury. Hättest du besser die 0lle Serie mit dem Gaul geguckt. Ne, so schlimm war es nicht, aber das Gedöns, das um den Film im Vorfeld gemacht wurde, war und ist er nicht wert. Leider heutzutage viel zu oft so.



McClane hat gesagt…

Zustimmung bei "House 3", "Savage Dog", "Fury", "Rogue One" und "Doctor Strange". "Virtuosity" und "Phantom of the Mall" fand ich beide etwas besser als du.

"The Void" und "Never Too Young To Die" liegen hier schon rum. Auf "My Father Die" bin ich mal gespannt, hab in letzter Zeit ein paar positive Stimmen dazu gehört, aber den vorher gar nicht auf dem Schirm.

Shane Schofield hat gesagt…

Schön das es jetzt immer wueder etwas Feedback gibt. Danke😉