Mittwoch, 14. Oktober 2026

Shane Schofields Film Report: September 2026

Im September war einiges los – und auch in Sachen Filme und Serien gab es viele interessante und gelungene Titel zu entdecken. Mit dabei waren neuere Filme, spannende Serien und natürlich auch ein paar alte Bekannte, die man gerne mal wieder in den Player wirft oder streamt. Eine schöne Mischung aus neuen Entdeckungen und vertrauten Favoriten also, die für einige unterhaltsame Stunden gesorgt hat. Zumindest filmtechnisch hat der Monat richtig Laune gemacht, auch wenn es auf der Arbeit aktuell eher anstrengend zugeht. Zum Glück hatte ich im September auch Urlaub und konnte dadurch ein wenig abschalten und neue Energie tanken. Da kam der eine oder andere gemütliche Filmabend natürlich genau richtig. Aber seht selbst, was mir im Laufe des Monats so unter die Augen gekommen ist!

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG


 

229. Marco (Apple TV) – Amüsiert muss ich immer feststellen das damals zu den großen Zeiten des asiatischen Kinos immer wieder sich über Filmfans beschwert wurde, welche sich nicht mit dem Kino aus HK identifizieren konnten. Ähnlich ist das beim indischen Kino. Doch hier werden noch weniger Fans abgeholt, denn allein die ungewöhnliche Mischung und vor allem viel Musik und Tanz schreckt noch immer Zuschauer ab. Aber auch die Filme haben sich inzwischen gewandelt. Zuletzt überraschten die Inder mit zwei brutalen Streifen wie „Kill“ und „Marco“. Zuvor gab es zwar auch mal etwas Gewalt, aber die beiden Hits trieben den Pegel doch deutlich nach oben, versierten eher das internationale Publikum an und verzichteten beide auf die obligatorischen Tanzeinlagen. Wäre auch bei „Marco“ noch unpassender als in manch anderen Actionfilmen. Wenn man dann die etwas konfuse und langatmige erste Stunde geschafft hat, geht es hier ordentlich zu Sache und die Szenen vor dem Showdown im Haus der Familie sind extrem und den Film durchzeiht eine Wolke von Gewaltverherrlichung. Teilweise geht es hier unglaublich skrupellos und blutig zur Sache. Mal mit mäßigen CGI, aber auch mit harten praktischen Effekten. Doch um sich unterhalten zu fühlen muss man auch mit der Inszenierung dieses Kinos zurechtkommen. Die Raufereien sind wahrlich nicht filigran und auch nicht immer spannend genug durch choreographiert. Dafür gibt es davon immer mehr zum Finale hin. Womit man auf jedenfall klarkommen muss, ist das Überinszenieren der Figuren und der Action. Hier ist alles – wie so oft im indischen Actionkino – extrem cool, unterlegt mit vielen Zeitlupen und Herumgepose. Der Anti-Held ist Übergrößer als jeder 80er Jahre-Actionheld. Wer kann schon vor dem Showdown ein eigenes Parfüm mit seinem Namen aufsprühen, um gut zu riechen, wenn man die Bösewichte zerfetzen will.  Das hat manchmal was, aber wer sich schon bei amerikanischen Filmen an coolen Situationen stört, ist hier vollends verloren. Kommt man damit klar, bekommt man eine Menge Action, die aber besser geht, sehr viele brutale Szenen und Gewaltmomente, aber auch die typische Hochglanzinszenierung aus Indien. Überhaupt nicht für alle Sehgewohntheiten gedacht und auch mich konnte es, trotz Erfahrungen aus dem Land – nicht komplett abholen. Teilweise war mir das auch doch zu viel des Übertriebenen. 5/10

230. Die Drei Musketiere - D'Artagnan (Apple TV) – Die europäische Großproduktion ist jetzt nicht unbedingt mein Genre, aber da der Großteil des Filmes in französischen Händen lag bekam er nun doch im Angebot mal eine Chance. Und ja, das ist schon verdammt ordentlich gemacht. Realistisch gehalten, manchmal etwas düster mit wenig, aber sehr ordentlicher Action vermischt. Optimal ausgestattet und gut gespielt mit passenden Darstellern. Es wird in Kritiken öfter bemängelt, dass die politischen Aspekte zu knapp und oberflächlich ausfallen, doch das stört mich gar nicht – eher im Gegenteil. So ist es ein fast schon altmodischer Abenteuerfilm, der genau das hat, was man sonst nur noch wenig zu sehen bekommt und kein Vergleich mit dem misslungenen Werk z.B. von Paul W.S. Anderson. Fortsetzung folgt. 7/10

231. Hellfire (Amazon Video) – Insgesamt (auch nach privaten Rückschlägen) ist es leider um Isaac Florentine ruhiger geworden. Was auch an seinen Filmen liegt, die nicht mehr wie früher aus den vielen mittelprächtigen bis schwachen B-Movies herausstechen. Auch wenn seine Besetzungen sicherlich für ihn immer besser geworden sind, werden gerade die Martial Arts Fans von ihm leider kaum noch bedient – wobei das Genre es halt schwierig hat aktuell. Zwar finden sich auch hier, wie früher in diversen seiner Filme, einige bekannte Western-Elemente wieder, aber die Handlung ist leider etwas schleppend und mit einem zwar charismatischen, aber auch nicht gerade jungen Stephen Lang, braucht man auch keine geilen Fights erwarten. Auch wenn im Finale noch durchschimmert, was Florentine kann, wenn Johnny Yong Bosch mal etwas loslegen darf. Doch letztlich ist alles andere zu generisch und mit zu wenig Action bedacht, um wirklich zu begeistern. Lasst ihn doch mal wieder so freie Hand wie bei NU IMMAGE damals. 5/10

232. Drop Zone (Apple TV) – Die schwache Kopie von „Point Break“ konnte mich damals schon nicht wirklich überzeugen und meine Erinnerung betrog mich nicht. Snipes ist zu zappelig und nervig angelegt, die Story variiert nur leidlich und auch der Actionanteil ist weder ausreichend noch krachend genug. Ne, trotz der coolen Besetzung, holt mich der Streifen von John Badham auch heute nicht ab. 5/10

233. Popeye – The Slayer Man (Amazon Video) – 08/15 Slasher-Schema mit einer Lizenzfreier Kinderfigur. Auch hier ist das Budget knapp, aber immerhin sieht der Popeye etwas interessanter aus und es wird versucht etwas mehr Geschichte ihn zuzuschreiben. Der Rest ist halt altbekannt und wenig aufregend, mit einigen blutigen Effekten. Immerhin ist das Heldenpaar relativ sympathisch und damit der Flick keine komplette Zeitverschwendung für Interessierte. 4/10

234. Monarch: Legacy of Monster – Season 2 (Apple TV) – Es ist eine Steigerung zu bemerken. Zwar ist immer noch etwas viel Familiengeplänkel dabei und die Zeitsprünge sind nicht alle interessant – aber das Drama wurde etwas zurückgefahren. Dafür gibt es denn mehr Monster und diese auch mal in Action. Dementsprechend mehr Tempo und mehr Abwechslung. Könnte man sicherlich mehr draus machen, aber Staffel 2 gefiel mir etwas besser als die Erste. 6/10

235. War (BD) – Nach diesem Megaerfolg sollte es mit dem YRF Universum dann richtig losgehen und ein eigenes Universum erschaffen werden. Was sich aber in nachfolgenden Projekten noch nicht so richtig rund anfühlt. Egal, der hier stand eigentlich für sich und hatte natürlich mit Hrithik Roshan und Tiger Shroof zwei Megastars am Start die letztlich auch noch gegeneinander antraten. Das gefiel dem Publikum weltweit und das, obwohl die Story nun auch keine Agentenbäume ausreißt und auch die Action schon wieder zu stylish ausfällt und auf cool getrimmt ist. Aber halt auch nicht alles und man merkt richtig, wie man sich manchmal freut, wie geil das ist und dann denkt man wieder WTF – warum denn jetzt so? Das ist auch alles aufwändig und International gehalten, um auch das Agentengenre zu rechtfertigen. Wie immer toll ist Tiger Shroof in den Kampfszenen anzuschauen und zumindest die erste von zwei Tanzszenen ist wirklich gut eingefangen. Sonst, wie immer etwas zu lang und die Rückblenden ziehen manchmal das Tempo raus, dafür gibt es dann auch mal die eine oder andere überraschend kaltblütige Szene. Der Twist um eine Figur ist am Ende schon sehr weit hergeholt, kommt aber so ähnlich auch in einen Hollywood-Actioner vor und da hat man es halt auch hingenommen. Der Erfolg ist größer als die Qualität, aber das ist schon mächtiges Bollywoodkino. 6/10

236. Supergirl (HBO Max) – Na ja. Das war wohl nichts. Zwar fand ich den nicht so übel wie er oft gemacht wird, aber den Film kann man schon gut für das typische lazy writing heranziehen. Immer so wie man es gerade braucht, wird es geschrieben, um es sich so einfach wie möglich zu machen. Das hat mich trotzdem unterhalten, aber wirklich gut war hier nichts. Das gewollt rotzige wird dann auch nicht so richtig ausgespielt und Lobo ist da, um da zu sein. Hätte gleich, ähnlich wie Deadpool, lieber gleich einen eigenen Film bekommen sollen. Da muss sich James Gunn aber schon etwas mehr anstrengen mit seinem Universum, sonst ist das vorbei bevor es richtig angefangen hat. 5/10

237. The Last Stop in Yuma County (Amazon Video) – Wurde mir sehr nahegelegt und ist auch ein recht flottes B-Movie, welches gut inszeniert und gespeilt ist. So wirklich Neues wird aber dann auch nicht erzählt oder geboten und zum Ende hin mehrt sich auch das dumme Verhalten der Protagonisten. Dafür passt das Ende an sich aber. Kann man schauen, würde jetzt aber nicht von einem Geheimtipp sprechen - andere schon. 6/10

238. Hellraiser (Apple TV) – Schon vor vier Jahren wurde ein neuer Hellraiser Neustart versucht und diesmal hatte man auch deutlich mehr Budget zu Verfügung. Damit übertrumpft dieser neue Film zwar diverse Sequels, aber so richtig rund lief die Maschine auch hier nicht. Zu lang die Laufzeit, zu egal die Figuren und zu ungruselig und unspannend das Geschehen. Das klingt schlimmer als es ist, denn insgesamt ist natürlich eine Steigerung zu erkennen und auch Pinhead und die Cenobiten passen und schlagen ordentlich zu, doch das fiese Feeling wird nicht annährend erreicht. Ob für so einem Film das Prädikat „besser als die vorherigen Sequels“ ausreicht, möchte ich aber bezweifeln. Inzwischen ist es auch sehr ruhig geworden um das Franchise. 6/10

239. Farben des Bösen: Rot (Netflix) – Polnischer Thriller der sehr an die Krimis/Thriller aus dem Norden erinnert und ebenfalls seine Geschichte und die Figuren vernünftig ausspielt. Der Plot ist interessant und verzwickt und es liegt nicht alles auf der Hand. Auch wenn erfahrene Zuschauer sicherlich einige Wendungen erahnen können. Man merkt aber das eine Buchvorlage vorliegt, was oftmals ja positiv ausfällt. 7/10

240. Farben des Bösen: Schwarz (Netflix) – Die Fortsetzung setzt direkt an und verlagert seine Hauptfigur auf das Land. Dort gibt es auch Geheimnisse und böse Menschen. Das fällt nur leicht ab, ist vom Fall her nicht ganz so interessant, weil auch schon öfter bespielt, schaut sich aber immer noch gut weg und einen weiteren Teil würde ich mir ebenfalls anschauen. 6/10

241. Pathan (BD) – Mit Shah Rukh Khan wurde der nächste Superhit im plötzlich benannten YRF-Universum erschaffen und auch erste Verbindungen hergestellt. Ich persönlich glaube aber eher das der Megaerfolg am Comeback von Khan lag, aber was weiß ich schon. Der Film dreht noch einmal mehr auf und wieder hat man diese Mischung aus ziemlich geilen Momenten in den Actionszenen und dann auch wieder schwache Effekte und unnötige Sequenzen, die zum eigentlich eher ernsten Stil dann nicht passen wollen. Geld war da, das sieht man und wenn es etwas geerdeter bleibt, macht das auch Laune und hat seine Momente. Neben Khan haben wir einen weiteren Star, diesmal Jon Abraham doch ähnlich wie in „War“ gibt es zu lange Rückblenden, das überccole und das künstliche. Manchmal zu verspielt, dann unpassend ernst – was aber besser schmeckt – und manchmal fast selbst eine Parodie. Für Fans unterhaltsam, aber auch hier wieder denkt man erneut das sich ein besserer Film dahinter versteckt. Aber vielleicht kann man sich dann doch nicht endgültig mit der Art des Filmemachens identifizieren. 5/10

242. American Soldier (DVD) – Manchmal hat man einfach Lust auf eine Stumpfe DTV-Ballerorgie und die bekommt man hier im Dschungel geboten. Das Budget war hoch genug für einen satten Bodycount wie von P. Chalong gewohnt, hat zwar mit Jan Michael Vincent einen lahmen, angeschlagenen Helden aber mit Sam Jones einen Gegner der richtig freie Hand hatte und völlig überdreht und chargiert, was das Zeug hält. Das macht neben der vielen Action am meisten Spaß und auch wenn ich ihn gare als Helden sehe, ist er hier das Highlight mit seiner rotzigen Assi-Art. Sonst ist das natürlich ein normaler Ballerfilm von den Philippinen, der aber zu den besseren zählt und zur richtigen Zeit, genau das ist was man mal braucht. 6/10

243. Future Man – Season 1 (Netflix) – Wurde mir schon ein paarmal empfohlen und irgendwie immer wieder verschoben mit der Serie anzufangen. Zumindest lohnt es sich wirklich. Teilweise herrlich politisch unkorrekt, schräg, lustig, derb und actionreich. Klar gibt es auch mal den einen oder anderen Hänger, nicht jeder Gag zündet, aber über die Staffel gesehen hatte ich eine Menge Spaß an den teilweise wirklich bescheuerten Ideen. Dann bin ich mal gespannt, ob das Niveau gehalten wird. 7/10

244. Robot Jox (BD) – Ja, hier war Charles Band wohl etwas zu zuversichtlich und gab etwas viel Budget frei. Leider war weder das Thema so wirklich zeitgemäß noch wurden vermutlich viele VHS-Kunden abgeholt. Trotz toller Stop-Motion-Effekte wirkte das damals schon wenig aufregend und vor allem das drumherum fällt dann auch ziemlich fad aus. Dennoch, als Nostalgiker macht das Geschehen natürlich trotzdem Spaß und man weiß dann auch die Arbeit dahinter zu schätzen. Nüchtern gesehen kein wirkliches Highlight, aber als „Pacific Rim“ Vorgänger schon das Herz am rechten Fleck. 5/10

245. The Prophecy III: The Ascent (UHD) – Der letzte Teil mit Christopher Walken – diesmal als Mensch und nicht mehr Bösewicht – ist wieder etwas weniger actionlastig und schafft es schon, trotz des geringeren Budget, die Fahne recht hochzuhalten für eine DTV-Fortsetzung. Was sicherlich auch an Walken liegt, dem die Rolle auch weiterhin gefiel. Die Hauptfigur des Vorgängers wird wie in Teil 2 schnell aus der Handlung genommen und man bekommt einen vernünftigen Abschluss geboten. Die späteren Filme konnten dann nicht mal mehr annährend an diese drei Teile heranreichen und so kann man mit der Trilogie zufrieden sein. Am Ende bleibt nur die Frage was mit einem größeren Budget und mehr Erfolg drin gewesen wäre, denn das Thema hätte mehr Geld verdient gehabt. 6/10

246. Other (Amazon Video) – Nach dem desaströsen „Mads“ hat sich David Moreau wieder erholt und wandelt eher wieder auf die Spuren seines „Them“. Hier wird der Film aber ganz allein getragen von Olga Kurylenko und die freut sich mal wieder außerhalb des Actiongenres ihr Können zu zeigen. Ihr Gesicht ist im ganzen Film auch das Einzige, was zu sehen ist. Die wenigen anderen Figuren sieht man nie komplett. Interessant und für das Ende auch sinnig. Das Ende selbst kann man mögen oder hassen. Ich fand es passte und war sogar irgendwo doch etwas überraschend – zumindest in einem Punkt. Sonst ist das jetzt kein Terror oder Horrorfilm, aber die Atmosphäre passt und wie gesagt, trägt Olga Kurylenko den Film sehr gut und die Story baut ihre Figur auch stark auf. Angenehme Überraschung zum einmal anschauen mit „Castle Freak“ Feeling. Der Titel wird dann auch im Finale klar und nett Variert. Dann schauen wir mal was der Regisseur beim neuen „V/H/S für eine Episode abliefert. 7/10

247. Wake Up (Apple TV) – Der Bisher schwächste Film des „Turbo Kid“, "Summer of ´84“ oder „We are Zombies“ Teams. Die Geschichte erinnert entfernt an das Debüt von Stephen Hopkins „Dangerous Game“ und leidet unter unsympathischen Figuren auf beiden Seiten. Zwar hofft man das die Gören schnell und brutal umgebracht werden, aber auch der Killer zieht den Zuschauer nicht auf seiner Seite. Auch der Score ist diesmal nicht dolle und so bleibt eine vernünftige Optik und sehr durchschnittliche, ja fast unterdurchschnittliche Slasher-Ware. 5/10

248. Robot Wars (BD) – Keine wirkliche Fortsetzung von „Robot Jox“, aber schon irgendwie im gleichen Universum spielend. Der Film fällt wesentlich günstiger aus, ist mehr FULL MOON als EMPIRE, hat aber den cooleren Hauptdarsteller und auch sonst eine nette Besetzung neben Don Michael Paul mit Barbara Crampton auch eine junge Lisa Rinna. Einen wirklichen Krieg zwischen Reiesenrobotern bekommt man zwar nicht, aber etwas Stop-Motion-Animationen schon und auch etwas Action außerhalb der Studiokulissen. Wobei die Idee eine Kleinstadt der 1990er als Touristenattraktion anzubieten und dort etwas Action aufzufahren, eine günstige Idee ist für einen Sci-Fi Film. Leichte Längen gibt es trotz der kompakten Laufzeit und deshalb trotzdem nur für FULL MOON und B-Fans. 6/10

249. Misdirection (Amazon Video) – Ein Raub entwickelt sich zu etwas anderem und schnell liegen die Nerven blank. Solide besetzt mit Frank Grillo, Olga Kurylenko und Olivier Trevena fällt der Thriller von Kevin Lewis („Willys Wonderland“, „Pig Hill“) leider schwach aus. Man weiß früh das mehr dahintersteckt, aber die Offenbarungen sind jetzt nicht gerade ein Knaller und so man fiebert auch nicht wirklich viel mit und final gesehen passiert dann auch einfach zu wenig in diesem Lügenspiel. 4/10

250. In the Mouth of Madness (UHD) – John Carpenter hat immer einen besonderen Platz in meinem Herzen, schon weil „Die Klapperschlange“ damals mein erster Film war den ich auf einer VHS gesehen habe. Bis auf ganz wenige Ausnahmen gefällt mir eigentlich alles von ihm. Auch dieses Werk ist ein toller Horrorfilm mit dem typisch geilen Soundtrack, einer immens dichten Atmosphäre und diversen gelungenen Szenen die einen in den Wahnsinn treiben. Die Story ist abgefahren und Sam Neil liefert eine seiner besten Leistungen ab. Nochmal ein richtiger Kracher bevor zwei mäßige Filme von Carpenter folgten. Hier zeigt er aber nochmal was für ein guter Filmemacher er war/ist. Seine Filme bekommen aber so oder so immer einen Punkt mehr, so könnt ihr meine Bewertung besser einschätzen. 9/10

251. R.J. Decker – Season 1 (Disney+) – Recht locker flockige Detektivserie mit einem roten Faden und sonst einem Fall der Woche. Scott Speedman hat Bock auf die Rolle und ist ein sympathischer Held mit Schwächen und ein Kreis guter Nebenfiguren,  der in Miami unterstützt. Das ist nicht hochtrabend, aber unterhaltsam, um abzuschalten, hat Humor und auch seine ernsten Momente. Sicherlich schlägt die Serie nun nicht in besonders hohe Gefilde aus, aber hat Spaß gemacht. 7/10

252. One Last Deal (VOD) – Wenn man Danny Dyer mag, bekommt man in diesem Ein-Mann-Stück seine wohl beste Leistung zu sehen. Anfangs in bekannter, rotziger, arroganter Holligan Art, kippt das nach der Hälfte und er macht eine emotionale Achterbahnfahrt durch. Das Ganze findet nur in seinem Büro statt und er spielt einen ins Straucheln geratenen Soccer-Manager, der hofft mit einem großen Deal wieder auf Linie zu kommen. Doch eine Erpressung um seinen Top-Spieler, den er vertritt, will es verhindern. Kann er sich aus der Sache herausreden? Vom Prinzip erinnert der Film an ein Werk wie „War of the Worlds“ mit Ice Cube, nur das hier das drumherum und die Leistung funktioniert. Keine Action, nur Dialoge und Drama. Das funktioniert erstaunlich gut über die 90 Minuten und zeigt das Dyer auch mehr kann als Horrorkomödien oder Hooliganfilme. Sicherlich nur zum einmal schauen, aber gelungenen. 7/10

253. Motor City (VOD) – Warum man hier den Weg gegangen ist, so gut wie keine Dialoge zu verwenden ist mir nicht ganz bewusst geworden. Bei „Silent Night“ war zumindest der Hintergrund einigermaßen logisch, hier wirkt es deplatziert und ich glaube das der Film mit Dialogen besser funktioniert hätte im Gesamtbild. Da wollte man wohl mehr Anspruch erschaffen als da ist. Nicht zu verstecken braucht der Film sich bei seinem Soundtrack, dem starken siebziger Setting und vor allem nicht in der letzten halben Stunde, wo es einige geile Actionszenen gibt und der Gewaltgrad auch schön suppt. Auch der Cast ist gut, wobei Ben Foster schön Assi ist, Ritchson wie üblich abliefert, Pablo Schreiber einen guten körperlichen Gegner zur Schau stellt und Shailene Woodley selten so sexy war. Ich bin gespannt wie eine Zweitsichtung ausfällt. Bis dahin, bremsen die fehlenden Dialoge diesmal eher die Bewertung aus. 6/10

254. Hide Fight Run: Infidels (VOD) – Eine unabhängige Fortsetzung zum ebenfalls von Kyle Rankins eigenen „Run Hide Fight“, wieder für den DAILY WIRE Kanal produziert und abermals mit einem Setting in der Schule. Islamistische Terroristen überfallen diese und ein ehemaliger Soldat und jetziger Buchautor, sowie einige Schüler (wo auch der Sohn eines Kameraden des Ex-Soldaten) lehnen sich gegen die Terroristen auf, die auch keine Gnade kennen gegenüber ihren amerikanischen Unterstützern. Das erinnert in Teilen an „Boy Soldiers“ von 1991, nimmt sich aber ernster und aktueller in der politischen Aussage. Dabei ist das Budget nicht sehr hoch, aber es gibt nette Actionszenen und über die Laufzeit ist das einigermaßen spannend ausgefallen und wird durch ein paar Nebenfiguren aufgelockert. Mit der Besetzung von Jonathan Majors – der aber eher eine Nebenrolle innehat und nicht die Hauptfigur spielt -  hat man natürlich geschafft medienwirksam aufzufallen und durch die Herkunft des rechten Nachrichtenmagazins, gibt es eh scheinbar nur gute oder schlechte Bewertungen. Sachlich gesehen ist das ein solider B-Actioner – wie auch schon der Vorgänger – und zum Glück darf jeder entscheiden ob und was man gucken will und es für sich dementsprechend einordnen. 6/10

255. The Fix (VOD) – Ein Ex-Soldat erfährt von seinem erkrankten und ehemaligen Vorgesetzten von verstecken 25 Millionen $ in einem Hotel im Iran. So trommelt er sein altes Team zusammen, um sich und seinen Leuten eine späte Belohnung zu gönnen. Zachary Levy mal in einer deutlich ernsteren Rolle und die steht ihm erstaunlich gut. Liam Neeson schaut nur kurz vorbei und gerade der Beginn und das Finale machen was her. Doch leider ist der Film dafür zu lang und verzettelt sich in vielen Dialogen und zu wenig Action und Spannung. Auch hat man nie so richtig das Gefühl von einem eingeschworenen Team. Das geht auf Kosten der Unterhaltung und erfüllt seinen Ansatz, in der Tradition früher Filme zu stehen, leider nicht vollständig. Etwas mehr Zunder über der Laufzeit verteilt und besser geschriebene Dialoge und Figuren hätten schon was ausgemacht. So fällt das Ergebnis nicht so schlimm aus wie viele Kritiken schreiben, aber mehr als Durchschnittliche, unbedeutende Ware ist es auch nicht. 5/10

256. Her Private Hell (VOD) – Mit dem Streifen geht Nicolas Winding Refn bei seiner Inszenierung einmal mehr bis an die Grenzen – und gelegentlich hat man das Gefühl, dass er sein Publikum mit den eingesetzten Stilmitteln und den aufgeblasenen, nicht selten nichtssagenden Dialogen regelrecht auf die Probe stellen will. Gleichzeitig spielt er aber auch seine Stärken aus und erschafft eine ganz eigene Welt, die sich weniger über eine nachvollziehbare Handlung als vielmehr über ihre Atmosphäre definiert. Neongetränkte Bilder, dichter Nebel und eine Geschichte, die sich konsequent gängigen Konventionen entzieht: Refn erschafft einen filmischen Fiebertraum, in dem nicht alles logisch erklärbar sein muss und manches vielleicht bewusst im Unklaren bleibt. Das kann man hassen, man kann sich davon aber auch faszinieren lassen. Wer sich auf diese eigenwillige Welt einlässt, wird mitunter regelrecht in sie hineingezogen, ohne immer genau sagen zu können, warum. Einfach macht es einem der Film allerdings nicht. Auch die Figuren fügen sich in dieses künstliche Gesamtbild ein. Die Schauspieler wirken teilweise wie Puppen oder Roboter, deren Emotionen mal stärker, mal kaum wahrnehmbar durch die Oberfläche dringen. Dadurch entsteht stellenweise fast der Eindruck eines Theaterstücks, in dem jede Geste und jeder Dialog bewusst stilisiert wirken. Das passt zwar zur künstlichen Ästhetik des Films, sorgt aber auch für eine gewisse Distanz und lässt einen gelegentlich fragen, ob Refn hier tatsächlich etwas erzählen möchte oder sich längst in seiner eigenen, vordergründig intellektuellen Kunstwelt verloren hat. Gerade diese Gratwanderung macht „Her Private HelL“ so schwer zu bewerten. Die Mischung ist schon speziell, die Inszenierung zweifellos besonders und die Atmosphäre hat ihren ganz eigenen Sog. Gleichzeitig entsteht immer wieder der Eindruck, dass Refn den Bogen überspannt und sich zu sehr in seiner eigenen Handschrift gefällt. Weniger wäre hier vielleicht manchmal mehr gewesen. Was mir persönlich allerdings gefehlt hat, war ein passender Synthie-Soundtrack. Gerade die neongetränkte Optik hätte für mich hervorragend mit einer markanten, elektronischen Klangwelt harmoniert. Stattdessen wirkt die musikalische Untermalung nicht immer so, als würde sie das visuelle Konzept optimal ergänzen. Vielleicht hätte es dem Film auch gutgetan, sich musikalisch etwas stärker von anderen Einflüssen zu lösen und konsequenter auf jene Klangwelten zu setzen, die Refns Ästhetik so perfekt unterstreichen können. So bleibt ein Film, der ganz sicher nicht für die breite Masse gemacht ist – und diesen Anspruch vermutlich auch gar nicht verfolgt. Allerdings scheint er selbst eingefleischte Fans vor eine Herausforderung zu stellen. Man muss bereit sein, sich auf seine Künstlichkeit, seine sperrige Erzählweise und seine bisweilen ermüdenden Dialoge einzulassen. Ich verzichte deshalb bewusst auf eine Bewertung in Zahlen, denn dafür schwankt mein Eindruck zu sehr zwischen Faszination und Kopfschütteln. Abgeholt und angetan war ich trotzdem immer wieder. Vor allem Refns eigenwillige Mischung aus Erotik, Gewalt und stilistischer Überhöhung bekommt mich einfach immer wieder. Für manche dürfte der Streifen allerdings eher eine filmische Hölle sein, durch die sie sich bis zum Ende kämpfen müssen. Und ganz ehrlich: Ich kann beide Seiten verstehen.

In eigener Sache: Über 3 Millionen Aufrufe!


Danke für diese unglaubliche Zahl: SCARECROWS AREA ist in diesem Monat seit 2011 - ab da wurden erst die Aufrufe gezählt, nicht seit 2005 - weit über 3 Millionen Male aufgerufen worden. Danke weiterhin für eure Unterstützung und gerade die letzten Monate sind immer wieder über 100.000 Aufrufe pro Monat zu verzeichnen. So macht es natürlich Spaß! 

 

Sonntag, 11. Oktober 2026

"Crossed" Red Band Teaser Trailer


"Crossed" war und ist sicherlich einer der kankesten und extremsten Comics (aber auch mit einigen schrägen schwarzen Humor verehen) die je veröffentlicht wurden. Nicht alle Geschichten waren gleich gut aber Garth Ennis - einer meiner Lieblingsautoren im Comic-Bereich, aus Nord-Irland stammend und für geile "Punisher" Storys verantwortlich,  sowie zum Beispiel "The Boys" oder "Preacher" und zig andere coole Sachen verantwortlich - hat direkt am Drehbuch mitgeschrieben und den kanadischen Regisseur Rob Jabbaz verpflichtet, der ja auch schon den sehr an "Crossed" angelehnten "The Sadness" gemacht hat. Ein gutes Gespann und auch wenn ich glaube das der Vergewaltigungs- und Sexanteil drastisch reduziert sein wird (nicht schlimm), sieht das echt gut aus und besser als erwartet. Hoffe das sie nach den Erfolg von "Terrifier" auch hier aus den vollen Schöpfen und sich einiges trauen. Mit der hübschen Ash Santos aus dem "Yellowstone Ableger "Marshals", hat man sogar ein bekanntes Gesicht vor der Kamera. Bin Mega gesapnnt und hätte eine Verfilmung kaum für möglich gehalten. 

"Model Citizen" Trailer


Ein Mann wacht aus dem Koma auf, kann sich an nichts erinnern und stellt aber fest, das er früher wohl etwas mit der Regierung zun hatte. Aaron Eckhart bleibt fleißig und dem Actin-Thriller treu - was einen freut - und kann weiterhin zeigen wie Fit er noch ist. Prodiziert wurde das übrigens von B-Movie-Legende Damian Lee, den B-Fans zumindest von mindestens einen Film her kennen sollten. Produziert für WARNER und ihren Streaming-Content. Und hat Uwe Boll das Wort Citizen etwas für andere Filme Saloonfähig gemacht? Wer weiß. 

 

"The Exorcist: Martyrs" Trailer


Mike Flanagan wildert weiter in ehemaligen Vorlagen anderer oder bejkannten Filmen und das hier scheint eher eine Mischung aus Serienkillerfilm und Bessessenheitsthema zu sein. Nett besetzt und optisch düster ansprechend. Vielleicht die erste wirklich gute Fortsetzung? Warten wir es ab. 

 

Movie Of The Week: Der Werwolf Von Tarker Mills AKA Silver Bullet


Warum?

Sympathischer kleiner Werwolffilm, wo der Werwolf zwar nicht ganz so optimal ausieht, jenes aber keinen Abbruch tut. Die gute Besetzung mit Corey Haim, Everett McGill und vor allem Gary Busey mal Held und launiger Onkel gefällt. Für mich nicht in den ganz oberen Rängen, auch weil der Rohltuhl und das Feuerwek-Thema vielleicht etwas zu viel des Guten sind und man den Killer relativ früh erahnen kann, aber der dennoch immer mal wieder geschaut werden kann. Das Kann nicht jeder Film von sich behaupten. 

Medium:

VHS, LD, DVD, Blu-ray und in den USA auch als UHD erhältlich. 

Wertung:

7/10

 

 

 










"Street Fighters" Trailer


Noch vor dem Kinostart von "Street Fighter" haut THE ASYLUM natürlich ihre eigene Version auf dem Markt - wieder unterstützt von KI-Effekten. Das kann man verteufeln, einfach hinehmen oder komplett boykotieren. Die Szenen sehen aber teilweise besser auch als ihre früheren Effekte und man kann meckern wie man will, gerade im Low-Budget Bereich wird KI langsam aber sicher immer mehr eingesetzt werden. Das wird nicht aufzuhalten sein. 

 

"The Awakening" Trailer


Aus Kolumbien kommt die Mischunga us "Predator" und "The Descent". Erste Kritiekn fallen aber eher enttäuschend aus, so das man wohl nichts annährend in der Nähe der genannten Filme erwarten sollte. Ein Blick würde ich trotzdem mal wagen. 

 

"Nocturne" Trailer


Stark besetzt mit Lieb Schreiber, Stephen Graham und Zazie Beetz welche spannend aussieht und auch optisch interessant wird. Momentan lohnt sich wirklich APPLE TV, die selbst für mich einige gute Dinge ausstrahlen. Basiert auch wieder auf eine Buchvorlage. 

 

"Apocalypse Z: New World" Official Trailer


Gestern erst in der Nacht Teil 1 geschaut und der konnte immerhin genug Interesse erwecken, das ich nicht wieder 2 Jahre warten werde um die Fortsetzung eine Chance zu geben. Hauptsache die Katze ist am Start. 

 

"Jinx" Trailer


Ein verflichtes Puppenhaus sorgt für Terror bei der neu eingezogenen Familie. Um ihren jüngeren Bruder zu retten muss das Geheimnis gelüftet werden. 

 

"Bloodaxe" Teaser Trailer


Von dem Creator der beiden "Vikings" Serien kommt auf AMAZON eine weitere dazu, die aber unabhängig der beiden anderen Serien zu betrachten ist. Die Zutaten ähnlen sich natürlich und diesmal steht eher ein Bruderkampf im Vordergrund. 

 

"The Last Temptation Of Becky" Trailer


Teil 2 hatte ich schon ausgelassen und hier wird die Nazi-Thematik auf die Spitze getrieben. Nach Kevin James und Seann William Scott darf diesmal Neil Patrick Harris den Bösewicht geben und erinnert frappierend an seine Rolle in "Starship Troopers". Lulu Wilson ist natürlich wieder in der Rolle der Becky zu sehen und tritt den Nazis in den Arsch. Lass ich eher auch aus. 

 

"Attack Of The Killer Tomatoes: Organic Intelligence" Final Trailer


Die Killer-Tomaten sind zurück und um das zu unterstreichen gibt es für den Quatsch auch einen finalen Trailer bevor man ihn Digital erwerben kann. Na ja. Ich mochte eigentlich nur die Wuscheltomate damals...

 

"Jeffrey Dollmer" Trailer


Was noch niemand wusste bisher, dass Heffrey Dahmer den Chucky Trick angewandt und sein Geist in eine Puppe transferiert hat. Diese tötet natürlich auch. B-Horror von Mark Strange, der immer im unteren Budgetbereich arbeitet.

 

 



Samstag, 3. Oktober 2026

"The Rescue" Official Trailer


Ich halte Brandon Sklenar ("Drop", "The Housemaid") für einen der kommenden großen Stars der auch darstellerisch zwischen den Genres springen kann. Ein Actionfranchise oder Superheldenrolle wäre für ihn auch nicht zu verachten. Mal sehen was da noch kommt. Hier haben wir erstmal einen hoffentlich gelungenen Actionfilm mit Westernelementen und vor allem einem düsteren Hinterwald-Cowboysetting. Passt natürlich zu Sklenars Durchbruch mit der Serie "1923" von taylor Sheridan und wurde von Potsy Ponciroli inszeniert, der sein Können mit "Old Henry" und "Motor City" (zumindest vollends in der letzten halben Stunde beim letzteren) bewiesen hat. Außerdem mit dabei: Josh Lucas, Hassie Harrison,  Josh Duhamel und Tim Blake Nelson. Gehe ich glaube ich sogar ins Kino für.