Im Juli lief der Beamer bzw. die Flimmerkiste etwas weniger, was mich natürlich nicht aufgehalten hat einige Filme und Serien zu schauen. Zumindest Filmtechnisch insgesamt ein ganz guter Monat und deswegen habe ich hier gar nicht viel zu berichten. Wer Lust hat, checkt mein Film-Report aus.
ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG
178. John Sugar – Season 1 (Apple TV) – Colin Farrell ist
Privatdetektiv John Sugar und bekommt den Auftrag eine verschwundene Frau zu
finden im Auftrag eines Hollywoodproduzenten. Viel Film-Noir Elemente und eine
interessante Geschichte die aber auch einige Umwege nimmt und irgendwann einen
spannenden Twist präsentiert, den man nach einigen Anspielungen erahnen kann,
aber trotzdem was hat. Hat mir gut gefallen, sowohl darstellerisch als auch von
der Umsetzung her. 8/10
179. Sword of Vengeance (Amazon Video) – Post-Apokalyptischer
Streifen aus Serbien, der vor allem bei der Optik und seiner zerstörten Welt
punkten kann und nicht von umsonst an „Mad Max“ und Konsorten erinnert.
Außerdem gibt es noch andere Verweise anderer Kultfilme. Leider greift die
Story nicht so richtig ineinander und auch, dass Worldbuilding wirkt nicht immer
in sich schlüssig. Einiges bleibt doch fragwürdig und offen – trotz 2 Stunden
Laufzeit. Langweilig wurde es aber auch nicht und die Action passt auch.
Insgesamt etwas zweischneidig wie das Schert des Filmes, aber ich konnte die
negativen Punkte gut in den Hintergrund schieben, so dass ich positiv angetan
war. Vor allem kennt hier bei uns solche Filme aus Serbien nicht unbedingt. Gerne
mehr davon, nur vielleicht nicht ganz so oberflächlich. 6/10
180. Obsession (Kino) – Schön, wenn ein kleiner Film den
großen Hollywood-Bossen zeigt, wo der Hammer hängt. Dabei ist der Film
teilweise gruselig und spannend und gut gespielt, aber jetzt auch kein
absoluter Burner der das Genre neu erfindet oder extrem innovativ ist. Doch
hier geht man mit den Figuren mit die, heutzutage ja eher selten, vernünftig
gezeichnet sind. Ebenso ist das Beziehungsthema leider heute, gerade bei jungen
Leuten, aktueller und scheinbar schwieriger denn je. Eine schöne Beziehung zu
führen ohne Stress und toxischen Verhalten scheint für viele kaum noch möglich.
Auch weil das gerade in den sozialen Medien einen gerne vorgemacht wird, was
denn richtig oder falsch ist. Oder eben auch nicht. Das trifft einen Zeitgeist,
der nicht unbedingt nötig sein müsste, aber auch gerne gelebt wird. Leider
könnte das gezeigte auch teilweise eine Beziehung aus dem Leben sein und ich
hätte als Macher vermutlich im Finale gezeigt *Vorsicht evtl. Spoiler* das gar
keine übernatürliche Macht vorlag *Spoiler Ende*. Glückwunsch an die Macher,
war echt gelungen. 7/10
181. Spawn (UHD) – Damals im Kino war das schon, als großer
Spawn Comic-Fan, eine ziemliche Enttäuschung. Die Effekte waren in der Zeit
schon aus der Hölle teilweise (aber nicht alle), die Düsternis fehlte komplett
und einige Besetzungen und Umbesetzungen (warum machte man aus dem schwarzen
Terry im Comic einen weißen? Finde ich hier genauso bescheuert, wie wenn es
umgedreht gemacht wird) und so richtig rocken wollte die Action auch nicht. Nur
der Clown sah cool aus, war aber etwas nervig. Jetzt Jahre später ist es nicht
viel besser geworden. Die Vorlage wird gar nicht gut getroffen und der Film
wirkt wie so viele Comicverfilmungen aus der Zeit – ziemlich weit weg von der
Vorlage und Handwerklich eher im Mittelmaß. Zwar kann man den mal schauen, aber
man darf wirklich keine Vergleiche anstellen. Das „Spawn“ schwer umzusetzen
ist, zeigt der Jahrzehnte Versuch einen neuen Film auf die Beine zu stellen.
Nur die Zeichentrickserie hat es echt gut gemacht. 5/10
182. Widow’s Bay - Season 1 (Apple TV) – Nette Mischung aus Grusel,
schwarzem Humor und teilweise skurille Figuren und Ideen. Das fängt besser an
als es endet, denn zwischenzeitlich geht das besondere etwas verloren, aber
trotzdem bleibt man gerne die 9 Folgen dran umzusehen was noch so passiert,
denn es gibt doch einige Überraschungen und man steigert sich wieder. Gerade
weil die Mischung nicht alltäglich ist und etwas King oder Carpenter Flair
vorhanden ist, hat die Serie was. 7/10
183. Das Alien aus der Tiefe (BD) – Das ist sicherlich einer
der schwächeren Arbeiten von Antonio Margheriti, aber selbst dieser fällt noch
unterhaltsam aus. Denn es gibt Action, Miniaturen, Explosionen und ein
Krabbenalien (?) sowie der typische italienische Stil der damaligen Zeit. Aber
ich mag seine anderen Arbeiten dann doch mehr. 4/10
184. Devils – Im Körper des Killers (Amazon Video) – Koreanischer
Thriller, der sehr auf die Tube drückt und weniger Hochglanz ist als die Konkurrenz,
sondern eher düster gehalten. Die Story entblättert sich erst nach und nach und
der Körpertausch wird ebenfalls mit Rückblenden serviert und vielleicht nicht
ganz überzeugend, aber anders als gedacht. Und darauf folgt noch ein Ende,
welches nicht alle Fragen beantwortet und dafür auch nicht alltäglich ist. Mal
was anderes. 6/10
185. Ready or Not 2 (Disney+) – Teil 1 war schon nicht so
mein Ding und meine Befürchtung das es nicht besser wird, ist leider bestätigt
worden. Wieder gibt es Feinde, die man schwer ernst nehmen kann und
dementsprechend fällt die Spannung ins Wasser. Hier sind sie sogar noch mehr
überzogen und mehr peinlich cool. Oder eben natürlich nicht. Dann gibt es noch
eine nervige Schwester mit der dauernd gezankt wird und eine viel zu lange
Laufzeit. So bleibt, für mich, abermals nur dröger Mittelmaß. Vorteile: Etwas mehr
Action, paar nette Effekte, Samara Weaving, Elijah Wood und David Croneberg.
5/10
186. Thunder 2 (BD) – Thunder ist zurück. Die Hose von Mark
Gregory ist wieder etwas enger und auch die Bösen spielen ihm ordentlich mit –
und das, obwohl er jetzt bei der Polizei ist. Leider geht die Fortsetzung nicht
auch den „Rambo 2“ weg, sondern verweilt in der Wüste und der Kleinstadt. So
kommt fast der gleiche Film mit weniger Action, einigen Logikfragen (wie die
letzte Szene die gar kein Sinn macht) und den üblichen Zutaten daher. Nur etwas
schwächer und lahmer als der Vorgänger. Fans solcher Filme schauen sowas
trotzdem gerne mal, so wie ich, und werden dann leidlich unterhalten. Das
Booklet zum zweiten fällt dann noch einmal schwächer aus als beim Vorgänger
Mediabook. Aber die alten Videocover Cover sind halt schön, weswegen die so in
der Sammlung gelandet sind. 5/10
187. Evil Dead Rise (HBO) – Seit dem Kinobesuch damals nicht
mehr gesehen und auch der erste Teil der nicht in der Sammlung landete. Jetzt
vor dem neuen noch einmal geschaut, aber noch immer kann der mich leider nicht
mitnehmen auf seine Reise. Die Familie ist uninteressant (auch wenn die Mutter
gut dargestellt wird), das Setting wirkt unrund und fast zu klein skaliert.
Zwar merkt man Lee Cronin an das er durchaus was drauf hat, aber es zieht sich
doch manchmal und einige Ideen wie im Finale fand ich ärgerlich oder unpassend.
5/10
188. Evil Dead Burn (Kino) – Auch hier läuft es für mich
nicht Rund. Das Thema der toxischen Beziehung kann ich nicht mehr sehen langsam
und gehört für mich auch nicht unbedingt zu einem Evil Dead. Dadurch fand ich
auch hier die Charaktere uninteressant, was sich natürlich auf die Spannung
überträgt. Dazu wieder etwas zu lang und auch hier misslingt das Finale. Bis
dahin gibt es trotzdem einiges zu sehen und hart und düster fällt das Ergebnis
schon aus. Dazu kommen einige nette Übergänge und Kameraperspektiven. Für mich –
nach der ersten Sichtung - vielleicht etwas besser als der Vorgänger, aber auf
ähnlichen Level. Die 2 After-Credit-Scenes hätte es nicht unbedingt gebraucht.
Dafür ist der Beginn gut gelungen. 6/10
189. Jackdaw (Amazon Video) – Optisch gelungener
B-Action-Thriller aus England, der jetzt aber nicht viel neues erzählt und
nicht immer rund läuft – wie das Motorrad im Film. Trotzdem hat die heruntergekommene
Gegend einer Küstenstadt, die fast verlassen wirkt was, der Soundtrack ist auch
nett und insgesamt funktioniert das Ganze vollkommend ausreichen und serviert
noch ein den einen oder anderen „Twist“ im Finale. Sicherlich aber kein Tipp
für Jedermann. 6/10
190. Clear Cut (Amazon Video) – Von den üblichen Produktionsbuden
und den bekannten Fratzen wie Clive Standen, Stephen Dorff, Lochlyn Munro,
Jesse Metcalfe, Tom Welling und Alec Baldwin als Bruce Willis Ersatz. Brian
Skiba ist ein solider Handwerker, kann der unnötig kompliziert erzählten
Rachegeschichte aber auch keine wirklichen Actionhighlights verpassen. Wenn es
handgemacht ist, passt es so weit, wenn CGI ins Spiel kommt, sieht es schon
düsterer aus. Am Ende sieht man halt die Besetzung ganz gerne, bekommt okaye
Action geboten und von TIBERIUS sogar eine ganz vernünftige Synchro. Blanker
Durchschnitt. 5/10
191. The Nowhere Man – Season 1 (?) (Amazon Video) – Aus
Südafrika stammende Actionserie um einen ehemaligen Soldaten mit üblichen
nachträglichen Problemen. Das etwas andere Setting, frische Gesichter und eine Geschichte,
die zwar nicht neu ist, aber gut über die 6 Folgen getragen wird, macht die
Serie anschaubar. Das Budget war sicherlich nicht das größte, was man meist an
den paar Computereffekten erkennt, aber die Action geht so weit klar und
zwischendurch wird es auch mal emotional und härter. Für ein Snack
zwischendurch gut zu gebrauchen, aber jetzt auch nicht das neue
Serienhighlight. Aber mal etwas aus einem anderen Land. 6/10
192. Fuze (Amazon Video) – Vor allem in der ersten Hälfte
rasanter und auch durch die Dauermusik die manchmal an Carpenter erinnert,
spannend und gut umgesetzt. Danach strauchelt das Drehbuch etwas und einige
arge Zufälligkeiten und Augenblicke wirken arg konstruiert. Wird aber letztlich
gut von den Darstellern wie Aaron Taylor-Johnson, Theo James und Sam
Worthington aufgefangen. Als erfahrener Zuschauer riecht man den Braten zwar
relativ schnell, aber die Inszenierung hält das Interesse oben. Kann man sich
geben. Aber den Nachklapp (der auch etwas billig wirkt) am Ende war meiner
Meinung nach völlig unnötig. 6/10
193. Underworld: Awakening (BD) – Schade fand ich das die
Figur des Michael quasi aus dem Drehbuch geschrieben wurde, da ich seine Figur
im Zusammenspiel mit der damals noch schnieken Kate Beckingsale passend und
interessant fand. Doch hier ändert sich auch etwas die Richtung. Die Gothic-Welt
kommt nun eher futuristisch daher, die Menschen spielen eine deutlich größere
Rolle und der Actionanteil ist auch noch einmal deutlich erhöht worden, so dass
die knapp 90 Minuten wie im Fluge vergehen. Es ist also immer was los und mit
der noch sehr jungen India Eisley und dem auch noch jungen Theo James kommen
zumindest hier neue Figuren dazu. Das ist nicht mehr so gut wie unter Len
Wiseman, aber wieder deutlich besser als das Prequel – was vor allem an dem
hohen Actionanteil liegt. 7/10
194. Dutton Ranch - Season 1 (Paramount+) – Nachdem „Marshals“ zu
„Yellowstone“ doch um einiges schwächer ausfiel, fühlt man sich mit Cole Hauser
und Kelly Reilly doch deutlich wohler. Zwar wird trotz Schauplatzwechsel keine neuen
Türen aufgemacht, aber die Probleme und Sorgen (eine Folge ist als Tierfreund
schwer anschaubar, weil echt traurig) sind ordentlicher geschrieben und das
Umfeld funktioniert einfach besser. Mit Ed Harris und Annette Bening hat man noch
zwei Schwergewichte und Jai Courtney hat Spaß ein Arschloch zu geben, welcher
aber auch eine andere Seite im Zusammenspiel mit seiner Tochter zeigt. Die und Finn
Little sind evtl. der größte Schwachpunkt bisher. Auch hier ist alles nicht so
stark, aber doch schon nah dran an den letzten Staffeln von „Yellowstone“, die
ja auch schon etwas schwächer ausfielen. 7/10
195. The Adventures of Nexus VI (Amazon Video) – Ein Sci-Fi
Film was aus einem Fanprojekt entstanden ist und auch auf YOUTUBE angeschaut
werden kann. Der Flick geht nur knapp über eine Stunde und ist leider etwas
zerfahren erzählt ohne wirkliche Hintergründe, wenn man nicht sich im Vorfeld
mit dem Projekt aus Frankreich beschäftigt hat. Auch ist der Humor nicht immer
gelungen, aber einige Gags zünden. Dafür sehen viele Effekte wirklich toll aus,
die Masken gehen auch soweit klar und man merkt den Machern das Herzblut an.
Nicht ganz rund, aber da man als Sci-Fi Fan kaum noch solche Filme serviert
bekommt, kann man dem Low-Budget-Streifen mal eine kleine Chance geben.
Sympathisch ist das Projekt allemal. 6/10
196. Zone 3 (Netflix) – Gleich noch ein Franzose, aber nicht
nur mit deutlich mehr Budget, sondern es wird eine deutlich realistische
Zukunft präsentiert. Leider fällt der Fall dann doch gewöhnlich aus und bietet
den obligatorischen Schwenk in Richtung KI/AI, wie man ihn momentan häufig
bekommt. Trotzdem ist das recht spannend, temporeich und schick umgesetzt.
Leider passt die Chemie zwischen der jungen Adèle Exarchopoulos (hübsch) und
dem deutlich älteren harten Hund Gilles Lellouche nicht so wirklich und die
Beziehung wirkt aufgesetzt und unnötig. Nichtsdestotrotz gefiel mir der Film
und er zeigt das die Franzosen immer mal wieder ein nettes Filmchen raushauen
und man selten enttäuscht wird von der Genre-Ware. 7/10
197. Masters of the Universe (VOD) – Nach der ersten
Verfilmung damals als jugendlicher schon sehr ernüchtert gewesen als Sammler
und Fan damals. Jahrzehnte hat es gedauert bis es noch einmal jemand versucht
hat und leider ist das Ergbebnis dann auch nicht so berauschend. Wirkt doch
ziemlich unausgegoren, den Part auf der Erde hätte es nicht gebraucht und Nicholas
Galitzine ist anfangs zu sehr die Lusche Adam und später trotzdem nicht kräftig
genug gebaut, als er komplett überzeugen könnte. Das geht besser ohne völlig
als Muskelberg aufzutreten. Die ironische Abhandlung des Themas war mir dann
auch zu viel. Trotz allem gibt es viele Figuren, die auch gut umgesetzt sind,
die Optik ist zwar recht bunt, aber ordentlich von den Effekten (so wie es halt
heute so ist), es gibt diverse Anspielungen und Erinnerungen an früher kommen
schon auf. Es ist nicht alles schwach, aber das Thema ist auch unglaublich
schwer für die Massen aufzubereiten. Mich konnte es auch nur schwerlich
abholen. Ach, und She-Ra brauchte damals nicht und heute auch nicht. Dann
lieber Bravestarr, aber ich denke die Lizenz werden wir nie als Film bekommen. 5/10
198. Good Boy (HBO) – In einem Horrorfilm einen Hund als
Helden zu platzieren hat ja auch z.B. schon Eric Red in „Bad Moon“ gemacht.
Hier ist es sogar komplett auf den Vierbeiner ausgerichtet und der süße spielt
auch grandios und kann diverse Reaktionen und Emotionen zeigen. Voll gelungen
und durchaus eine tolle Idee, da ja oftmals vermutet wird, das Tiere mehr
spüren oder sehen als Menschen. Leider schwächelt gerade die Geschichte, ist
teilweise redundant und nicht ganz greifbar. Hier hätte man straighter sein
sollen und den und vielleicht als Held einer Familie setzen und nicht unbedingt
die Krankheitsstory benutzen mit einer nicht immer sympathischen Figur. Auch
fehlen etwas frische Ideen oder eine andere Herangehensweise an den Horror. Prima
Idee, grandioser Hund, aber nicht durchweg gelungen. Schade. Aber da der Hund
Indy auch schon bei „Daredevil: Born Again“ mitgespielt hat, geht die Karriere
gerade nach oben. 6/10
199. One Mile: Chapter Two (Apple TV) – Gut für die
Geschichte hätte man sicherlich keine zwei Filme gebraucht, aber der Vorgänger
(beide Back to Back gedreht) war ein netter Survival-Trip mit einem
sympathischen Vater/Tochter Duo und netter Action. Leider fährt die Fortsetzung
die Action deutlich zurück, der Überlebenskampf spielt auch kaum noch eine
Rolle und der Showdown ist dann eigentlich nicht wirklich einer. Wieder gibt
Ryan Phillipe einen guten Helden ab und kann auch spielen, hat aber nicht viel
zu tun. Dafür bekommt man etwas mehr Einblick in die Lebensgemeinschaft der
Insel. Dadurch hat auch C. Thomas Howell etwas mehr zu tun und liefert dabei
solide ab. Leider für Actionfreunde aber zu wenig los und deswegen mindestens
ein Rückschritt. 5/10
200. The Final Alliance (Amazon Video) – David Hasselhoff
als rächender Einzelgänger, um in einer Kleinstadt mit einer Motorradgang
aufzuräumen. Das ist einfache B-Action, die etwas braucht, um in die Gänge zu
kommen, aber gerade in der zweiten Hälfte dann ganz gut unterhalten kann mit
ein paar Ballereien und Explosionen. Keilereien gibt es auch und auch da zeigt
das der „The Hoff“ nicht unbedingt ein Actionheld war. Er wirkt meist etwas
unbeholfen in den Actionszenen. Immerhin gibt es noch Bo Hopkins und John Saxon
zu sehen, die aber beide nicht so viel leisten müssen. Trotzdem gab es zu
VHS-Zeiten deutlich schwächeres Zeuch. Und auch ich stelle die Frage, warum der
Film bei uns „Tigerman“ hieß, wenn sein Partner ein Puma ist. 5/10
201. Hunting Season (Amazon Video) – Rollentechnisch findet
man Mel Gibson in den letzten Jahren oftmals auch in B-Thrillern vor. Mal in
Nebenrollen oder wie hier in einer Hauptrolle, die er dann auch mit Spielfreude
füllt und so einen großen Teil dazu beiträgt, das der Film über den
Durchschnitt rutscht. Das meiste kennt man in diversen Varianten und er
Actionanteil ist auch eher gering, dafür wird das alles mit etwas Drama und
Thriller gemixt. Das funktioniert gut und so ist der Streifen, sicherlich - aus
dem Bereich - auch einer von Gibsons besseren Titel, da auch die Chemie unter
den Darstellern passt und die Regie auch durchaus kompetent agiert. 6/10
202. Man of War (VOD) – William Kaufman ist nach seinem
nicht ganz gelungenen Alien-Ausflug „Osiris“ wieder eher in seinem Metier. Er
schickt seinen Einzelkämpfer LaMonica Garrett in die Ukraine, um seine Nichte
zu retten. Der Ex-Navy S.E.A.L. nimmt die Aufgabe gerne an und so bekommen wir
diverse Feuergefechte und Action geboten, wobei das fast 25-minütige Finale
dann das Highlight des Filmes ist. So wie es sein muss. Garrett erweist sich
dabei als charismatisches Powerhouse und liefert eine gute Leistung ab. Dabei
ergänzt er sich Prima mit Andrew Howard, der mal auf der Seite der Helden
agieren darf und sichtlich Spaß an seiner Rolle hat und beide agieren stark
miteinander. Daniel Bernhardt ist der Gegenspieler und ist sicherlich selten so
fies und brutal gewesen wie hier. Klar merkt man vereinzelt das schmale Budget,
aber meist wird auf CGI verzichtet und das Waffenhandling und die Schusswechsel
sind wie gewohnt präzise und im Rahmen des Genres realistisch inszeniert. So
wie man es von einem Kaufman erwartet und hier auch bekommt. Schönes Ding. 7/10