Mit vollem Programm startete das neue Jahr und war diesmal eine bunte Mischung aus Serien (neuere und ältere über einen längeren Zeitraum und auch mal als Binge-Watch) und natürlich eine Menge Filme. Auch dort gab es einen Mix aus bekannten Werken und neueren Produktionen - wobei da wenig hängen blieb. Aber ich muss sagen, immerhin auch keine Totalausfälle und sogar das eine oder andere moderne Filmchen, welches gut unterhalten hat. Aber schaut einfach selbst.
ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG
1. Holy Night – Demon Hunters (Amazon Video) – Diesmal
verprügelt Don Lee Dämonen und deren Anbeter. Dabei wirkt alles wie aus einem
Comic gezogen und es wird permanent auf die Tube gedrückt. Kaum Erklärungen, keine
Längen, etwas Witz aber auch dadurch wenig Grusel, Spannung oder Verbindung zu
den Figuren. Trotzdem ist alles sauber inszeniert und einige bekannte
Versatzstücke werden dann mit einer gewissen ungewohnten Körperlichkeit
vermengt. 6/10
2. Düstere Legenden 2: The Final Cut (BD) – Die Fortsetzung
wird dann etwas blutiger aber doch belangloser und ist eine typische
Fortsetzung eines Slashers. Die nervigste Figur aus Teil 1 ist hier auch dabei
und sonst bekommt man natürlich ein paar aufstrebende Stars, die es
aber fast alle nicht in höhere Gefilde geschafft haben. Der Sinn und die
Auflösung sind dann auch eher na ja und er ist nicht so flott wie der
Vorgänger, aber noch guckbar. 5/10
3. Stolen Girl (Amazon Video) – Basierend auf wahren
Ereignissen. Dabei verfängt sich das Drama nie so richtig beim Zuschauer und
die Action ist sehr verwackelt und hektisch. Dafür gibt sich die sehr dünne
Kate Beckinsale mühe die leidtragende Mutter zu spielen und die letzten 15
Minuten können dann etwas angenehm überraschen. Rest ist dann aber eher
Standardkost. 5/10
4. Dark Force (BD) – Alle 3 Projekte von Jack Scalia
und PM ENTERTAINMENT machten Laune und dieser hier hat auch gleich die beste
Verfolgungsjagd zu bieten, die auch heute noch für das Budget überrascht. Sonst
ist viel Tempo drin, es wird geballert und etwas gefrotzelt. Jedenfalls einer
der besten PM -Titel. 7/10
5. Arachnia (DVD) – Die Filme von Brett Piper muss man
mögen. Ich finde die meisten recht charmant - allein durch seine Stop-Motion
Tricktechnik. Bei allem anderen darf man nicht viel erwarten und so sind auch
hier die Story und die Charaktere teilweise ziemlich Banane. Auch tauchen die
Spinnen etwas zu spät auf und Grusel oder Brutalitäten sucht man hier auch
vergebens, aber wenn man weiß, was einem erwartet kommt man über die Zeit. Es
gibt aber auch bessere Filme von Piper. 5/10
6. Luther: The Fallen Sun (Netflix) – Spielfilm-Nachklapp
zur Serie mit Idris Elba in seiner Paraderolle. Leider fällt das Ergebnis nie
so intensiv aus wie die Serie und einige Dinge sind doch arg unlogisch oder an
den Haaren herangezogen. Andy Serkis ist leider nur ein fader Killer diesmal,
der zwar verrückt ist aber nicht viel hermacht. Immerhin gibt es etwas mehr
Action und das Finale in Norwegen bietet war einiges an Unsinn, aber auch
schöne Bilder. Nette Fortsetzung, die aber nicht die Höhen einiger Folgen
erreicht. Mal sehen was der nächste Film bringt. 6/10
7. Rebellen des Grauens (DVD) – Das größte Grauen ist hier
eher die Langeweile und eine völlig unrealistische Militär-Truppe die
irgendwann gegen Zombies/Geister aus der Vergangenheit antreten muss. Ein noch
sehr junger Maxwell Caulfield rutsche hier schon in die endgültige B-Schiene ab,
Nichelle Nichols ist völlig unglaubwürdig und trifft auf LeVar Burton, der auch
nichts kann und der Rest ist dann ziemlicher Nonsens. Immerhin gibt es ein paar
blutige Effekte und die Nebelmaschinen versuchen einen auf „The Fog“, aber der
Rest ist schon ziemlich lahm. 3/10
8. Cross – Season 1 (Amazon Video) – Habe doch einige Monate
gebraucht, um die Serie zu beenden. Gar nicht mal weil sie so schlecht wäre,
aber halt auch nicht so packend, dass ich unbedingt weiter gucken wollte. Es
fehlt der Thrill, wie eine spannende Erzählweise bei „Bosch“ zum Beispiel und
eben halt auch durchweg interessante Nebenfiguren. Vor allem Cross bleibt etwas
blass und sein Drama um seine Frau wirkt nicht gutgeschrieben, weil man ihn
bereits eine neue Frau an die Seite gestellt hat. Der Rest ist ordentlich
umgesetzt und der Killer auch verrückt und arrogant genug, um ihn nicht leiden
zu können, wobei der Sinn seiner Aktion auch nie so wirklich klar wurde und es
auch kein Rätselraten gibt, wer der Killer ist. Knapp über den Durchschnitt und
für Staffel 2 doch einiges an Luft nach oben möglich, aber Potenzial wäre vorhanden.
6/10
9. Demon Disorder (Amazon Video) – Eher Kammerartiger
Bodyhorror mit wenig Personen aus Australien und von den Spierig Brüdern
(„Undead“. „Daybreakers“, „Winchester“) produziert. Regie führte Effekt-Experte
Steven Boyle und dass er es drauf hat, sieht man spätestens im Finale, wo es
einige sehr starke praktische Verwandlungseffekte gibt. Für das Budget Top. Es
ist auch immer was los, auch wenn die Darsteller jetzt nicht völlig
überzeugend sind und der eine oder andere Plotpunkt um die Brüder und ihrem Vater (immerhin John Noble) etwas holprig wirkt. Aber wenn man mal die Chance hat den zu schauen, sollte
man die ruhig nutzen. Wie so oft aus Australien nicht unbedingt das übliche
Horrormenü. 6/10
10. Man with no Past (Amazon Video) – Stuntprofi James
Bramford ist dank Produzent Steven Paul und PARAMOUNT und REPUBLIC PICTURES wieder
Eröffnung fleißig unterwegs und liefert meist brauchbare Kost für die Streamer
ab. Hier ist ihm sein bisher bester Film gelungen, denn auch wenn die Auflösung
etwas zu wage und verzettelt bleibt, ist die Prämisse mal was anderes (Fortsetzung
dann bitte in der Post-Apokalyptischen Zukunft) und wie immer sieht die Action
gut aus. Das kann man von einigen Kostümen nicht immer sagen und über die etwas
zu lange Laufzeit wäre mehr Action nötig gewesen. Schade um die verpasste
Chance. Trotzdem ein solides B-Action-Movie mit einer Besetzung (Jon Voight,
Philip Winchester, Martin Csokas) die zwar nie so richtig gefordert wird aber
ihren Zweck erfüllt und gerne gesehen ist. Ebenso werden die beiden Hauptrollen
von Adam Woodward und Charlotte Vega gut getragen. Nur die Musik ist einiges
mal ganz schön drüber. 6/10
11. Murderbot - Season 1 (Apple TV) – Die Serie lebt hauptsächlich von
den Gedanken des Murderbot und ist dadurch und wegen der kurzen Laufzeit auch
recht schnell weggeschaut. Das drumherum ist da weniger interessant, sorgt aber
immer wieder für einige absurde Situationen und dann den passenden Kommentaren. Staffel
2 ist ja bestätigt und würde ich auch dranbleiben. Dann darf aber gerne noch
etwas an der Story und den anderen Figuren geschraubt werden. 6/10
12. Death of a Unicorn (WOW) – Die meisten Filmfans bekommen
ja ein feuchtes Höschen, wenn das A24 Studio einen Film veröffentlicht und auch
wenn sie (noch?) eher gegen den Mainstream schwimmen, sieht man auch hier das
sie nur mit Wasser kochen. Letztlich ein ganz netter Streifen der aber aus dem
Umstand des Einhorns nur ein normales Monstermovie mit okayen Effekten und ein
paar schrägen Figuren abliefert. Die bekannte Besetzung reißt sich kein Bein
aus und obwohl es nie wirklich langweilig wird, ist das gebotene weder genug Horror
noch genug Komödie noch genug spannend. Aus der Idee hätte man etwas mehr
rausholen können. 6/10
13. Fist of Justice (DVD) – Einer von diesen B-Actionern wo
man eigentlich eine geile Besetzung aus dem Bereich auffährt, aber das
Endresultat dann enttäuschend ist, weil die Action an sich noch die Menge
passt. Einige Schläge und Kampfszenen mit Marjean Holden sind sogar arg
zweifelhaft, auch wenn sie schon stattlich rüberkommt. Die Umsetzung lässt aber
doch arg zu wünschen übrig und so ist das nur unterdurchschnittlich. 4/10
14. Benny loves you (BD) – Wirklich vorzüglicher Puppen-Horror-Spaß
der durchweg Laune macht und für sein niedriges Budget sogar erstaunliche
Effekte bietet. Das ist zwar alles ziemlicher Blödsinn, aber der Humor und die
Umsetzung trifft genau meinen Geschmack und ist ebenso derb, schwarzhumorig wie
blutig. Warum der Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion seitdem kein
weiteres Werk abgeliefert hat, ist ebenso fraglich wie wirklich schade. 7/10
15. It feeds (Amazon Video) – Die Filme des kanadiers Chad
Archibald haben mir bisher immer zugesagt, auch wenn die Budgets teilweise
knapp waren, hat er meist einiges herausgeholt und vor allem bei den Effekten
gepunktet. 7 Jahre ist sein letzter Film inzwischen her und wieder enttäuscht
er mich nicht. Zwar bewegt er sich hier auf den sicheren „Insidious“ Weg, kann
aber die meiste Zeit das Interesse aufrecht halten und die Geschichte konzentriert
auch nur auf den Plot und verschwendet kaum Zeit mit Nebensträngen. Das ist
sicherlich nicht neu und hat die üblichen Jump Scares zu bieten, passt abermals
aber von der Atmosphäre und den praktischen Effekten. Für Fans solcher Filme mit
knapperem Budget sehenswert. 6/10
16. Frostbiter (BD) – Amateurhafte Hommage an „Evil Dead
II”, die aber durch schlechtes Schauspiel und teils ätzenden Dialogen und
Elementen ermüdet. Die Geschichte macht kaum Sinn und die Musikauswahl ist eine
reine Katastrophe und extrem nervig teilweise. Dafür gefallen immerhin einige kleine Gags und die vernünftigen Stop-Motion-Effekte. Gesamtergebnis ist aber einfach schlecht. 3/10
17. The Night Manager – Season 1 (Amazon Video) – Damals
nicht geschaut und im Zuge der neuen Staffel nach so vielen Jahren doch mal reingelinst. Fängt gut an, hängt dann etwas durch und fängt sich dann wieder.
Insgesamt jetzt aber kein Serienhighlight. 6/10
18. Jäger der verschollenen Galaxie (BD) – Charles Band
Produktion und Sci-Fi mit Erotik Remake von Graf Zaroff. Leider eines der
schlechteren. Elizabeth Kaitan ist sicherlich sehr ansehnlich, aber Ausstattung,
Schauspieler und Action sind dann doch ziemlich dröge umgesetzt. Außerdem ist
er dann nicht Sleazig genug, um herauszustechen. Klar, solche Dinger sind meist
ganz nett, aber um den nochmal anzuschauen in den nächsten Jahren fehlt einiges
an Feuer und Qualität – gerade für so ein Schlock. 4/10
19. Under Fire (UHD) – Steven C. Miller kann mich ja
irgendwie immer abholen und auch hier macht das Geschehen genug Spaß, um sich
die Zeit zu vertreiben. Das Setting ist zwar begrenzt und die geile Action zu
Beginn wird nicht mehr getoppt, sowie die Twists zum Finale hin sind erwartbar,
dennoch macht die Chose dank seiner beiden Hauptdarsteller (auch Privat
befreundet) die wunderbar harmonieren dennoch genug her. Ist auch immer Tempo
drin und so verfliegt das Ganze bei angenehmer Laufzeit. Sein nächster Film
darf dann aber auch wieder mehr zur Sache gehen und auch mehr Schauplätze bieten.
Denn nicht immer gewinnt hier die Logik. 6/10
20. The Substance (Paramount +) – Puh. Teilweise echt
anstrengend (Kamera, Schauspiel, Look) und vor allem zu drüber, um ernst
genommen zu werden. Denn wenn man etwas mehr über das Ganze nachdenkt, zerfällt
der Film doch schnell in seine Einzelteile. Auch schauspielerisch ist das alles
sehr unausgewogen. Dennis Quaid ist einfach viel zu sehr drüber, Demi Moore
übertreibt irgendwann auch noch und Margaret Qualley ist nicht immer
überzeugend. Außerdem ist der Film viel, viel zu lang und man hätte das Ganze
kürzer und zackiger erzählen können. Im Finale gehen dann völlig die Pferde
durch und erstickt jeden Anspruch auf Ernsthaftigkeit. Immerhin coole
Bodyhorror-Effekte und manchmal schön abgefahren. Insgesamt also sehr
zweischneidig. 5/10
21. Rust (Amazon Video) – Das tödliche Unglück überschattet
den Film natürlich, aber im Vergleich mit den diversen Western, die in letzter
Zeit so erschienen sind – vor allem im VOD Sektor – sieht der Film sehr gut aus
und wirkt wertiger als viele B-Western. Dennoch wird er als Western außerhalb
des Unfalls kaum in Erinnerung bleiben. Zwar ist Baldwin schön grantig, aber
die Geschichte fesselt einen nicht und insgesamt gibt es zu wenig was den Film
irgendwo im Genre herausstechen lässt. Für Westernfans lohnt sich aber dennoch
ein Blick. Der erhoffte „Erbarmungslos“, den sich Baldwin vorgestellt hat, ist
es aber bei weitem nicht geworden. 6/10
22. Guns Up (Amazon Video) – Für Edward Drake der beste Film
bisher, auch wenn das natürlich nicht viel bedeutet. Zwar gibt es auch hier
wenig Überraschendes (außer dem Twist mit James Frau vielleicht), aber der
Streifen geht locker von der Hand und die Actionszenen gehen auch in Ordnung.
Kevin James hätte ich sogar noch mehr Fights gewünscht, denn beim „Das
Schwergewicht“ hat er ja auch schon eine gute Figur gemacht (auch vom Körper an
sich), aber insgesamt ist das gezeigte sympathisch genug für ein passendes
B-Movie und auch nicht langweilig. 6/10
23. Sky Pirates (BD) – Australische Indiana Jones Variante mit
deutlich weniger Budget bei der es am Drehbuch und Regie hapert. Zwar gibt es
einige atmosphärische Szenen wie nach dem Flugzeugabsturz und auch nette
Effekte, aber der Rest wirkt etwas dahingeschludert. So ob man einfach einige
Szenen nicht gedreht hat oder den Film kürzer halten wollte. Vor allem ist der
Showdown dann sehr enttäuschend da eigentlich nichts passiert und man nie weiß,
was da eigentlich mit der Platte jetzt abgehen könnte. Etwas wirr manchmal. Bei uns
heißt der Film ja „Dakota Harris“ obwohl die Hauptfigur gar nicht so heißt.
Sein Vorname wird nie genannt und nur der erste Flug wird als Dakota deklariert.
Aber was solls. Irgendwie haben diese australischen Filme dann doch immer ihren
eigenen Carme. 5/10
24. Con Air (BD) – Simon West ist zwar kein Michael Bay,
aber trotzdem fetzt auch die zweite Bruckheimer/Cage Actionparade. Alles ist
extrem drüber und kaum als normal zu bezeichnen, das Tempo beständig hoch bei
fast 2 Stunden (bekommen die wenigsten Filme heute überhaupt hin), die Action
fett mit krachenden Explosionen. Das macht einfach Laune dazu viel zu gute Darsteller,
die aber die Qualität einfach anheben und Laune verbreiten. Oh man, wo sind
diese Zeiten hin. 8/10
25. Stranger Things – Season 5 (Netflix) – Die Zeit zwischen
den Staffeln war einfach teilweise zu lang. Der persönliche Hype ist verflogen und
letztlich wird das Staffefinale auch den Erwartungen nicht gerecht. Trotz
Megabudget und langen Folgen wirkt dennoch einiges gehetzt, Fragen bleiben
offen und am Ende sind manche Auflösungen und Handlungen enttäuschend und so
wirkt einiges unbefriedigend. Natürlich kann man das gut schauen, die meisten
Effekte sind gelungen und es ist viel Action drin. Andere Szenen sind teilweise
peinlich und manches Schauspiel sogar gruselig mittelmäßig (Winona Ryder fand
ich z.B. ist in allen Staffeln ziemlich mies, aber nur meine Meinung). Vielleicht gut, dass so viel Zeit dazwischen
lag, denn ich glaube, wenn man die Staffeln hintereinander schaut, fallen einem
noch mehr Minuspunkte auf. Aber was solls. Insgesamt war die Serie cool und
letztlich kann man auch mit gutem Willen, mit der letzten Season leben. 7/10
26. Fight Another Day (Apple TV) – Wenn Stuntprofi James
Mark selbst Regie führt, sind die Filme deutlich kleiner skaliert, konnten mich
aber bisher ganz gut abholen. Vielleicht auch weil seine letzten 3 Arbeiten
alle miteinander verknüpft waren und trotz der schmalen Budgets vernünftige
Action boten. Hier hat er auch wieder neben Regie, Drehbuch und Produktion zu
verantworten und das Konzept ist zwar nicht wirklich schlüssig, aber wieder
kann Mark gut über das kleine Geldkonto hinwegtrösten. Duch die Kämpfer aus
diversen Zeiten ist einiges an Abwechslung geboten, auch wenn ich doch etwas
coolere Choreografien erhofft hatte. Aber
letztlich ging das klar. Die Ausstattung ist aber gerade in der Miniarena sehr
übersichtlich und das hätte gerne etwas besser aussehen können. Die restlichen
wenigen Schauplätze sind dann eine Mischung aus Retro (wie auch die Musik zu
Beginn und am Ende) und Zukunft. Das alles ist schon sehr spartanisch, aber
Eric Johnson, Martin Kove oder Jim Belushi (auch weit rumgekommen, wenn er jetzt
schon in solchen Dingern mitspielt) retten darüber hinweg – genauso wie einige
Brutalitäten. B-Action-Fanatiker können mal einen Blick riskieren, aber nur
die. Denn so ganz geht das Konzept nicht auf. 5/10
27. Farscape – Season 2 (BD) – In Staffel 2 findet die Serie
noch mehr ihren Groove, die Geschichte breitet sich weiter aus und ist deutlich
übergreifender trotz diverser Einzelepisoden. Außerdem wird alles noch etwas
verrückter, Crichton dreht nach und nach durch was sich in einigen durchgeknallten
Folgen erkenntlich zeigt. Auch sonst ist die Truppe untereinander oft
zerstritten, Freunde werden zu Feinden und umgekehrt und es werden
Entscheidungen getroffen, die teilweise schmerzhaft für die Protagonisten sind.
Man erkennt an den Kulissen zwar weiterhin das niemals so viel Geld zur
Verfügung stand, aber gerade die Masken und Puppeneffekte bleiben sehr stark
und neben den schwarzen Humor blitzen auch immer düstere Themen und Brutalitäten
auf. Eine Mischung die es seitdem in der Art auch nicht mehr gab. Steigerung
also klar zu erkennen. 8/10
28. The Laughing Dead (BD) – Schon etliche Jahre das ich den
Film 1x gesehen hatte. Da kaum noch Erinnerungen (fand den damals ziemlich
Mau), bezeichne ich den mal als Neusichtung und auch wenn gerade die Darsteller
echte Anfänger sind und gerade die erste Hälfte etwas schleppend vor sich hin
stolpert, bessert sich das Ganze in der zweiten und wechselt zwischen kruden
Momenten und netten Splattereffekten. Das ist zwar alles eher unsinnig, aber
bei den Effekten von John Buechler gibt es charmante Effekte, die für das
Budget gut geworden sind und der Monsterkampf ist im Finale sogar noch einmal
besonders schräg. B-Horror den ich doch schlechter in Erinnerung hatte. 6/10
29. The Wrecking Crew (Amazon Prime) – Nach “Head of State” ein
weiterer Versuch die Buddy-Komödie zu hofieren. Und man muss sagen das es hier
sogar noch besser funktioniert da die Chemie zwischen Momoa und Bautista gut harmoniert
und alles fast etwas platt ist, aber dadurch auch viel Spaß macht. Bei den
knapp 120 Minuten kommt keine Langeweile auf, die Action ist gut eingefangen
(die üblichen CGI-Eskapaden in wenigen Szenen ist man ja gewohnt und regt mich
nicht mehr auf, wenn es nicht übertrieben wird und hier ist es eher weniger als
mehr) und bietet auch viel Handfestes. Bei den Schurken hätte man noch eine
Schippe drauflegen können, aber es wird halt mehr Wert auf seine beiden Helden widerwillen
gelegt. Das ist knackig von Jonathan Tropper („Banshee“, „Warrior“) geschrieben
und war überraschend leichte und genügsame Action. 7/10