Trotz des schönen und heißen Wetters war mein Filmprogramm satt gefüllt, was teilweise an mehr Freizeit lag, Nächte wo man weniger geschlafen hat und ein paar Filmabende, wo man denn auch mal 3 oder 4 Filme hintereinander schaut in illustrer Runde. Außerdem war Zeit da, um Staffeln und ganze Serien zu beenden. Und natürlich gab es wie immer einige Erstsichtungen, die alles andere erquicklich waren, aber auch ein paar positive Überraschungen. Aber das könnt, wenn ihr nicht Lesefaul seid😋, ganz einfach abchecken und ich freu mich auch immer über andere Meinungen und Kommentare.
ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG
141. Primal – Season 3 (HBO) – Die dritte Staffel schließt den Handlungskreis um Spear und Fang ab und das wie immer mit einer Menge Action, Einfallsreichtum und diversen Horrorelementen. Dabei kommt keine Minute Langeweile auf und trotz kaum eines Dialoges, werden Gefühle und Emotionen rübergebracht wie es manchmal nicht einmal reale Serien schaffen. Großartiges Werk mit einem gelungenen Ende. 9/10 (Auch gesamt)
142. Die’Ced (Amazon Video) – Nach einem Kurzfilm wurden einige Szenen nachgedreht, da man sicherlich einen „Terrifier“ Effekt erhofft hat. Ein Killer, hier als Clown/Vogelscheuche meuchelt recht brutal junge Leute zu Halloween nieder. Das ist gerade in der ersten Hälfte blutig und die Effekte auch schön handgemacht, aber trotz der kompakten Laufzeit und das immer jemand drauf geht, kommt keine wirkliche Spannung auf. Es wirkt auch alles sehr glatt und die Halloween Atmo mag auch nicht so richtig zünden. Mehr als Durchschnitt ist es am Ende nicht. Eher mit leichter Tendenz nach unten. 5/10
143. The A-Frame (Amazon Video) – Erwartet hatte ich nach dem Trailer entweder so eine billige „Die Fliege“ Variante oder etwas „From Beyond“ Feeling. Bekommen habe ich einfach pure und nicht sonderlich gut gespielte Langeweile. 2 Effekte waren ganz gut, der Rest war leider nichts. 3/10
144. Scrubs (Disney+) – Fast das gesamte alte Team ist wieder da und erstaunlicherweise fühlt man sich schnell wieder an die geniale Serie erinnert und heimisch. Die Gags sind weiterhin gut, das Drama erwischt dich immer noch teilweise unerwartet und die Angst vor zu viel angepassten Humor bestätigt sich nicht. Schöne Rückkehr und da freut man sich doch gleich umso mehr, dass bereits eine zweite Staffel genehmigt wurde. 7/10
145. Keeper (Amazon Video) – Nach dem tonal nicht geglückten „The Monkey“ geht „Keeper“ wieder in eine deutlich schrägere, schwermütige und bedrückende Richtung. Das ist eher ruhiger psychologischer Depri-Horror, der aber eine gute Stimmung aufbauen kann und zum Ende zwar etwas einfacher wird als gedacht, aber mich trotzdem überraschenderweise abholen konnte. Kann man aber auch nicht mögen. Vielleicht hatte ich einen guten Tag. 7/10
146. Thunder (BD) – Die Indigene, ach was, die Indianer-Variante von Rambo die typisch italienisch ihren ganz eigenen Sog entwickelt und fast die ganze Zeit auf die Tube drückt. Mark Gregory ist abermals stoisch wie ein Totem, hat aber eine weiter geschnittene Jeans gefunden als bei „The Riffs“. Passen tut er trotzdem in die Rolle und mit Bo Svenson und Raimund Harmstorf hat man auch die passenden Gegner am Start. Gibt einiges an Action, gerne auch in Zeitlupe, und das ist sicherlich viele Klassen von „First Blood“ entfernt, aber holt einem als Fan dennoch ab. Regietechnisch sicherlich einer der besten Arbeiten von Fabrizio De Angelis als Regisseur. Die Blu-ray ist okay, aber der Booklet-Text leider nicht sehr gelungen. Egal, auf den Film kommt es an. 6/10
147. The Boys – Season 5 (Amazon Video) – Die finale Staffel von “The Boys” macht immer noch genug Spaß ist aber gesamt gesehen eher eine kleine Enttäuschung. Man hat das Gefühl es fehlte irgendwie das Geld. Alles wirkt deutlich klein skalierter über die ganze Staffel. Es fehlen größere Setpieces und auch die Action fährt auf Sparflamme. Über das Ende kann mich sich auch streiten, ich fand es so weit okay aber halt unterwältigend. Klar war das alles noch in Ordnung, aber diesmal wurde die Handbremse nicht gelöst. Mal sehen, wie der nächste Ableger wird. Sieht zumindest wieder nach mehr Wahnsinn aus. 6/10 (Gesamt 8/10)
148. Send Help (Disney+) – Trotz guter Leistungen seiner beiden Hauptdarsteller war der Film eher ein schwaches Produkt von Sam Raimi dessen Geschlechterkampf zu lange ging, einige Logiklöcher bereithält und man über die Handlungen der Figuren nur den Kopf schütteln kann. Paar kleine fiese und gelungene Momente gibt es, aber das reichte nicht wirklich aus, um mich zu unterhalten. So ist das halt manchmal. 5/10
149. Ready or Not (Disney+) – Zur Vorbereitung der Fortsetzung nochmal Teil 1 eine Chance gegeben da er mir damals nicht wirklich überzeugt hat. Das ist auch leider weiterhin so. Die erste Hälfte zieht sich, über die Figuren erfährt man kaum was und selbst über Samara Weaving, die eine gute Heldin abgibt, bekommt man kaum Hintergründe geboten. Dazu kommt das nervige Verhalten der Familie was sicherlich lustig sein sollte durch ihre Unbedarftheit, aber dadurch auch jede Spannung entzieht. Da hätte man sicherlich auch nicht eine Fortsetzung gebraucht – was das Einspielergebnis dann auch zeigte. 5/10
150. The Night comes for us (Netflix) – Knallharte Action mit Joe Taslim der sich hier als Actionstar vollkommen profiliert und seitdem kaum enttäuscht hat, wenn er denn die Chance bekam zu glänzen (nicht so wie bei „Mortal Kombat 1+2“). Der Film ist trotz seiner Lauflänge immer in Bewegung und die Action wunderbar brutal, geil choreographiert und brachial. Da freue ich mich umso mehr auf „The Furious“, bei dem die Karten bereits reserviert sind. 8/10
151. Marshals: A Yellowstone Story – Season 1 (Paramount+) – Der erste Ableger nach dem Ende der „Yellowstone“ Hauptserie entpuppt sich schnell als typische Serie, die halt auf einem „normalen“ Sender ausgestrahlt wird und meist einen Fall der Woche präsentiert – aber es existiert auch ein roter Pfaden. Das kann man schauen, fällt aber von den Drehbüchern doch schon deutlich ab und wirkt mit seinen Verbindungen nicht ganz rund. So nebenher geht die aber schon. 6/10
152. Der Mann, der immer kleiner wurde - Die unglaubliche Geschichte des Mr. C (Amazon Video) – Nach so vielen Jahren ist sicherlich auch mal ein Remake eines solchen Kultfilmes möglich, kann der alten Geschichte aber auch nicht viel neues abgewinnen. Viel zu meckern gibt es aber auch nicht und einige Effekte wirken sogar recht charmant. Jean Dujardin war jetzt nicht unbedingt für mich die beste Wahl und Jan Kounen schweift dann auch manchmal – wie zum Endbild hin was an seinen „Blueberry“ Ausrutscher erinnert – arg ab, aber insgesamt eine nette Erfrischung des Jack Arnold Klassikers. 6/10
153. Night Teeth (Netflix) – Optisch sind nicht nur die Darsteller schick anzuschauen (u.a. Sydney Sweeney und Megan Fox in kleiner Nebenrolle oder Debby Ryan) sondern auch die Kameraarbeit und Ausstattung. So ist aber auch der Film: Komplett oberflächlich, der seine Welt nie so richtig offenbart und dann noch für ein junges Publikum sehr harmlos und wenig überraschend ausfällt. War nachts so zum Einschlafen gut zu gebrauchen. 4/10
154. Cusack – Der Schweigsame (BD) – Noch vor seiner CANNON Zeit abgedrehter Cop-Thriller, der fast schon zu professional wirkt und sich relativ ernst nimmt und sich vor allem bei der Action zurückhält. Nur im Finale darf dann ein Roboter Bambule machen – was im Kontext etwas drüber ist. Chuck Norris ist dabei solide aber auch noch nicht der Überheld wie später, Henry Silva geht eh immer und die Story ist so weit Standard. Von der Machart her sicherlich einer der besten Norris Streifen, aber mir gefallen andere Filme dann doch noch mehr. 6/10
155. Die Barbaren (BD) – Selbst damals war der Film schon etwas aus der Zeit gefallen, aber der Film nimmt sich zum Glück nicht wirklich ernst und die tumben Barbaren-Brüder machen Spaß und der Rest vergeht einfach so flott, dass man den alle paar Jahre mal wieder in den Player wirft. Ernst nehmen sollte man die Bewertung aber nicht. 7/10
156. Crime 101 (Amazon Video) – Alle paar Jahre versucht ein Film in die „Heat“ Fußstapfen zu gehen, aber meist missglückt es. Hier wurde eine von Don Winslow extra nur als Novelle verfasste Geschichte gleich mal wieder über 2 Stunden aufgeblasen und sieht zwar gut aus, hat sonst jedoch nicht viel zu bieten und im Finale wird das sogfältig aufgebaute Verhalten der Beteiligten teilweise ad absurdum geführt. Dann kam so bei Prime sicherlich mal schauen, aber fürs Kino ist das dann nichts. 5/10
157. One Piece – Season 2 (Netflix) – Weiter geht die wilde Reise und hier muss man den Machern einfach zugestehen, wie toll sie die Vorlage ohne Rücksicht übernommen haben. Die Welt wird einfach so akzeptiert und die Figuren müssen sich nicht immer mit faden Witzen oder unnötiger Selbstironie rechtfertigen für den verrückten Kram, den durchgeknallten aussehen oder den Kostümen der einem geboten wird. So muss das sein. Deswegen hat man seinen Spaß, wenn man mit sowas Leben kann und bekommt auch eine Menge Action geboten. Zwar fehlt manchmal die Leichtigkeit der ersten Staffel, dennoch gibt es hier nicht viel zu meckern für mich. Und ich habe noch nie eine Folge des Anime gesehen oder den Manga gelesen. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich auch nicht. 7/10
158. Cop Game (BD) – Die Bruno Mattei Version von „Saigon“ mit einem wie immer ironischen Brent Huff der genau weiß, wo er gelandet ist. Sogar einer von Matteis besseren, wenn er nicht immer wieder die Stadt verlassen würde und an die Front wechselt. Denn hier wird die Story noch etwas konfuser und die Stock-Footage Szenen vermehren sich leider zusehends – was dann auch etwas den Spaß verdirbt. Ähnlich wie die geklaute Verfolgungsjagd. Sonst sollte man eh wissen was einem hier erwartet. 5/10
159. Night Patrol (Amazon Video) – Vampire, Cops, Magie und Gangs. Leider wird aus der interessanten Mischung nicht viel herausgeholt und es tröpfelt so vor sich hin. Zwar gibt es einige nette Gewaltmomente, aber so richtig zünden will die Kombi nicht. Was auch an den egalen Figuren liegen könnte. Justin Long macht diesmal sogar eine recht gute Figur, ist als Rolle aber schwach geschrieben. Gefallen hat mir wieder Phil Brooks AKA CM Punk, der wirklich deutlich mehr Genrefilme drehen sollte. Der Rest ist halt viel gewollt und nicht so viel gekonnt. Das Interesse war trotz des comichaften Settings schnell verflogen. Hier wäre jedenfalls mehr drin gewesen. 4/10
160. Daredevil: Born Again – Season 2 (Disney+) – Man merkt diesmal das die Staffel in einem Guss entstanden ist und so gut die Action bei NETFLIX war, hat man hier deutlich an den Dialogen gearbeitet und die Story wird vorangetrieben, während damals eine Folge manchmal wie Blei gefüllt sich vorbewegte. Aber auch bei der Action gibt es nicht viel zu meckern und es ist weiter düster und hart und genug vertreten. Sehr cool auch diesmal das Daredevil deutlich mehr im Kostüm zu sehen ist und so auch abgehen kann. Dabei ist das Highlight natürlich der Kingpin, der grandios gespielt wird. Aber auch Bullseye ist cool umgesetzt. Insgesamt macht hier MARVEL viel richtig, werden aber leider von nicht so starken Zuschauerzahlen belohnt. Vielleicht dann doch zu düster? Ich fand es zumindest gut. 8/10
161. Hokum (VOD) – Nach dem schon durchaus angenehmen „Oddity“ kann Regisseur Damian Mc Carthy sein erstes Meisterstück servieren. In abgelegener irischer Kulisse entspinnt er ein dichtes atmosphärisches Werk, was zwar ruhig und fast ohne übertriebene Jump Scares auskommt, aber deswegen eine Wohltat im aktuellen Horrorbereich ist. Also mehr Grusel als auf Schocks reduzierter Horror mit normalen Verhalten der Protagonisten. Trifft sicherlich nicht jedermanns Geschmack, konnte uns allen aber in kleiner Runde abholen und war die erhoffte Überraschung. Nicht unbedingt ein Film zum wiederholten Gucken, aber das eine oder andere kann man bei einer erneuten Sichtung noch entdecken. 8/10
162. Aktion Mutante (BD) – Ziemlich durchgedrehter Nonsens aus Spanien was erstaunlich gut ausgestattet wirkt und dessen Humor mal mehr mal weniger trifft. Drüber nachdenken sollte man nicht weiter und die komischen Figuren laden nicht zum Mitfiebern ein. Dafür bekommt man schräge Ideen, etwas Action, etwas Gewalt, einen leichten Durchhänger in der Mitte und noch mehr crazy Ideen. Muss man für offen sein, kann für normale Menschen aber auch verstörend bescheuert wirken. 7/10
163. Night of the Reaper (Amazon Video) – Nach dem soliden “Bodycam” arbeite ich umgekehrter Reihenfolge mal zwei weitere Werke von Brandon Christensen ab. Dieser ist eine Hommage an die Slasher der 80er und spielt auch in der Zeit. Dabei gelingt es ihm gut die Stimmung einzufangen, liefert zwar anfangs die typischen Dinge ab, variiert aber auch einiges und bietet den einen oder anderen Twist. Das ist alles ordentlich gespielt und inszeniert – vielleicht nicht ganz durchdacht im Finale, aber hey – und das Verhalten der Figuren ist auch nicht völlig bescheuert. Sicherlich kein Überflieger aber auch hier wieder ein vernünftiger Beitrag im Genre. 6/10
164. Interzone (DVD) – Damals auf VHS mit einem Endzeit-Actionfilm der typischen Italo-Art gerechnet, aber dann ziemlich enttäuscht gewesen. Inzwischen kann man den mit anderen Augen gut wegschauen. Bruce Abbott sieht man förmlich an das er schnell gemerkt hat, wo er hineingeraten ist, und genoss sicherlich den Italienurlaub auf Kosten anderer und spielt immer mit einem Augenzwinkern. So ist auch der ganze Film aufgebaut, da wohl auch Deran Sarafian dessen süße damalige Freundin Beatrice Ring die weibliche Hauptrolle spielt, gemerkt hat, mit dem wenigen Geld und dem Drehbuch kann man keinen ernst gemeinten Film abliefern und so bekommt mehr Parodie und Komödie als sinnige Endzeitaction. Das kann für Trashaffine – und ich mag das Wort immer ungerne benutzen, passt hier aber schon – aber unterhaltend sein. Nur der komplette klau der Musik aus „der Kampf-Gigant“ irritiert immer noch. Entweder 2/10 oder 6/10
165. Silent Night, Deadly Night (Amazon Video) – Nach Steven C. Millers Remake von 2012, schon das nächste Remake und diesmal geht der Film eigene Wege, auch wenn Ansätze übernommen wurden. Am neusten ist sicherlich die Idee den Hauptcharakter einen Venom ähnlichen Gesprächspartner zu geben und den Killer zu einem Anti-Held zu machen, der nur böse Menschen zu Weihnachten tötet. Das hat ein paar gelungene Momente aber leider auch einige Hänger in der Mitte, da sich zu sehr auf die Liebesgeschichte konzentriert wird. Auch ist die Stimmung etwas zu unausgewogen: zwischendurch blitzt immer etwas mehr Wahnsinn auf, aber so richtig rocken wollte man das Geschehen dann wohl doch nicht. So bleibt nur Standard übrig, der aber nicht weh tut. 5/10
166. One Mile: Chapter One (Apple TV) – Mischung aus Survival-Entführungsthriller und etwas Backwood-Horror mit Actionelementen. Da brauchte man sicherlich nicht unbedingt 2 Filme zu, aber immerhin passt die Chemie zwischen Vater und Tochter und Ryan Philippe macht sich inzwischen ganz gut in solchen Rollen. Bei den Bösewichtern gefallen C. Thomas Howell und Michael Eklund. Die Story wird vernünftig angeschoben und man hangelt sich ohne Längen, aber auch ohne wirkliche Actionhighlights zum Ende. Reicht aber für einen netten Filmabend. Mal sehen, was die Fortsetzung bringt. 6/10
187. Dracula: Die Auferstehung (Amazon Video) – Diese erneute Verfilmung hätte sich Luc Besson gerne sparen können. Kaum was Neues was man nicht schon besser gesehen hat, teilweise sogar knapp an Gefilde eines Argentos „Draculas“ vorbei, mit teils lächerlichen Szenen und langweiligen Momenten. Die Gargoyles waren eine nette Zugabe, ergeben im Kontext der Vorlage kaum Sinn. Einfach durch und durch schwach und vergessenswert. Hätte ich mal nicht auf meine Filmkollegen gehört, die den ordentlich fanden. 4/10
168. Idiocracy (Amazon Video) – Nette Sozialkritik, die zwar manchmal etwas plump und flach ausfällt, aber leider nicht mehr weit von der Realität entfernt ist und gute Gags bietet. Die Zeitspanne von 500 Jahre ist also völlig überzogen. Mike Judge hätte auch nur ein paar Jahrzehnte später nehmen können. 7/10
169. Caddo Lake (Netflix) – Schöner Mystery-Thriller, der zum Finale deutlich anzieht und immer spannender wird, auch wenn man als geübter Kinogänger die Story schon leicht ausklamüsern kann. Der etwas behäbige Beginn konnte mich aber trotzdem durch die starke Sumpfatmosphäre und den guten Darstellern abholen, so dass insgesamt ein gelungener Thriller heraussprang und durchdachter ist als viele Blockbuster. 7/10
170. The Puppetman (Amazon Video) – Und der nächste Brandon Christensen Film und auch der Horrorstreifen erfindet das Rad nicht neu, zeigt aber da sein Macher Fan ist und seine Hausaufgaben gemacht hat. So beliefert er SHUDDER mit einem soliden Beitrag für ihr Programm welcher straff inszeniert ist aber auch tief in die Klischeekiste greift, was das Personal betrifft. Immerhin gibt es den einen oder anderen garstigen kill der in Richtung „Final Destination“ geht und er kommt ohne Längen aus. Brandon Christensen kann man jedenfalls mal im Auge behalten, da seine letzten drei Arbeiten vernünftige Genre-Ware bieten. 6/10
171. Underworld: Rise of the Lycans (BD) – Bin absolut kein Prequel-Fan und auch auf diesem Beitrag hätte ich ruhig verzichten können, denn die Rückblenden hatten vollkommen gereicht in den Vorgängern. Aber gut, immerhin mit Rhona Mitra in ihrer Primezeit besetzt und mit knapp über 90 Minuten recht flott und actionreich umgesetzt. Auch sehen wieder die praktischen Effekte und Kostüme gut aus. Aber im Gegensatz zu den beiden Filmen zuvor ein deutlicher Rückschritt. 5/10
172. Influencer 2 (Amazon Video) – Teil 1 war vor ein paar Jahren eine positive und angenehme Überraschung und tatsächlich kann die Qualität fast gehalten werden. Leider ist der Streifen diesmal einen Tick zu lang ausgefallen, ist aber mit dem Vorspann, der erst nach knapp 30 Minuten beginnt, nett gemacht. Sonst sieht das wieder gut aus und es wird das Influencer Leben passend und unsympathisch abgebildet. Cassandra Naud spielt wieder stark und ist trotz ihres markanten Muttermals im Gesicht ein Hingucker und gelungene Killerin. Kurtis David Harder darf gerne in Zukunft weitere Genreproduktionen abliefern, denn er weiß was er tut und seine Filme sehen auch noch schick aus. 6/10
173. They will kill you (HBO) – Eine sehr comichafte, schon ziemlich überzogene „Ready or not“ Variante, welche vermutlich zu gewollt auf Kult getrimmt wirkt, aber gerade auch deswegen für Fans funktionieren kann. Etwas Action, etwas Horror, paar nette Ideen, bei den Effekten eine Mischung aus CGI und handgemacht und eine ganz coole Heldin. Nur keinen realistischen Aspekt anlegen. Den, aber fast zeitglich mit dem zweiten „Ready or not 2“ ins Kino zu bringen ist schon ziemlich dämlich gewesen. Letztlich sind beide Filme aber gefloppt. Na ja, fand den hier zumindest schon mal besser als den ersten „Ready or not“ und bezweifle das davon Teil 2 mehr rausholen wird. 6/10
174. The Furious (Kino) – Die Kritiken überschlagen sich und ganz können die Lobeshymnen nicht erreicht werden. Im faden Brei der Actionfilme ist der Film aber natürlich eine wohlwollende Ausnahme und bietet mit seiner simplen und straighten Story, so wie vielen Actionszenen genau das, was man nur noch selten zu sehen bekommt. Ganz kommt der aber nicht an die beiden „The Raid“ Teile ran zum Beispiel. Das soll den Wert eines knallharten Actionfilms aber nicht abwerten. Es ist genug härte dabei und auch der lange Showdown geht mächtig zur Sache. Realismus sollte man bei den Fights aber auch nicht erwarten – will man hier aber auch nicht sehen. Ein paar CGI -Ausrutscher kann man locker verzeihen und noch einige härtere Stunts wären willkommen gewesen, aber sonst ein schönes Actionbrett. 8/10
175. Citizen Vigilante (VOD) – Ein Film der kontroversen auslöst, dabei ein Thema anpackt was gerade hier in Deutschland so brisant scheint das sich alle Seiten auf den Film stürzt. Leider ist der Film dahinter wie fast erwartet nicht besonders gut. Und ich bewerte jetzt nicht Aussagen, Vermutungen oder irgendwas. Nur dem Film an sich und dem Fehlen eines vernünftigen Spannungsbogens, Charakterentwicklung oder Erklärung und es fallen vor allem technische Mängel und andere Schwächen auf. Ob bei Kamera, Schnitt oder Regie sowie Darsteller. Wie so oft ist der Film hinter endlos Diskussionen oder Freigabenverweigerung meist nicht dem Trubel wert. So auch hier. Wer einen guten Selbstjustizfilm sehen will sollte sich woanders umschauen und wer sehen will wie die Migrationsproblematik gelöst werden könnte, kann sich auch einen anderen Film geben, denn davon bekommt man hier auch nicht viel geboten. Die wenigen harten Effekte wirken wahllos eingestreut und in einer schwachen Szene verbraten und die Aussage von einem deutschen Regisseur schreit eh nach einem Skandal – auch wenn gar keiner dahintersteckt, sondern nur eine geschickte Marketingmasche. 4/10
176. Hold the Fort (VOD) – Eine sehr günstig produzierte Horrorkomödie, bei der man vor allem mit diversen billigen Effekten eben muss. Der Rest ist dafür temporeich und mit schrägen Figuren und einige wirklich lustigen Ideen versehen. Das will und sollte man auch nicht ernst nehmen und man hätte sicherlich noch mehr auf die Splatterschraube drehen können, aber mit 76 Minuten hat man einen spaßigen Snack, der nicht satt macht, aber den Trashhunger kurzfristig stillt. 6/10
177. Deep Water (VOD) – Renny Harlin darf wieder mit Haien spielen und Aaron Eckhart ist zum zweiten Mal unter seiner Regie wieder in Action. Doch ist der Film eher ein Katrastrophenfilm als ein Hai-Horror. So hat er Streifen auch seine stärksten Momente beim Absturz und einigen Szenen, um das Überleben danach. Die Haie sind nur Beiwerk und bei dem Thema gibt es weder viel neues zu erkunden noch immer realistische Aktionen der Haie. Aber gut, das ist man ja gewohnt. Der Rest ist das typische Personenkarussell, wobei immerhin auch einige drauf gehen, die man nicht unbedingt erwartet hätte. Aber natürlich gibt es auch das typische Fischfutter und Strunzdumme verhalten der Passagiere. Harlin ist aber weiterhin ein guter Handwerkt und technisch ist das alles gut eingefangen, auch wenn man nie so 100% das Gefühl hat auf dem Meer zu sein. Trotzdem besser als erwartet. 6/10















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