Donnerstag, 5. September 2019

Shane Schofields Film-Report: August 2019

Es ist erstaunlich, wie wenig neuere Titel in den letzten Monaten auf der Liste landen. Es erscheint kaum ein Streifen welcher mich interessiert. Dafür schlägt man sich dann mit der guten alten Ware ordentlich die Zeit um die Ohren. Okay, nicht immer ist alles von früher gut. Muss man ja auch mal zugeben. 

RED = FIRST WATCH / YELLOW = RE-WATCH

 

172. Dumbo (BD) – Auch wenn wie immer nett anzusehen, mit teils schönem aber nicht realistischen Design unterfüttert, ist man doch wehmütig wieso sich Burton in einem Netz aus Belanglosigkeit verfangen hat. 5/10

173. Big Trouble in little China (BD) – Der Film ist immer noch einer meiner Lieblingsstreifen, voller besonderer Figuren, einen immens hohen Tempo, lustigen Momenten, cooler Musik und einen nutzlosen, wie überzeugenden Kurt Russell. Ich will hier gar nichts Negatives finden. 9/10

174. After Midnight (BD) – Horror-Anthologie die eher mittelmäßig ausfällt und etwas zu Blutleer ausfällt. Kurzweilig, aber im Vergleich mit anderen Streifen dieser Art, tiefer anzuordnen. 5/10

175. The Dead, the Damned and the Darkness (BD) – Satt im Wilden Westen, lässt Rene Perez in seiner Fortsetzung weitere Tote wandeln. Mit wenig Budget, schwachen Darstellern, aber auch nicht Hundsmiserabel. Wahrlich nichts neues, aber für nebenbei geht das gerade noch so. 5/10

176. Darkman 2: Durants Rückkehr (BD) – TV-Fortsetzung, die zwar nicht sehr logisch Fortgesetzt wird, aber immerhin genug unterhält um auch bei Teil 3 dranzubleiben. Immerhin mit ein paar netten Actionszenen versehen und Larry Drake hat sichtlich Spaß. 6/10

177. Darkman 3: Das Experiment (BD) – Wird ja meistens als bessere Fortsetzung tituliert, aber insgesamt fand ich beide Teile ebenbürtig. Auch hier gibt einen guten Bösewicht mit Jeff Fahey, aber mich nervte irgendwann die ganze Familiengeschichte. Doch auch hier gibt es nette Action und Darkman darf ordentlich zur Sache gehen. Eine Neuauflage, vielleicht auch mit passender Besetzung der Hauptfigur, könnte ich mir schon vorstellen. 6/10

178. Prey for Death (BD) – Diesmal inszeniert Rene Perez eine Menschenjagd im Wilden Westen und versagt. Endlos Dialoge, schwache Action und die Kulissen sind schon arg einfach gehalten. Ne, nicht wirklich sehenswert. 3/10

179. Rawhead Rex (BD) – Das Monster wird viel zu früh in die Kamera gehalten, Spannung gibt es kaum und auch die Monstermaske wirkt etwas starr, aber dennoch kann man schon Spaß mit dieser Krücke haben, da das Tempo hoch und die Anzahl der Toten (auch Kinder😁) schön hoch ist. Die Umgebung des Dorfes ist dann auch eine nette Beigabe. 6/10

180. Stille Nacht, Horror Nacht (BD) -  Weihnachtsslasher der billigen Sorte, mit einigen netten Mordsequenzen aber wenig Atmosphäre. Mehr als NETT ist nicht drin. 5/10

181. Judgement Night (BD) – Schnörkeloser Action-Thriller von Stephen Hopkins mit guter Besetzung und wunderbarer Ghetto-Atmosphäre.  Der Soundtrack ist ein Hit und war damals, mit seiner zu der Zeit eher ungewöhnlichen Mischung,  deutlich erfolgreicher als der Film. Dabei gibt es nicht viel zu meckern und einige spannende und realistische Actionszenen sind auch dabei. Der Score ist zwar auch in Ordnung, aber doch fast schon zu stark an Predator angelehnt – teilweise sogar fast identisch. 7/10

182. Alita: Battle Angel (BD) – James Camerons Lieblingsprojekt seit Jahren, entpuppt sich letztlich leider nur als nette Zukunftsvision mit wenig Herz, vielen deutlich erkennbaren Animationen und  wenig Gespür den Zuschauer in die Welt zu ziehen. Auf die CGI Hauptfigur hätte ich auch gerne verzichten können und lieber einen Menschen gesehen, aber sie war dennoch gut animiert.  Das offene Ende trägt natürlich nicht zum positiven Aspekt bei, vor allem weil vermutlich keine Fortsetzung mehr kommt. Eigentlich schade, dass solche Produktionen, die noch kein Franchise sind,  es schwer haben, aber begeistern konnte er halt auch nicht. Da muss man sich nicht wundern.  6/10

183. The Hot Spot (BD) – Schwüler Thriller mit Don Johnson und einer unglaublich schönen und niedlichen Jennifer Connelly, wofür sich der Film alleine lohnt. Sonst passiert tatsächlich etwas zu wenig bei der langen Laufzeit und wirkliche Spannung will sich auch nicht aufbauen. Gut besetzt, aber kein großer Wurf. 6/10

184. Resort To Kill (DVD) – Kurzweiliger B-Actioner mit einem ungewohnten, aber gut harmonierenden Duo (Piper, Mifune). Der Rest ist solide Action aus einer besseren Zeit. 6/10

185. Psycho III (BD) – Nach dem wirklich starken Teil 2, rutscht der dritte Teil eher in Standard Slasher Gefilde ab und kann nicht mehr ganz so überzeugen. Am Ende bleibt aber ein runder Abschluss, den man ertragen kann. 6/10

186. Jake Speed (BD) – Schöner und augenzwinkernder Abenteuerfilm mit einem gut aufgelegten Wayne Crawford in der Titelrolle, ordentlich Tempo und netter Action. Der Hintergrund mit den Romanhelden ist nett und so bleibt ein sympathischer Streifen, der auch gerne noch eine Fortsetzung hätte bekommen dürfen. Wurde aber nie was draus. 7/10

187. The Dark Side of the Moon (BD) – Eine gute Blu-ray zeigt den Film endlich mal in ordentlicher Qualität und noch immer entpuppt sich der Film als gelungener Horror in Space Streifen, der sogar ein paar Dinge von Event Horizon vorausnimmt (hat Paul Anderson den etwa auch gesehen?). Sicherlich nicht unbedingt ein krasser Geheimtipp, aber durchaus zu empfehlen. 7/10

188. The Stepfather (BD) – Terry O`Quinn als Serienkiller, der die perfekte Familie sucht. Bröckelt sein Idealbild, wird sie ausgeschaltet. Nette Grundidee, aber etwas zu langsam umgesetzt. Quinn ist gut, hätte aber noch durchaus diabolischer über die Laufzeit auftreten dürfen. Der Part mit dem Bruder der den Mörder seiner Schwester sucht, ist eigentlich völlig belanglos, da die Auflösung mit der Figur fast schon sträflich bescheuert ist. 6/10

189. Robot Holocaust (BD) – Den wollte ich schon lange mal sehen (Kritiken priesen ihn als unterhaltsames Desaster an) und nach dem Blu-ray kauf vor etlichen Monaten, landete er endlich im Player. Alter, ganz harter Tobak und nur für hartgesottene zu ertragen. Tim Kincaid (aka Joe Gage, der Gay-Porno-Regisseur) schafft es irgendwie eine ganz eigene Stimmung zu kreieren, aber insgesamt ist der Film echt dilettantisch, sehr schlecht gespielt und so billig wie absurd. Kann man seinen Spaß mit haben, oder sich einfach nur über so viel Rotz ärgern. Ich hatte Spaß. 4/10

190. Super 8 (BD) – Unterhaltsamer quasi Vorgänger von Stranger Things und quasi Nachfolger der Goonies (natürlich nur vom Thema und Erzählweise). Macht Laune, verliert im Finale aber etwas. Dennoch keine Zeitverschwendung. 7/10

191. The House that Evil dwells (BD) – Geisterhaus-Horror in exotischer Japankulisse mit Edward Albert, Susan George und Doug McClure. Die Geistereffekte sorgen nicht gerade für Grusel und das Verhalten ist manchmal eher merkwürdig, aber der andere Ansatz passt und es gibt sogar etwas Samuraiaction und Enthauptungen zu sehen. Mittelmäßig, aber irgendwie steht er für sich fast alleine da. 6/10



Kommentare:

McClane hat gesagt…

Zustimmung zu "Psycho 3", "Alita: Battle Angel", "Resort to Kill", "Stille Nacht, Horror Nacht" und "Judgement Night".
"The Hot Spot" ist ewig her, aber so ungefähr hab ich den auch in Erinnerung.

"Big Trouble in Little China" - irgendwie möchte ich den lieben, hab den auch schon 3 Mal gesehen, finde den aber immer nur amüsant, nett, aber zur ganz großen Begeisterung hat es trotz bestimmter Faktoren (Carpenter und Russell drehen B-Eastern-Stoff mit Hollywood-Budget - eigentlich geil) nicht gereicht.

"Darkman" 2 und 3 sehe ich qualitativ auch nicht weit auseinander, halte beide aber für recht mauen TV-Schlonz, bei dem die Action leider reichlich unspektakulär ist, von ein paar guten Einzelszenen abgesehen

"The Dark Side of the Moon" fand ich jetzt auch nur ganz okay. Wird ja von vielen als Geheimtipp gehandelt.

"The Stepfather" sehe ich dagegen merklich besser: Ziemlich starker B-Thriller, der langsam aber sicher das Tempo anzieht. Und O'Quinn bockt schon sehr in der Rolle.
"Super 8" find ich ähnlich gut wie du, sogar noch etwas besser. Schönes Retro-Flair, toll besetzt.

"Jake Speed" müsste ich mal wieder sehen. Hab den aber als amüsantes B-Picture in Erinnerung, der mit seinem Romanhelden-vs-wahre-Menschen-Ansatz schon ein wenig "Last Action Hero" vorwegnahm. Der hat es dann mit Actionfilmen gemacht und war natürlich etwas konsequenter, besser budgetiert und auch geiler als Film.

Brice hat gesagt…

Judgement Night habe ich Anfang des Jahres noch gesehen und fand der war nicht gut gealtert, allerdings scheint das an meiner DVD Version zu liegen, denn das Blu Ray Bild ist deutlich aufpoliert wenn ich mir das grad so ansehe. Daher sah ich den nur noch bei 6 von 10.

Mit Big Trouble in little China ging es mir ähnlich wie dem Vorredner. So richtig warm wurde ich mit dem Film nie, vielleicht auch wegen der deutschen Synchro, aber auch da gibt es ja scheinbar eine Blu Ray die ich vielleicht mal irgendwo mitnehmen werde.

Alita, sehe ich ungefähr ähnlich. Vielleicht etwas besser, weil mit der emptionale Aspekt eigentlich doch gefallen hat. Waltz fand ich aber blöd, die Rolle war ok, aber Waltz war dafür nicht der richtige. Die Animationen waren wirklich gut, aber auch wirklich unnötig. Man hätte auch dem "realen" Menschen die Roboteile per CGI implemntieren können.

Stepfather kenne ich nur das "Remake?", der war aber ganz in Ordnung für einen Abend.