Mittwoch, 6. März 2013

Shane Schofields Film-Report: Februar 2013

Der Februar war mehr von Arbeit als alles andere geprägt. Aber der Umbau der Firma ist nun endlich vorbei und so hoffentlich auch mehr Freizeit. Dennoch gab es einige Filme und das könnt Ihr nun überprüfen. Die grün gekennzeichneten Filme liefen zur Kopie auf DVD eher nebenbei.
 
RED=First time / YELLOW=Once again / GREEN=Copy from VHS to DVD 

26. Die Killer-Maschine (VHS) – Rache-Thriller mit Jorge Rivero der als Trucker die verantwortlichen Killer seiner Frau fertig macht. Nämlich Lee Van Cleef. Nichts aufregendes, aber einige harte Szenen und Zeitlupen sorgen für Videokurzweil. 5/10

27. American Eagle (VHS) – B-Actioner der ein vernünftiges Budget aufweist und damit gut  aussehende Action bietet, die aber etwas öfter hätte auftreten hätte dürfen.  Auch der Rest ist schaubar und somit keine Zeitverschwendung. 6/10

28 Cabin in the Woods (BD) – Wunderbare Verbeugung vor dem Horror-Genre, der abermals zeigt was Joss Whedon und sein Team drauf hat. Anfangs das übliche, dreht die letzte halbe Stunde voll auf und bietet famose Ideen. Das hätte so ruhig noch weiter gehen können. Unbedingt anschauen. 8/10

29. Top Line (VHS) – Franco Nero auf Alien-Jagd und umgekehrt. Blödsinn und nicht durchweg Temporeich, aber die Italiener haben es einfach drauf solche Geschichten dennoch unterhaltsam zu präsentieren.  Schade dass irgendwann in dieser Richtung die Klappe in Italien fiel. 6/10

30. Das Tor zur Hölle (VHS) – Selbstjustiz Streifen der auf den Philippinen spielt und Schema F bietet. Immerhin scheint das Budget etwas höher gewesen zu sein und so bekommt man genau das was man haben wollte: Nämlich ein Einzelgänger und Ex-Soldat  ohne Gnade auf Rachetrip. Regisseur Clark Henderson war auch für weitere solide Actioner wie Saigon Commandos, Warlords of Hell oder Primary Target zuständig sowie Second-Unit-Director bei  Die Solo-Kampfmaschine und Brandzeichen der Hölle. Zuletzt arbeitete er gar am Oscar-Prämierten Lincoln mit. 6/10

31. Tote leben länger (VHS) – Endzeit-Streifen mit wenig Action, aber guter Besetzung und einem cool aussehenden Wings Hauser. Die Atmosphäre ist trostlos und wirkt billig, passt hier aber toll zum Film. So auch die Musik und einige verrückte Ideen vom Kultregisseur Gregory Dark. Gibt auch eine Kritik in der OFDB von mir. Ich mag den und das Cover der VHS ist ebenfalls geil. 5/10

32. Tough Cop (VHS) – Action-Sau Romano Kristoff als Cop der sich an keine Regeln hält und mit seinem schwarzen Partner ordentlich aufräumt. Die dünne Handlung ist nur dafür da um von einer Actionszene zur nächsten zu kommen. Natürlich bei schmalen Budget, aber durchaus nett. 6/10

33. Trained to Kill (VHS) – US-Produktion mit bekannter DTV-Optik und  B-Starbesetzung: Frank Zagarino, Robert Z´Dar, Chuck Conners, Marshal Teague, Henry Silva, Ron O´Neal und Harold Diamond.  Schon das reicht aus, um drüber weg zu helfen dass die Action etwas fad und zu knapp ist. Dennoch wäre ich froh wenn solche Streifen überhaupt noch so produziert werden würden. 6/10

34. Ultimate Warrior (VHS) – Yul Brynner ist natürlich cool, aber hier wirkt er doch eher unfreiwillig komisch als knallharter Einzelkämpfer in diesem groß Produzierten Streifen. Sowieso ist das ganze etwas fad und nicht dreckig und knackig genug. Aber Robert Clouse war noch nie ein besonders toller Regisseur und so ist das Ergebnis nur sehr mittelmäßig. Da gibt es viel bessere Endzeit-Filme für Fans; auch wenn bei denen nicht Max von Sydow mitspielt. 4/10

35. Urban Warriors (VHS) – Einer der letzten Italo-Endzeit-Filme und eher ein Rohrkrepierer da die Geschichte vom Zeitrahmen völlig bescheuert ist. Hinzu kommt etliches an Stock-Footage aus  Rockit-The Final Executor, was nicht nur durch das wechselnde Bildformat negativ auffällt.  Dafür ist die Musik natürlich schön groovig. Letztendlich nur für sehr hartgesottene Italo-Fans. 4/10

36. El Gringo (BD) – Scott Adkins in Action. Da werden einige kleine Fights geboten und viele nette, Schießereien und blutige  Einschusslöcher ohne viel CGI. Vielleicht etwas kürzer und abwechslungsreicher und es hätte ein Highlight sein können. So bleibt aber dennoch ein schöner Vertreter, der immer weniger werdenden Gattung von DTV-Action-Streifen. 7/10

37. War oft he Dead (BD) – Sehr lange hat es gedauert bis dieser immer wieder angekündigte Streifen mal veröffentlicht wurde.  Das Ergebnis ist mehr Action-Kriegsfilm als Zombiestreifen, fand ich aber nicht schlimm. Dennoch springt er der Funke nicht vollends rüber und Hauptdarsteller Andrew Tiernan ist einfach hässlich. Da hätte ich lieber Olivier Gruner gesehen, der im Promo-Trailer für Geldgeber mitgespielt hatte. Wirklich neues bietet der Film nicht und so bleibt ein weiterer 08/15 Streifen mit Zombie-Nazi-Thematik die es zu Hauf gibt inzwischen. 5/10

38. Django vs. Zombies (BD) – Was für ein dämlicher Titel. Aber es wurde damals so gemacht, warum nicht auch heute. Besser ist der Horror-Western auch unter dem Original-Titel nicht. Billig, schlecht inszeniert und über die Spieldauer ziemlich langweilig. Einzig der deutsche Kopfgeldjäger der mit schlechtem Dialekt und falschen Deutsch einige Sätze raushaut, sorgt für Lacher. „Ja, ich bin es! Gib mir die Savage und ich lasse dich gehen!“ Mehr gibt es nicht zu sagen. 2/10

39. Madison County (BD) – Der X-te Vertreter der Backwood-Schiene (ein Genre welches ich gerne sehe) ist leider auch eine wuchtige Schlaftablette. Es passiert einfach extrem lange mal so gar nichts und dann ist alles im Finale schwach eingefangen wurden. Ebenso die Locations und Atmosphäre. Viel zu hell und viel zu sauber als da Stimmung auf treten könnte. Dazu lahme Figuren die einem mal wieder überhaupt nicht jucken und abermals hat man einen Scheiß-Horror-Streifen der teilweise echt gute Kritiken in Amerika bekommt. Bekloppt. Mein Fazit: Maske HUI, Film PFUI! 3/10

40. Abraham Lincoln:Vampire Hunter (BD) – Seelenloser Mumpitz. Die aktuellen Streifen machen oft genug  keinen Spaß mehr. 4/10

41. Shield-Season 1 (DVD) – Starker Auftakt zu einer Serie die teilweise immer besser wird. Hart, realistisch und manipulierend. Denn obwohl Vic Mackey ein verdammter Hurensohn ist, schaffen es die Macher ihn immer wieder so sympathisch zu zeigen dass man dennoch auf seiner Seite steht. Einer der besten Figuren im TV-Universum. Auch sonst ist die Serie nur zu empfehlen. Unbedingt anschauen und die tollen Geschichten und Darsteller erleben. 9/10

42. Death Race 2 (BD) – Knackiges Action-Prequel zum Statham Streifen, der durch Regisseur Roel Reine zu einem der besten DTV-Streifen der letzten Jahre gehört. Dazu tragen auch die Besetzung und die guten Actionszenen bei. Da verschmerzt man doch gerne einige deutliche Filmfehler. 8/10

43. Death Race 3: Inferno (BD) – Zum Glück sitzt wieder Roel Reine auf dem Regiestuhl, der zu einigen der wenigen gehört die wissen wie tolle Action auszusehen hat. Zwar war Teil 2 etwas Runder und die finale Erklärung im SAW-Stil hier, geht mal überhaupt nicht. Aber dafür kracht und rummst es an allen Ecken und Enden. Tolle Stunts, viel Action und die exotische Location trägt viel zum Unterhaltungswert bei. Auch das alle wieder am Start sind hilft natürlich das man sich wohl fühlt. Der Übergang zum Statham-Vehikel ist zwar sehr weit hergeholt, aber das versaut nun den Rest nicht wirklich. 8/10

Kommentare:

Harry hat gesagt…

Die alten VHS-Filme sind oft interessanter als der neue Mist in den Kinos wie du beim Abraham Lincoln schon erwähnt hast. Und abseits des derzeitigen Mainstream braucht man schon etwas Glück, um wirklich gute Ware zu finden. Dafür hat man ja dann deinen Filmreport.

Brice hat gesagt…

Cabin in the Woods fand ich eher ziemlich schwach, hatte da viel mehr erwartet, aber glaube es macht einen großen Unterschied ob man vorher den Hype um den Film mitbekommen und Trailer gesehen hat, oder nicht. Fällt für mich eher in die Kategorie viel gewollt, aber wenig geklappt. Was hier teilweise als Hommage ans Genre angesehen wird ist in meinen Augen dann doch eher 1 Stunde nervig und dreht am Ende total ab. Auch wenn man es nicht direkt vergleichen kann, hat mir da Tucker & Dale vs. Evil wesentlich besser gefallen.

The Shield ist wirklich teilweise richtig gut, vor allem die Staffel in der noch Whitaker mitspielt fand ich top. Auch das letztendliche Ende der Serie war konsequent.

Shane Schofield hat gesagt…

Hypes interessieren mich zum Glück nicht. CABIN war mir auch nicht wichtig genug um richtig heiß drauf zu sein. Sowas hilft meistens. Von mir aus hätte der Stil des Finales auch gleich über die gesamte Laufzeit gehen können:).
TUCKER fand ich dagegen ziemlich unlustig und lahm. So unterschiedlich ist es manchmal. Ich liebe es!

Fritz Martin Ritschel hat gesagt…

Stimme dir, was die Filme/Serie, The Shield, El Gringo, Cabin und Death Race 2 und 3 vollkommen überein. Django und Abraham wollte ich mir reinziehen, aber werd das wohl immer nur in Kombination mit was aus der guten alten Zeit machen (80er und 90er).

Finde das Ende von Death Race 3 sehr abturnend, wegen dem SAW Vergleich wie du sagtest und das man zwangshaft den Bogen zum 1. Teil machen wollte...bin zwar nicht bei allem und jedem ein Fan von Sequels/Prequels, aber aus einer Serie hätte man sowas wie Fast & Furious mit ordentlich Eiern in der Hose machen können...