Dienstag, 5. November 2019

Shane Schofields Film-Report: Oktober 2019

Im schönen Halloween-Monat Oktober habe ich mich mal wieder an einige neuere Horrorfilme gewagt, musste aber abermals feststellen, dass es kaum noch wirklich Ausreißer nach oben gibt. Sonst lief nicht viel und so waren auch einige Gurken dabei. Aber man muss ja seinen ungesehenen Stapel nach und nach abbauen. 

RED = FIRST WATCH / YELLOW = RE-WATCH



217. Dead Night (BD) – Kurzweiliger Horror der Note B, mit ansehnlicher Optik und passender Atmosphäre, der aber weder richtig spannend noch außergewöhnlich daher kommt. Immerhin gibt es einige Überraschungen, aber auch nervige Ideen wie die Crime-Reality- Sendung. Wie die meisten aktuellen Horrorfilme, ebenso schnell vergessen wie gesehen. 5/10

218. The Terror of Hallow´s Eve (BD) – Ganz gut gespielt und durchaus Stimmungsschaffend, wirkt die Geschichte dennoch eher wie aus einer Anthologie geklaut und durch einen unnützen Nachklapp verlängert. Immerhin gibt es ganz nette Monstereffekte und schnell rum ist er auch. 5/10

219. Nomis (BD) – Serienkiller-Thriller mit bekannter Besetzung, die aber nicht vollends abliefern. Vor allem Fletcher ist meist etwas drüber und dadurch nervig. Der Rest agiert auf Autopilot und dramatisch oder spannend ist anders. Nicht überraschend, dass ein KInoeinsatz grundsätzlich verwehr wurde. 5/10

220. Hellfest (BD) – Mal wieder ein Horrorfilm in einem Horrorpark. Eigentlich nicht schlecht das Thema und auch hier macht der Park an sich echt Laune, aber die wenigen Kills und die etwas anstrengenden Figuren, mit ihrem mal wieder fragwürdigen Verhalten, bremsen das Ganze doch am Ende zu sehr aus. Solide, ohne etwas mehr zu erreichen. 5/10

221. Drive Angry (BD) – Immer noch unterhaltsamer Quatsch, der vor allem von Cage und Fichtner lebt. Rasant, blutig, comichaft und actionreich. Nur die billigen und schwachen 3D Effekte nerven. Aber das macht hier nichts. 8/10

222. Red Sun Rising (BD) – Don Wilson sieht diesen als seinen besten Film an, was vor allem am höheren Budget und der sicherlich netten Besetzung liegt. Ich finde aber, dass er bessere Actioner abgeliefert hat, vor allem weil hier auch einige Längen auftreten. Dennoch ein nettes wiedersehen gewesen. 6/10

223. Das Gehirn (BD) – Zum Glück habe ich den Streifen eh in Englisch geschaut, denn der Ton der  heimischen Tonspur ist schon echt grausig. Auch das Menü der VÖ ist schon arg einfach gehalten. Der Film dagegen ist zwar ziemlicher Blödsinn, aber dennoch locker herunterzuschauen und bietet einiges an bescheuerten Ideen und Tempo. Nett, mehr sicherlich nicht. 6/10

224. Blast (BD) – Albert Pyun zeigt seine Die Hard Version bei den Olympischen Spielen und lässt Linden Ashby, nach seinem Mortal Kombat Erfolg, gegen Terroristen antreten. Breite Optik, vergebens versuchter Aufbau von Spannung und eher zurückhaltende Action, machen den Streifen zu einem netten Snack ohne Anspruch auf einen Action-Geheimtipp. Schön aber die Besetzung aus vielen Freunden des Hawaiianers. 6/10

225. Terror Vision (BD) – Nur einmal als Kind gesehen und vergessen wie albern und doof der eigentlich ist. Einige nett Schräge Ideen und geile Monstereffekte retten den Film vor dem Todesstoß, aber danach erinnerte ich mich, dass er mir schon als Steppke nicht sehr gut gefallen hat. Heute etwas besser, aber so richtig kann ich mit dem Klamauk nichts anfangen. 5/10

226. Amazon Hot Box (BD) – Der dritte Film von James Bickert (Dear God! No!, Frankenstein Created Bikers) ist leider auch nicht wirklich gut oder besser als seine Vorgänger. Zwar ist die Laufzeit wieder im normalen Bereich, aber der Streifen zieht sich wie Kaugummi und es passiert meistens nichts interessantes. Die Effekte sind billig, der Sex viel zu Handzahm und die Gewalt einfach, sowie Action nicht vernünftig oder gut genug. Dazu kommen einige wirklich beschissene Leistungen auf der Darstellerseite. Der Einzige der Laune macht ist Jett Bryant, aber das hilft auch nicht mehr. Falls Bickert einen vierten Spielfilm abliefern sollte, bin ich nicht mehr dabei(na ja, mal sehen was es für ein Thema ist…). Für eine Hommage an die WIP Filme ziemlich misslungen. 3/10

227. Time Breaker (BD) – Tony Anthony in einen kruden Western, der diverse Zutaten mixt und dadurch durchaus angenehm daherkommt, aber selbst für das was er ist oder was auch immer er sein möchte, nicht ganz rund ist. Aber dafür, dass Tony Anthony irgendwie schräg sein muss (anders sind seine teilweise merkwürdigen Storyideen kaum zu erklären), kann man den Film gar nicht böse sein und unterhaltsam sind seine Filme allemal. Auch dieser.  6/10

228. A Nymphoid Barbarian in Dinosaur Hell (DVD) – Man kann kaum glauben, das der Film von 1990 ist. Brett Piper liefert einen wahrlich schwer zu ertragenden Streifen ab, der zwar viele Effekte bietet, aber dennoch nicht zünden will. Das sind seine beiden vorherigen Filme (die beiden Galaxy Destroyer Filme) schon professioneller, spaßiger und besser gemacht.  Nun gut, habe ich diesen Film auch mal gesehen und immerhin war der Audiokommentar nett zu lauschen. 4/10

229. Hybrid (DVD) – Der Film ist tatsächlich ein Quasi-Remake von Creepozoids (!), welcher zehn Jahre früher gedreht wurde. Leider ist er nicht besser, teilweise sogar schlechter, da einige Längen auftreten und zu wenig Opfer zu beklagen sind.  Auch das Monster wirkt fast noch billiger und sieht echt scheiße aus, dafür gibt es diesmal eine Lesbenszene  unter der Dusche (Brinkie Stevens, J.J. North)  und Tim Abell, der davor und danach bessere Film abgeliefert hat. Dann lieber das Original, was auch schon nicht gut war, aber mehr Unterhaltungsfaktor bot, was wohl auch erklärt, warum Hybrid niemals in Deutschland erschienen ist. 4/10

230. Penitentiary (BD) – Blaxploitation im Knast-Milieu, irgendwie so krude wie nett anzuschauen. Vielleicht etwas lang, aber dennoch smooth im Abgang. Durchaus eine gelungene Erstsichtung und nun etwas Angst, da Teil 2 deutlich schwächer ausfallen soll. Gerne dürfte übrigens auch mal Teil 3 erscheinen, was bis vor kurzem der Einzige Teil der Reihe war, den ich kannte. 6/10

231. Quatermain – Auf der Suche nach dem Schatz der Könige (BD) – Cannon auf den Spuren von Indiana Jones und das bedeutet viel Lärm, eher wie eine Parodie wirkend, echt schlechte Green-Screen Tricks, aber auch viel Tempo, doofe Sprüche und eine Menge gute Laune. Wenn man sich denn mit dem Ding anfreunden kann. 6/10

232. Mindripper (BD) – Wes Craven produzierte und spielt eine kleine Rolle in dem B-Schocker, der leider etwas zu lahm und zahm daherkommt. Zwar passiert immer irgendwas, aber letztlich dann doch irgendwie nicht. Auch die Story hat man schon in anderen B-Movies packender gesehen und so rettet Lance Henriksen, neben den wenigen Effekten, den Film, der dabei aber viel zu wenig zu tun hat. Nicht ganz so mies wie sein Ruf, aber auch kein Muss. 5/10

233. The Aftermath (BD) – Steve Barker wollte sich selbst einen Gefallen tun und inszeniert diesen B-Streifen scheinbar vor allem für sich. Dabei herausgekommen ist ein netter kleiner Post-Apokalyptischer Actionfilm, der teilweise durch seine bedepperten Dialoge, einem fiesen Sid Haig und seiner Gewaltbereitschaft auffällt. Trotzdem ist der Streifen zu billig um richtig bei der Action zu zünden, teilweise etwas unfreiwillig komisch und dennoch kann man den sich ruhig mal wieder geben. Auch die neue Blu-ray ist nett. Grundsätzlich besser als das Quasi-Remake Def-Con 4, der aber auch klar geht und ebenso wenig Schauwerte bietet. Das haben beide Filme immerhin gemeinsam. Bock auf Barkers zweiten Film (der ziemlich scheiße und unfreiwillig komisch sein soll...) habe ich nun dennoch, muss ich mir mal wohl doch zulegen. 6/10

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