Freitag, 28. Februar 2025

Shane Schofields Movie-Report: Januar 2025

Bevor ich mich heute in den Urlaub für die nächsten 3 Wochen(enden) verabschiede, gibt es natürlich der ersten Filmreport des Jahres für Januar. Wie immer kurz vor knapp, aber aktuell hat man halt immer wieder etwas um die Ohren. Trotzdem schafft man dann zum Abend/der Nacht hin um am Sonntag einiges zu schauen. Seht was diesmal im Player rotierte oder gestreamt wurde. Ach, eine ganz kleine Neuerung gibt es noch. Zum ersten Mal wollte meine aktuelle Freundin, mit der ich knapp über 3 Jahre zusammen bin auch das ich ihre Bewertung mit aufführe. Das erklärt auch einige Filme sonst nicht geschaut hätte. Im Gegensatz zu meiner Ex davor, ist sie aktuell aber eine reine Konsumentin und kein Filmliebhaber oder so. Sie guckt Filme komplett anders als ich. Was aber die Sache unterhaltsam macht. Es wird alles mal geschaut und auch gerne schnell vergessen. Ist halt die NETFLIX und Chill Generation, was aber vollkommen okay ist da sie ja trotzdem das meiste mit guckt. Meine Bewertung ist dann aber immer noch die Erste👍

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB ERNEUTE SICHTUNG 


1. Nur ein kleiner Gefallen (Netflix) – Gut besetzt und gut gespielt ist diese Mischung aus Drama-Komödie-Thriller zwar flott erzählt, bei den Figuren und der Handlung muss man aber großzügig über einige Unglaubwürdigkeiten hinwegsehen. Schnell vergessener Sonntagsfilm. 5/10 => 6/10

2. Für immer Adaline (Netflix) – Romantischer Fantasy-Liebesfilm der aus seiner Prämisse nicht wirklich viel macht. Die Rückblenden bringen nicht viel und erst zum Ende hin wird die Geschichte um die scheinbar unsterbliche Adaline spannender gestrickt. Beide Augen zudrücken muss man aber grundsätzlich bei dem Grund und das jenes zweimal passiert sei auch mal dahingestellt. Schön anzusehen war der aber dennoch. 6/10 => 8/10

3. Deadpool 2 – Extended Cut (BD) – Hier ist alles viel größer, teurer und es wird noch etwas wilder. Die Chemie zwischen Deadpool und Cable passt, die Action ist Comichaft überzeichnet, aber blutig und der Humor Geschmackssache (wie immer) und trifft nicht immer ins Schwarze, macht mir aber eine Menge Laune – auch in der noch einmal verlängerten Version. 8/10

4. Cyber Vengeance (BD) – Ich hatte mich gefreut das VINEGAR SYNDROME anfing Filme von J. Christian Ingvordsen zu veröffentlichen. Leider waren es bisher 2 Titel, die nicht besonders stark sind. Gerade dieser hier ist ein lahmer Actionfilm der nur selten überzeugen kann und mit seiner Thematik natürlich völlig veraltet ist. Da helfen auch ein paar nette Leute wie Robert Davi oder Matthias Hues nicht. Schade das VS nicht mit „Hangmen“ oder „Search and Destroy“ oder so begonnen haben. 3/10

5. A Killer Romance (Amazon Video) – Der Film von Richard Linklater setzt sich zwischen viele Stühle. Zwar basierend auf wahre Ereignisse, ist das gezeigte besonders lustig, spannend, wirklich romanisch oder sonst was. Zwar keine Grütze vor dem Herrn, aber gesehen haben muss man diesen Mix wirklich nicht. 4/10 => 4/10

6. Hellboy: The Crooked Man (UHD) – Das Budget wurde drastisch reduziert, Hellboy erneut neu besetzt und alles deutlich kleiner skaliert. Näher an der Vorlage dran, manchmal zu geschwätzig, einige schwache CGI-Effekte, aber auch teilweise eine schön düstere Atmosphäre mit netten Wald-Grusel-Vibes. Action ist eher weniger dabei und ein vielleicht etwas Horroraffinerer Regisseur hätte noch mehr rausgeholt, aber so schlecht wie dieser Film gemacht ist er wahrlich nicht und keine Umsetzung war bisher so nah an der Vorlage. Leider wirkt Hellboy manchmal selbst eher wie eine Nebenfigur, was den Film noch etwas abschwächt. Knappe 6/10

7. All my friends are dead (Amazon Video) – Statt das Marcus Dunstan endlich seinen dritten „Collector“ machen darf, muss er sich jetzt mit solchen Dingern abgeben. Nach dem möchtegern Zombiefilm „Unhuman“ haben wir wieder ein Teenorientierten Film, diesmal aber als Slasher verkleidet. Leider greifen auch hier die Figuren nicht wirklich und die Twists kann man auch recht schnell erahnen. So ist alles eher unterdurchschnittlich und wenig spannend und auch nicht blutig genug. Da helfen auch erneut die schönen Neonfarben nicht, wenn die Charaktere nur leere Hüllen sind. 4/10 => 4/10

8. Der Seelenfänger (Amazon Video) – Ich hatte überhaupt keine Ahnung, was mich bei dem neune Film der „Inside2 Macher erwartet und ich rechnete mit einem Horror/Gruselfilm. Falsch gedacht, denn man bekommt eher einen Thriller geboten der mich oftmals an „Die purpurnen Flüsse“ erinnert hat und eine starke Stimmung bietet. Leider ist er mal wieder etwas zu lang geraten und nicht alle Entscheidungen der Macher kann ich nachvollziehen, insgesamt hatte aber weniger Erwartungen und wurde dann aber ganz gut abgeholt. 6/10

9. Suitable Flesh (Amazon Video) – Das Team Yuzna/Paoli legt mal wieder einen Lovecraft-Stoff hin und hat mit Joe Lynch einen passenden Mann hinter der Kamera, der zwar kein Start Gordon ist, aber sich trotzdem ganz gut einfügt. Leider war das Budget doch sehr schmal, weswegen man großes Gekröse oder Schauplätze erwarten sollte. Dafür gibt es etwas Sex und Heather Graham gibt für dieses kleine B-Movie überraschend den Affen ordentlich Zucker. Auch Barbara Crampton macht weiterhin eine gute Figur und so war der sehr kurzweilig, ohne natürlich an die die Gordon Filme heranzukommen. 7/10 => 7/10

10. American Primeval (Netflix) – Miniserie oder Season 1? Man weiß es noch nicht, aber das, was einem hier gezeigt wirkt gefällt, ist richtig düster, dreckig und hart. Kein Volk oder Hautfarbe wird durchgehend positiv dargestellt und teilweise fühlt man sich echt unwohl, wenn man sich vorstellt in der Zeit die USA erlebt zu haben.  8/10 => 8/10

11. Die Spur der Knochen (Amazon Video) – Ein Pfandleiher findet eine Babyleiche in einen Koffer und versucht die Mutter zu finden. Dabei gerät sein zurückgezogenes Leben außer Kontrolle, auch weil er eine Frau kennenlernt die weiteren Probleme mit sich bringt. Fängt spannend an, verliert aber ab der Hälfte etwas an Stimmung und man sollte einiges nicht hinterfragen, dafür überrascht, denn konsequente Ende etwas. Man hat das Gefühl hier hätte es noch etwas düsterer spannender werden können, Thrillerfans riskieren aber mal einen Blick. 6/10 => 8/10

12. Ted (Amazon Video) – Lustiger quatsch mit typischen seth McFarlane Humor (muss man halt mögen) und einen gut aufgelegten Mark Wahlberg, Als B-Actionfan ist Sam Jones natürlich ein weiterer großer Gewinn. 7/10 => 9/10

13. Ted 2 (Amazon Video) – Hier läuft alles etwas zu ähnlich ab, macht aber immer noch Spaß den beiden zu Folgen. 7/10 = > 8/10

14. Nur noch ein einziges Mal (Amazon Video) – Der dritte Blake Lively Film diesen Monat und es handelt sich um eine schöne Beziehung, die ab einem bestimmten Zeitpunkt ins toxische abdriftet. Das ist alles nicht ganz rund, war aber ein Megaerfolg (schon als Buch) und sorgte aber diverse Richtungen für Skandale und schlechte Kritiken. Ich kann sagen das er gut aussieht und durchaus ansehbar ist, aber das Zielpublikum natürlich ein anderes ist. Das Drama und die Klagen hinter der Kamera nach den Dreharbeiten sind aber spannender. 6/10 => 8/10

15. The Beekeeper (UHD) – Als der Streifen letztes Jahr in den USA und hier anlief wurde der Film schnell als Reaktionäre Trumpwerbung von vielen Medien verpönt. Ja, der Film hätte auch von CANNON stammen können und macht Spaß, könnte actionmäßig zwar noch mehr abgehen und der ganze Beekeeper Kram ist ziemlicher Blödsinn, aber Statham macht Statham Sachen und der Film einfach Spaß. Und ist dabei wunderbar Reaktionär und Männlich und war auch noch erfolgreich. Schön, dass es sowas noch gibt.  8/10 => 9/10

16. Spring (BD) – Liebesfilm mit besonderer Prämisse da der Love-Interest eine etwas ungewöhnliche Frau ist. Damals mein erster Kontakt mit Benson/Moorhead und seitdem interessiert mich fast alles von ihnen. 7/10 => 7/10

17. The Bridge (Amazon Video) – Der dritte Film in kürzester Zeit der Action auf eine Brücke verlagert. Das ist hier auch der beste, kommt aber trotz der gewohnten Patrick Lussier Qualität nicht auf die oberen Ränge. Dafür ist einiges dann doch zu künstlich, der Bösweicht etwas drüber und die Action nicht auf Dauerfeuer. Der Rest ist aber immerhin sympathisch und packend genug für einen soliden Filmabend. 6/10

18. Restore Point (Amazon Video) – Netter Sci-Fi Thriller mit vielen kleinen und guten Effekten, verpackt in einen Thriller. Leider ist es am Ende doch wieder die übliche Verschwörung, der Film ein Tick zu lang und so richtig Suspense kommt auch nicht auf. Dafür überzeugt die Hauptdarstellerin, deren Figur auch mal, wie eine Frauenfigur geschrieben wurde. 6/10 => 6/10

19. Der Außenseiter (BD) – Typischer Belmondo Actioner der 80er mit einer zottigen Synchro, einiger netter Actionszenen und dünner Handlung. Macht aber Spaß und heutzutage wären solche Dialoge nicht mehr möglich. Aber es ist sehr lustig, wie es ist. 6/10

20. Werewolves (UHD) – Steven C. Miller liefert abermals einen netten B-Horror-Actioner ab, bei dem man aber leider merkt das wenig Budget zur Verfügung stand und mit mehr Geld noch einiges mehr drin gewesen wäre. Trotzdem nie langweilig, die Werwölfe sehen ziemlich gut aus und machen was her und Frank Grillo geht eh immer. Einige Dialoge und Aktionen hätte man sicherlich anders und besser umsetzen können, aber am Ende war ich zufrieden. 7/10

21. Ad Vitam (Netflix) – Mäßiger Franzosenthriller der vor allem im Mittelteil sich zu viel Zeit für Rückblenden und Langeweile lässt. Sonst ist der Rest goutierbar und es gibt auch ein paar nette Actionszenen. Ist aber schon fast wieder vergessen dat Ding. 5/10

22. The Deep Dark (Amazon Video) – Ein Truppe Bergarbeiter wird verschüttet und etwas Grausames befindet sich mit ihnen unter der Erde. Solch gelagerte Filme müssen sich immer mit „The Descent“ messen und verlieren natürlich. Auch wenn hier auch eine bedrückende Stimmung erschaffen wird, ist das Ensemble relativ egal und auch etwas unübersichtlich. Es kommt nie richtig Spannung auf und es entstehen auch einige Längen durch zu viele Dialoge. Das Monster ist dann immerhin ganz nett geraten und optisch mal was anderes. Mehr als knapper Mittelmaß ist aber nicht drin gewesen. 5/10 => 4/10

23. The Silent Hour (Amazon Video) – Nach “Silent Night” gibt es jetzt für Joel Kinnaman also nichts zu hören und so traurig es auch ist, den bessren Film. Der Thriller funktioniert durchweg gut, ist packend und das Handicap wird gut eingesetzt und sorgt für gelungene Momente. Nette Überraschung. 7/10 => 8/10

24. Sniper: G.R.I.T. (Amazon Video) – Bevor der neue Teil geholt wird, musste endlich dieser dran kommen und entpuppt sich als schwächerer Vertreter, der eher Richtung Teil 2 geht. Bisserl zu viel Agentenkram, etwas zu viel Humor, eine nicht so gelungene Umbesetzung von LD und auch die Action fetzt nicht ganz so. Der neue soll wohl wieder besser werden, was aber nicht heißen soll das auch dieser Sniper Teil immer noch für gute B-Action ausreicht. Ist schon eine nette Reihe geworden. 5/10

25. Elevation (Amazon Video) – Im Fahrwasser solcher Dinger wie „A Quite Place“ ist dieser Streifen entstanden und mit Mackie und Baccarin nett besetzt, ist das hier aber alles etwas zu viel Malen nach Zahlen und Standardkost. Alles sicherlich mit sicherer Hand inszeniert, aber wenig Neu, zu viele Fragen aufwerfend und einfach etwas spröde. Im Kino gefloppt, wird es sicherlich auch nicht die angeteaserte Fortsetzung geben und so bleibt ein typischer film aktueller Zeiten: Irgendwie in Ordnung, aber es wäre viel mehr drin gewesen und passt einfach in die Sparten der Streamingsender. 5/10 => 6/10

26. Safe (BD) – Nach "The Beekeeper” hatte ich noch einmal Bock auf einen straighten Actioner mit Statham und von seinem fleißigen Output gefiel mit „Safe“ immer mit am besten. Gute Action, gradlinige Story im asiatischen Milieu und der coole Robert John Burke in einer Nebenrolle. 8/10 => 7/10


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