Das Film-Jahr 2025 war insgesamt eigentlich in Ordnung. Die neueren Filme landeten wie gewohnt meist bei 5 oder 6 Punkten (zum Glück gibt es auch Ausnahmen nach oben, aber leider auch nach unten), es gibt weiterhin gute Serien und Kino ist eher die Ausnahme für mich inzwischen. Spaß machen immer mal wieder Titel, die man schon kennt und älter sind und die braucht man auch um im aktuellen Filmbereich mal Abwechslung zu bekommen. Sonst gab es fast 100 Film mehr zum Schauen als das Jahr zuvor, was auch mit einigen privaten Änderungen zu tun hat und wie erwartet überstieg der Kauf (oder die Nutzungsrechte) der Digitalen Inhalte die der physischen Einkäufe dieses jahr. Dabei ist der Grund meist entweder ein Upgrade auf 4K (doppelte Datenträger gibt es nur noch in besonderen Fällen) oder es handelte sich meist um Filme die es als Stream deutlich günstiger gab oder als 4K-Auflösung sogar nur als Stream – oder auch Filme die es gar nicht gab als Datenträger zum Kaufzeitpunkt. Insgesamt landeten so immer noch über 140 Neuanschaffungen bei mir. Ist trotzdem nicht ohne und man unterstützt weiterhin die Labels und Filmemacher. Na, dann schaut mal, was so im letzten Monat des Jahres 2025 über meinen Bildschirm flimmerte, und damit steigen wir ins 23 Jahr des Blogs ein. Keine Ahnung, warum ich das immer noch mache.
ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG
328. Abraxas (BD) – Terminator-Verschnitt nur mit Aliens und Freunden von Arnie. Das ist relativ harmlose B-Action, der überall Zunder fehlt aber sich trotzdem über die Runden retten kann, wenn man nicht viel Erwartungen hat. Kurios der Kurzauftritt von Jim Belushi in gleicher Rolle wie in „Der Prinzipal“ (er war zum Zeitpunkt mit der Hauptdarstellerin zusammen) der völlig belanglos ausfällt. Passt zum Rest. Schade das von den Kooperationen von Damian Lee und David Mitchell meist nur dieser Film veröffentlicht wird, dabei haben die noch ein paar bessere Streifen damals geschaffen. 4/10
329. Larazus (Amazon Video) – Wenn man eine Harlan Coben Umsetzung schaut, weiß man ungefähr was einem erwartet. Diesmal gab es keine Vorlage, sondern die Miniserie wurde extra entwickelt und vermischt wieder Familie, Sünden der Vergangenheit, Geheimnisse und Twists in einen Topf. Das geht diesmal sogar in eine übersinnliche Richtung – oder? Ordentlich gespielt, aber insgesamt gab es schon bessere Coben Projekte. 6/10
330. She Rides Shotgun (Amazon Video) – Düsteres und stark gespieltes Thriller-Drama mit einigen unangenehmen Gewaltszenen in karger Optik. Der Film ist einfach so ohne große Werbung bei AMAZON VIDEO aufgetaucht und man fragt sich, warum manch so ein guter Streifen wie dieser hier so stiefmütterlich behandelt wird. Egerton (hier mal ungewohnt rau) und Heger (starke Leistung des Mädchens) haben eine gute Chemie, aber es ist halt kein gute Laune Film. Ganz klar zu empfehlen. 8/10
331. Escape the Field (WOW) – Sowas wie „Cube“ im Maisfeld, bei dem das typische dumme Verhalten genauso dazukommt (immer in verschiedenen Richtungen weglaufen u.a.) wie relativ wenig am Interesse der Figuren. Die Auflösung ist dann auch nur na ja, aber immerhin überzeugt Shane West in seiner aggressiveren Rolle. Aber sonst purer Standard. 5/10
332. Night Game (BD) – Leider etwas fader Thriller mit einem fast gelangweilten Roy Scheider (trotz über 20 Jahre jüngerer Freundin) der nie wirklich seinen Serienkillerplot viel Spannung verpasst und das drumherum auch semi interessant ist, da die Inszenierung fast TV-Niveau bietet. Immerhin gibt es ein paar blutige Morde, aber die Auflösung ist jetzt auch nicht wirklich der Bringer. 5/10
333. Shadow Force (Amazon Video) – Die Storys um ehemalige Agenten, die zum Abschuss freigegeben werden, ist inzwischen auch ziemlich ausgelutscht und Joe Carnahan kann dem auch wenig Neues verpassen. Leider fällt die Action dann auch noch zu selten und zu schwachbrüstig aus. Dafür dreht Mark Strong dann etwas sehr auf und ich bleibe weiter bei meiner Frage, warum man in Hollywood unbedingt Omar Sy als Actionstar etablieren will. Er geht schon aber irgendwie sprinkt der Funke bei mir nicht über ihn als Actionhelden zu sehen. Mal sehen, ob das bei dem Serien-Ableger der „Extraction“ Filme besser wird. Hier ist alles mehr enttäuschend als ansprechend. 4/10
334. Monarch: Legacy of Monsters – Season 1 (Apple TV) – Erweiterung des amerikanischen Monsterverse mit wenig Monstern dafür mehr Zeitebenen. Einiges ist nett aber einiges auch langatmig und wenig erquickend. Pluspunkt ist die Familie Russell (Vater und Sohn) und die Effekte. Und zwischendurch Godzilla geht eh immer. 6/10
335. Die Purpurnen Flüsse (Apple TV) – Da ich das Buch nie gelesen habe, lasse ich mal den vergleich und bewerte den Film einfach, als das, was er ist: Ein gut erzählter, interessanter Thriller mit 3 guten Hauptfiguren, etwas Action und einer interessanten Grundidee. Auch die anfangs zweigeteilte Erzählweise gefällt. Das Ende wirkt nicht ganz rund, aber ist jetzt auch nicht die Katastrophe wie es oft dargestellt wird. 8/10
336. Heart Eyes (Amazon Video) – Hier haben wir doch mal ein positives Ding was schön die Genres mixt (Slasher, Liebesfilm, etwas Komödie), sich nicht ernst nimmt, einige Anspielungen auf andere Filme und Elemente bewusst verwendet und auch aufs Korn nimmt und ein sympathisches Heldenpaar zeigt. Die Mischung funktioniert gut, auch die Darsteller passen bis in die Nebenrollen und auch die Kills sind nicht überbrutal, aber nett handgemacht und trotzdem suppig. Endlich mal wieder ein Slasher der positiv überrascht hat. 7/10
337. Jurassic World: Die Wiedergeburt (Amazon Video) – Tja, das Thema ist dann wohl auch ziemlich durch. Aber noch sprudelt der Geldbrunnen. Immerhin besser als der Vorgänger (gut nicht schwer) und auch wieder mit etwas mehr Action versehen, aber die Figuren sind Schablonen, die Dinos auch nicht mehr wirklich aufregend und die Optik teilweise zu künstlich. Ich verstehe aber warum Gareth Edwards solche Auftragsarbeiten annimmt – um dann später wieder bessere und eigene Ideen umzusetzen (hoffe ich zumindest). Klar hätte man da vielleicht mehr erwarten können, aber ich glaube die Vorgaben sind da kaum zu durchdringen. Immerhin nie so wirklich langweilig, aber der B-Dino „Primitive War“ war deutlich gelungener und das bei über 100 Millionen Budget unterschied. 5/10
334. Identity – Cyberpunk Wars (Amazon Video) – Das ist jetzt mein dritter Film, den ich von Serik Beyseu gesehen habe und in jedem seiner Werke erkennt man eindeutig die Vorbilder, die er huldigen möchte. Doch der B-Filmer aus Russland kommt noch lange nicht an seine Vorbilder heran. Mit diesem Actionfilm hat er aber bisher seinen besten Film abgeliefert, auch wenn hier bei weitem nicht alles rund läuft und der Film nur abermals Versatzstücke zusammenbastelt. Die Action und die Prämisse erinnert oftmals an „Upgrade“ und der deutsche Zusatztitel setzt die Latte viel zu hoch an. Von einem wirklichen Krieg ist hier wahrlich nicht zu sprechen. Das erinnert am Ende dann eher an die „Cyborg Cop“ Filme als an wirklichen Cyberpunk. Dafür stimmt wie immer sie Optik und auch die Action ist ganz nett (teilweises mit dynamischer Kamera), nur meist zu kurz und zu selten vertreten. Wirklich viel über die Handlung sollte man sich den Kopf auch nicht zerbrechen, aber als Snack für B-Fans gab es schon schlechteres. 5/10
335. The Prosecutor (Amazon Video) – Gerichts-Thriller der aber mehr bei den Actionszenen von Donnie Yen punktet. Die Mischung ist zwar mal was anderes, recht gut ausgewogen, aber so richtig spannend wird der Fall nicht rübergebracht und so freut man sich immer, wenn der noch fitte Donnie die Fäuste raus holt und es mir übersichtlicher und flotter Kamera zur Sache geht. Insgesamt hat er die Regie ebenso im Griff wie seine eigene Leistung, aber zum neuen Hit erweist sich der etwas zu lange Film dann nicht. 6/10
356. Color of Night (BD) – Im Fahrwasser von “Basic Instinct” kam auch dieser langweilige, überlange und teilweise abstruse Streifen in die Kinos. Trotz der guten und meist verschwendeten Nebendarsteller ist das finale Ergebnis insgesamt, auch durch eine Figur mit erkennbar schlechter Maske und einer bescheuerten Auflösung, sowie öden Erotikszenen nichts, was man nochmal sehen muss. Dachte gebe den noch einmal eine Chance, aber kannste vergessen. 3/10
357. Remnick (Apple TV) – Da nicht verlängert, eine ganz okay abgeschlossene Mini-Serie mit einem grummeligen Jason Clarke und einer netten Grundidee, die sich aber dann doch wieder nur in einer der üblichen C.I.A. Verschwörung entfaltet. Das Setting im Schneebedeckten Alaska (gedreht wurde aber in Kanada) und den unterschiedlichen Kriminellen hat was (wird aber kaum genutzt) und zu Beginn zieht sie die Serie einen auch gut mit, wird dann aber teilweise zu abstrus und nutzt einige gute Gelegenheiten nicht aus. Selten auch zu sehen, wie krass in einer Serie der Unterschied zu einer guten Handgemachten Actionszene ist und eine ähnliche andere mit schwachen CGI einfach billig aussieht. Immerhin passen Darsteller und Tempo. 6/10
358. Constantine (Apple TV) – Wenn sich ein Film sehr weit von der Vorlage entfernt, kann es funktionieren und man kann sich mit anfreunden oder es gelingt nicht. Kann auch an der persönlichen Einstellung liegen. Hier stimmt kaum etwas überein, aber der Film gefällt trotzdem durch sein dunkles Setting, einer mystischen Stimmung, dem flotten Tempo und netter Ideen. Reeves passt eigentlich gar nicht, aber liefert hier trotzdem passend ab und auch deswegen gefällt mir der Film immer wieder gut – auch wenn wie gesagt kaum etwas von der teilweise genialen Vorlage passend übernommen wurde. 8/10
359. Den of Thieves (BD) – Die etwas prollige Version von „Heat“ fällt in beiden ungeschnittenen Fassungen jeweils zu lang aus, hat aber auf beiden Seiten passende und charismatische Figuren/Darsteller zu bieten, was dann zwischen den wenigen knackigen Actionszenen den Zuschauer vertrösten kann. 7/10
360. Alma und der Wolf (Paramount+) – Mehr Drama als Horror, aber aus der Kategorie B-Movie wobei die Kleinstadt gefällt und auch Ethan Embry alles gibt, um den Zuschauer bei Stange zu halten. Das gelingt meist, vor allem mit einigen kruden Visionen und schrägen Momenten. Der Twist ist sicherlich nicht neu, aber solide umgesetzt. Nur keinen Werwolffilm erwarten. 6/10
361. The Assessment (Amazon Video) – Eigentlich nicht mein Genre unbedingt, aber die Thematik in einer fernen Zukunft fand ich dann doch interessant. Leider wird das Thema relativ oberflächlich abgearbeitet und Alicia Vikanda nervt und overacted dann manchmal etwas viel. Am Ende hängt man dann noch ein Storyelement dran, was nicht nötig gewesen wäre und etwas mehr Antworten auf die Innere- und Außenwelt wären auch nicht so schlecht gewesen. So nur knapp über die Mittelmäßigkeit gehüpft. 6/10
362. Netherworld (BD) – Trotz einiger typischen FULL MOON Momente (fliegende Hand), ist „Netherworld“ eher ein ungewöhnlicher Titel aus der Charles Band Schmiede. Sowohl das südliche Sumpfsetting als auch das Thema (plus Bordell mit netten kleinen Maskenwesen) ragte schon damals etwas aus Reihe der sonstigen Filme raus. Insgesamt ist der zwar langsam erzählt und mixt noch etwas mehr Erotik mit netten Damen rein, hat aber auch kleine Horrormomente, erstaunlich passende Musik, paar Effekte und wie gesagt eine schwüle Atmo. Schade, dass man damals nicht einen etwas bekannteren und charismatischeren Hauptdarsteller genommen hat. Funktioniert dennoch für FULL MOON ganz gut und hat ein crazy Ende. 6/10
363. Den of Thieves 2: Pantera (UHD) – Hier ist vor allem optisch weiterhin nichts zu bemängeln und die Urlaubsbilder wirken sich auch auf das Adrenalin aus. Hier ist alles noch etwas langsamer als im Vorgänger und die Action wird dann auch fast komplett auf ganz kurze Momente zum Finale heruntergefahren. Leider fehlt hier einiges an charismatischen Fratzen und der Überfall an sich haut einen nun auch nicht aus den Socken das man den Film dafür so in die Länge ziehen muss. Immerhin gefallen Butler und Jackson (der körperlich immer mehr seinen Vater ähnelt) in ihrem Spiel miteinander, aber so wirklich was abreißen konnte die Fortsetzung jetzt nicht. 5/10
364. Düstere Legenden (BD) – Hier haben wir sicherlich schon damals nichts wirklich Neues bekommen, aber das Tempo ist von Beginn an hoch und die Einbindung mit den urbanen Legenden funktioniert ganz gut. Dazu ein paar aufstrebende Stars (und ein paar Genrelegenden), aber tatsächlich relativ unblutige Morde (was Jamie Blanks dann in „Storm Warning“ nachgeholt hat). Am Ende chargiert der Killer dann auch etwas zu viel, aber den kann ich immer noch gut wegschauen. Straighter Slasher, gekonnt eingefangen. 7/10
365. Monster Summer (Amazon Video) – Budget war jetzt nicht so hoch und das merkt man auch am Drehbuch was etwas ausgefeilter und auch ruhig noch grusliger ausfallen hätte dürfen. Denn selbst für jüngere Zuschauer gibt es da nicht viel zu fürchten. So sitzt das Movie bisschen zwischen den Stühlen und wirkt unausgegoren, was immerhin durch solide Leistungen der Darsteller gerettet wird. Ein neues „Stranger Things“, ein „Super 8“ und nicht einmal ein „Summer of 84“ wird aber dadurch erreicht. 6/10
366. Diablo (VOD) – Zum Abschluss gab es dann noch einer der bessren Scott Adkins Filme, der zwar nicht an seine Highlights herankommt aber vor allem durch Marko Zaror in seiner abgedrehten Rolle aufgewertet wird. Das Mädchen, zwar ganz hübsch aber nervend – wie sie halt so sind – gehört nun mal dazu und die immer wieder eingestreuten Fights sind oft kurz, aber wuchtig inszeniert. Kann man sich ruhig in die Adkins Sammlung stellen. 6/10
367. Sisu: Road to Revenge (VOD) – Hier wird dann noch einmal auf die Tube gedrückt und alles immer weiter in die Höhe getrieben. Völlig sinnfrei, macht aber eine Menge Spaß und die Action lässt nicht nach. Fand ich insgesamt etwas besser als den Vorgänger da hier mehr Abwechslung geboten wird. Teilweise erinnert das Ganze aber auch an „Looney Tunes“ oder dem „Road Runner“ – so Cartoonartig. Also völlig übertrieben und unglaubwürdig, aber dafür blutig und sehr unterhaltsam. 7/10
368. The Cave (Apple TV) – Fast zeitgleich mit „The Descent“ entstanden gab es natürlich Vergleiche, die dieser Film hier nur verlieren konnte. Gefallen tut mir das Monsterfilmchen trotzdem. Nette B-Besetzung (auch ordentlich divers ohne so aufdringlich zu sein wie in heutigen Projekten), einiges an Action und Tempo und dadurch was anderes als der Klassiker von Marshall. Erinnert an die Mid-Budget Filme der 90er wie „The Relikt“ oder „Deep Rising“ und auch die machten Laune. Der hier ist zwar nicht ganz so unterhaltsam, aber geht immer noch klar als Appetizer. 7/10
369. Counterforce (DVD) – Nette „Delta Force“ B-Variante mit den gern gesehenen und bekannten Darstellern in Hauptrollen und Nebenrollen, sowie regelmäßiger Action bei der Story und Spannung eher nebensächlich ist. B-Action aus den Videothekenzeiten wie sie sein sollte. Läuft immer mal wieder bei mir. 7/10

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