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Mittwoch, 14. Oktober 2026

Shane Schofields Film Report: September 2026

Im September war einiges los – und auch in Sachen Filme und Serien gab es viele interessante und gelungene Titel zu entdecken. Mit dabei waren neuere Filme, spannende Serien und natürlich auch ein paar alte Bekannte, die man gerne mal wieder in den Player wirft oder streamt. Eine schöne Mischung aus neuen Entdeckungen und vertrauten Favoriten also, die für einige unterhaltsame Stunden gesorgt hat. Zumindest filmtechnisch hat der Monat richtig Laune gemacht, auch wenn es auf der Arbeit aktuell eher anstrengend zugeht. Zum Glück hatte ich im September auch Urlaub und konnte dadurch ein wenig abschalten und neue Energie tanken. Da kam der eine oder andere gemütliche Filmabend natürlich genau richtig. Aber seht selbst, was mir im Laufe des Monats so unter die Augen gekommen ist!

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG


 

229. Marco (Apple TV) – Amüsiert muss ich immer feststellen das damals zu den großen Zeiten des asiatischen Kinos immer wieder sich über Filmfans beschwert wurde, welche sich nicht mit dem Kino aus HK identifizieren konnten. Ähnlich ist das beim indischen Kino. Doch hier werden noch weniger Fans abgeholt, denn allein die ungewöhnliche Mischung und vor allem viel Musik und Tanz schreckt noch immer Zuschauer ab. Aber auch die Filme haben sich inzwischen gewandelt. Zuletzt überraschten die Inder mit zwei brutalen Streifen wie „Kill“ und „Marco“. Zuvor gab es zwar auch mal etwas Gewalt, aber die beiden Hits trieben den Pegel doch deutlich nach oben, versierten eher das internationale Publikum an und verzichteten beide auf die obligatorischen Tanzeinlagen. Wäre auch bei „Marco“ noch unpassender als in manch anderen Actionfilmen. Wenn man dann die etwas konfuse und langatmige erste Stunde geschafft hat, geht es hier ordentlich zu Sache und die Szenen vor dem Showdown im Haus der Familie sind extrem und den Film durchzeiht eine Wolke von Gewaltverherrlichung. Teilweise geht es hier unglaublich skrupellos und blutig zur Sache. Mal mit mäßigen CGI, aber auch mit harten praktischen Effekten. Doch um sich unterhalten zu fühlen muss man auch mit der Inszenierung dieses Kinos zurechtkommen. Die Raufereien sind wahrlich nicht filigran und auch nicht immer spannend genug durch choreographiert. Dafür gibt es davon immer mehr zum Finale hin. Womit man auf jedenfall klarkommen muss, ist das Überinszenieren der Figuren und der Action. Hier ist alles – wie so oft im indischen Actionkino – extrem cool, unterlegt mit vielen Zeitlupen und Herumgepose. Der Anti-Held ist Übergrößer als jeder 80er Jahre-Actionheld. Wer kann schon vor dem Showdown ein eigenes Parfüm mit seinem Namen aufsprühen, um gut zu riechen, wenn man die Bösewichte zerfetzen will.  Das hat manchmal was, aber wer sich schon bei amerikanischen Filmen an coolen Situationen stört, ist hier vollends verloren. Kommt man damit klar, bekommt man eine Menge Action, die aber besser geht, sehr viele brutale Szenen und Gewaltmomente, aber auch die typische Hochglanzinszenierung aus Indien. Überhaupt nicht für alle Sehgewohntheiten gedacht und auch mich konnte es, trotz Erfahrungen aus dem Land – nicht komplett abholen. Teilweise war mir das auch doch zu viel des Übertriebenen. 5/10

230. Die Drei Musketiere - D'Artagnan (Apple TV) – Die europäische Großproduktion ist jetzt nicht unbedingt mein Genre, aber da der Großteil des Filmes in französischen Händen lag bekam er nun doch im Angebot mal eine Chance. Und ja, das ist schon verdammt ordentlich gemacht. Realistisch gehalten, manchmal etwas düster mit wenig, aber sehr ordentlicher Action vermischt. Optimal ausgestattet und gut gespielt mit passenden Darstellern. Es wird in Kritiken öfter bemängelt, dass die politischen Aspekte zu knapp und oberflächlich ausfallen, doch das stört mich gar nicht – eher im Gegenteil. So ist es ein fast schon altmodischer Abenteuerfilm, der genau das hat, was man sonst nur noch wenig zu sehen bekommt und kein Vergleich mit dem misslungenen Werk z.B. von Paul W.S. Anderson. Fortsetzung folgt. 7/10

231. Hellfire (Amazon Video) – Insgesamt (auch nach privaten Rückschlägen) ist es leider um Isaac Florentine ruhiger geworden. Was auch an seinen Filmen liegt, die nicht mehr wie früher aus den vielen mittelprächtigen bis schwachen B-Movies herausstechen. Auch wenn seine Besetzungen sicherlich für ihn immer besser geworden sind, werden gerade die Martial Arts Fans von ihm leider kaum noch bedient – wobei das Genre es halt schwierig hat aktuell. Zwar finden sich auch hier, wie früher in diversen seiner Filme, einige bekannte Western-Elemente wieder, aber die Handlung ist leider etwas schleppend und mit einem zwar charismatischen, aber auch nicht gerade jungen Stephen Lang, braucht man auch keine geilen Fights erwarten. Auch wenn im Finale noch durchschimmert, was Florentine kann, wenn Johnny Yong Bosch mal etwas loslegen darf. Doch letztlich ist alles andere zu generisch und mit zu wenig Action bedacht, um wirklich zu begeistern. Lasst ihn doch mal wieder so freie Hand wie bei NU IMMAGE damals. 5/10

232. Drop Zone (Apple TV) – Die schwache Kopie von „Point Break“ konnte mich damals schon nicht wirklich überzeugen und meine Erinnerung betrog mich nicht. Snipes ist zu zappelig und nervig angelegt, die Story variiert nur leidlich und auch der Actionanteil ist weder ausreichend noch krachend genug. Ne, trotz der coolen Besetzung, holt mich der Streifen von John Badham auch heute nicht ab. 5/10

233. Popeye – The Slayer Man (Amazon Video) – 08/15 Slasher-Schema mit einer Lizenzfreier Kinderfigur. Auch hier ist das Budget knapp, aber immerhin sieht der Popeye etwas interessanter aus und es wird versucht etwas mehr Geschichte ihn zuzuschreiben. Der Rest ist halt altbekannt und wenig aufregend, mit einigen blutigen Effekten. Immerhin ist das Heldenpaar relativ sympathisch und damit der Flick keine komplette Zeitverschwendung für Interessierte. 4/10

234. Monarch: Legacy of Monster – Season 2 (Apple TV) – Es ist eine Steigerung zu bemerken. Zwar ist immer noch etwas viel Familiengeplänkel dabei und die Zeitsprünge sind nicht alle interessant – aber das Drama wurde etwas zurückgefahren. Dafür gibt es denn mehr Monster und diese auch mal in Action. Dementsprechend mehr Tempo und mehr Abwechslung. Könnte man sicherlich mehr draus machen, aber Staffel 2 gefiel mir etwas besser als die Erste. 6/10

235. War (BD) – Nach diesem Megaerfolg sollte es mit dem YRF Universum dann richtig losgehen und ein eigenes Universum erschaffen werden. Was sich aber in nachfolgenden Projekten noch nicht so richtig rund anfühlt. Egal, der hier stand eigentlich für sich und hatte natürlich mit Hrithik Roshan und Tiger Shroof zwei Megastars am Start die letztlich auch noch gegeneinander antraten. Das gefiel dem Publikum weltweit und das, obwohl die Story nun auch keine Agentenbäume ausreißt und auch die Action schon wieder zu stylish ausfällt und auf cool getrimmt ist. Aber halt auch nicht alles und man merkt richtig, wie man sich manchmal freut, wie geil das ist und dann denkt man wieder WTF – warum denn jetzt so? Das ist auch alles aufwändig und International gehalten, um auch das Agentengenre zu rechtfertigen. Wie immer toll ist Tiger Shroof in den Kampfszenen anzuschauen und zumindest die erste von zwei Tanzszenen ist wirklich gut eingefangen. Sonst, wie immer etwas zu lang und die Rückblenden ziehen manchmal das Tempo raus, dafür gibt es dann auch mal die eine oder andere überraschend kaltblütige Szene. Der Twist um eine Figur ist am Ende schon sehr weit hergeholt, kommt aber so ähnlich auch in einen Hollywood-Actioner vor und da hat man es halt auch hingenommen. Der Erfolg ist größer als die Qualität, aber das ist schon mächtiges Bollywoodkino. 6/10

236. Supergirl (HBO Max) – Na ja. Das war wohl nichts. Zwar fand ich den nicht so übel wie er oft gemacht wird, aber den Film kann man schon gut für das typische lazy writing heranziehen. Immer so wie man es gerade braucht, wird es geschrieben, um es sich so einfach wie möglich zu machen. Das hat mich trotzdem unterhalten, aber wirklich gut war hier nichts. Das gewollt rotzige wird dann auch nicht so richtig ausgespielt und Lobo ist da, um da zu sein. Hätte gleich, ähnlich wie Deadpool, lieber gleich einen eigenen Film bekommen sollen. Da muss sich James Gunn aber schon etwas mehr anstrengen mit seinem Universum, sonst ist das vorbei bevor es richtig angefangen hat. 5/10

237. The Last Stop in Yuma County (Amazon Video) – Wurde mir sehr nahegelegt und ist auch ein recht flottes B-Movie, welches gut inszeniert und gespeilt ist. So wirklich Neues wird aber dann auch nicht erzählt oder geboten und zum Ende hin mehrt sich auch das dumme Verhalten der Protagonisten. Dafür passt das Ende an sich aber. Kann man schauen, würde jetzt aber nicht von einem Geheimtipp sprechen - andere schon. 6/10

238. Hellraiser (Apple TV) – Schon vor vier Jahren wurde ein neuer Hellraiser Neustart versucht und diesmal hatte man auch deutlich mehr Budget zu Verfügung. Damit übertrumpft dieser neue Film zwar diverse Sequels, aber so richtig rund lief die Maschine auch hier nicht. Zu lang die Laufzeit, zu egal die Figuren und zu ungruselig und unspannend das Geschehen. Das klingt schlimmer als es ist, denn insgesamt ist natürlich eine Steigerung zu erkennen und auch Pinhead und die Cenobiten passen und schlagen ordentlich zu, doch das fiese Feeling wird nicht annährend erreicht. Ob für so einem Film das Prädikat „besser als die vorherigen Sequels“ ausreicht, möchte ich aber bezweifeln. Inzwischen ist es auch sehr ruhig geworden um das Franchise. 6/10

239. Farben des Bösen: Rot (Netflix) – Polnischer Thriller der sehr an die Krimis/Thriller aus dem Norden erinnert und ebenfalls seine Geschichte und die Figuren vernünftig ausspielt. Der Plot ist interessant und verzwickt und es liegt nicht alles auf der Hand. Auch wenn erfahrene Zuschauer sicherlich einige Wendungen erahnen können. Man merkt aber das eine Buchvorlage vorliegt, was oftmals ja positiv ausfällt. 7/10

240. Farben des Bösen: Schwarz (Netflix) – Die Fortsetzung setzt direkt an und verlagert seine Hauptfigur auf das Land. Dort gibt es auch Geheimnisse und böse Menschen. Das fällt nur leicht ab, ist vom Fall her nicht ganz so interessant, weil auch schon öfter bespielt, schaut sich aber immer noch gut weg und einen weiteren Teil würde ich mir ebenfalls anschauen. 6/10

241. Pathan (BD) – Mit Shah Rukh Khan wurde der nächste Superhit im plötzlich benannten YRF-Universum erschaffen und auch erste Verbindungen hergestellt. Ich persönlich glaube aber eher das der Megaerfolg am Comeback von Khan lag, aber was weiß ich schon. Der Film dreht noch einmal mehr auf und wieder hat man diese Mischung aus ziemlich geilen Momenten in den Actionszenen und dann auch wieder schwache Effekte und unnötige Sequenzen, die zum eigentlich eher ernsten Stil dann nicht passen wollen. Geld war da, das sieht man und wenn es etwas geerdeter bleibt, macht das auch Laune und hat seine Momente. Neben Khan haben wir einen weiteren Star, diesmal Jon Abraham doch ähnlich wie in „War“ gibt es zu lange Rückblenden, das überccole und das künstliche. Manchmal zu verspielt, dann unpassend ernst – was aber besser schmeckt – und manchmal fast selbst eine Parodie. Für Fans unterhaltsam, aber auch hier wieder denkt man erneut das sich ein besserer Film dahinter versteckt. Aber vielleicht kann man sich dann doch nicht endgültig mit der Art des Filmemachens identifizieren. 5/10

242. American Soldier (DVD) – Manchmal hat man einfach Lust auf eine Stumpfe DTV-Ballerorgie und die bekommt man hier im Dschungel geboten. Das Budget war hoch genug für einen satten Bodycount wie von P. Chalong gewohnt, hat zwar mit Jan Michael Vincent einen lahmen, angeschlagenen Helden aber mit Sam Jones einen Gegner der richtig freie Hand hatte und völlig überdreht und chargiert, was das Zeug hält. Das macht neben der vielen Action am meisten Spaß und auch wenn ich ihn gare als Helden sehe, ist er hier das Highlight mit seiner rotzigen Assi-Art. Sonst ist das natürlich ein normaler Ballerfilm von den Philippinen, der aber zu den besseren zählt und zur richtigen Zeit, genau das ist was man mal braucht. 6/10

243. Future Man – Season 1 (Netflix) – Wurde mir schon ein paarmal empfohlen und irgendwie immer wieder verschoben mit der Serie anzufangen. Zumindest lohnt es sich wirklich. Teilweise herrlich politisch unkorrekt, schräg, lustig, derb und actionreich. Klar gibt es auch mal den einen oder anderen Hänger, nicht jeder Gag zündet, aber über die Staffel gesehen hatte ich eine Menge Spaß an den teilweise wirklich bescheuerten Ideen. Dann bin ich mal gespannt, ob das Niveau gehalten wird. 7/10

244. Robot Jox (BD) – Ja, hier war Charles Band wohl etwas zu zuversichtlich und gab etwas viel Budget frei. Leider war weder das Thema so wirklich zeitgemäß noch wurden vermutlich viele VHS-Kunden abgeholt. Trotz toller Stop-Motion-Effekte wirkte das damals schon wenig aufregend und vor allem das drumherum fällt dann auch ziemlich fad aus. Dennoch, als Nostalgiker macht das Geschehen natürlich trotzdem Spaß und man weiß dann auch die Arbeit dahinter zu schätzen. Nüchtern gesehen kein wirkliches Highlight, aber als „Pacific Rim“ Vorgänger schon das Herz am rechten Fleck. 5/10

245. The Prophecy III: The Ascent (UHD) – Der letzte Teil mit Christopher Walken – diesmal als Mensch und nicht mehr Bösewicht – ist wieder etwas weniger actionlastig und schafft es schon, trotz des geringeren Budget, die Fahne recht hochzuhalten für eine DTV-Fortsetzung. Was sicherlich auch an Walken liegt, dem die Rolle auch weiterhin gefiel. Die Hauptfigur des Vorgängers wird wie in Teil 2 schnell aus der Handlung genommen und man bekommt einen vernünftigen Abschluss geboten. Die späteren Filme konnten dann nicht mal mehr annährend an diese drei Teile heranreichen und so kann man mit der Trilogie zufrieden sein. Am Ende bleibt nur die Frage was mit einem größeren Budget und mehr Erfolg drin gewesen wäre, denn das Thema hätte mehr Geld verdient gehabt. 6/10

246. Other (Amazon Video) – Nach dem desaströsen „Mads“ hat sich David Moreau wieder erholt und wandelt eher wieder auf die Spuren seines „Them“. Hier wird der Film aber ganz allein getragen von Olga Kurylenko und die freut sich mal wieder außerhalb des Actiongenres ihr Können zu zeigen. Ihr Gesicht ist im ganzen Film auch das Einzige, was zu sehen ist. Die wenigen anderen Figuren sieht man nie komplett. Interessant und für das Ende auch sinnig. Das Ende selbst kann man mögen oder hassen. Ich fand es passte und war sogar irgendwo doch etwas überraschend – zumindest in einem Punkt. Sonst ist das jetzt kein Terror oder Horrorfilm, aber die Atmosphäre passt und wie gesagt, trägt Olga Kurylenko den Film sehr gut und die Story baut ihre Figur auch stark auf. Angenehme Überraschung zum einmal anschauen mit „Castle Freak“ Feeling. Der Titel wird dann auch im Finale klar und nett Variert. Dann schauen wir mal was der Regisseur beim neuen „V/H/S für eine Episode abliefert. 7/10

247. Wake Up (Apple TV) – Der Bisher schwächste Film des „Turbo Kid“, "Summer of ´84“ oder „We are Zombies“ Teams. Die Geschichte erinnert entfernt an das Debüt von Stephen Hopkins „Dangerous Game“ und leidet unter unsympathischen Figuren auf beiden Seiten. Zwar hofft man das die Gören schnell und brutal umgebracht werden, aber auch der Killer zieht den Zuschauer nicht auf seiner Seite. Auch der Score ist diesmal nicht dolle und so bleibt eine vernünftige Optik und sehr durchschnittliche, ja fast unterdurchschnittliche Slasher-Ware. 5/10

248. Robot Wars (BD) – Keine wirkliche Fortsetzung von „Robot Jox“, aber schon irgendwie im gleichen Universum spielend. Der Film fällt wesentlich günstiger aus, ist mehr FULL MOON als EMPIRE, hat aber den cooleren Hauptdarsteller und auch sonst eine nette Besetzung neben Don Michael Paul mit Barbara Crampton auch eine junge Lisa Rinna. Einen wirklichen Krieg zwischen Reiesenrobotern bekommt man zwar nicht, aber etwas Stop-Motion-Animationen schon und auch etwas Action außerhalb der Studiokulissen. Wobei die Idee eine Kleinstadt der 1990er als Touristenattraktion anzubieten und dort etwas Action aufzufahren, eine günstige Idee ist für einen Sci-Fi Film. Leichte Längen gibt es trotz der kompakten Laufzeit und deshalb trotzdem nur für FULL MOON und B-Fans. 6/10

249. Misdirection (Amazon Video) – Ein Raub entwickelt sich zu etwas anderem und schnell liegen die Nerven blank. Solide besetzt mit Frank Grillo, Olga Kurylenko und Olivier Trevena fällt der Thriller von Kevin Lewis („Willys Wonderland“, „Pig Hill“) leider schwach aus. Man weiß früh das mehr dahintersteckt, aber die Offenbarungen sind jetzt nicht gerade ein Knaller und so man fiebert auch nicht wirklich viel mit und final gesehen passiert dann auch einfach zu wenig in diesem Lügenspiel. 4/10

250. In the Mouth of Madness (UHD) – John Carpenter hat immer einen besonderen Platz in meinem Herzen, schon weil „Die Klapperschlange“ damals mein erster Film war den ich auf einer VHS gesehen habe. Bis auf ganz wenige Ausnahmen gefällt mir eigentlich alles von ihm. Auch dieses Werk ist ein toller Horrorfilm mit dem typisch geilen Soundtrack, einer immens dichten Atmosphäre und diversen gelungenen Szenen die einen in den Wahnsinn treiben. Die Story ist abgefahren und Sam Neil liefert eine seiner besten Leistungen ab. Nochmal ein richtiger Kracher bevor zwei mäßige Filme von Carpenter folgten. Hier zeigt er aber nochmal was für ein guter Filmemacher er war/ist. Seine Filme bekommen aber so oder so immer einen Punkt mehr, so könnt ihr meine Bewertung besser einschätzen. 9/10

251. R.J. Decker – Season 1 (Disney+) – Recht locker flockige Detektivserie mit einem roten Faden und sonst einem Fall der Woche. Scott Speedman hat Bock auf die Rolle und ist ein sympathischer Held mit Schwächen und ein Kreis guter Nebenfiguren,  der in Miami unterstützt. Das ist nicht hochtrabend, aber unterhaltsam, um abzuschalten, hat Humor und auch seine ernsten Momente. Sicherlich schlägt die Serie nun nicht in besonders hohe Gefilde aus, aber hat Spaß gemacht. 7/10

252. One Last Deal (VOD) – Wenn man Danny Dyer mag, bekommt man in diesem Ein-Mann-Stück seine wohl beste Leistung zu sehen. Anfangs in bekannter, rotziger, arroganter Holligan Art, kippt das nach der Hälfte und er macht eine emotionale Achterbahnfahrt durch. Das Ganze findet nur in seinem Büro statt und er spielt einen ins Straucheln geratenen Soccer-Manager, der hofft mit einem großen Deal wieder auf Linie zu kommen. Doch eine Erpressung um seinen Top-Spieler, den er vertritt, will es verhindern. Kann er sich aus der Sache herausreden? Vom Prinzip erinnert der Film an ein Werk wie „War of the Worlds“ mit Ice Cube, nur das hier das drumherum und die Leistung funktioniert. Keine Action, nur Dialoge und Drama. Das funktioniert erstaunlich gut über die 90 Minuten und zeigt das Dyer auch mehr kann als Horrorkomödien oder Hooliganfilme. Sicherlich nur zum einmal schauen, aber gelungenen. 7/10

253. Motor City (VOD) – Warum man hier den Weg gegangen ist, so gut wie keine Dialoge zu verwenden ist mir nicht ganz bewusst geworden. Bei „Silent Night“ war zumindest der Hintergrund einigermaßen logisch, hier wirkt es deplatziert und ich glaube das der Film mit Dialogen besser funktioniert hätte im Gesamtbild. Da wollte man wohl mehr Anspruch erschaffen als da ist. Nicht zu verstecken braucht der Film sich bei seinem Soundtrack, dem starken siebziger Setting und vor allem nicht in der letzten halben Stunde, wo es einige geile Actionszenen gibt und der Gewaltgrad auch schön suppt. Auch der Cast ist gut, wobei Ben Foster schön Assi ist, Ritchson wie üblich abliefert, Pablo Schreiber einen guten körperlichen Gegner zur Schau stellt und Shailene Woodley selten so sexy war. Ich bin gespannt wie eine Zweitsichtung ausfällt. Bis dahin, bremsen die fehlenden Dialoge diesmal eher die Bewertung aus. 6/10

254. Hide Fight Run: Infidels (VOD) – Eine unabhängige Fortsetzung zum ebenfalls von Kyle Rankins eigenen „Run Hide Fight“, wieder für den DAILY WIRE Kanal produziert und abermals mit einem Setting in der Schule. Islamistische Terroristen überfallen diese und ein ehemaliger Soldat und jetziger Buchautor, sowie einige Schüler (wo auch der Sohn eines Kameraden des Ex-Soldaten) lehnen sich gegen die Terroristen auf, die auch keine Gnade kennen gegenüber ihren amerikanischen Unterstützern. Das erinnert in Teilen an „Boy Soldiers“ von 1991, nimmt sich aber ernster und aktueller in der politischen Aussage. Dabei ist das Budget nicht sehr hoch, aber es gibt nette Actionszenen und über die Laufzeit ist das einigermaßen spannend ausgefallen und wird durch ein paar Nebenfiguren aufgelockert. Mit der Besetzung von Jonathan Majors – der aber eher eine Nebenrolle innehat und nicht die Hauptfigur spielt -  hat man natürlich geschafft medienwirksam aufzufallen und durch die Herkunft des rechten Nachrichtenmagazins, gibt es eh scheinbar nur gute oder schlechte Bewertungen. Sachlich gesehen ist das ein solider B-Actioner – wie auch schon der Vorgänger – und zum Glück darf jeder entscheiden ob und was man gucken will und es für sich dementsprechend einordnen. 6/10

255. The Fix (VOD) – Ein Ex-Soldat erfährt von seinem erkrankten und ehemaligen Vorgesetzten von verstecken 25 Millionen $ in einem Hotel im Iran. So trommelt er sein altes Team zusammen, um sich und seinen Leuten eine späte Belohnung zu gönnen. Zachary Levy mal in einer deutlich ernsteren Rolle und die steht ihm erstaunlich gut. Liam Neeson schaut nur kurz vorbei und gerade der Beginn und das Finale machen was her. Doch leider ist der Film dafür zu lang und verzettelt sich in vielen Dialogen und zu wenig Action und Spannung. Auch hat man nie so richtig das Gefühl von einem eingeschworenen Team. Das geht auf Kosten der Unterhaltung und erfüllt seinen Ansatz, in der Tradition früher Filme zu stehen, leider nicht vollständig. Etwas mehr Zunder über der Laufzeit verteilt und besser geschriebene Dialoge und Figuren hätten schon was ausgemacht. So fällt das Ergebnis nicht so schlimm aus wie viele Kritiken schreiben, aber mehr als Durchschnittliche, unbedeutende Ware ist es auch nicht. 5/10

256. Her Private Hell (VOD) – Mit dem Streifen geht Nicolas Winding Refn bei seiner Inszenierung einmal mehr bis an die Grenzen – und gelegentlich hat man das Gefühl, dass er sein Publikum mit den eingesetzten Stilmitteln und den aufgeblasenen, nicht selten nichtssagenden Dialogen regelrecht auf die Probe stellen will. Gleichzeitig spielt er aber auch seine Stärken aus und erschafft eine ganz eigene Welt, die sich weniger über eine nachvollziehbare Handlung als vielmehr über ihre Atmosphäre definiert. Neongetränkte Bilder, dichter Nebel und eine Geschichte, die sich konsequent gängigen Konventionen entzieht: Refn erschafft einen filmischen Fiebertraum, in dem nicht alles logisch erklärbar sein muss und manches vielleicht bewusst im Unklaren bleibt. Das kann man hassen, man kann sich davon aber auch faszinieren lassen. Wer sich auf diese eigenwillige Welt einlässt, wird mitunter regelrecht in sie hineingezogen, ohne immer genau sagen zu können, warum. Einfach macht es einem der Film allerdings nicht. Auch die Figuren fügen sich in dieses künstliche Gesamtbild ein. Die Schauspieler wirken teilweise wie Puppen oder Roboter, deren Emotionen mal stärker, mal kaum wahrnehmbar durch die Oberfläche dringen. Dadurch entsteht stellenweise fast der Eindruck eines Theaterstücks, in dem jede Geste und jeder Dialog bewusst stilisiert wirken. Das passt zwar zur künstlichen Ästhetik des Films, sorgt aber auch für eine gewisse Distanz und lässt einen gelegentlich fragen, ob Refn hier tatsächlich etwas erzählen möchte oder sich längst in seiner eigenen, vordergründig intellektuellen Kunstwelt verloren hat. Gerade diese Gratwanderung macht „Her Private HelL“ so schwer zu bewerten. Die Mischung ist schon speziell, die Inszenierung zweifellos besonders und die Atmosphäre hat ihren ganz eigenen Sog. Gleichzeitig entsteht immer wieder der Eindruck, dass Refn den Bogen überspannt und sich zu sehr in seiner eigenen Handschrift gefällt. Weniger wäre hier vielleicht manchmal mehr gewesen. Was mir persönlich allerdings gefehlt hat, war ein passender Synthie-Soundtrack. Gerade die neongetränkte Optik hätte für mich hervorragend mit einer markanten, elektronischen Klangwelt harmoniert. Stattdessen wirkt die musikalische Untermalung nicht immer so, als würde sie das visuelle Konzept optimal ergänzen. Vielleicht hätte es dem Film auch gutgetan, sich musikalisch etwas stärker von anderen Einflüssen zu lösen und konsequenter auf jene Klangwelten zu setzen, die Refns Ästhetik so perfekt unterstreichen können. So bleibt ein Film, der ganz sicher nicht für die breite Masse gemacht ist – und diesen Anspruch vermutlich auch gar nicht verfolgt. Allerdings scheint er selbst eingefleischte Fans vor eine Herausforderung zu stellen. Man muss bereit sein, sich auf seine Künstlichkeit, seine sperrige Erzählweise und seine bisweilen ermüdenden Dialoge einzulassen. Ich verzichte deshalb bewusst auf eine Bewertung in Zahlen, denn dafür schwankt mein Eindruck zu sehr zwischen Faszination und Kopfschütteln. Abgeholt und angetan war ich trotzdem immer wieder. Vor allem Refns eigenwillige Mischung aus Erotik, Gewalt und stilistischer Überhöhung bekommt mich einfach immer wieder. Für manche dürfte der Streifen allerdings eher eine filmische Hölle sein, durch die sie sich bis zum Ende kämpfen müssen. Und ganz ehrlich: Ich kann beide Seiten verstehen.

Mittwoch, 9. September 2026

Shane Schofields Film-Report: August 2026

Auch im August habe ich wieder einige Filme und Serien geschaut. Echte Highlights fehlten zwar, kleine überraschende Entdeckungen bis hin zu Enttäuschungen war wie immer alles dabei. Welche Titel mich überzeugen konnten und welche eher nicht, erfahrt ihr jetzt. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG

203. The Internship (Amazon Video) – James Bamford hat in den letzten Jahren einen soliden Fuß im B-Action-Genre gefasst, konnte aber bisher kein richtiges Highlight hinlegen. Hier war die Hoffnung groß, weil mit Sullivan Stapleton und Philip Winchester die beiden „Strike Back“ Stars wieder aufeinandertrafen, ein kleines Meisterstück zu bekommen. Doch statt sich auf die beiden sympathischen Freunde zu konzentrieren, wird eine Gruppe junger Leute in den Fokus gestellt die zu Spezialagenten ausgebildet wurden und nun gegen das eigene System antreten müssen. Die Action ist hier etwas stylischer eingefangen teilweise, wirkt sie dadurch aber auch nicht so griffig und wuchtig. Dazu ist sie meist zu kurz.  Das kann man auch zur Story sagen, die am Ende dann noch einen dicken Twist raushaut und eine Fortsetzung ankündigen könnte. Das ist trotzdem in Ordnung, aber ich hätte halt lieber die beiden Stars öfter und mehr in Action gesehen. Zwar nett das sie gegeneinander antreten, aber aus der Konstellation wird dann doch zu wenig gemacht. Aber wieder eine grundvernünftige Bamford Arbeit. 6/10

204. Project Hail Mary (Amazon Video) – Ryan Gosling und ein Steinalien wollen ihre Planeten retten. Das ist teilweise gefühlsduselig und etwas zu lang geraten. Auf diverse Szenen auf der Erde hätte ich auch verzichten können und Realismus braucht man auch nicht erwarten. Aber das will der Film oder die Vorlage auch nicht bieten. Er will unterhalten und das schafft der der auch die meiste Zeit und erinnert dabei manchmal an die 80er und 90er Filmlandschaft. 6/10

205. The Power (BD) – Aus der Filmografie von Stephen Carpenter und Jeffrey Obrow (dessen „Anthony“ und „Twilight“ ich gerne schaue) fehlte mir noch dieses Frühwerk und ähnlich wie bei „Todestrauma“ sind hier auch noch etliche Schwächen zu finden. Die Story ist konfus und durch sich ständig ändernde Figuren, kommt man auch nicht so richtig in Stimmung. Dabei sind solche Aztekenthemen immer noch recht frisch, aber so richtig rund wirkt das Konzept am Ende nicht. Immerhin gibt es ein paar nette Effekte, atmosphärische Szenen und etwas Splatter. Reicht aber dennoch nicht zum Durchschnitt. 4/10

206. Pitfall (VOD) – Kaum ist James Kondelik mal ohne seinen Bruder unterwegs, schon liefert er ein solides und ordentlich produziertes Werk ab. Nicht basierend auf das alte Game, aber auch hier gibt es Erdlöcher mit gefährlichen spitzen Stöcken auf dem Boden. Hauptsächlich ein Slasher mit Backwood Elementen, möchte der Film mit seiner zu langen Laufzeit und seinen Dramaelementen aber dennoch etwas viel. Gute 20 Minuten weniger und dafür etwas rasanter und man hätte eine durchweg positive Überraschung. So bremst sich der Film aber leider immer mal wieder selbst aus. Randy Couture gibt aber einen wuchtigen Killer ab und macht was her und auch die anderen Darsteller wie Richard Harmon überzeugen immerhin und so bleibt ein solider Thriller der mehr Tempo und weniger Drama hätte vertragen können. Aber man erkennt bei James Kondelik durchaus Fortschritte – vielleicht auch bald wieder mit seinem Bruder zusammen. Wir werden sehen. 6/10

207. Stream (VOD) – Die Macher von „Terrifier“ laden zum Live-Streaming ein und bringen die Besucher eines Hotels um - vor laufender Webcam. Das ist mit 2 Stunden zu lang und so zieht sich dann Ganze etwas in die Länge und die Figuren sind dann nicht interessant genug, um alles unterhaltsam über die Runden zu bringen. Der Gewaltgrad liegt auch unter dem „Terrifier“, aber es suppt dennoch ordentlich. Schön ist die Besetzung mit bekannten Horrorikonen wie Jeffrey Combs (mit Spielfreude), Danielle Harris, Dee Wallace oder Tony Todd.  Auch David Howard Thornton schaut vorbei und killt im bekannten Stil. Erstaunlicherweise ist der bei uns noch immer nicht erschienen, aber ein zweiter Teil ist bereits im Dreh. Hier bekommt man solide Slasherkost, die etwas zu lang ausfällt. 6/10

208. Phantoms (Amazon Video) – Leider werden die guten Bücher von Dean Koontz irgendwie immer nur mäßig umgesetzt. Auch hier stolpert der Film nach der Hälfte und dort merkt man auch die meisten Unterschiede zur Vorlage, die im Buch wesentlich besser funktionieren. Während Stephen King Bücher deutlich besser angegangen werden, scheint es bei Koontz nicht funktionieren zu wollen. Trotz allem ist der Film niemals so schlecht wie er immer gemacht wird, auch wenn wir uns, trotz der namenhaften Besetzung, schon auf einen eher durchschnittlichen Weg befinden. Die Herstellungszeit merkt man jedenfalls deutlich, denn da waren solche Filme trotz allem noch spaßiger als viele Filme mit zigfachen Budget. Und die Stimmung in der ersten Hälfte ist echt ziemlich stark – wenn auch da, dass Buch nochmal besser war. 6/10

209. Undertone (Netflix) – Slowburner der zumindest auf der Tonspur irgendwann gut funktioniert und schon seine Momente hat. Man braucht aber einiges an Geduld und zum Ende wird es dann auch wieder etwas wirr und das drumherum ist dann auch nicht besonders einfallsreich und es wäre wohl besser gewesen, wenn die Handlung nicht über Tage spielt, denn so wird ein Podcast eher nicht funktionieren und wirkt hier auch nicht wirklich logisch. Wäre das alles in einem Podcast gelaufen, wäre die Spannung höher und man hätte vielleicht das eine oder andere auch auslassen können, um mehr Tempo zu halten. Da unter anderem Chad Archibald den Film mitproduziert hat, freue ich mich aber für den kleinen Erfolg des Films. 5/10

210. Somnium (Amazon Video) – Erinnert thematisch an „Strange Dreams“, der ebenso Low-Budget war wie dieser, aber deutlich besser funktioniert hat. Zuviel konzentriert sich auf die Welt außerhalb des Schlaflabors und so stolpert die Spannung immer wieder etwas, weil das Interessante zu oft aus den Augen verliert. Immerhin von Chloë Levine und Johnathon Schaech gut gespielt, wird es aber erst im Finale etwas spannender. Das ist dann aber schon zu spät. 4/10

211. The Babysitter: Killer Queen (Netflix) – Der Vorgänger war erfrischend frech und flott umgesetzt mit passender Besetzung. Teil 2 tut sich da deutlich schwerer. Besetzung passt natürlich immer noch, aber es wirkt alles etwas verkrampfter und zu gewollt teilweise. Das geht immer noch klar, ist aber dann doch deutlich schwächer als Teil 1. 5/10

212. Silent Hill (BD) – Zur Vorbereitung auf den neuen Teil gab es mal wieder nach Jahren den ersten. Schon damals endlich mal eine der besseren Videospielverfilmungen, welche die Stimmung des Games gut eingefangen hat. Trotz diverser Änderungen (Hauptfigur, Kult) passt es am Ende trotzdem und vor allem schafft es Gans ein dichtes Flair in der Stadt zu verbreiten. Leider fehlt trotzdem etwas der Thrill und wirklich Grusel oder Horror wird dann letztlich auch nicht geboten. Aber gut schauen kann man den. 7/10

213. Underworld: Blood Wars (BD) – Der bisher letzte Abstecher ins Underworld Universum zeigt auch schon deutliches Ausbluten. Einige Storystränge aus dem Vorgänger werden über Bord geworfen, Michael scheidet endgültig aus, die Tochter findet nur noch in den Dialogen statt und die Menschen verschwinden wieder fast komplett von der Spielfläche. Immerhin: Theo James hat diesmal mehr zu tun, aber unsere Kate zeigt Ermüdungserscheinungen. So auch die Action, die zu keinem Zeitpunkt an einen der früheren Teile mehr rankommt. Wirkt alles etwas steril und statisch, was bei der eh schon nicht sehr ausgeprägten Handlung deutlich aufstößt. Knapp besser als das Prequel, aber die Luft war dann raus. Das Herzblut merkte man seit Teil 2 eh kaum noch. Irgendwann wird es aber bestimmt eine Rückkehr in diese Welt der Vampire und Werwölfe geben. Entweder als spätes Sequel, Remake oder Serie. Ganz beerdigt sind die Untoten vermutlich noch nicht. Aber wer weiß. 6/10

214. GIGN (Netflix) – Französische Serie um deren SWAT-Einheit, die auf erstaunlich wenig Action setzt und mehr persönliches Drama und eine Verschwörung unterbreitet. Das Setting wirkt realistisch und das Ende mit seinen Twists ist sehr offengehalten, so dass man schon auf eine zweite Staffel 2 hofft. Tomer Sisley überzeugt nach seinem „Largo Winch 3“ Flop in der Hauptrolle. 6/10

215. Silent Hill: Revelation (BD) – Der zweite Teil wird immer noch ziemlich abgewatscht im Vergleich zum ersten Teil. Ja, es ist der schwächere Film aber M.J. Bassett knüpft gut an, ist etwas temporeicher, nicht mehr so verschwurbelt und klar oberflächlicher, aber nie langweilig und bietet zwischenzeitlich eine schöne Monstershow. Er knüpft an „Silent Hill“ an, liefert Antworten und bezieht sich auf den dritten Teil der Spielereihe. Das gefällt den meisten wohl weniger da nicht mehr so subtil wie das Spiel, aber meine Zweitsichtung hat der Film durchaus bestanden. 6/10

216. Extinction (Netflix) – Trotz der interessanten Besetzung hatte ich den mir damals erspart, weil er nur auf DVD erschienen ist. Jetzt zufällig bei NETFLIX vorgeschlagen bekommen und angesehen. Aus Spanien kommt dann auch nichts Neues, die Winterumgebung funktioniert nur so lange keine CGI-Effekte eingesetzt werden und der Action- und Spannungsanteil fällt hinter dem Drama der Personen etwas zurück. Insgesamt aber ein solider Beitrag im Zombie/Mutanten-Genre (wobei die Viecher sehr an „The Descent“ erinnern), gut gespielt und interessant genug, um sich nicht zu ärgern. 6/10

217. Do not enter (Paramount+) – Was hatte ich mich gefreut als ich vor einigen Jahren gelesen hab das Buch „Creepers“ von David Morrell verfilmt werden soll. Der Actionthriller hatte nicht nur eine coole Kulisse, sondern kippt im letzten Drittel zu einem actionreichen „Die Hard“ Verschnitt – nur mit einem Killer. Als dann der Trailer vor paar Monaten veröffentlicht wurde, sank die Vorfreude schon drastisch. Eine Farblose Truppe, die eigentliche Hauptfigur schien gar keine Hauptfigur mehr zu sein und nicht ein bekanntes Gesicht bei der Besetzung. Nun lief der Film halt bei PARAMOUNT+ und die Enttäuschung blieb. Zwar ist das Hotel noch ganz cool und die Hauptfigur aus dem Buch hat dann doch eine größere Rolle als vermutet, wird aber (trotz einer Fortsetzung des Buches mit gleicher Figur) hier unnütz abgewatscht. Dazu kommen einige unnötige Änderungen wie das übersinnliche, der Killer an sich und natürlich sind die Creepers inzwischen eine Influencer - Truppe mit Beiträgen aus der Drehbuchhölle, weil die Schreiberlinge nicht wissen, wie sowas wirklich gemacht wird. Dazu wenig Action und die gegnerische Truppe ist einfach nur nervig. Da interessieren auch dämliche Ideen kaum noch und so ist das ganze Ding eine einzige Enttäuschung als Buchumsetzung. Aber auch für sich betrachtet gibt es hier nichts zu sehen, wofür man seine Zeit opfern müsste. Auch wenn man das Buch nicht kennt. Immerin habe ich wieder Lust auf den Roman und seine Fortsetzung. 3/10

218. The Bygone (Amazon Video) – Durchaus interessantes Thriller-Drama, zwar günstig aber optisch gut eingefangen. Auch darstellerisch gibt es nicht viel zu meckern – vor allem Shawn Hatsoy ist bedrohlich - und auch wenn es bei der Laufzeit kleine Hänger gibt, haben die beiden jungen Brüder als Regisseure und 1x als Schauspieler alles gut im Griff. Es gibt eine unaufdringliche Liebesgeschichte, etwas Action und der Mädchenhandel von indigenen Frauen in Amerika. Das Thema ist interessant und Amerikas Hinterland gibt immer einiges her als Handlungsort. Hier nach lieferten die Phillips Brüder den noch etwas besseren „Rumble through the dark“ ab mit Aaron Eckhart. 6/10

219. Return to Silent Hill (Amazon Video) – Duch die vielen negative Kommentare war meine Erwartungshaltung ziemlich weit unten – was auch am fast perfekten Spiel lag. Doch letztlich fand ich das Ding weder so schlecht wie es gemacht wird noch die Effekte und den Look so miserabel. Aber was weiß ich schon. Klar kommen die psychologischen stärken nie im Film an, dafür bleibt das Drehbuch zu oberflächlich und ändert zu viel, aber die Stimmung gefällt mir immer noch. Es gibt coole Monster und einige Schauwerte. Da ich auch die Vorgänger nie so richtig spannend oder gruselig fand, eher interessant, habe ich das hier auch nicht vermisst. Klar, an Teil 1 kommt der Film leider nicht heran und am Spiel segelt der Streifen auch deutlich vorbei, lag für mich aber auf einen ähnlichen unterhaltsamen Level wie die Film-Fortsetzung. Und dafür, das der nur über die Hälfte des ersten Teils als Budget hatte, ging das gezeigte schon klar. Natürlich hätte man beim Ende auch einen anderen Weg gehen können, denn das war tatsächlich als Auflösung etwas schwach und manchmal wirkte die Story etwas verzettelt, aber sonst solider Film. Und mit seinem knapp 50 Millionen $ Einspiel, ist der Film auch nicht der Riesenflop wie er immer dargestellt wird. Hat immerhin nur 20 Mille gekostet und war schon durch Vorverkäufe finanziert. 6/10

220. Alley Cats (Netflix) – Zeichentrickserie von Ricky Gervais um einige Straßenkatzen. Das ist mit 6 kurzen Folgen schnell weggefuttert und reißt jetzt auch keine Bäume im Genre aus. Die Geschichte ist recht oberflächlich und es werden immer wieder verschiedene Themen angerissen. Dabei geht es von derb, zu platt zu Fäkalhumor, zu feinem Humor und dann wieder zu erstaunlich ruhigen und auch traurigen Momenten hin und her. Würde mir auch eine zweite Staffel von der Bande anschauen. 7/10

221. Beast Race (Amazon Video) – In einem nach einer Katastrophe teils zerstören Brasilien gibt es eine Show bei dem ihre Teilnehmer um ihre Freiheit oder viel Geld kämpfen. Als Pfand werden dazu oftmals Familienmitglieder oder Freunde eingesetzt und natürlich wird nicht immer mit sauberen Mitteln der Wettbewerb ausgetragen. Die Jagd kommt schnell zum Zuge, die Figuren sind Schablonen aber das Tempo – bis auf einige Minuten im Mittelteil – flott und die Action besteht neben kleineren Auseinandersetzungen auch durch viele Parkour-Moves. Gerne hätte es etwas düsterer und rauer zur Sache gehen können, aber so zum Gucken geht der klar. 6/10

222. The Coffee Table (VOD) – Sehr makabre Thematik, bei dem man vor allem bestimmte Handlungen der Figuren schlucken muss. Kommt man damit klar bekommt man Szenen voller Dramatik, Tragödie und schwarzen Humor geboten, den man natürlich mögen muss. Einige Dialoge sind stark, einiges ist zu gewollt und vom Zufall getrieben. Als Kurzfilm wäre das vermutlich noch intensiver gewesen. Die Schauspieler sind manchmal etwas drüber, aber da man so eine Mischung und so eine ähnliche Story wohl sehr selten erleben wird, hat der Film schon seine Beachtung verdient. Werde ich mir jetzt das türkische Remake vom „Baskin“ Macher anschauen? Mal sehen, ob es sich ergibt, kann mir aber nicht vorstellen das aus dem Thema viel mehr herausgeholt werden kann und das Ergebnis besser ist. 6/10

223. Mutiny (Kino) – Den „Shelter“ habe ich noch nicht gesehen, aber ähnlich wie hier habe ich da wohl noch nicht viel verpasst. Der Film hat zu wenig Action und schleppt sich über die Laufzeit so schnell dahin wie der große Frachter. Die Action zieht erst in den letzten 20 Minuten mehr an und hat dann ein paar nette Szenen, der Rest ist generisch und das schlimmste: sogar langweilig. Das sollte in einem Actioner nicht passieren. Hoffentlich geht „The Beekepper 2“ dann wieder mehr zu Sache. Das hier war nichts Halbes und Ganzes. 4/10

224. The Infernal Machine (Paramount+) – Sobald sich die Geschichte dem Ende nähert, baut sich merklich Spannung auf, aber auf dem Weg dahin wiederholt sich der Ablauf, es kommt keine Bedrohung auf und nicht alle Dartseller sind sattelfest. Guy Pearce ist gut dabei, holt dadurch wieder einige Pluspunkte heraus und wie gesagt kann vor allem die letzte halbe Stunde dann auch einen abholen. Übrigens der zweite Film wo Alex Pettfyer und Pearce zusammengearbeitet haben, aber Pettfyer hat hier eher eine kleinere, aber wichtige Nebenrolle.  5/10

225. Dragon Fury (DVD) – David Heavener war noch nie eine Spitze des B-Action-Marktes, aber es gab durchaus ein paar unterhaltsame Dinger. Als der Videomarkt nachließ, hatte er auch mit Budgetknappheit zu kämpfen. Das merkt man hier auch schon. Robert Capin war kurz wohl nach seinem „Ring of Steel“ als neuer Actionstar geplant, aber Frisur und Ausstrahlung fehlte da etwas. Immerhin kann er fighten und gut mit dem Schwert umgehen. Deswegen spielt er hier in dem Mix aus Endzeit- und Zeitreise-Thematik die Hauptrolle. Gegner sind T.J. Storm (Martial Arts Experte, der hier nach eher hinter der Kamera aktiv war – auch für Hollywoodproduktionen) und Richard Lynch, der nicht wirklich viel zu tun hat. Das ist für hartgesottene noch erträglich und hätte man die Leute nicht in die Vergangenheit geschickt wäre der Nonsens bestimmt besser ausgefallen. Immerhin ist immer etwas was los, auch wenn die Action nicht spektakulär ausfällt. Die Zeitreisegeschichte ist natürlich Bullshit, denn sowas funktioniert schon meist bei teuren Filmen nicht. So hat man ein Werk das nur für Allesgucker und David Heavener Fans ist. Der gibt sich mit einem peinlichen Auftritt auch noch kurz die Ehre. 5/10

226. Vicious Fun (Amazon Video) – Aus der BLACK FAWN Schmiede von u.a. Cody Calahan und Chad Archibald, deren B-Horror Output schätze ich sehr - trotz oder gerade wegen deren geringen Budgets. Hier haben wir eine nette Splatterkomödie mit schönen und blutigen Handgemachten Effekten und einigen gelungen Gags. Sitzt zwar nicht jeder und vereinzelt hätte man auch das Pacing besser anpassen können, aber durchweg wurde ich gut unterhalten. Und die Idee mit einer Selbsthilfegruppe für Killer ist gelungen. Dazu sind alle mit Spielfreude dabei. Krass das es so lange brauchte bis der Streifen mal mir vor die Augen kam. Ist immer untergegangen bisher. 6/10

227. Killing Faith (Amazon Video) – Sehr ruhiger Western, der etwas an „Bone Tomahawk“ erinnert und auch leichte Horrorgefilde streift, aber nicht viel erklärt. Die Stimmung ist dicht und einige Szenen sind sehr stark wie das Treffen in der Wüste. Aber auch plötzliche Gewaltausbrüche können gefallen. Trotzdem ist das Tempo manchmal etwas verschleppt aber Guy Pearce ist wieder voll dabei und Bill Pullman ist auch immer gerne gesehen. Etwas anderer Western der aber einiges richtig macht. 6/10

228. Pinocchio Unstrung (UHD) – Der fünfte Film im „Twisted Childhood Universe“ und der dritte Film dessen Erfinders Rhys Frake-Waterfield. Und seine Steigerung von Film zu Film ist weiterhin deutlich spürbar. Natürlich wirken Namen aus der Vorlage von früher immer etwas komisch in der heutigen Zeit, aber Wakefield zieht hier zügig vom Leder, arbeitet mit tollen praktischen Effekten und zaubert einige brutale Szenen auf das Paket. Richard Brake überzeugt in beiden Parts seiner Rolle, Robert Englund schenkt Cricket seine Stimme und wird in Optik und Bewegungen gehuldigt und selbst die Kinderdarsteller stören nicht. Das ist sicherlich kein hochtrabendes Kino aber für das, was es sein will, macht der Flick echt Spaß. Neben dem zweiten Winnie Pooh, der beste bisher aus dem Universum. 7/10