Sonntag, 15. Juni 2014

Buchreview "Shadow Ops 1: Kontrollpunkt" M. Cole

Myke Cole. Lieutenant Oscar Britton erwartet der Einsatz seines Lebens: Er wird ausgesandt, um zwei ausser Kontrolle geratene Teenager gefangen zu nehmen, die gefährliche magische Kräfte ohne staatliche Genehmigung benutzen. Doch als sichauch bei Britton übernatürliche Fähigkeiten manifestieren, gerät er plötzlich selbst ins Fadenkreuz. Ihm bleibt keine Wahl: Er muss den "Shadow Ops" beitreten - und in der Schlacht gegen übernatürliche Gegner sein Leben riskieren.

Bei dem Einsatz lernt Britton gleich einmal die rücksichtlose Vorgehensweise einer Organisation kennen, die absolut unter dem Radar der Öffentlichkeit operiert. Kann man die "Selfer", wie man Menschen nennt, die übernatürliche Fähigkeiten an sich entdecken und dies nicht den Behörden melden, nicht gefangen nehmen und zur Zusammenarbeit bewegen, löscht man sie aus. Durch die Aufregung und die in ihm auflkeimende Wut löst er selbst die in ihm schlummernden, gefährlichen Talente aus. Sogenennte Unterdrücker können diese Kräfte bei anderen Menschen spüren und wie ihr Name schon sagt auch bändigen. Ihm selbst ist sofort klar, dass er nun auf deren Liste steht. Dazu kommt, dass er seinen fanatisch-religiösen Vater, mit dem er sich grundsätzlich nicht versteht, in einem Wutanfall durch ein von Britton selbst geöffnetes "Tor" in eine andere Dimension versetzt. Als Portant hat er für die SOC - Supernatural Operations Corps - immensen Nutzen. Nachdem sie ihn dann endlich auf seiner Flucht stellen können, kommt er in ein Lager, in dem die neuen Rekruten mit ihren Kräften ausgebildet werden sollen. Es gibt aber auch jene, die dort eher gebrochen werden sollen, um sich in den Dienst der Organisation zu stellen. Sie werden drangsaliert und wenn sie aufgeben, müssen sie an einem Fahnenmast eine amerikanische Flagge hissen, um ihre Zugehörigkeit zu untermauern. Eigentlich ähnlich wie die Seals, die ihre Glocke läuten, wenn sie während der Ausbildung aufgeben. Ob Glocke oder Flagge - beide sind das Zeichen der Kapitulation. Der Warrant Officer Sergeant Fitzsimmons - Fitsy - ist einer dieser Schleifer, wie sie jede Armee kennt. Er nimmt Britton unter seine Fittiche. Und bald muss Britton einsehen, dass es da draußen noch eine Parallelewelt gibt, eine Welt voller Magie, unheimlicher Geschöpfe und fremdartiger Bewohner wie z. B. den Goblins. Die sind unter sich als Volk zerstritten und so mancher hilft den Menschen und arbeitet für sie. Marty ist einer von ihnen und er freundet sich mit Britton an, während die restlichen Besatzer die Goblins verachten. Als wäre das nicht genug, machen sich auf irdischer Seite die Apachen mal wieder madig, indem sie wilde Berggeister beschwören und auf die Weißen loslassen, die ihnen dereinst mit übelsten Methoden ihr Land raubten und sie in Reservate steckten. Die Regierung vermutet, dass hinter diesen Berggeistern auch Kräfte aus den sogenannten Urwelten in der Parallelwelt stecken, um die Menschen zu verunsichern. In der realen Welt werden die "Selfer" weiterhin verfolgt und versuchen sich mit Gegenaktionen zu wehren. Auch im Ausbildungslager befinden sich solche Kräfte, was sich bald in einer Katastrophe deutlich zeigen wird. Doch bis dahin sind etliche Kämpfe zu bestehen.

Als Kommetar eines Autoren steht auf dem Frontcover "Black Hawk Down meets X-Men - absolut adrenalingeladen!". Das ist durchaus passend, erinnert auch ein klein bisschen an die "Ex-Helden" und ist vollgepackt mit Actionsequenzen. Apachehubschrauber gegen Goblins, Elementare gegen Menschen, zombieähnliche Schlurfleichen gegen Hexen und und und. Military Fantasy im reinen Actiongewand. Ruhige Phasen gibt es selten. Während der Ausbildungsphase werden die Charaktere näher vorgestellt, die Gruppen in Freund oder Feind unterteilt und man beschäftigt sich mit den Missverhältnissen zur Regierung und ihrem Verhalten, das mit Rechtsstaatlichkeit nur noch wenig zu tun hat. Britton ist lange am Zweifeln, was überhaupt richtig oder falsch ist. Er braucht lange, um seinen Platz zu erkennen. Und trotz allen Geballers kann Myke Cole noch einige Aspekte einbringen, die es zu überdenken gilt. Sei es der Umgang mit anderen Rassen oder mit Personen, die einfach nicht der Norm entsprechen. Wie weit dürfen Regierungen gehen, um gegenüber ihrern Bürgern ihren Willen durchzusetzen? So dient das Buch durchaus auch dem hehren Gedanken, diverse Fehler der ach so freien Nation mit ihren ständigen Sprüchen von wegen der Welt die Demokratie bringen usw. Wie das funktioniert, kann man ja die Indianer fragen oder andere Länder, in denen man sich in interne Angelegenheiten eingemischt hat, ohne dazu berechtigt zu sein. Man muss sich schon mit einigen Klischees abfinden, die der Autor hier so bietet und auch mit dem Gedanken, dass während des Mittelteils mit Ausbildung und Selbstfindung des Protagonisten der Action mal kurz die Luft ausgeht, aber zum Ende hin rauscht es wieder ordentlich im Gebälk und ein Fortsetzungsband (liegt schon vor und wird morgen oder übermorgen hier vorgestellt) vorbereitet. Für Fans leicht geschriebener Lektüre, die aber auch aufmerksam genug sind, um den ganzen wechselnden Handlungsorten zu folgen, sowie Action und Fantsay mit Militär-Touch schon mal einen Blick wert. Aber ich muss auch sagen, dass mich das Buch irgendwie nicht so richtig gepackt hat, wie z. B. ein (ja, schon wieder) Matthew Reilly. Shane Schofield ist doch der Beste!!!.

Kommentare:

Shane Schofield hat gesagt…

Du brauchst mir nicht immer sagen das ich der Beste bin; irgendwann steigt mir das noch zu Kopf:)

Harry hat gesagt…

Eingebildeter Sack. Wie kommst du darauf, dass du gemeint wärst? Der Urlaub bekommt dir nicht, du hast anscheinend zuviel Zeit, dir blödsinnige Ideen in den Kopf zu setzen.

Gruß
Harry