Ein etwas älteres Bild des Verlegers Steffen Janssen zu Zeiten als er noch jünger war und körperlich keine Lord Steven-Maße anvisierte. Egal. Jedenfalls ist dies der Mann, der Luzifer aus der Taufe hob (dürfte ein böses Geschrei gegeben haben mit dem Weihwasser und so), ihm seine ersten (Bücher-)Hörner aufsetzte und zu dem machte, was er heute ist - ein kleines Büchereinkaufsparadies, das sich mit Wonne den Mitanbietern stellt. Nach den ersten Gehversuchen und kleinen Schrittchen mit Autoren aus deutschen Landen, erfolgte so etwas wie eine Zäsur und der geneigte Leser konnte sich mit Lesestoff internationaler Herkunft eindecken. Damit die armen Käufer, die eh unter der Bildungsmisere zu leiden haben, auch verstehen, was sie da an spannendem Text in Händen halten, hat sich der Verlagschef entschlossen, Übersetzer für die fremdsprachigen Einkäufe zu engagieren und auch arbeiten zu lassen. Kam mir ganz recht, weil bei mir die Bildungsmisere so richtig erfolgreich war. Naja, wer für diesen Blog hier unterwegs ist, kann eh nirgends sonst unterkommen.
Bis hierhin war ja alles schon relativ bekannt. Er hat sich den einen oder anderen Cover-Illustratoren ins Boot geholt, die scheinbar von ihrem Handwerk etwas zu verstehen scheinen und hält sein Lektorat auf Trab, damit die zumindest soviele Fehler ausmerzen, dass man nicht meinen muss, auch sie wären "bildungsgschädigt". Eine Neuerung - naja, vielleicht ist es mir auch nur recht spät aufgefallen - ist die Ausrichtung des Verlages auf verschiedene Zielgruppen und eine Fächerung der Angebotspalette. Da steht Andreas Gruber neben Heike Vullriede, da gibt es einen Band mit Kurzgeschichten von einem deutschen Thrillerautor, werden die weiblichen Leser von Abentuerromanen mit einem Schuss Romantik versorgt. Und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Da sind Leute wie Jake Bible, Russell Blake für Thrilleraction oder G. Michael Hopf für Endzeit-Geballer.
Doch damit nicht genug. Das Programm wird immer breiter aufgestellt, neue Autoren unter Vertrag genommen und versucht, in der Breite viele Kunden zu gewinnen. So kann eigentlich jeder etwas nach seinem Geschmack beim Luzifer-Verlag finden. Selbstverständlich werden auch meine Genres nicht völlig eingestampft und für einen neuen Fang kann ich ihm und seinem Luzifer-Verlag nur gratulieren. Er hat Chris Ryan mit seiner "Extreme"-Reihe unter Vertrag genommen. Ryan ist der Mann, von die ursprüngliche Vorlage für die endgeile Action-Serie "Strike Back" stammt. Also schon mal eine Kaufverpflichtung für alle, die pure Action zwischen den Buchdeckeln mögen. Immer mal ein Auge aufs Programm, die Homepage oder Facebook haben, denn ruckzuck hat er schon wieder ein neues Attentat auf euren Geldbeutel vor.





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