Und schon ist der April auch wieder vorbei. Ein paar kleine positive Überraschungen waren dabei und einige Serien wurden beendet und natürlich will man auf den laufenden bleiben bei den neuen Titeln. Dennoch wird zwischendurch auch gerne ein schon gesichteter Film eingestreut, an denen man gute Erinnerung hat und hofft das diese sich immer noch bestätigen. Aktuell sitze ich eher an einigen Serien fest, welche ich versuche im Mai mal zu beenden. Aktuell sind Bereich Serie doch interessante Sachen erschienen. Aber dazu dann im nächsten Monat mehr. Bis dahin!
ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG
86. Lone Samurai (VOD) – Ungewöhnliches Projekt von Josh C. Waller („Raze“) welches Drama, Horror und Samurai-Action Elemente in Abschnitten vermengt. Ein Samurai strandet auf eine einsame Insel und gerät dort an die mörderischen Ur-Einwohner. Es wird wenig gesprochen, bleibt im großen und Ganzem aber Oberflächlich und hat einige gelungene Szenen in jedem der drei Bereiche zu bieten. Die Action findet aber nur im letzten Drittel statt, aber das war wirklich mal was anderes. Auch wenn es gerade im Finale doch etwas kreativer hätte zugehen können und mehr in „Rambo 2“ abdriften dürfen. Doch auch so einen kurzen Part gibt es. Film ist aber sicherlich nicht für jeden genügsam. 6/10
87. Sie nannten ihn Jeeg Robot (Amazon Video) – Bevor ich mir den neuen Film des Regisseurs anschauen wollte, war endlich sein Debüt dran. „Feaks Out“ fand ich ja ziemlich klasse und auch diese Comic/Zeichentrick-Umsetzung ist anders als die meisten seiner Art. Auch hier werden einige schräge Figuren untergebracht, Drama und Düsternis mit eingebunden und natürlich gibt es auch etwas Action, die aber noch über die Budgetbeschränkungen zu leiden hat, da sie jetzt nicht sonderlich abgeht. Leider ist die Lauflänge deutlich zu lang und so schleichen sich einige Längen ein, die auch nicht wirklich durch die Figuren oder einigen Humorszenen aufgefangen werden können. Dennoch ein gutes Debüt, was zum deutlich bessren zweiten Film „Freaks Out“ führte. 6/10
88. Code 3 (Amazon Video) – Dieser Film wird vermutlich eine lange Zeit oder sogar für immer unter dem Radar vieler Leute fliegen. Das Cover und die Hauptrolle mit Rainn Wilson deutet auf eine Klamotte hin, aber stattdessen bekommen wir hier ein wirklich sehr gut gespieltes Drama geboten, welches Kritik an diversen Zuständen wie die das amerikanische Gesundheitssystem oder auch der Mensch an sich äußert. Das alles ist sehr gut inszeniert und verdammt gut gespielt. Dabei ebenso traurig, wie schwarzhumorig lustig und dramatisch spannend. Ein starker Film, der überhaupt nicht die Aufmerksamkeit bekommt, welcher er verdient. Manchmal vielleicht ein Klischee zu viel, nicht ganz so tiefgründig wie er es manchmal sein möchte, aber vielleicht auch gerade deswegen so gut und verdaulich. Eine klare Empfehlung und positiver Überraschungsfilm. 8/10
89. Homestead (VOD) – „Homestead“ basiert auf einen der vielen „Die Welt bricht zusammen und die guten Menschen müssen sich gegen die bösen Menschen behaupten“ Bücher, die in den letzten Jahren erschienen sind. Vor allem in Amerika wie zum Beispiel die „Tracker“ Romane von Sansbury oder halt die die direkte Vorlage hier mit dem Namen „Black Autumn“ von Jeff Kirkham und Jason Ross. Produziert von den ANGEL STUDIOS ist der Film, obwohl ganz gut im Kino gelaufen, der Pilotfilm zur gleichnamigen Serie. Das Budget ist nicht besonders hoch und so bekommt man eigentlich kaum was vom Zusammenbruch Amerikas außerhalb der Mauern des Anwesens eines Milliardärs mit, der sich genau auf diesen Moment vorbereitet hat und eine bestimmte Anzahl Leute aufnimmt – inklusive eines Sicherheitsdienstes aus ehemaligen Soldaten. Das geht hier, wie zu erwarten, in eine christliche und vermutlich für viele in eine Rechte-Ecke, wo zuvor Prepper und solche Leute belächelt wurden. Leider passiert über die 2 Stunden wenig da man die Leute hauptsächlich beim Sichern des Geländes, welches natürlich das Ziel von den falschen Leuten wird, und besprechen zusehen muss. Das Thema kann mich immer gut abholen, aber wirklich fetzig ist hier nichts und mal sehen, wie die Geschichte dann als Serie weitergesponnen wird. Die liegt mir auch vor und mal sehen wann ich dazu komme sie zu starten. Mag es immer nicht zu viele Serien gleichzeitig zu schauen. Hier bekommt man wenig Neues und es ist noch Luft nach oben. 5/10
90. The Shadow Edge (UHD) – Endlich mal wieder einen ernsten Jackie Chan zu sehen und die guten Kritiken haben die Erwartungen hochgeschraubt. Zu hoch leider. Zwar ist es endlich mal wieder gut etwas Düsteres zu sehen, aber der Film ist viel, viel zu lang geraten. Das ständige Beobachten und blöden Kosenamen gingen mir irgendwann auf den Sack und es war für die Laufzeit zu wenig Action drin. Und auch diese überzeugte nur teilweise, hatte aber auch gute Momente vorzuweisen. Sicherlich der beste Film von Chan seit „The Foreigner“, aber das heißt nicht viel und reicht auch nur zum Mittelmaß – vor allem wegen der Lauflänge. 5/10
91. Cobra Kai – Season 6 (Netflix) – Irgendwie völlig aus den Augen verloren und jetzt in letzter Zeit endlich mal nachgeholt. Ja, es ist gut das jetzt auch vorbei ist. Das Konzept hat sich doch etwas totgelaufen, der unkorrekte Humor von Johnny wurde drastisch zurückgeschraubt und wirklich glaubhaft war das wenigste hier. Aber der Abschluss ist rund und hat noch einmal Spaß gemacht. Thomas Ian Griffith kann immer noch kicken und würde vermutlich alle anderen wegputzen in der Serie – auch in seinem Alter. Sonst sind die Fights immer schwächer geworden fand ich über die Staffeln, aber ein Highlight ist natürlich Rayna Vallandingham hier in dieser Staffel, von der Dame wir noch hoffentlich viel mehr sehen werden in Filmen (immerhin demnächst im neuem „Street-Fighter“). Damit man nicht immer bei INSTA, TIK-TOK oder YOU TUBE abhängen muss. Gesamt gesehen war die Serie aber ein großer Spaß mit viel Fanservice und es war schön einige Leute wiederzusehen. Nach einem starken und politisch unkorrekten Start wurde es aber immer mehr angepasster und unglaubwürdiger, aber dennoch eine Sichtung wert. 7/10
92. The Poughkeepsie Tapes (Amazon Video) – Bis auf die „V/H/S“ Sachen bin ich bei Found-Footage meist raus und diese Mischung aus „Dokumentation“ und „Found-Footage“ bekommt teilweise so gute Kritiken, dass ich ihn jetzt - wo er umsonst zu sehen war bei Prime - doch mal gegeben habe. Das war mal wieder ein Griff ins Klo. Fand ich furchtbar, nicht schockierend, nicht spannend nicht unheimlich oder verstörend. Einfach nur langweilig und uninteressant. Geschmäcker sind halt verschieden. Was solls. 3/10
93. Troll 2 (Netflix) – In der schnell nachgeschobenen Fortsetzung bekommt man ähnliches geboten wie in Teil 1, nur das hier natürlich zwei Trolle auftauchen und sogar gegeneinander antreten. Das hat, denn bisschen Kaiju-Feeling. Mit netten Tricks und da Figuren und Drehbuch weiterhin recht sympathisch ausfallen, ist auch die Fortsetzung auf ähnlichem Niveau und keine Zeitverschwendung. 6/10
94. Mad Max: Fury Road (Apple TV) – Ich war ja damals einer der wenigen die nach dem Kinobesuch enttäuscht waren (7/10 damals). Zwar gab es schon eine geile Ausstattung und fette Action, aber mir war Mad Max selbst zu sehr eine Randfigur und Tom Hardy (wäre Mel Gibson nicht in seiner cancel Phase gewesen, hätte er locker noch einen Max spielen können wie „The Expendables 3“ und spätere Filme gezeigt haben) konnte mich damals nicht so richtig abholen. Nachdem ich nun Teil 1 und 2 nochmal geschaut hatte (Teil 3 wurde bewusst ausgelassen) gab es für den Film jetzt auch eine neue Chance. Und ja, da ich nun wusste was mich erwartet, flutscht es auch gleich etwas besser. Zwar wirkt auch hier einiges zu künstlich und der rohe Charme der alten Filme wird natürlich nicht mehr erreicht, aber die Action ist schon wahnsinnig und Kostüme und Vehikel sind echt gut designt. Auch funktioniert die Action durchweg, nur fehlt der sehr dünnen Story etwas die Dramatik und die Verbindung zu den Figuren. Gerade weil Mad Max vor allem zu Beginn kaum mehr als Grunzen muss und kaum etwas zu tun hat. Danach wird es besser und natürlich macht der Film dann auch Laune in der Action. Schade, dass nicht noch ein Mad Max Film folgte, sondern Furiosas Vorgeschichte die mich und scheinbar auch viele andere nicht wirklich interessierte, trotz netter Action. So war das vermutlich erst einmal der letzte Auftritt von Mad Max. Immerhin und mit mehr Altersgüte meinerseits, ein guter Abschluss, wenn es denn so ist. 8/10
95. Ick (VOD) – Neben „Code 3“ war dieser Streifen auch eine sehr angenehme Überraschung. Verwundert stellte ich letztens fest, dass der Film bei uns noch immer nicht erschienen war, also wurde es über die USA nachgeholt. Brandon Routh ist wie immer sympathisch (und wieder keinen Erfolg mit einer Hauptrolle) und die Mischung aus „The Blob“, „The Faculty“ und andere Filme macht viel Spaß, hat einige gute Gags und zum Finale auch immer mehr Action mit den Monstern zu bieten. Dazwischen funktionieren aber auch die Figuren und so gab es knapp in 90 Minuten echt flotte Unterhaltung. Aber ich mochte ja auch schon Joseph Kahns „Torgue“ – was immer das aussagt. 7/10
96. Titans – Season 4 (Netflix) – Die nächste Serie, die ich nach vielen Monaten endlich beendete und ebenso wie „Cobra Kai“ auch einen gelungenen Abschluss bekommt, da vor dem Drehen des Finales klar war das die Serie endet. Die Staffel reiht sich gut ein und auch wenn abermals Trigon nicht das ist, was er seine sollte (der gefährlichste Gegner der Titans), war das schon ein Schritt in die richtige Richtung. Sonst gab es wieder einiges an guter Action und weniger Drama, aber auch die eine oder andere Folge die schwächen zeigte. Highlight war Titus Welliver als Lex Luther in einer kurzen Gastrolle und ihn hatte ich so nie für Lex auf dem Schirm, passte aber irgendwie ziemlich gut. Gesamt ist die düstere Herangehensweise der Serie gut gelungen. Aber auch nicht schlimm das es jetzt vorbei ist. 6/10
97. Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (Netflix) – Ich kann ja schon mit dem ganzen „Scream“ kram nichts anfangen, mag aber hier die beiden Originalfilme ganz gerne. Leider ist die Fortsetzung durchweg schwach und zum Ende wird dann das Fass zum Überlaufen gebracht und hat mich massiv verärgert (soll ja einige geben die es sogar gut oder okay fanden – na ja, jedem seine Meinung) und fand ich echt bescheuert. Keine Ahnung wer sich sowas ausdenkt und die Sache enthüllt dann im neuen Film auch noch einige Logiklöcher. War der Film bis dahin schon nicht doll, gab es im Ende den Todesstoß. 3/10
98. Meister des Grauens (BD) – FULL MOON hatte noch Geld und haben in der Burg gedreht die Band gekauft hat zu guten Zeiten in Italien. Herausgekommen ist sicherlich nicht Stuart Gordons stärkster Output, aber schon einer der bessren FULL MOON Titel, der das Thema und den Zeitkolorit ordentlich trifft. Dazu natürlich ein wilder und ekliger Lance Henriksen, ein Skurriler Jeffrey Combs und in einer kleinen Rolle ein schräger Oliver Reed. Bei der Action zum Ende muss man ein paar Abstriche machen, Gesamtprodukt gefällt aber. 7/10
99. Kung Fu in Rome (Amazon Video) – Der deutsche Titel ist wie der englische Titel irgendwie doof. Es ist aber der neue Film von Gabriele Mainetti, der für mich interessanteste Genre-Regisseur aus Italien aktuell. Auch hier enttäuscht seine Hommage an den Kung Fu Film nicht, mischt aber alles wieder mit etwas Drama, Mafiaklischees und diesmal eine ganz gelungene Romanze. Nur die Lauflänge ist wieder zu lang geraten – auch wenn keine wirkliche Langeweile aufkommt wie bei „Jeeg Robot“. Daran muss er noch arbeiten und dann würde er noch bessere Arbeit abliefern. Dennoch bleibt sein Output stark und ich hoffe er kann weiter auf diesem Niveau drehen. Die Kampszenen sind dynamisch und gut gelungen. Gerade weil die Frau meist gegen stärkere Männer antreten muss, nutzt sie alles in der Umgebung, um sich zu wehren. Da gehören ungekochte Nudeln genauso dazu wie Blumen, heißes Fett oder auch eine Käseraspel. Echt gut umgesetzt und choreographiert. „Freaks Out“ bleibt sein bester, aber der hier ist leicht stärker als sein Debüt. 6/10
100. Underworld (UHD) – Nach Jahren der letzten Sichtung hat es mich überrascht, wie gut mir der Film auch jetzt noch gefällt. Was Len Wiseman mit dem damals geringen Budget bot, kann man auch heute noch mit Respekt zollen. Alles ist stylisch, trotzdem düster, die Kostüme gehen klar, die CGIs sind noch okay und die Action ist auch gut umgesetzt. Hatte doch wieder mehr Spaß dran als ich gedacht habe im Vorfeld. Dann wird jetzt jeden Monat ein weiterer Teil folgen – und die Bewertungen schlechter, wenn mich die Erinnerung nicht täuscht (außer Teil 2 denke ich). 8/10
101. Thrash (Netflix) – Nach dem Erfolg von den Haien unter Paris, hat sich NETFLIX die Rechte an diesen SONY-Film geschnappt. Und dank Tommy Wirkola ist das auch eine ganz gelungene und vor allem nicht überlange Mischung aus Katastrophenfilm (mit einigen typischen Figuren wie eine Schwangere) und Killerhaifilm. Das ist schnell zu schauen, geht flott los bis zum Ende und ist aber auch schnell wieder vergessen. Hat einige gute Momente aber auch einige komische Abfolgen, als ob man den Streifen bewusst kurzhalten wollte. So mal ganz okay, aber von Wirkola letztlich eher enttäuschend. 5/10
102. Night of the Demons 2 (BD) – Die Fortsetzung wiederholt Teil 1 sehr ähnlich, hat aber etwas mehr Humor und Tempo. Für das Budget gibt es dafür die besseren Effekte (bis auf ganz wenige typischen CGI aus der Zeit) und mehr Sex und nackte Tatsachen. Der Rest folgt dem typischen Schema und geht schon klar, wenn man den ersten mochte. 6/10
103. Tulsa King – Season 3 (Paramount+) – Na ja, so richtig ernst nehmen kann man das Geschehen nicht mehr und so bleibt auch die Spannung oder das Interesse auf der Strecke. Eine finale vierte Staffel reicht dann tatsächlich auch und ob man den Ableger um Samuel L. Jackson braucht, ist auch abzuwarten. Sonst ist es inzwischen sehr seichte Unterhaltung mit ein paar kleinen Überraschungen und etwas härte verquickt. Robert Patrick ist wie immer gut in seiner Bösewicht-Rolle, die zumindest etwas anders angelegt ist als sonst. So richtig durchsuchten wollte ich die aber diesmal nicht. 6/10
104. Mike & Nick & Nick & Alice (Disney+) – Hier ist das meiste Geld wohl in den Soundtrack geflossen, denn es gibt hier eine Menge Hits zu hören. Ein Überraschungshit ist der Film leider nicht. Die Abstruse Zeitreisegeschichte könnte mit einem besseren Drehbuch viel mehr herausholen, aber so richtig kommt kein Tempo auf und einige Gags verpuffen. Immerhin sind ein paar gute dabei, der Auftritt von Dolph Lundgren ist nett und im Finale geht es überraschend blutig und bleihaltig zur Sache. Wenn es davon mehr gegeben hätte, wäre das Ergebnis viel besser ausgefallen. 6/10
105. Highway zur Hölle (BD) – So ein Film konnte nur zu seiner Entstehungszeit realisiert werden. Ist doch schon eher ungewöhnlich pulpig für einen Kinofilm, aber dadurch auch sehr charmant und kurzweilig. Das kann auch zu den Schauspielern sagen (Kristy Swanson damals unglaublich süß zu der Zeit), zu den handgemachten Effekten, die nur auf der Visuell-Effekt Seite abfallen und auch damals vereinzelt arg billig wirken und der fluffigen Stimmung. Sonst eine nette Horror-Komödie mit schrägen Einfällen, wenig wirklicher Horror, aber der richtigen Lauflänge. 7/10
106. The Horde (BD) – In einem anderen Jahrzehnt wären Leute wie Paul Slaon oder auch Paul Logan ohne Probleme B-Actionstars gewesen Die letzten Jahre sind solche Figuren und Rollen aber deutlich seltener gefragt und da muss man sich schon selbst so eine Hauptrolle auf den Leib schneidern. So wie Paul Logan hier mit dieser Mischung aus „Backwoodhorror“ und „Einzelkämpfer-Action“ ala „Rambo“. Das ist hier zwar sehr günstig aber genauso unterhaltsam ausgefallen. Die Vorbilder sind klar, die handgemachten Effekte sehr blutig und hart (die wenigen Computereffekte eher schlecht), die Action etwas statisch manchmal, aber gut anzusehen. Ein Glücksfall sind charismatische Gegenspieler wie Costas Mandylor in Spiellaune, Vernon Wells, Nestor Serrano, Matthew Willig und Bill Moseley. Auf der anderen Seite haben wir mit Paul Logan einen typischen muskelbepackten Actionheld der 80er und eine junge und schon hier hübsche (wie immer Geschmackssache) Sydney Sweeney die um ihr Überleben kämpfen müssen. Das ist nicht gehaltvoll, nicht wirklich intelligent, aber sowas muss j auch mal sein. Kann schon Laune machen, wenn man B-Action und Horrorfan ist und weiß, was man bekommt – und sogar noch einen Don „The Dragon“ Wilson in einem nichtssagenden Gastauftritt. 7/10
107. The Elixir (Netflix) – Indonesien will auch mal auf Zombie machen und schickt infizierte Menschen, die nach einem Selbstversuch eines Verjüngungsmittels durchdrehen und alles anknabbern was Lecker ist. Dabei sind sie modern schnell und gefährlich und meist in der Überzahl mit viel schwarzen Schmadder im Gesicht. Gewaltgrad geht in Ordnung, manchmal etwas lang und mit leichten Komödienanflügen und mitfiebern ist auch nicht gegeben, aber als Snack geht das auch mal so zwischendurch. 5/10
108. Venganza (Amazon Video) – Der Actionfilm aus Mexiko ist durchaus mit gutem Geld produziert und gerade zu Beginn und in der letzten halben Stunde ordentlich harte Action auffährt. Dafür ist die Rachegeschichte wenig neu, aber genau das richtige für solche Filme. Trotz allem hat das Drehbuch doch einige Schwächen zu bieten wie den Lottogewinn, was einfach zu beliebig wirkt. Auch wird einem das alles sehr oberflächlich serviert, aber in ordentlichen Bildern und Schmackes. Solche Sachen dürfen gerne öfter mal aus dem sonst international nicht groß vertretenen Filmland Mexico kommen. 6/10
109. Flash Fighter (DVD) – Italienischer Actionfilm mit ungewöhnlichem Setting und dadurch auch irgendwie mystisch und fast märchenhaft angehaucht. Ruggero Deodato inszeniert mit sicherer Hand und bietet so einen der besten Italo Filme für Miles O‘ Keeffe. Der verzieht kaum eine Miene und wird in ein paar Actionszenen auch gerne mal gedoubelt, passt hier aber trotzdem gut rein. John Steiner dreht am Rad und der „Lone Runner“ (Originaltitel) ist ein cooler schweigsamer Held, bewaffnet mit einer Armbrust. Es ist immer was los und so verfliegen die 80 Minuten im Fluge. Ich mochte solche Filme schon immer, aber inzwischen liegen die mir noch mehr am Herzen als früher. Sicherlich nicht für jeden verständlich. 6/10
110. Dolly (VOD) – Terrorkino in der Tradition von “TCM” oder auch „Tourist Trap“ der einen ordentlichen körnigen ausgebleichten Look erschafft und seine Heldin durch die Hölle gehen lässt. Der Bodycount ist zwar gering, aber es gibt dennoch ein paar saftige Effekte die handgemacht sind. Der Rest versucht schön krank zu sein und so sollte es auch gelingen den geneigten Backwood Horrorfan abzuholen. Übrigens ist Sean William Scott auch am Start und hat auch mit produziert. Dank einer Laufzeit unter 90 Minuten für Old-School-Horrorfans sicherlich mal einen Blick wert. Aber Oscarverdächtig ist das sicherlich alles nicht. 6/10
111. The Gates (VOD) – 3 Schwarze, mehr oder weniger, Freunde fahren vom Highway ab und geraten in einem eingezäunten Bereich einer Siedlung, wo sie nicht sehr gerne gesehen werden. Als sie auch noch ein Mord des Gründers beobachten, wendet sich alles gegen sie. Mason Gooding Jr. eifert seinen Vater nach und ist in einer weiteren brauchbaren Genreproduktion zu sehen. Das ist weder besonders erfrischend noch wirklich Gesellschaftskritisch (dann doch etwas zu platt), aber auch nicht nur Schwarz und Weiß (no pun intended), da nicht versucht wird die Siedlung als reine Nazikommune dem Zuschauer zu verkaufen. James Van Der Beek ist in seiner letzten Rolle vor seinem Tod zu sehen und gibt einen verblendeten Pastor ab und zeigt das er auch Böse sein kann. Über die Laufzeit hätte es aber ganz klar mehr Thrill und mehr Action geben dürfen. Mit mehr Ambitionen hätte das auch ein „Judgement Night“ umgedreht sein können (nicht Ghetto, sondern Reichengegend), aber das köchelt dann hier doch eher auf Sparflamme. Zum einmal schauen okay. 6/10
112. Gladiator Underground (VOD) – Wer schon Filme um D.Y. Sao, Brian und Andy Le wie „Harunam: Shadow Master“ oder „Bangkok Dog“ gesehen hat weiß so ungefähr was einem hier erwartet. Die Dialoge sind teilweise fürchterlich, vor allem wenn der Ghettoslang herausgeholt wird, ist das manchmal etwas anstrengend. Aber guckt man sich so einem Film, eine Hommage an die typischen Turnierfilme von früher, wegen des Drehbuches oder den Leistungen der Darsteller an? Ich eher nicht, denn ich will Action sehen. Und die geht hier gut ab und ist nach 20 Minuten fast durchgängig zu finden. Die Fights sind wie immer bei dem Team gut durch choreographiert und da auch mit Waffen gekämpft werden darf (ähnlich aufgezogen wie bei „Firepower“ von PM), gibt es eine Menge Abwechslung. Auch nimmt sich der Streifen nicht vollends ernst. Einige Szenen und Charakterzeichnungen sind aber auch für dieses Genre Grenzwertig. Aber hatte ich schon gesagt das die Kämpfe Laune bereiten? Das hält den Film über Wasser und konnte mich gut abholen. Aber Vorsicht…man muss schon ein Faible für günstige Action haben und wenig anderes als gelungene Kämpfe erwarten. Selbst dann werden vermutlich noch einige den nicht gut finden. 6/10

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