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Mittwoch, 9. September 2026

Shane Schofields Film-Report: August 2026

Auch im August habe ich wieder einige Filme und Serien geschaut. Echte Highlights fehlten zwar, kleine überraschende Entdeckungen bis hin zu Enttäuschungen war wie immer alles dabei. Welche Titel mich überzeugen konnten und welche eher nicht, erfahrt ihr jetzt. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG

203. The Internship (Amazon Video) – James Bamford hat in den letzten Jahren einen soliden Fuß im B-Action-Genre gefasst, konnte aber bisher kein richtiges Highlight hinlegen. Hier war die Hoffnung groß, weil mit Sullivan Stapleton und Philip Winchester die beiden „Strike Back“ Stars wieder aufeinandertrafen, ein kleines Meisterstück zu bekommen. Doch statt sich auf die beiden sympathischen Freunde zu konzentrieren, wird eine Gruppe junger Leute in den Fokus gestellt die zu Spezialagenten ausgebildet wurden und nun gegen das eigene System antreten müssen. Die Action ist hier etwas stylischer eingefangen teilweise, wirkt sie dadurch aber auch nicht so griffig und wuchtig. Dazu ist sie meist zu kurz.  Das kann man auch zur Story sagen, die am Ende dann noch einen dicken Twist raushaut und eine Fortsetzung ankündigen könnte. Das ist trotzdem in Ordnung, aber ich hätte halt lieber die beiden Stars öfter und mehr in Action gesehen. Zwar nett das sie gegeneinander antreten, aber aus der Konstellation wird dann doch zu wenig gemacht. Aber wieder eine grundvernünftige Bamford Arbeit. 6/10

204. Project Hail Mary (Amazon Video) – Ryan Gosling und ein Steinalien wollen ihre Planeten retten. Das ist teilweise gefühlsduselig und etwas zu lang geraten. Auf diverse Szenen auf der Erde hätte ich auch verzichten können und Realismus braucht man auch nicht erwarten. Aber das will der Film oder die Vorlage auch nicht bieten. Er will unterhalten und das schafft der der auch die meiste Zeit und erinnert dabei manchmal an die 80er und 90er Filmlandschaft. 6/10

205. The Power (BD) – Aus der Filmografie von Stephen Carpenter und Jeffrey Obrow (dessen „Anthony“ und „Twilight“ ich gerne schaue) fehlte mir noch dieses Frühwerk und ähnlich wie bei „Todestrauma“ sind hier auch noch etliche Schwächen zu finden. Die Story ist konfus und durch sich ständig ändernde Figuren, kommt man auch nicht so richtig in Stimmung. Dabei sind solche Aztekenthemen immer noch recht frisch, aber so richtig rund wirkt das Konzept am Ende nicht. Immerhin gibt es ein paar nette Effekte, atmosphärische Szenen und etwas Splatter. Reicht aber dennoch nicht zum Durchschnitt. 4/10

206. Pitfall (VOD) – Kaum ist James Kondelik mal ohne seinen Bruder unterwegs, schon liefert er ein solides und ordentlich produziertes Werk ab. Nicht basierend auf das alte Game, aber auch hier gibt es Erdlöcher mit gefährlichen spitzen Stöcken auf dem Boden. Hauptsächlich ein Slasher mit Backwood Elementen, möchte der Film mit seiner zu langen Laufzeit und seinen Dramaelementen aber dennoch etwas viel. Gute 20 Minuten weniger und dafür etwas rasanter und man hätte eine durchweg positive Überraschung. So bremst sich der Film aber leider immer mal wieder selbst aus. Randy Couture gibt aber einen wuchtigen Killer ab und macht was her und auch die anderen Darsteller wie Richard Harmon überzeugen immerhin und so bleibt ein solider Thriller der mehr Tempo und weniger Drama hätte vertragen können. Aber man erkennt bei James Kondelik durchaus Fortschritte – vielleicht auch bald wieder mit seinem Bruder zusammen. Wir werden sehen. 6/10

207. Stream (VOD) – Die Macher von „Terrifier“ laden zum Live-Streaming ein und bringen die Besucher eines Hotels um - vor laufender Webcam. Das ist mit 2 Stunden zu lang und so zieht sich dann Ganze etwas in die Länge und die Figuren sind dann nicht interessant genug, um alles unterhaltsam über die Runden zu bringen. Der Gewaltgrad liegt auch unter dem „Terrifier“, aber es suppt dennoch ordentlich. Schön ist die Besetzung mit bekannten Horrorikonen wie Jeffrey Combs (mit Spielfreude), Danielle Harris, Dee Wallace oder Tony Todd.  Auch David Howard Thornton schaut vorbei und killt im bekannten Stil. Erstaunlicherweise ist der bei uns noch immer nicht erschienen, aber ein zweiter Teil ist bereits im Dreh. Hier bekommt man solide Slasherkost, die etwas zu lang ausfällt. 6/10

208. Phantoms (Amazon Video) – Leider werden die guten Bücher von Dean Koontz irgendwie immer nur mäßig umgesetzt. Auch hier stolpert der Film nach der Hälfte und dort merkt man auch die meisten Unterschiede zur Vorlage, die im Buch wesentlich besser funktionieren. Während Stephen King Bücher deutlich besser angegangen werden, scheint es bei Koontz nicht funktionieren zu wollen. Trotz allem ist der Film niemals so schlecht wie er immer gemacht wird, auch wenn wir uns, trotz der namenhaften Besetzung, schon auf einen eher durchschnittlichen Weg befinden. Die Herstellungszeit merkt man jedenfalls deutlich, denn da waren solche Filme trotz allem noch spaßiger als viele Filme mit zigfachen Budget. Und die Stimmung in der ersten Hälfte ist echt ziemlich stark – wenn auch da, dass Buch nochmal besser war. 6/10

209. Undertone (Netflix) – Slowburner der zumindest auf der Tonspur irgendwann gut funktioniert und schon seine Momente hat. Man braucht aber einiges an Geduld und zum Ende wird es dann auch wieder etwas wirr und das drumherum ist dann auch nicht besonders einfallsreich und es wäre wohl besser gewesen, wenn die Handlung nicht über Tage spielt, denn so wird ein Podcast eher nicht funktionieren und wirkt hier auch nicht wirklich logisch. Wäre das alles in einem Podcast gelaufen, wäre die Spannung höher und man hätte vielleicht das eine oder andere auch auslassen können, um mehr Tempo zu halten. Da unter anderem Chad Archibald den Film mitproduziert hat, freue ich mich aber für den kleinen Erfolg des Films. 5/10

210. Somnium (Amazon Video) – Erinnert thematisch an „Strange Dreams“, der ebenso Low-Budget war wie dieser, aber deutlich besser funktioniert hat. Zuviel konzentriert sich auf die Welt außerhalb des Schlaflabors und so stolpert die Spannung immer wieder etwas, weil das Interessante zu oft aus den Augen verliert. Immerhin von Chloë Levine und Johnathon Schaech gut gespielt, wird es aber erst im Finale etwas spannender. Das ist dann aber schon zu spät. 4/10

211. The Babysitter: Killer Queen (Netflix) – Der Vorgänger war erfrischend frech und flott umgesetzt mit passender Besetzung. Teil 2 tut sich da deutlich schwerer. Besetzung passt natürlich immer noch, aber es wirkt alles etwas verkrampfter und zu gewollt teilweise. Das geht immer noch klar, ist aber dann doch deutlich schwächer als Teil 1. 5/10

212. Silent Hill (BD) – Zur Vorbereitung auf den neuen Teil gab es mal wieder nach Jahren den ersten. Schon damals endlich mal eine der besseren Videospielverfilmungen, welche die Stimmung des Games gut eingefangen hat. Trotz diverser Änderungen (Hauptfigur, Kult) passt es am Ende trotzdem und vor allem schafft es Gans ein dichtes Flair in der Stadt zu verbreiten. Leider fehlt trotzdem etwas der Thrill und wirklich Grusel oder Horror wird dann letztlich auch nicht geboten. Aber gut schauen kann man den. 7/10

213. Underworld: Blood Wars (BD) – Der bisher letzte Abstecher ins Underworld Universum zeigt auch schon deutliches Ausbluten. Einige Storystränge aus dem Vorgänger werden über Bord geworfen, Michael scheidet endgültig aus, die Tochter findet nur noch in den Dialogen statt und die Menschen verschwinden wieder fast komplett von der Spielfläche. Immerhin: Theo James hat diesmal mehr zu tun, aber unsere Kate zeigt Ermüdungserscheinungen. So auch die Action, die zu keinem Zeitpunkt an einen der früheren Teile mehr rankommt. Wirkt alles etwas steril und statisch, was bei der eh schon nicht sehr ausgeprägten Handlung deutlich aufstößt. Knapp besser als das Prequel, aber die Luft war dann raus. Das Herzblut merkte man seit Teil 2 eh kaum noch. Irgendwann wird es aber bestimmt eine Rückkehr in diese Welt der Vampire und Werwölfe geben. Entweder als spätes Sequel, Remake oder Serie. Ganz beerdigt sind die Untoten vermutlich noch nicht. Aber wer weiß. 6/10

214. GIGN (Netflix) – Französische Serie um deren SWAT-Einheit, die auf erstaunlich wenig Action setzt und mehr persönliches Drama und eine Verschwörung unterbreitet. Das Setting wirkt realistisch und das Ende mit seinen Twists ist sehr offengehalten, so dass man schon auf eine zweite Staffel 2 hofft. Tomer Sisley überzeugt nach seinem „Largo Winch 3“ Flop in der Hauptrolle. 6/10

215. Silent Hill: Revelation (BD) – Der zweite Teil wird immer noch ziemlich abgewatscht im Vergleich zum ersten Teil. Ja, es ist der schwächere Film aber M.J. Bassett knüpft gut an, ist etwas temporeicher, nicht mehr so verschwurbelt und klar oberflächlicher, aber nie langweilig und bietet zwischenzeitlich eine schöne Monstershow. Er knüpft an „Silent Hill“ an, liefert Antworten und bezieht sich auf den dritten Teil der Spielereihe. Das gefällt den meisten wohl weniger da nicht mehr so subtil wie das Spiel, aber meine Zweitsichtung hat der Film durchaus bestanden. 6/10

216. Extinction (Netflix) – Trotz der interessanten Besetzung hatte ich den mir damals erspart, weil er nur auf DVD erschienen ist. Jetzt zufällig bei NETFLIX vorgeschlagen bekommen und angesehen. Aus Spanien kommt dann auch nichts Neues, die Winterumgebung funktioniert nur so lange keine CGI-Effekte eingesetzt werden und der Action- und Spannungsanteil fällt hinter dem Drama der Personen etwas zurück. Insgesamt aber ein solider Beitrag im Zombie/Mutanten-Genre (wobei die Viecher sehr an „The Descent“ erinnern), gut gespielt und interessant genug, um sich nicht zu ärgern. 6/10

217. Do not enter (Paramount+) – Was hatte ich mich gefreut als ich vor einigen Jahren gelesen hab das Buch „Creepers“ von David Morrell verfilmt werden soll. Der Actionthriller hatte nicht nur eine coole Kulisse, sondern kippt im letzten Drittel zu einem actionreichen „Die Hard“ Verschnitt – nur mit einem Killer. Als dann der Trailer vor paar Monaten veröffentlicht wurde, sank die Vorfreude schon drastisch. Eine Farblose Truppe, die eigentliche Hauptfigur schien gar keine Hauptfigur mehr zu sein und nicht ein bekanntes Gesicht bei der Besetzung. Nun lief der Film halt bei PARAMOUNT+ und die Enttäuschung blieb. Zwar ist das Hotel noch ganz cool und die Hauptfigur aus dem Buch hat dann doch eine größere Rolle als vermutet, wird aber (trotz einer Fortsetzung des Buches mit gleicher Figur) hier unnütz abgewatscht. Dazu kommen einige unnötige Änderungen wie das übersinnliche, der Killer an sich und natürlich sind die Creepers inzwischen eine Influencer - Truppe mit Beiträgen aus der Drehbuchhölle, weil die Schreiberlinge nicht wissen, wie sowas wirklich gemacht wird. Dazu wenig Action und die gegnerische Truppe ist einfach nur nervig. Da interessieren auch dämliche Ideen kaum noch und so ist das ganze Ding eine einzige Enttäuschung als Buchumsetzung. Aber auch für sich betrachtet gibt es hier nichts zu sehen, wofür man seine Zeit opfern müsste. Auch wenn man das Buch nicht kennt. Immerin habe ich wieder Lust auf den Roman und seine Fortsetzung. 3/10

218. The Bygone (Amazon Video) – Durchaus interessantes Thriller-Drama, zwar günstig aber optisch gut eingefangen. Auch darstellerisch gibt es nicht viel zu meckern – vor allem Shawn Hatsoy ist bedrohlich - und auch wenn es bei der Laufzeit kleine Hänger gibt, haben die beiden jungen Brüder als Regisseure und 1x als Schauspieler alles gut im Griff. Es gibt eine unaufdringliche Liebesgeschichte, etwas Action und der Mädchenhandel von indigenen Frauen in Amerika. Das Thema ist interessant und Amerikas Hinterland gibt immer einiges her als Handlungsort. Hier nach lieferten die Phillips Brüder den noch etwas besseren „Rumble through the dark“ ab mit Aaron Eckhart. 6/10

219. Return to Silent Hill (Amazon Video) – Duch die vielen negative Kommentare war meine Erwartungshaltung ziemlich weit unten – was auch am fast perfekten Spiel lag. Doch letztlich fand ich das Ding weder so schlecht wie es gemacht wird noch die Effekte und den Look so miserabel. Aber was weiß ich schon. Klar kommen die psychologischen stärken nie im Film an, dafür bleibt das Drehbuch zu oberflächlich und ändert zu viel, aber die Stimmung gefällt mir immer noch. Es gibt coole Monster und einige Schauwerte. Da ich auch die Vorgänger nie so richtig spannend oder gruselig fand, eher interessant, habe ich das hier auch nicht vermisst. Klar, an Teil 1 kommt der Film leider nicht heran und am Spiel segelt der Streifen auch deutlich vorbei, lag für mich aber auf einen ähnlichen unterhaltsamen Level wie die Film-Fortsetzung. Und dafür, das der nur über die Hälfte des ersten Teils als Budget hatte, ging das gezeigte schon klar. Natürlich hätte man beim Ende auch einen anderen Weg gehen können, denn das war tatsächlich als Auflösung etwas schwach und manchmal wirkte die Story etwas verzettelt, aber sonst solider Film. Und mit seinem knapp 50 Millionen $ Einspiel, ist der Film auch nicht der Riesenflop wie er immer dargestellt wird. Hat immerhin nur 20 Mille gekostet und war schon durch Vorverkäufe finanziert. 6/10

220. Alley Cats (Netflix) – Zeichentrickserie von Ricky Gervais um einige Straßenkatzen. Das ist mit 6 kurzen Folgen schnell weggefuttert und reißt jetzt auch keine Bäume im Genre aus. Die Geschichte ist recht oberflächlich und es werden immer wieder verschiedene Themen angerissen. Dabei geht es von derb, zu platt zu Fäkalhumor, zu feinem Humor und dann wieder zu erstaunlich ruhigen und auch traurigen Momenten hin und her. Würde mir auch eine zweite Staffel von der Bande anschauen. 7/10

221. Beast Race (Amazon Video) – In einem nach einer Katastrophe teils zerstören Brasilien gibt es eine Show bei dem ihre Teilnehmer um ihre Freiheit oder viel Geld kämpfen. Als Pfand werden dazu oftmals Familienmitglieder oder Freunde eingesetzt und natürlich wird nicht immer mit sauberen Mitteln der Wettbewerb ausgetragen. Die Jagd kommt schnell zum Zuge, die Figuren sind Schablonen aber das Tempo – bis auf einige Minuten im Mittelteil – flott und die Action besteht neben kleineren Auseinandersetzungen auch durch viele Parkour-Moves. Gerne hätte es etwas düsterer und rauer zur Sache gehen können, aber so zum Gucken geht der klar. 6/10

222. The Coffee Table (VOD) – Sehr makabre Thematik, bei dem man vor allem bestimmte Handlungen der Figuren schlucken muss. Kommt man damit klar bekommt man Szenen voller Dramatik, Tragödie und schwarzen Humor geboten, den man natürlich mögen muss. Einige Dialoge sind stark, einiges ist zu gewollt und vom Zufall getrieben. Als Kurzfilm wäre das vermutlich noch intensiver gewesen. Die Schauspieler sind manchmal etwas drüber, aber da man so eine Mischung und so eine ähnliche Story wohl sehr selten erleben wird, hat der Film schon seine Beachtung verdient. Werde ich mir jetzt das türkische Remake vom „Baskin“ Macher anschauen? Mal sehen, ob es sich ergibt, kann mir aber nicht vorstellen das aus dem Thema viel mehr herausgeholt werden kann und das Ergebnis besser ist. 6/10

223. Mutiny (Kino) – Den „Shelter“ habe ich noch nicht gesehen, aber ähnlich wie hier habe ich da wohl noch nicht viel verpasst. Der Film hat zu wenig Action und schleppt sich über die Laufzeit so schnell dahin wie der große Frachter. Die Action zieht erst in den letzten 20 Minuten mehr an und hat dann ein paar nette Szenen, der Rest ist generisch und das schlimmste: sogar langweilig. Das sollte in einem Actioner nicht passieren. Hoffentlich geht „The Beekepper 2“ dann wieder mehr zu Sache. Das hier war nichts Halbes und Ganzes. 4/10

224. The Infernal Machine (Paramount+) – Sobald sich die Geschichte dem Ende nähert, baut sich merklich Spannung auf, aber auf dem Weg dahin wiederholt sich der Ablauf, es kommt keine Bedrohung auf und nicht alle Dartseller sind sattelfest. Guy Pearce ist gut dabei, holt dadurch wieder einige Pluspunkte heraus und wie gesagt kann vor allem die letzte halbe Stunde dann auch einen abholen. Übrigens der zweite Film wo Alex Pettfyer und Pearce zusammengearbeitet haben, aber Pettfyer hat hier eher eine kleinere, aber wichtige Nebenrolle.  5/10

225. Dragon Fury (DVD) – David Heavener war noch nie eine Spitze des B-Action-Marktes, aber es gab durchaus ein paar unterhaltsame Dinger. Als der Videomarkt nachließ, hatte er auch mit Budgetknappheit zu kämpfen. Das merkt man hier auch schon. Robert Capin war kurz wohl nach seinem „Ring of Steel“ als neuer Actionstar geplant, aber Frisur und Ausstrahlung fehlte da etwas. Immerhin kann er fighten und gut mit dem Schwert umgehen. Deswegen spielt er hier in dem Mix aus Endzeit- und Zeitreise-Thematik die Hauptrolle. Gegner sind T.J. Storm (Martial Arts Experte, der hier nach eher hinter der Kamera aktiv war – auch für Hollywoodproduktionen) und Richard Lynch, der nicht wirklich viel zu tun hat. Das ist für hartgesottene noch erträglich und hätte man die Leute nicht in die Vergangenheit geschickt wäre der Nonsens bestimmt besser ausgefallen. Immerhin ist immer etwas was los, auch wenn die Action nicht spektakulär ausfällt. Die Zeitreisegeschichte ist natürlich Bullshit, denn sowas funktioniert schon meist bei teuren Filmen nicht. So hat man ein Werk das nur für Allesgucker und David Heavener Fans ist. Der gibt sich mit einem peinlichen Auftritt auch noch kurz die Ehre. 5/10

226. Vicious Fun (Amazon Video) – Aus der BLACK FAWN Schmiede von u.a. Cody Calahan und Chad Archibald, deren B-Horror Output schätze ich sehr - trotz oder gerade wegen deren geringen Budgets. Hier haben wir eine nette Splatterkomödie mit schönen und blutigen Handgemachten Effekten und einigen gelungen Gags. Sitzt zwar nicht jeder und vereinzelt hätte man auch das Pacing besser anpassen können, aber durchweg wurde ich gut unterhalten. Und die Idee mit einer Selbsthilfegruppe für Killer ist gelungen. Dazu sind alle mit Spielfreude dabei. Krass das es so lange brauchte bis der Streifen mal mir vor die Augen kam. Ist immer untergegangen bisher. 6/10

227. Killing Faith (Amazon Video) – Sehr ruhiger Western, der etwas an „Bone Tomahawk“ erinnert und auch leichte Horrorgefilde streift, aber nicht viel erklärt. Die Stimmung ist dicht und einige Szenen sind sehr stark wie das Treffen in der Wüste. Aber auch plötzliche Gewaltausbrüche können gefallen. Trotzdem ist das Tempo manchmal etwas verschleppt aber Guy Pearce ist wieder voll dabei und Bill Pullman ist auch immer gerne gesehen. Etwas anderer Western der aber einiges richtig macht. 6/10

228. Pinocchio Unstrung (UHD) – Der fünfte Film im „Twisted Childhood Universe“ und der dritte Film dessen Erfinders Rhys Frake-Waterfield. Und seine Steigerung von Film zu Film ist weiterhin deutlich spürbar. Natürlich wirken Namen aus der Vorlage von früher immer etwas komisch in der heutigen Zeit, aber Wakefield zieht hier zügig vom Leder, arbeitet mit tollen praktischen Effekten und zaubert einige brutale Szenen auf das Paket. Richard Brake überzeugt in beiden Parts seiner Rolle, Robert Englund schenkt Cricket seine Stimme und wird in Optik und Bewegungen gehuldigt und selbst die Kinderdarsteller stören nicht. Das ist sicherlich kein hochtrabendes Kino aber für das, was es sein will, macht der Flick echt Spaß. Neben dem zweiten Winnie Pooh, der beste bisher aus dem Universum. 7/10


Samstag, 15. August 2026

Shane Schofields Film-Report: Juli 2026

Im Juli lief der Beamer bzw. die Flimmerkiste etwas weniger, was mich natürlich nicht aufgehalten hat einige Filme und Serien zu schauen. Zumindest Filmtechnisch insgesamt ein ganz guter Monat und deswegen habe ich hier gar nicht viel zu berichten. Wer Lust hat, checkt mein Film-Report aus. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG

 

 

178. John Sugar – Season 1 (Apple TV) – Colin Farrell ist Privatdetektiv John Sugar und bekommt den Auftrag eine verschwundene Frau zu finden im Auftrag eines Hollywoodproduzenten. Viel Film-Noir Elemente und eine interessante Geschichte die aber auch einige Umwege nimmt und irgendwann einen spannenden Twist präsentiert, den man nach einigen Anspielungen erahnen kann, aber trotzdem was hat. Hat mir gut gefallen, sowohl darstellerisch als auch von der Umsetzung her. 8/10

179. Sword of Vengeance (Amazon Video) – Post-Apokalyptischer Streifen aus Serbien, der vor allem bei der Optik und seiner zerstörten Welt punkten kann und nicht von umsonst an „Mad Max“ und Konsorten erinnert. Außerdem gibt es noch andere Verweise anderer Kultfilme. Leider greift die Story nicht so richtig ineinander und auch, dass Worldbuilding wirkt nicht immer in sich schlüssig. Einiges bleibt doch fragwürdig und offen – trotz 2 Stunden Laufzeit. Langweilig wurde es aber auch nicht und die Action passt auch. Insgesamt etwas zweischneidig wie das Schert des Filmes, aber ich konnte die negativen Punkte gut in den Hintergrund schieben, so dass ich positiv angetan war. Vor allem kennt hier bei uns solche Filme aus Serbien nicht unbedingt. Gerne mehr davon, nur vielleicht nicht ganz so oberflächlich. 6/10

180. Obsession (Kino) – Schön, wenn ein kleiner Film den großen Hollywood-Bossen zeigt, wo der Hammer hängt. Dabei ist der Film teilweise gruselig und spannend und gut gespielt, aber jetzt auch kein absoluter Burner der das Genre neu erfindet oder extrem innovativ ist. Doch hier geht man mit den Figuren mit die, heutzutage ja eher selten, vernünftig gezeichnet sind. Ebenso ist das Beziehungsthema leider heute, gerade bei jungen Leuten, aktueller und scheinbar schwieriger denn je. Eine schöne Beziehung zu führen ohne Stress und toxischen Verhalten scheint für viele kaum noch möglich. Auch weil das gerade in den sozialen Medien einen gerne vorgemacht wird, was denn richtig oder falsch ist. Oder eben auch nicht. Das trifft einen Zeitgeist, der nicht unbedingt nötig sein müsste, aber auch gerne gelebt wird. Leider könnte das gezeigte auch teilweise eine Beziehung aus dem Leben sein und ich hätte als Macher vermutlich im Finale gezeigt *Vorsicht evtl. Spoiler* das gar keine übernatürliche Macht vorlag *Spoiler Ende*. Glückwunsch an die Macher, war echt gelungen. 7/10

181. Spawn (UHD) – Damals im Kino war das schon, als großer Spawn Comic-Fan, eine ziemliche Enttäuschung. Die Effekte waren in der Zeit schon aus der Hölle teilweise (aber nicht alle), die Düsternis fehlte komplett und einige Besetzungen und Umbesetzungen (warum machte man aus dem schwarzen Terry im Comic einen weißen? Finde ich hier genauso bescheuert, wie wenn es umgedreht gemacht wird) und so richtig rocken wollte die Action auch nicht. Nur der Clown sah cool aus, war aber etwas nervig. Jetzt Jahre später ist es nicht viel besser geworden. Die Vorlage wird gar nicht gut getroffen und der Film wirkt wie so viele Comicverfilmungen aus der Zeit – ziemlich weit weg von der Vorlage und Handwerklich eher im Mittelmaß. Zwar kann man den mal schauen, aber man darf wirklich keine Vergleiche anstellen. Das „Spawn“ schwer umzusetzen ist, zeigt der Jahrzehnte Versuch einen neuen Film auf die Beine zu stellen. Nur die Zeichentrickserie hat es echt gut gemacht. 5/10

182. Widow’s Bay - Season 1 (Apple TV) – Nette Mischung aus Grusel, schwarzem Humor und teilweise skurille Figuren und Ideen. Das fängt besser an als es endet, denn zwischenzeitlich geht das besondere etwas verloren, aber trotzdem bleibt man gerne die 9 Folgen dran umzusehen was noch so passiert, denn es gibt doch einige Überraschungen und man steigert sich wieder. Gerade weil die Mischung nicht alltäglich ist und etwas King oder Carpenter Flair vorhanden ist, hat die Serie was. 7/10

183. Das Alien aus der Tiefe (BD) – Das ist sicherlich einer der schwächeren Arbeiten von Antonio Margheriti, aber selbst dieser fällt noch unterhaltsam aus. Denn es gibt Action, Miniaturen, Explosionen und ein Krabbenalien (?) sowie der typische italienische Stil der damaligen Zeit. Aber ich mag seine anderen Arbeiten dann doch mehr. 4/10

184. Devils – Im Körper des Killers (Amazon Video) – Koreanischer Thriller, der sehr auf die Tube drückt und weniger Hochglanz ist als die Konkurrenz, sondern eher düster gehalten. Die Story entblättert sich erst nach und nach und der Körpertausch wird ebenfalls mit Rückblenden serviert und vielleicht nicht ganz überzeugend, aber anders als gedacht. Und darauf folgt noch ein Ende, welches nicht alle Fragen beantwortet und dafür auch nicht alltäglich ist. Mal was anderes. 6/10

185. Ready or Not 2 (Disney+) – Teil 1 war schon nicht so mein Ding und meine Befürchtung das es nicht besser wird, ist leider bestätigt worden. Wieder gibt es Feinde, die man schwer ernst nehmen kann und dementsprechend fällt die Spannung ins Wasser. Hier sind sie sogar noch mehr überzogen und mehr peinlich cool. Oder eben natürlich nicht. Dann gibt es noch eine nervige Schwester mit der dauernd gezankt wird und eine viel zu lange Laufzeit. So bleibt, für mich, abermals nur dröger Mittelmaß. Vorteile: Etwas mehr Action, paar nette Effekte, Samara Weaving, Elijah Wood und David Croneberg. 5/10

186. Thunder 2 (BD) – Thunder ist zurück. Die Hose von Mark Gregory ist wieder etwas enger und auch die Bösen spielen ihm ordentlich mit – und das, obwohl er jetzt bei der Polizei ist. Leider geht die Fortsetzung nicht auch den „Rambo 2“ weg, sondern verweilt in der Wüste und der Kleinstadt. So kommt fast der gleiche Film mit weniger Action, einigen Logikfragen (wie die letzte Szene die gar kein Sinn macht) und den üblichen Zutaten daher. Nur etwas schwächer und lahmer als der Vorgänger. Fans solcher Filme schauen sowas trotzdem gerne mal, so wie ich, und werden dann leidlich unterhalten. Das Booklet zum zweiten fällt dann noch einmal schwächer aus als beim Vorgänger Mediabook. Aber die alten Videocover Cover sind halt schön, weswegen die so in der Sammlung gelandet sind. 5/10

187. Evil Dead Rise (HBO) – Seit dem Kinobesuch damals nicht mehr gesehen und auch der erste Teil der nicht in der Sammlung landete. Jetzt vor dem neuen noch einmal geschaut, aber noch immer kann der mich leider nicht mitnehmen auf seine Reise. Die Familie ist uninteressant (auch wenn die Mutter gut dargestellt wird), das Setting wirkt unrund und fast zu klein skaliert. Zwar merkt man Lee Cronin an das er durchaus was drauf hat, aber es zieht sich doch manchmal und einige Ideen wie im Finale fand ich ärgerlich oder unpassend. 5/10

188. Evil Dead Burn (Kino) – Auch hier läuft es für mich nicht Rund. Das Thema der toxischen Beziehung kann ich nicht mehr sehen langsam und gehört für mich auch nicht unbedingt zu einem Evil Dead. Dadurch fand ich auch hier die Charaktere uninteressant, was sich natürlich auf die Spannung überträgt. Dazu wieder etwas zu lang und auch hier misslingt das Finale. Bis dahin gibt es trotzdem einiges zu sehen und hart und düster fällt das Ergebnis schon aus. Dazu kommen einige nette Übergänge und Kameraperspektiven. Für mich – nach der ersten Sichtung - vielleicht etwas besser als der Vorgänger, aber auf ähnlichen Level. Die 2 After-Credit-Scenes hätte es nicht unbedingt gebraucht. Dafür ist der Beginn gut gelungen. 6/10

189. Jackdaw (Amazon Video) – Optisch gelungener B-Action-Thriller aus England, der jetzt aber nicht viel neues erzählt und nicht immer rund läuft – wie das Motorrad im Film. Trotzdem hat die heruntergekommene Gegend einer Küstenstadt, die fast verlassen wirkt was, der Soundtrack ist auch nett und insgesamt funktioniert das Ganze vollkommend ausreichen und serviert noch ein den einen oder anderen „Twist“ im Finale. Sicherlich aber kein Tipp für Jedermann. 6/10

190. Clear Cut (Amazon Video) – Von den üblichen Produktionsbuden und den bekannten Fratzen wie Clive Standen, Stephen Dorff, Lochlyn Munro, Jesse Metcalfe, Tom Welling und Alec Baldwin als Bruce Willis Ersatz. Brian Skiba ist ein solider Handwerker, kann der unnötig kompliziert erzählten Rachegeschichte aber auch keine wirklichen Actionhighlights verpassen. Wenn es handgemacht ist, passt es so weit, wenn CGI ins Spiel kommt, sieht es schon düsterer aus. Am Ende sieht man halt die Besetzung ganz gerne, bekommt okaye Action geboten und von TIBERIUS sogar eine ganz vernünftige Synchro. Blanker Durchschnitt. 5/10

191. The Nowhere Man – Season 1 (?) (Amazon Video) – Aus Südafrika stammende Actionserie um einen ehemaligen Soldaten mit üblichen nachträglichen Problemen. Das etwas andere Setting, frische Gesichter und eine Geschichte, die zwar nicht neu ist, aber gut über die 6 Folgen getragen wird, macht die Serie anschaubar. Das Budget war sicherlich nicht das größte, was man meist an den paar Computereffekten erkennt, aber die Action geht so weit klar und zwischendurch wird es auch mal emotional und härter. Für ein Snack zwischendurch gut zu gebrauchen, aber jetzt auch nicht das neue Serienhighlight. Aber mal etwas aus einem anderen Land. 6/10

192. Fuze (Amazon Video) – Vor allem in der ersten Hälfte rasanter und auch durch die Dauermusik die manchmal an Carpenter erinnert, spannend und gut umgesetzt. Danach strauchelt das Drehbuch etwas und einige arge Zufälligkeiten und Augenblicke wirken arg konstruiert. Wird aber letztlich gut von den Darstellern wie Aaron Taylor-Johnson, Theo James und Sam Worthington aufgefangen. Als erfahrener Zuschauer riecht man den Braten zwar relativ schnell, aber die Inszenierung hält das Interesse oben. Kann man sich geben. Aber den Nachklapp (der auch etwas billig wirkt) am Ende war meiner Meinung nach völlig unnötig.  6/10

193. Underworld: Awakening (BD) – Schade fand ich das die Figur des Michael quasi aus dem Drehbuch geschrieben wurde, da ich seine Figur im Zusammenspiel mit der damals noch schnieken Kate Beckingsale passend und interessant fand. Doch hier ändert sich auch etwas die Richtung. Die Gothic-Welt kommt nun eher futuristisch daher, die Menschen spielen eine deutlich größere Rolle und der Actionanteil ist auch noch einmal deutlich erhöht worden, so dass die knapp 90 Minuten wie im Fluge vergehen. Es ist also immer was los und mit der noch sehr jungen India Eisley und dem auch noch jungen Theo James kommen zumindest hier neue Figuren dazu. Das ist nicht mehr so gut wie unter Len Wiseman, aber wieder deutlich besser als das Prequel – was vor allem an dem hohen Actionanteil liegt. 7/10

194. Dutton Ranch - Season 1 (Paramount+) – Nachdem „Marshals“ zu „Yellowstone“ doch um einiges schwächer ausfiel, fühlt man sich mit Cole Hauser und Kelly Reilly doch deutlich wohler. Zwar wird trotz Schauplatzwechsel keine neuen Türen aufgemacht, aber die Probleme und Sorgen (eine Folge ist als Tierfreund schwer anschaubar, weil echt traurig) sind ordentlicher geschrieben und das Umfeld funktioniert einfach besser. Mit Ed Harris und Annette Bening hat man noch zwei Schwergewichte und Jai Courtney hat Spaß ein Arschloch zu geben, welcher aber auch eine andere Seite im Zusammenspiel mit seiner Tochter zeigt. Die und Finn Little sind evtl. der größte Schwachpunkt bisher. Auch hier ist alles nicht so stark, aber doch schon nah dran an den letzten Staffeln von „Yellowstone“, die ja auch schon etwas schwächer ausfielen. 7/10

195. The Adventures of Nexus VI (Amazon Video) – Ein Sci-Fi Film was aus einem Fanprojekt entstanden ist und auch auf YOUTUBE angeschaut werden kann. Der Flick geht nur knapp über eine Stunde und ist leider etwas zerfahren erzählt ohne wirkliche Hintergründe, wenn man nicht sich im Vorfeld mit dem Projekt aus Frankreich beschäftigt hat. Auch ist der Humor nicht immer gelungen, aber einige Gags zünden. Dafür sehen viele Effekte wirklich toll aus, die Masken gehen auch soweit klar und man merkt den Machern das Herzblut an. Nicht ganz rund, aber da man als Sci-Fi Fan kaum noch solche Filme serviert bekommt, kann man dem Low-Budget-Streifen mal eine kleine Chance geben. Sympathisch ist das Projekt allemal. 6/10

196. Zone 3 (Netflix) – Gleich noch ein Franzose, aber nicht nur mit deutlich mehr Budget, sondern es wird eine deutlich realistische Zukunft präsentiert. Leider fällt der Fall dann doch gewöhnlich aus und bietet den obligatorischen Schwenk in Richtung KI/AI, wie man ihn momentan häufig bekommt. Trotzdem ist das recht spannend, temporeich und schick umgesetzt. Leider passt die Chemie zwischen der jungen Adèle Exarchopoulos (hübsch) und dem deutlich älteren harten Hund Gilles Lellouche nicht so wirklich und die Beziehung wirkt aufgesetzt und unnötig. Nichtsdestotrotz gefiel mir der Film und er zeigt das die Franzosen immer mal wieder ein nettes Filmchen raushauen und man selten enttäuscht wird von der Genre-Ware. 7/10

197. Masters of the Universe (VOD) – Nach der ersten Verfilmung damals als jugendlicher schon sehr ernüchtert gewesen als Sammler und Fan damals. Jahrzehnte hat es gedauert bis es noch einmal jemand versucht hat und leider ist das Ergbebnis dann auch nicht so berauschend. Wirkt doch ziemlich unausgegoren, den Part auf der Erde hätte es nicht gebraucht und Nicholas Galitzine ist anfangs zu sehr die Lusche Adam und später trotzdem nicht kräftig genug gebaut, als er komplett überzeugen könnte. Das geht besser ohne völlig als Muskelberg aufzutreten. Die ironische Abhandlung des Themas war mir dann auch zu viel. Trotz allem gibt es viele Figuren, die auch gut umgesetzt sind, die Optik ist zwar recht bunt, aber ordentlich von den Effekten (so wie es halt heute so ist), es gibt diverse Anspielungen und Erinnerungen an früher kommen schon auf. Es ist nicht alles schwach, aber das Thema ist auch unglaublich schwer für die Massen aufzubereiten. Mich konnte es auch nur schwerlich abholen. Ach, und She-Ra brauchte damals nicht und heute auch nicht. Dann lieber Bravestarr, aber ich denke die Lizenz werden wir nie als Film bekommen. 5/10

198. Good Boy (HBO) – In einem Horrorfilm einen Hund als Helden zu platzieren hat ja auch z.B. schon Eric Red in „Bad Moon“ gemacht. Hier ist es sogar komplett auf den Vierbeiner ausgerichtet und der süße spielt auch grandios und kann diverse Reaktionen und Emotionen zeigen. Voll gelungen und durchaus eine tolle Idee, da ja oftmals vermutet wird, das Tiere mehr spüren oder sehen als Menschen. Leider schwächelt gerade die Geschichte, ist teilweise redundant und nicht ganz greifbar. Hier hätte man straighter sein sollen und den und vielleicht als Held einer Familie setzen und nicht unbedingt die Krankheitsstory benutzen mit einer nicht immer sympathischen Figur. Auch fehlen etwas frische Ideen oder eine andere Herangehensweise an den Horror. Prima Idee, grandioser Hund, aber nicht durchweg gelungen. Schade. Aber da der Hund Indy auch schon bei „Daredevil: Born Again“ mitgespielt hat, geht die Karriere gerade nach oben. 6/10

199. One Mile: Chapter Two (Apple TV) – Gut für die Geschichte hätte man sicherlich keine zwei Filme gebraucht, aber der Vorgänger (beide Back to Back gedreht) war ein netter Survival-Trip mit einem sympathischen Vater/Tochter Duo und netter Action. Leider fährt die Fortsetzung die Action deutlich zurück, der Überlebenskampf spielt auch kaum noch eine Rolle und der Showdown ist dann eigentlich nicht wirklich einer. Wieder gibt Ryan Phillipe einen guten Helden ab und kann auch spielen, hat aber nicht viel zu tun. Dafür bekommt man etwas mehr Einblick in die Lebensgemeinschaft der Insel. Dadurch hat auch C. Thomas Howell etwas mehr zu tun und liefert dabei solide ab. Leider für Actionfreunde aber zu wenig los und deswegen mindestens ein Rückschritt. 5/10

200. The Final Alliance (Amazon Video) – David Hasselhoff als rächender Einzelgänger, um in einer Kleinstadt mit einer Motorradgang aufzuräumen. Das ist einfache B-Action, die etwas braucht, um in die Gänge zu kommen, aber gerade in der zweiten Hälfte dann ganz gut unterhalten kann mit ein paar Ballereien und Explosionen. Keilereien gibt es auch und auch da zeigt das der „The Hoff“ nicht unbedingt ein Actionheld war. Er wirkt meist etwas unbeholfen in den Actionszenen. Immerhin gibt es noch Bo Hopkins und John Saxon zu sehen, die aber beide nicht so viel leisten müssen. Trotzdem gab es zu VHS-Zeiten deutlich schwächeres Zeuch. Und auch ich stelle die Frage, warum der Film bei uns „Tigerman“ hieß, wenn sein Partner ein Puma ist. 5/10

201. Hunting Season (Amazon Video) – Rollentechnisch findet man Mel Gibson in den letzten Jahren oftmals auch in B-Thrillern vor. Mal in Nebenrollen oder wie hier in einer Hauptrolle, die er dann auch mit Spielfreude füllt und so einen großen Teil dazu beiträgt, das der Film über den Durchschnitt rutscht. Das meiste kennt man in diversen Varianten und er Actionanteil ist auch eher gering, dafür wird das alles mit etwas Drama und Thriller gemixt. Das funktioniert gut und so ist der Streifen, sicherlich - aus dem Bereich - auch einer von Gibsons besseren Titel, da auch die Chemie unter den Darstellern passt und die Regie auch durchaus kompetent agiert. 6/10

202. Man of War (VOD) – William Kaufman ist nach seinem nicht ganz gelungenen Alien-Ausflug „Osiris“ wieder eher in seinem Metier. Er schickt seinen Einzelkämpfer LaMonica Garrett in die Ukraine, um seine Nichte zu retten. Der Ex-Navy S.E.A.L. nimmt die Aufgabe gerne an und so bekommen wir diverse Feuergefechte und Action geboten, wobei das fast 25-minütige Finale dann das Highlight des Filmes ist. So wie es sein muss. Garrett erweist sich dabei als charismatisches Powerhouse und liefert eine gute Leistung ab. Dabei ergänzt er sich Prima mit Andrew Howard, der mal auf der Seite der Helden agieren darf und sichtlich Spaß an seiner Rolle hat und beide agieren stark miteinander. Daniel Bernhardt ist der Gegenspieler und ist sicherlich selten so fies und brutal gewesen wie hier. Klar merkt man vereinzelt das schmale Budget, aber meist wird auf CGI verzichtet und das Waffenhandling und die Schusswechsel sind wie gewohnt präzise und im Rahmen des Genres realistisch inszeniert. So wie man es von einem Kaufman erwartet und hier auch bekommt. Schönes Ding. 7/10

Sonntag, 12. Juli 2026

Shane Schofield Film-Report: Juni 2026

Trotz des schönen und heißen Wetters war mein Filmprogramm satt gefüllt, was teilweise an mehr Freizeit lag, Nächte wo man weniger geschlafen hat und ein paar Filmabende, wo man denn auch mal 3 oder 4 Filme hintereinander schaut in illustrer Runde. Außerdem war Zeit da, um Staffeln und ganze Serien zu beenden. Und natürlich gab es wie immer einige Erstsichtungen, die alles andere erquicklich waren, aber auch ein paar positive Überraschungen. Aber das könnt, wenn ihr nicht Lesefaul seid😋, ganz einfach abchecken und ich freu mich auch immer über andere Meinungen und Kommentare. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG

 

141. Primal – Season 3 (HBO) – Die dritte Staffel schließt den Handlungskreis um Spear und Fang ab und das wie immer mit einer Menge Action, Einfallsreichtum und diversen Horrorelementen. Dabei kommt keine Minute Langeweile auf und trotz kaum eines Dialoges, werden Gefühle und Emotionen rübergebracht wie es manchmal nicht einmal reale Serien schaffen. Großartiges Werk mit einem gelungenen Ende. 9/10 (Auch gesamt)

142. Die’Ced (Amazon Video) – Nach einem Kurzfilm wurden einige Szenen nachgedreht, da man sicherlich einen „Terrifier“ Effekt erhofft hat. Ein Killer, hier als Clown/Vogelscheuche meuchelt recht brutal junge Leute zu Halloween nieder. Das ist gerade in der ersten Hälfte blutig und die Effekte auch schön handgemacht, aber trotz der kompakten Laufzeit und das immer jemand drauf geht, kommt keine wirkliche Spannung auf. Es wirkt auch alles sehr glatt und die Halloween Atmo mag auch nicht so richtig zünden. Mehr als Durchschnitt ist es am Ende nicht. Eher mit leichter Tendenz nach unten. 5/10

143. The A-Frame (Amazon Video) – Erwartet hatte ich nach dem Trailer entweder so eine billige „Die Fliege“ Variante oder etwas „From Beyond“ Feeling. Bekommen habe ich einfach pure und nicht sonderlich gut gespielte Langeweile. 2 Effekte waren ganz gut, der Rest war leider nichts. 3/10

144. Scrubs (Disney+) – Fast das gesamte alte Team ist wieder da und erstaunlicherweise fühlt man sich schnell wieder an die geniale Serie erinnert und heimisch. Die Gags sind weiterhin gut, das Drama erwischt dich immer noch teilweise unerwartet und die Angst vor zu viel angepassten Humor bestätigt sich nicht. Schöne Rückkehr und da freut man sich doch gleich umso mehr, dass bereits eine zweite Staffel genehmigt wurde. 7/10

145. Keeper (Amazon Video) – Nach dem tonal nicht geglückten „The Monkey“ geht „Keeper“ wieder in eine deutlich schrägere, schwermütige und bedrückende Richtung. Das ist eher ruhiger psychologischer Depri-Horror, der aber eine gute Stimmung aufbauen kann und zum Ende zwar etwas einfacher wird als gedacht, aber mich trotzdem überraschenderweise abholen konnte. Kann man aber auch nicht mögen. Vielleicht hatte ich einen guten Tag. 7/10

146. Thunder (BD) – Die Indigene, ach was, die Indianer-Variante von Rambo die typisch italienisch ihren ganz eigenen Sog entwickelt und fast die ganze Zeit auf die Tube drückt. Mark Gregory ist abermals stoisch wie ein Totem, hat aber eine weiter geschnittene Jeans gefunden als bei „The Riffs“. Passen tut er trotzdem in die Rolle und mit Bo Svenson und Raimund Harmstorf hat man auch die passenden Gegner am Start. Gibt einiges an Action, gerne auch in Zeitlupe, und das ist sicherlich viele Klassen von „First Blood“ entfernt, aber holt einem als Fan dennoch ab. Regietechnisch sicherlich einer der besten Arbeiten von Fabrizio De Angelis als Regisseur. Die Blu-ray ist okay, aber der Booklet-Text leider nicht sehr gelungen. Egal, auf den Film kommt es an. 6/10

147. The Boys – Season 5 (Amazon Video) – Die finale Staffel von “The Boys” macht immer noch genug Spaß ist aber gesamt gesehen eher eine kleine Enttäuschung. Man hat das Gefühl es fehlte irgendwie das Geld. Alles wirkt deutlich klein skalierter über die ganze Staffel. Es fehlen größere Setpieces und auch die Action fährt auf Sparflamme. Über das Ende kann mich sich auch streiten, ich fand es so weit okay aber halt unterwältigend. Klar war das alles noch in Ordnung, aber diesmal wurde die Handbremse nicht gelöst. Mal sehen, wie der nächste Ableger wird. Sieht zumindest wieder nach mehr Wahnsinn aus. 6/10 (Gesamt 8/10)

148. Send Help (Disney+) – Trotz guter Leistungen seiner beiden Hauptdarsteller war der Film eher ein schwaches Produkt von Sam Raimi dessen Geschlechterkampf zu lange ging, einige Logiklöcher bereithält und man über die Handlungen der Figuren nur den Kopf schütteln kann. Paar kleine fiese und gelungene Momente gibt es, aber das reichte nicht wirklich aus, um mich zu unterhalten. So ist das halt manchmal. 5/10

149. Ready or Not (Disney+) – Zur Vorbereitung der Fortsetzung nochmal Teil 1 eine Chance gegeben da er mir damals nicht wirklich überzeugt hat. Das ist auch leider weiterhin so. Die erste Hälfte zieht sich, über die Figuren erfährt man kaum was und selbst über Samara Weaving, die eine gute Heldin abgibt, bekommt man kaum Hintergründe geboten. Dazu kommt das nervige Verhalten der Familie was sicherlich lustig sein sollte durch ihre Unbedarftheit, aber dadurch auch jede Spannung entzieht. Da hätte man sicherlich auch nicht eine Fortsetzung gebraucht – was das Einspielergebnis dann auch zeigte. 5/10

150. The Night comes for us (Netflix) – Knallharte Action mit Joe Taslim der sich hier als Actionstar vollkommen profiliert und seitdem kaum enttäuscht hat, wenn er denn die Chance bekam zu glänzen (nicht so wie bei „Mortal Kombat 1+2“). Der Film ist trotz seiner Lauflänge immer in Bewegung und die Action wunderbar brutal, geil choreographiert und brachial. Da freue ich mich umso mehr auf „The Furious“, bei dem die Karten bereits reserviert sind. 8/10

151. Marshals: A Yellowstone Story – Season 1 (Paramount+) – Der erste Ableger nach dem Ende der „Yellowstone“ Hauptserie entpuppt sich schnell als typische Serie, die halt auf einem „normalen“ Sender ausgestrahlt wird und meist einen Fall der Woche präsentiert – aber es existiert auch ein roter Pfaden. Das kann man schauen, fällt aber von den Drehbüchern doch schon deutlich ab und wirkt mit seinen Verbindungen nicht ganz rund. So nebenher geht die aber schon. 6/10

152. Der Mann, der immer kleiner wurde - Die unglaubliche Geschichte des Mr. C (Amazon Video) – Nach so vielen Jahren ist sicherlich auch mal ein Remake eines solchen Kultfilmes möglich, kann der alten Geschichte aber auch nicht viel neues abgewinnen. Viel zu meckern gibt es aber auch nicht und einige Effekte wirken sogar recht charmant. Jean Dujardin war jetzt nicht unbedingt für mich die beste Wahl und Jan Kounen schweift dann auch manchmal – wie zum Endbild hin was an seinen „Blueberry“ Ausrutscher erinnert – arg ab, aber insgesamt eine nette Erfrischung des Jack Arnold Klassikers. 6/10

153. Night Teeth (Netflix) – Optisch sind nicht nur die Darsteller schick anzuschauen (u.a. Sydney Sweeney und Megan Fox in kleiner Nebenrolle oder Debby Ryan) sondern auch die Kameraarbeit und Ausstattung. So ist aber auch der Film: Komplett oberflächlich, der seine Welt nie so richtig offenbart und dann noch für ein junges Publikum sehr harmlos und wenig überraschend ausfällt. War nachts so zum Einschlafen gut zu gebrauchen. 4/10

154. Cusack – Der Schweigsame (BD) – Noch vor seiner CANNON Zeit abgedrehter Cop-Thriller, der fast schon zu professional wirkt und sich relativ ernst nimmt und sich vor allem bei der Action zurückhält. Nur im Finale darf dann ein Roboter Bambule machen – was im Kontext etwas drüber ist. Chuck Norris ist dabei solide aber auch noch nicht der Überheld wie später, Henry Silva geht eh immer und die Story ist so weit Standard. Von der Machart her sicherlich einer der besten Norris Streifen, aber mir gefallen andere Filme dann doch noch mehr. 6/10

155. Die Barbaren (BD) – Selbst damals war der Film schon etwas aus der Zeit gefallen, aber der Film nimmt sich zum Glück nicht wirklich ernst und die tumben Barbaren-Brüder machen Spaß und der Rest vergeht einfach so flott, dass man den alle paar Jahre mal wieder in den Player wirft. Ernst nehmen sollte man die Bewertung aber nicht. 7/10

156. Crime 101 (Amazon Video) – Alle paar Jahre versucht ein Film in die „Heat“ Fußstapfen zu gehen, aber meist missglückt es. Hier wurde eine von Don Winslow extra nur als Novelle verfasste Geschichte gleich mal wieder über 2 Stunden aufgeblasen und sieht zwar gut aus, hat sonst jedoch nicht viel zu bieten und im Finale wird das sogfältig aufgebaute Verhalten der Beteiligten teilweise ad absurdum geführt. Dann kam so bei Prime sicherlich mal schauen, aber fürs Kino ist das dann nichts. 5/10

157. One Piece – Season 2 (Netflix) – Weiter geht die wilde Reise und hier muss man den Machern einfach zugestehen, wie toll sie die Vorlage ohne Rücksicht übernommen haben. Die Welt wird einfach so akzeptiert und die Figuren müssen sich nicht immer mit faden Witzen oder unnötiger Selbstironie rechtfertigen für den verrückten Kram, den durchgeknallten aussehen oder den Kostümen der einem geboten wird. So muss das sein. Deswegen hat man seinen Spaß, wenn man mit sowas Leben kann und bekommt auch eine Menge Action geboten. Zwar fehlt manchmal die Leichtigkeit der ersten Staffel, dennoch gibt es hier nicht viel zu meckern für mich. Und ich habe noch nie eine Folge des Anime gesehen oder den Manga gelesen. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich auch nicht. 7/10

158. Cop Game (BD) – Die Bruno Mattei Version von „Saigon“ mit einem wie immer ironischen Brent Huff der genau weiß, wo er gelandet ist. Sogar einer von Matteis besseren, wenn er nicht immer wieder die Stadt verlassen würde und an die Front wechselt. Denn hier wird die Story noch etwas konfuser und die Stock-Footage Szenen vermehren sich leider zusehends – was dann auch etwas den Spaß verdirbt. Ähnlich wie die geklaute Verfolgungsjagd. Sonst sollte man eh wissen was einem hier erwartet. 5/10

159. Night Patrol (Amazon Video) – Vampire, Cops, Magie und Gangs. Leider wird aus der interessanten Mischung nicht viel herausgeholt und es tröpfelt so vor sich hin. Zwar gibt es einige nette Gewaltmomente, aber so richtig zünden will die Kombi nicht. Was auch an den egalen Figuren liegen könnte. Justin Long macht diesmal sogar eine recht gute Figur, ist als Rolle aber schwach geschrieben. Gefallen hat mir wieder Phil Brooks AKA CM Punk, der wirklich deutlich mehr Genrefilme drehen sollte. Der Rest ist halt viel gewollt und nicht so viel gekonnt. Das Interesse war trotz des comichaften Settings schnell verflogen. Hier wäre jedenfalls mehr drin gewesen. 4/10

160. Daredevil: Born Again – Season 2 (Disney+) – Man merkt diesmal das die Staffel in einem Guss entstanden ist und so gut die Action bei NETFLIX war, hat man hier deutlich an den Dialogen gearbeitet und die Story wird vorangetrieben, während damals eine Folge manchmal wie Blei gefüllt sich vorbewegte. Aber auch bei der Action gibt es nicht viel zu meckern und es ist weiter düster und hart und genug vertreten. Sehr cool auch diesmal das Daredevil deutlich mehr im Kostüm zu sehen ist und so auch abgehen kann. Dabei ist das Highlight natürlich der Kingpin, der grandios gespielt wird. Aber auch Bullseye ist cool umgesetzt. Insgesamt macht hier MARVEL viel richtig, werden aber leider von nicht so starken Zuschauerzahlen belohnt. Vielleicht dann doch zu düster? Ich fand es zumindest gut. 8/10

161. Hokum (VOD) – Nach dem schon durchaus angenehmen „Oddity“ kann Regisseur Damian Mc Carthy sein erstes Meisterstück servieren. In abgelegener irischer Kulisse entspinnt er ein dichtes atmosphärisches Werk, was zwar ruhig und fast ohne übertriebene Jump Scares auskommt, aber deswegen eine Wohltat im aktuellen Horrorbereich ist. Also mehr Grusel als auf Schocks reduzierter Horror mit normalen Verhalten der Protagonisten. Trifft sicherlich nicht jedermanns Geschmack, konnte uns allen aber in kleiner Runde abholen und war die erhoffte Überraschung. Nicht unbedingt ein Film zum wiederholten Gucken, aber das eine oder andere kann man bei einer erneuten Sichtung noch entdecken. 8/10

162. Aktion Mutante (BD) – Ziemlich durchgedrehter Nonsens aus Spanien was erstaunlich gut ausgestattet wirkt und dessen Humor mal mehr mal weniger trifft. Drüber nachdenken sollte man nicht weiter und die komischen Figuren laden nicht zum Mitfiebern ein. Dafür bekommt man schräge Ideen, etwas Action, etwas Gewalt, einen leichten Durchhänger in der Mitte und noch mehr crazy Ideen. Muss man für offen sein, kann für normale Menschen aber auch verstörend bescheuert wirken. 7/10

163. Night of the Reaper (Amazon Video) – Nach dem soliden “Bodycam” arbeite ich umgekehrter Reihenfolge mal zwei weitere Werke von Brandon Christensen ab. Dieser ist eine Hommage an die Slasher der 80er und spielt auch in der Zeit. Dabei gelingt es ihm gut die Stimmung einzufangen, liefert zwar anfangs die typischen Dinge ab, variiert aber auch einiges und bietet den einen oder anderen Twist. Das ist alles ordentlich gespielt und inszeniert – vielleicht nicht ganz durchdacht im Finale, aber hey – und das Verhalten der Figuren ist auch nicht völlig bescheuert. Sicherlich kein Überflieger aber auch hier wieder ein vernünftiger Beitrag im Genre. 6/10

164. Interzone (DVD) – Damals auf VHS mit einem Endzeit-Actionfilm der typischen Italo-Art gerechnet, aber dann ziemlich enttäuscht gewesen. Inzwischen kann man den mit anderen Augen gut wegschauen. Bruce Abbott sieht man förmlich an das er schnell gemerkt hat, wo er hineingeraten ist, und genoss sicherlich den Italienurlaub auf Kosten anderer und spielt immer mit einem Augenzwinkern. So ist auch der ganze Film aufgebaut, da wohl auch Deran Sarafian dessen süße damalige Freundin Beatrice Ring die weibliche Hauptrolle spielt, gemerkt hat, mit dem wenigen Geld und dem Drehbuch kann man keinen ernst gemeinten Film abliefern und so bekommt mehr Parodie und Komödie als sinnige Endzeitaction. Das kann für Trashaffine – und ich mag das Wort immer ungerne benutzen, passt hier aber schon – aber unterhaltend sein. Nur der komplette klau der Musik aus „der Kampf-Gigant“ irritiert immer noch. Entweder 2/10 oder 6/10

165. Silent Night, Deadly Night (Amazon Video) – Nach Steven C. Millers Remake von 2012, schon das nächste Remake und diesmal geht der Film eigene Wege, auch wenn Ansätze übernommen wurden. Am neusten ist sicherlich die Idee den Hauptcharakter einen Venom ähnlichen Gesprächspartner zu geben und den Killer zu einem Anti-Held zu machen, der nur böse Menschen zu Weihnachten tötet. Das hat ein paar gelungene Momente aber leider auch einige Hänger in der Mitte, da sich zu sehr auf die Liebesgeschichte konzentriert wird. Auch ist die Stimmung etwas zu unausgewogen: zwischendurch blitzt immer etwas mehr Wahnsinn auf, aber so richtig rocken wollte man das Geschehen dann wohl doch nicht. So bleibt nur Standard übrig, der aber nicht weh tut. 5/10

166. One Mile: Chapter One (Apple TV) – Mischung aus Survival-Entführungsthriller und etwas Backwood-Horror mit Actionelementen. Da brauchte man sicherlich nicht unbedingt 2 Filme zu, aber immerhin passt die Chemie zwischen Vater und Tochter und Ryan Philippe macht sich inzwischen ganz gut in solchen Rollen. Bei den Bösewichtern gefallen C. Thomas Howell und Michael Eklund. Die Story wird vernünftig angeschoben und man hangelt sich ohne Längen, aber auch ohne wirkliche Actionhighlights zum Ende. Reicht aber für einen netten Filmabend. Mal sehen, was die Fortsetzung bringt. 6/10

187. Dracula: Die Auferstehung (Amazon Video) – Diese erneute Verfilmung hätte sich Luc Besson gerne sparen können. Kaum was Neues was man nicht schon besser gesehen hat, teilweise sogar knapp an Gefilde eines Argentos „Draculas“ vorbei, mit teils lächerlichen Szenen und langweiligen Momenten. Die Gargoyles waren eine nette Zugabe, ergeben im Kontext der Vorlage kaum Sinn. Einfach durch und durch schwach und vergessenswert. Hätte ich mal nicht auf meine Filmkollegen gehört, die den ordentlich fanden. 4/10

168. Idiocracy (Amazon Video) – Nette Sozialkritik, die zwar manchmal etwas plump und flach ausfällt, aber leider nicht mehr weit von der Realität entfernt ist und gute Gags bietet. Die Zeitspanne von 500 Jahre ist also völlig überzogen. Mike Judge hätte auch nur ein paar Jahrzehnte später nehmen können. 7/10

169. Caddo Lake (Netflix) – Schöner Mystery-Thriller, der zum Finale deutlich anzieht und immer spannender wird, auch wenn man als geübter Kinogänger die Story schon leicht ausklamüsern kann. Der etwas behäbige Beginn konnte mich aber trotzdem durch die starke Sumpfatmosphäre und den guten Darstellern abholen, so dass insgesamt ein gelungener Thriller heraussprang und durchdachter ist als viele Blockbuster. 7/10

170. The Puppetman (Amazon Video) – Und der nächste Brandon Christensen Film und auch der Horrorstreifen erfindet das Rad nicht neu, zeigt aber da sein Macher Fan ist und seine Hausaufgaben gemacht hat. So beliefert er SHUDDER mit einem soliden Beitrag für ihr Programm welcher straff inszeniert ist aber auch tief in die Klischeekiste greift, was das Personal betrifft. Immerhin gibt es den einen oder anderen garstigen kill der in Richtung „Final Destination“ geht und er kommt ohne Längen aus. Brandon Christensen kann man jedenfalls mal im Auge behalten, da seine letzten drei Arbeiten vernünftige Genre-Ware bieten. 6/10

171. Underworld: Rise of the Lycans (BD) – Bin absolut kein Prequel-Fan und auch auf diesem Beitrag hätte ich ruhig verzichten können, denn die Rückblenden hatten vollkommen gereicht in den Vorgängern. Aber gut, immerhin mit Rhona Mitra in ihrer Primezeit besetzt und mit knapp über 90 Minuten recht flott und actionreich umgesetzt. Auch sehen wieder die praktischen Effekte und Kostüme gut aus. Aber im Gegensatz zu den beiden Filmen zuvor ein deutlicher Rückschritt. 5/10

172. Influencer 2 (Amazon Video) – Teil 1 war vor ein paar Jahren eine positive und angenehme Überraschung und tatsächlich kann die Qualität fast gehalten werden. Leider ist der Streifen diesmal einen Tick zu lang ausgefallen, ist aber mit dem Vorspann, der erst nach knapp 30 Minuten beginnt, nett gemacht. Sonst sieht das wieder gut aus und es wird das Influencer Leben passend und unsympathisch abgebildet. Cassandra Naud spielt wieder stark und ist trotz ihres markanten Muttermals im Gesicht ein Hingucker und gelungene Killerin. Kurtis David Harder darf gerne in Zukunft weitere Genreproduktionen abliefern, denn er weiß was er tut und seine Filme sehen auch noch schick aus. 6/10

173. They will kill you (HBO) – Eine sehr comichafte, schon ziemlich überzogene „Ready or not“ Variante, welche vermutlich zu gewollt auf Kult getrimmt wirkt, aber gerade auch deswegen für Fans funktionieren kann. Etwas Action, etwas Horror, paar nette Ideen, bei den Effekten eine Mischung aus CGI und handgemacht und eine ganz coole Heldin. Nur keinen realistischen Aspekt anlegen. Den, aber fast zeitglich mit dem zweiten „Ready or not 2“ ins Kino zu bringen ist schon ziemlich dämlich gewesen. Letztlich sind beide Filme aber gefloppt. Na ja, fand den hier zumindest schon mal besser als den ersten „Ready or not“ und bezweifle das davon Teil 2 mehr rausholen wird. 6/10

174. The Furious (Kino) – Die Kritiken überschlagen sich und ganz können die Lobeshymnen nicht erreicht werden. Im faden Brei der Actionfilme ist der Film aber natürlich eine wohlwollende Ausnahme und bietet mit seiner simplen und straighten Story, so wie vielen Actionszenen genau das, was man nur noch selten zu sehen bekommt. Ganz kommt der aber nicht an die beiden „The Raid“ Teile ran zum Beispiel. Das soll den Wert eines knallharten Actionfilms aber nicht abwerten. Es ist genug härte dabei und auch der lange Showdown geht mächtig zur Sache. Realismus sollte man bei den Fights aber auch nicht erwarten – will man hier aber auch nicht sehen. Ein paar CGI -Ausrutscher kann man locker verzeihen und noch einige härtere Stunts wären willkommen gewesen, aber sonst ein schönes Actionbrett. 8/10

175. Citizen Vigilante (VOD) – Ein Film der kontroversen auslöst, dabei ein Thema anpackt was gerade hier in Deutschland so brisant scheint das sich alle Seiten auf den Film stürzt. Leider ist der Film dahinter wie fast erwartet nicht besonders gut. Und ich bewerte jetzt nicht Aussagen, Vermutungen oder irgendwas. Nur dem Film an sich und dem Fehlen eines vernünftigen Spannungsbogens, Charakterentwicklung oder Erklärung und es fallen vor allem technische Mängel und andere Schwächen auf. Ob bei Kamera, Schnitt oder Regie sowie Darsteller. Wie so oft ist der Film hinter endlos Diskussionen oder Freigabenverweigerung meist nicht dem Trubel wert. So auch hier. Wer einen guten Selbstjustizfilm sehen will sollte sich woanders umschauen und wer sehen will wie die Migrationsproblematik gelöst werden könnte, kann sich auch einen anderen Film geben, denn davon bekommt man hier auch nicht viel geboten. Die wenigen harten Effekte wirken wahllos eingestreut und in einer schwachen Szene verbraten und die Aussage von einem deutschen Regisseur schreit eh nach einem Skandal – auch wenn gar keiner dahintersteckt, sondern nur eine geschickte Marketingmasche. 4/10

176. Hold the Fort (VOD) – Eine sehr günstig produzierte Horrorkomödie, bei der man vor allem mit diversen billigen Effekten eben muss. Der Rest ist dafür temporeich und mit schrägen Figuren und einige wirklich lustigen Ideen versehen. Das will und sollte man auch nicht ernst nehmen und man hätte sicherlich noch mehr auf die Splatterschraube drehen können, aber mit 76 Minuten hat man einen spaßigen Snack, der nicht satt macht, aber den Trashhunger kurzfristig stillt. 6/10

177. Deep Water (VOD) – Renny Harlin darf wieder mit Haien spielen und Aaron Eckhart ist zum zweiten Mal unter seiner Regie wieder in Action. Doch ist der Film eher ein Katrastrophenfilm als ein Hai-Horror. So hat er Streifen auch seine stärksten Momente beim Absturz und einigen Szenen, um das Überleben danach. Die Haie sind nur Beiwerk und bei dem Thema gibt es weder viel neues zu erkunden noch immer realistische Aktionen der Haie. Aber gut, das ist man ja gewohnt. Der Rest ist das typische Personenkarussell, wobei immerhin auch einige drauf gehen, die man nicht unbedingt erwartet hätte. Aber natürlich gibt es auch das typische Fischfutter und Strunzdumme verhalten der Passagiere. Harlin ist aber weiterhin ein guter Handwerkt und technisch ist das alles gut eingefangen, auch wenn man nie so 100% das Gefühl hat auf dem Meer zu sein. Trotzdem besser als erwartet. 6/10