Sonntag, 4. April 2021

Shane Schofields Film-Report: März 2021

2021 schreitet weiter Ereignislos vor sich hin und zwingt solche Filmfans wie mich einfach dazu weiter Filme, Filme, Serien und Filme zuschauen. Eine Frechheit. Obwohl einige Dinge außerhalb der Wohnung, außer Arbeiten und Spazierengehen, wären wirklich mal wieder schön. Aber bis es soweit ist, heißt es weiter Filme gucken. Und das waren die Titel im März - diesmal wieder mit deutlich mehr Erstsichtungen: 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG


106. Black Mask (BD) – Obwohl der Jet Li Streifen von extrem vielen gelobt wird, fand ich ihn damals schon nicht voll überzeugend. Die typische Tsui Hark Rasanz nimmt den Actionszenen oftmals die Wucht, die Fights sind zu übertrieben statt knackig, die Handlung holprig und Schnitt wie auch Kameraführung nicht immer passend.  Trotzdem hat der natürlich seine Schauwerte wie das Finale und die Krankenhausszene, sowie der hohe Gewaltgrad und das flotte Tempo. Ordentlich, aber auch jetzt nach einigen Jahren, noch immer kein Favorit für mich. 6/10


107. Dream Demon (BD) – Noch nie gesehen und auch nicht viel verpasst. Die Geschichte ist holprig und Lückenhaft, die Figuren mäßig interessant und die Stimmung war dem Macher wohl auch nicht ganz klar, denn diese schwankt zwischen Quatsch und Ernsthaftigkeit. Immerhin sind einige Träume gelungen und schaffen es vereinzelt auch Stimmung aufkommen zu lassen. Reicht aber nur zum Mittelmaß. 5/10


108. Wrong Turn (BD) – Wegen des neuen Teils, wanderte die Wrong Turn Reihe diesen Monat in meinen Player, vor allem weil ich 4 und 5 noch gar nicht kannte. Teil 1 ist immer noch ein rasanter, Actionreicher Backwood-Thriller mit viel Tempo, perfekter Laufzeit und einer Truppe von Helden/Opfern die zum Glück ganz sympathisch agieren. Vor allem Harrington und Dushku überzeugen als Heldenpaar. Seit dem damaligen Fantasy Filmfest einer meiner Lieblinge aus dem Bereich der Hinterwäldlerhorrors. 8/10


109. Seoul Station (BD) – Und gleich noch die nächste Filmreihe: Das Prequel zu "Train to Busan" als Animationsfilm kommt optisch ganz nett daher, wirkt aber gerade bei den Gesichtern sehr klobig und wenig überzeugend. Auch der Rest ist nur okay, vor allem weil das ständige Jammern der Figuren zu übertrieben aufdringlich und ätzend ist. Leider hält sich auch die Horrorkomponente in Grenzen, aber zum Ende hin, gibt es noch einen netten Twist. 5/10


110. Train to Busan (BD) – Meine Zweitsichtung fällt diesmal positiver aus als beim ersten Mal und auch wenn nicht jede Situation gelungen ist, gibt es doch etliche spannende und toll eingefangene Augenblicke. Am Ende wird es dann mal wieder asiatisch zu aufgesetzt emotional, aber sonst ein flottes Stück Genrekino. 7/10


111. Peninsula (BD) – Die Fortsetzung folgt zugleich und kommt ziemlich anders daher. Der Action- und Endzeitanteil wird deutlich hochgefahren, die Story ist deutlich platter ausgefallen, die Optik wirkt unechter und die Computereffekte sehen zu künstlich aus. Zudem nerven, mal wieder, einige Figuren wie die coolen Kinder. Trotzdem war es jetzt nicht die erwartete Katastrophe für mich, denn das Tempo war hoch die Action durchaus gelungen. Trotzdem schwächer als der Vorgänger. 6/10


112. Crystal Hunt (DVD) – Wären die Kampfszenen nicht so gut, müsste man das Ding Aufgrund von erbärmlichen Leistungen der Darsteller, blöden Dialogen, schlimmen Humor und dummen Ideen links liegen lassen. Aber zum Glück gibt es alle paar Minuten gelungene Fights und die entschädigen dann Hardcore Actionfans wie mich. 5/10


113. Dawn of the Mummy (DVD) – Die letzten 10 Minuten sind ganz nett und eine gelungene Variation zu den sonstigen Zombies, bis dahin wird man aber mit ziemlich viel Langeweile und ätzenden Szenen gequält. Teilweise passiert nichts und man hofft vergeblich auf etwas Mumien-Action. Ziemlicher murks. 4/10


114. Absurd (BD) – George Eastman macht was er am besten kann, grunzen und böse sein, und der Rest ist weder besonders Spannend noch Kultverdächtig. Dafür gibt es brutal und lang zelebrierte Morde, die typische Stimmung eines Italo-Schlockers und natürlich Annie Belle als schicker Hingucker. Sicherlich nicht einer von D‘ Amatos schlechtesten. 6/10


115. Psycho Goreman (BD) – Blödsinniger Kram, dem man Steven Kostanski nicht böse nehmen kann. Tolle Effekte, eine nervige aber auch irgendwie lustige Göre, viel Einfallsreichtum und ein lockerer Ton. Nicht der erhoffte Überflieger, aber durchweg unterhaltsam und in heutigen Zeiten fast schon ungewöhnlich. 7/10


116. Robin Hood (BD) – Hier hat man 2018 den Mythos deutlich modernisiert und Militarisiert und eigentlich wollte ich den nie schauen, aber bei einer Blu-ray Aktion doch zugeschlagen. Und letztlich fand ich den gar nicht so übel, bin aber auch kein Robin Hood Fan, weswegen viele Dinge mich jetzt nicht störten. Ich ließ mich einfach von der lauten und häufigen Action berieseln. Hätte mir auch eine Fortsetzung gegeben, aber ich verstehe auch warum das Ding nicht funktioniert hat. 6/10


117. Into the Badlands – Season 2 (BD) – An der etwas verlängerten Staffel merkt man, dass die Prämisse ihre Grenzen hat und auch einige Zufälle zu viel strapaziert werden. Dafür rockt weiterhin die einfallsreiche Action und bei der Härte wurde noch einmal eine saftige Schippe draufgelegt - schön Brutal einige Kills. Das Setting ist auch weiterhin Strange, hat aber auch wieder etwas – vor allem weil hier deutlich mehr Endzeitanleihen zu finden sind – inklusive mythische Elemente.   Ganz nett der Auftritt von Nick Frost als Sidekick. Gefällt weiterhin und nächsten Monat freue ich mich auf die letzte Staffel. 8/10


118. Wrong Turn 2 (BD) – Hier muss man schon deutliche Abstriche machen und er fällt auch etwas zu lang aus, aber es geht los, dass deutlich mehr Titten und Gewalt zur Schau gestellt werden. Die Figuren sind dann auch wenig ansprechend und es gibt nur selten eine Überraschung. Immerhin sticht Henry Rollins etwas aus dem Brei heraus. Gerade noch ordentliche Kost. 5/10


119. Queen Kong (Amazon Prime) – Warum auch immer, wurde ich gezwungen diese Horrorparodie auf "King Kong" anzusehen – als ob der "Dawn of the Mummy" nicht gereicht hätte😂. Das Ding ist schon ziemlicher Blödsinn und wird mit laufender Spielzeit wahrlich nicht besser. Dafür gibt es zu Beginn vermehrt gelungene Gags (vielleicht so 3 Stück), aber insgesamt ist die Chose nur schwer erträglich, selten lustig und meist einfach nur lahm und Platt. 3/10


120. Kind 44 (BD) – So schön stimmig das düstere und hervorragende Produktionsdesign ist, so wenig spannend fällt der Krimipart des Filmes aus. Denn gerade dieses Thema wird immer mehr in den Hintergrund geschoben und macht Platz für andere Elemente, die einem leider wenig begeistern. Auch die Stars agieren zwar ordentlich, aber nicht besonders enthusiastisch. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen. 5/10


121. Deathsport (BD) – Corman wollte sicherlich einen weiteren Hit wie "Death Race" einfahren und schickt diesmal David Carradine leichtbekleidet zum Deathsport. Das ist nicht unbedingt gut, aber gewohnt unterhaltsam und flott inszeniert und solche Filme gehen eh immer. Absolut nervend aber die Geräusche der Motorräder und deswegen gibt einen Punkt Abzug. Aber auch sonst hält der Film kein Vergleich mit "Death Race" stand. Macht aber nichts. 6/10


122. Bait (BD) – Ein Hai im Supermarkt. Klingt blöd, ist aber gut inszeniert und bietet ebenfalls eine Truppe, denen man nicht gleich den Tod wünscht. Hohes Tempo, nett eingefangen und gut gespielt von der charismatischen Besetzung. Dazu etwas Humor und so hat man einen der besseren Hai-Filme der letzten Jahre. 7/10


123. Eve 8 (BD) – Bekommt ja oftmals sehr schwache Kritiken ab, dabei fand ich den Thriller heute besser als ich ihn in Erinnerung hatte. Manchmal, aber nicht immer, tut eine Auffrischung auch mal gut. Zwar finde ich immer noch, dass bei Hauptfiguren nicht optimal gecastet wurden, die kleinen Scharmützel kommen aber immer rechtzeitig und sind ordentlich eingefangen. Man sollte nicht alles hinterfragen und ja, das Kind im Finale nervt mit der ätzenden Stimme massiv, aber sonst ging der in Ordnung. 6/10


124. Wrong Turn 3 (BD) – Teil 3 ist fast noch ein Zacken schwächer und wirkt auch billiger, ist aber immer noch Temporeich und blutig genug um einen mal zwischendurch die Zeit zu vertreiben. Hiernach habe ich damals aufgehört zuschauen, doch da mir ein Freund seine US Box ausgeliehen hat, kann ich 4 und 5 nun auch mal nachholen.  5/10


125. Jiu Jitsu (BD) – Es ist schon erstaunlich, wie man so eine einfache und mäßige Story noch so verhunzen kann, dass es irgendwie nicht funktionieren will.  Wie man wissen will wie man so eine Geschichte besser umsetzt, sollte sich das auch nicht perfekte Debüt "Showdown" von Matthew Reilly mal anlesen. Sonst bekommt man mal gute mal nicht so packende Kämpfe geboten, viele Stars der Szene (oftmals verschenkt) und einige schwache Effekte. Ach ja…und Nicolas Cage, der selbst hier mit viel Freude dabei ist, aber nicht wirklich passend wirkt (viel schlimmer wäre hundertpro der eigentlich geplante Bruce Willis gewesen). Bessere Filmmacher hätten da wohl mehr reißen können, aber ganz so schlimm wie die aktuelle IMDB Bewertung (gerade bei B-Movies sind aktuell wieder völlig übertrieben niedrige Bewertungen zu finden) vermuten lässt, ist es aber auch nicht. 5/10


126. Deliver us from Evil (BD) – Koreanischer Action-Thriller, der eine sehr düstere Konstellation zeigt und fiesen Abschaum und nicht ganz so fiesen Abschaum in den Ring wirft. Da fehlt die Nähe zu den Figuren und letztlich sind alles nur Schablonen von zigmal gesehenen Charakteren. Dafür stimmt die Optik und die Action ist auch meist gelungen. Natürlich gibt es wieder etwas zu viel Overactig und nervige Figuren, weswegen der Film nett aber nicht überragend ist. 6/10


127. The Blackout (Amazon Prime) – Russische Militär-Sci-Fi-Serie, die interessant beginnt, dann etwas durchhängt und dann wieder Tempo aufnimmt und gerade in den letzten 3 Folgen einige krachende Szenarien bietet.  Leider fehlt den Hauptfiguren etwas Profil und das eigentliche Finale ist dann auch etwas enttäuschend und unrealistisch schnell abgehandelt. Keine Ahnung ob da noch was kommt, aber wenn nicht ist es auch mehr als okay. 6/10


128. Mandy (BD) – Auch die Zweitsichtung ändert nichts am tollen, optisch faszinierenden und wilden Trip in eine schräge Welt. Vor allem Cage liefert famos ab und selbst der sehr ruhige Beginn, schafft es immer noch zu fesseln – was sicherlich am Sound und der Optik liegt. Herr Cosmatos darf gerne weiter abliefern. 8/10


129. The Mercenary (BD) – Nach dem gelungenen „Pit-Fighter“ inszeniert Jesse V. Johnson endlich wieder einen Actionfilm mit Vandenberg in der Hauptrolle. Sicherlich nicht der typische Held, aber ich sehe den rauen Typ sehr gerne. Er darf auch richtig abledern und in brutalen Schießereien und Fights zeigen was er drauf hat.  So dürfen die Bloodsquibs massiv abspritzen, der Gewaltpegel ist eh sehr hoch und so kommt eigentlich keine Langeweile auf. Einer der besseren B-Actioner der letzten Zeit. 7/10


130. Insect (BD) – Auch unter dem merkwürdigen Titel „Blue Monkey“ bekannt (oder auch nicht), treibt ein riesiges Insekt in einem Krankenhaus sein Unwesen. Sehr viel Geld gab es sicherlich nicht, aber die Effekte sind charmant bis gut, nur das Tempo hätte etwas höher sein dürfen. Für Creature-Fans aber durchaus mal einen nicht ganz so kritischen Blick wert. 6/10


131. Lost Girls & Love Hotels (BD) – Kühles Drama, der mal wieder die krude Welt Japans zeigt und der wundervollen Alexandra Daddario erlaubt auch etwas mehr Schauspielkunst zu zeigen. Es fehlt dennoch etwas der Zugang zu den Figuren und alles wird ruhig und teilweise bitter erzählt. 6/10


132. Wrong Turn 4 (BD) – Hier wird die Gewaltkeule mehr als grafisch geschwungen und einige wunderbar garstige Kills und Folterungen gezeigt. Leider ist das Verhalten und Gequatsche oftmals richtig dumm und nervend. Der Rest ist dann leider nicht flott genug um da drüber wegzusehen, aber immerhin ist die weibliche Darstellerschar hier mal echt durchweg heiß gecastet worden und man wird auch mit dem dazugehörigen kurzen Sexszenen belohnt. Sonst verdammt mäßig, aber schön anzusehen, dass unsere Mutanten das verlassene Irrenhaus so sauber halten, dass selbst die Bettwäsche strahlend weiß aussieht. Respekt!  5/10


133. Fahnenflüchtig (BD) – Leider zu zähflüssiger Thriller mit zu wenig Action und dadurch einer der schwächeren Filme von Christian Sesma. Da hilft auch die Besetzung um Luke Goss und RZA nicht viel. 4/10


134. Firehead (DVD) – Die David Winters Produktion hat etwas mehr Geld als sonst die Action International Pictures Streifen zur Verfügung standen, ist aber dennoch nur durchschnittlich. Zwar erhebt man hier einen kantigen Russen zum Helden, aber weder er noch Chris Lemmon haben das Zeug die Chose zu tragen. Dabei fällt die wenige Action dann auch nur durchschnittlich aus und die Geschichte ist echter Mumpitz. Man fragt sich beim zugucken eher wie sich Martin Landau und Christopher Plummer in den Streifen verirrt haben. 4/10


135. Attrition (BD) – Steven Seagals Alters- und Traumprojekt kann man zu Beginn gar nicht richtig greifen. Man glaubt teilweise weder Augen, noch Ohren was der Dicke einen da an Weisheiten, unglaublichen Klamotten Klugscheißersprüchen an den Kopf wirft und sich regelrecht als lebender Buddha präsentiert.  Zum Glück lenkt einen etwas Action und die mehr als vernünftige, teils Kunstvolle und einfallsreiche  Inszenierung des Franzosen Mathieu Weschler (dessen Vorgänger „The Borderland“ deutlich sehenswerter war und hoffentlich darf er auch weiterhin Actionfilme machen)  vom Größenwahnsinn ab. Da der Film tatsächlich wie ein Kung-Fu Film daherkommt der in Thailand spielt (weswegen alle auch die Typischen Gewänder tragen, wie sie vermutlich Asiaten nur noch auf Kostümpartys selbst anziehen),  wirkt die Story schon fast Märchenhaft und unrealistisch. Wirklich gut entfalteten sich dann die letzten 25 Minuten, wo nicht nur die Action mehr rockt, sondern auch die Qualtäten der deutschen Action/Stuntcrew zur vollen Geltung kommt. Eigentlich kann man dieses Meisterwerk gar nicht erfassen oder begreifen, aber nüchtern betrachtet, ist Steven Seagals Musik (siehe Abspann) viel, viel besser als alles was er die letzten Jahre verbrochen hat und ja, auch als dieser Film hier. 4/10


136. Wrong Turn 5 (BD) – Mit diesem billigen Teil wurde dann der bisherige Tiefpunkt erreicht. Der im Ostblock gedrehte Film sieht Furchtbar aus (die Stadt ist ein Witz), die Logiklöcher sind massiv (warum ist die komplette Stadt bzw. die drei Straßen die zu sehen sind komplett leer? Wie viel Zeit brauchten die Freaks um die teilweise absurden und ganz lustigen Fallen zu kreieren und so weiter), das Verhalten und Dialoge mehr als bescheuert und die Figuren noch schwächer als in den Teilen zuvor. Und dann auch noch weniger Sex. Das war gar nüschts. 3/10


137. Roots of Evil (DVD) – Die direkt to Video Produktion ist tatsächlich das Remake eines Pornos (Trinity Brown), den Regisseur Gary Graver selbst gedreht hatte. Gab es das schon einmal? Na ja, hier wird mehr Wert auf die Handlung gelegt und einige solide Darsteller wie Alex Cord, Gregory Scott Cummins und Delia Shepherd tragen den erträglichen Thriller über die Ziellinie. 5/10


138. Archenemy (BD) – Auch der neuste Film von Adam Egypt Mortimer sollte man ruhig mal Beachtung schenken, denn diese Mischung aus Superhelden Film und Drama hat einige faszinierende Ideen und atmosphärische Momente zu bieten. Das schmale Budget verhindert einen Höhenflug, aber die animierten Sequenzen schaffen es, die Geschichte dennoch voran zu treiben. Dazu trägt Joe Manganiello den Film gut auf seinen Schultern und einige kurze Actionszenen funktionieren mehr als ordentlich. Interessant, aber nicht für das breite Publikum gedacht oder gedreht. 6/10


139.  Red Sonja (BD) – Vom Look her ist er dem zweiten Teil von "Conan" mehr als ähnlich und ist eher als Blödsinn einzustufen und nicht als ernsthafter Barbarenfilm. Das kann man sich durchaus geben, mir gefallen aber dann solche Dinger wie „Deathstalker“ besser. 5/10


140. Wrong Turn 6 (BD) – Auch hier wurde in Bulgarien gedreht und alleine das plötzlich so ein riesen Hotel in der Walachei steht ist schon grober Unfug. Dann gibt es noch eine krude Familiengeschichte, die gar keinen Sinn mehr macht und zu guter Letzt ist der Gewaltgrad etwas heruntergeschraubt worden. Immerhin sind die Figuren immer noch genauso dumm und nervig wie zuvor. Ach ja, der Sexanteil ist deutlich gesteigert und deswegen gibt es ein Punkt mehr als der Vorgänger. Bam. 4/10


141. The Black Cat (BD) – Dieses Spin-Of von Argentos 3 Mütter Trilogie, ist ein typischer Vertreter der Endphase des Italo-Horror-Kinos, der mit seiner Meta-Geschichte um „Suspiria“ und „Inferno“ fast schon seiner Zeit voraus war – den diese Storyelemente werden heute gerne mal in Hollywood-Fortsetzungen und Spin-Ofs genutzt. Das ist optisch mal ganz nett, manchmal etwas billig und selten gut gespielt, aber ich kann diesen Dingern einfach nicht böse sein. Außerdem spielt Urbano Barberini eine der Hauptrollen und der hat seit „Dämonen“, „den „Gor“ Filmen und „Opera“ eh ein Stein bei mir im Brett. 5/10


142. Wrong Turn: The Foundation (BD) – Nach den schwachen letzten  Teilen, wird es  versucht den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen und deswegen hat dieser "Wrong Turn" Teil plötzlich eine komplett neue Geschichte und man bekommt keine missgebildeten Mutanten mehr zu sehen. Diese Änderung ist vermutlich verständlich, trifft aber ebenso verständlich auf wenig Gegenliebe des Zuschauers, der etwas anderes erwartet. Sicherlich wäre das nicht ganz so schlimm wenn der Film einfach besser geworden wäre, doch man bekommt hier mal wieder eine zeitgemäße Gruppe von Freunden zu sehen (die in der Wirklichkeit niemals befreundet wären), die mal wieder ebenso nerven und sich dumm Verhalten wie die Sexgeilen Dumpfbacken der vorherigen Teile – hier aber politisch Korrekt sortiert natürlich. Leider funktioniert die Geschichte um eine Gruppe Hinterwäldler, die ihr eigenes Ding machen nur mäßig, es ist nicht sehr Spannend und der Film viel zu lang. Dazu kommt eine Zeitspanne in dem Dinge Geschehen, die doch arg unrealistisch sind (damit ist die eine oder andere Persönlichkeitsänderung gemeint, aber diese Immigration funktioniert anscheinend). Dafür ist wieder mehr Geld vorhanden und Technisch ist das Ding, nach Teil 1, sicherlich wieder auf dem höchsten Niveau angekommen, was sich in sehr gute, aber viel zu wenige Effekte bemerkbar macht. Der Nachklapp in der Vorstadt, ist dann auch nicht so übel. Insgesamt aber eine Enttäuschung. 4/10

2 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Servus, also interessanterweise hatte ich letzten Monat ebenfalls Crystal Hunt geschaut. Was man da noch hervorheben kann bei den Kämpfen sind die finishing Moves, die sind teils recht derbe und über dem Durchschnitt.

Wrong Turn sehe ich ähnlich, bis auf den zweiten Teil. Den fand ich noch recht gelungen, trotz der teils saumäßigen Darstellerleistungen.

Info the Badlands war mir vom Look her zu clean, das Setting wirkte zu steril, aber alles in allem konnte man es gut wegschauen.

Beste Grüße

McClane hat gesagt…

Zustimmung bei "Dream Demon", "Train to Busan", "Crystal Hunt", "Wrong Turn 2", "Jiu Jitsu", "Mandy" und "The Mercenary".

"Wrong Turn" und "Bait" fand ich auch ganz spaßig, würde ich aber nicht ganz so hoch einordnen wie du.

Dafür hat mich "Black Mask" deutlich mehr gekickt. Die letzte Sichtung ist schon ne Weile her, aber aus der Erinnerung hab ich das Ding als recht brachiales Actionfeuerkwerk auf dem Zettel, das zu Jet Lis Besten gehört.

"Absurd", "Seoul Station", "Peninsula", "Psycho Goreman", "Kind 44" und "Deliver Us from Evil" liegen schon zu Hause rum oder stehen auf der Watchlist. Den 2018er-"Robin Hood" werd ich wohl auch mal sichten, nachdem ich jetzt ein paar überraschend positive Stimmen dazu hörte.