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Mittwoch, 5. Januar 2022

Shane Schofields Film-Report: Dezember 2021

Noch einmal kurz an alle Leser hier, ein frohes und gesundes neues Jahr. Hoffen wir das 2022 besser wird als die letzten zwei Jahre, aber bei mir fing das Jahr schon wieder beschissen an - auch wenn nicht so scheiße wie 2021 aufhörte. Aber egal. Kommen wir zu den Filmen. Der Lockdown zu Beginn des Jahres hat letztendlich dafür gesorgt dass ich 2021 noch einmal 20 Filme mehr als 2020 gesehen habe und kam dieses Jahr  damit auf 389 Filme (inklusive Serien). Das ist schon amtlich und wenn ich schon wieder mitbekomme das weitere Einschränkungen und Beschränkungen folgen, werde ich auch dieses Jahr wohl wieder genug Zeit zum Filme schauen habe - wenn auch eher genervt. Aber es stehen noch andere Verpflichtungen an, also mal gucken was es wird. So gab es auch bereits im Dezember deutlich weniger Filme als die Monate zuvor. Muss jedenfalls noch einige aktuelle Streifen nachholen und arbeite dran. 

Dann also auf ein Neues und ich freue mich immer wieder über Kommentare und Meinungen zu meinem Filmreport und auch den Trailern. Immerhin läuft der Blog tatsächlich wieder sehr ordentlich und wir nähren uns den 2 Millionsten Besucher💪. Noch geht es also weiter und mal sehen wie lange ich den wiederentdeckten Spaß an SCARECROWS AREA behalte. Aber wenn die Klicks so weitergehen, macht es mir natürlich auch mehr Laune😎. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG


 

375. Alley Cat (BD) – Wenig spektakuläre Action aus frühen Zeiten, der vor allem bei den Kampfszenen eher zum lächeln anregt. Dennoch kann man dem Film ein gewisses Unterhaltungspotenzial nicht absprechen. Auch wenn die Inszenierung oftmals eher holprig wirkt, doch die typische Atmosphäre der Zeit rettet den Streifen noch zum Durchschnitt. 5/10


376. Fast and Furious 9 (BD) – Schon Teil 8 machte klar das man lieber mit Teil 7 Schluss machen hätte sollen. Doch solange Kohle winkt, geht es weiter. Teil 9 fand ich sogar wieder einen leichten Tick besser als den Vorgänger, aber das Ganze ist nur noch absurd, zu übertrieben und vor allem viel zu lang. Dennoch gibt es ein paar nette Actionszenen, bei denen man sofort die Handschrift von Spiro Razatos bemerkt. Zumindest wenn er ran durfte macht die Action schon Spaß, doch der Rest ist schon ziemlich doof und auch manchmal sogar langweilig. Dazu kommt das man Vin Diesel nur noch schwer ertragen kann in dieser Franchise. 5/10


377. Anti-Life (BD) – Sehr günstig wirkender Sci-Fi-Kram mit Bruce Willis und Thomas Jane, der wie immer in letzter Zeit keine Bäume herausreißt. Ein besserer Hauptdarsteller, neben Willis und Jane, wäre aber besser gewesen und sonst war das gar nicht so scheiße wie befürchtet, was aber keine Empfehlung sein soll. 4/10


378. The Go-Go Boys (BD) – Als Cannon Fan wollte ich schon ewig diese Doku sehen, die mit der Unterstützung von Golan/Globus entstanden ist und deutlich privater und persönlicher ist als die Mark Hartley Doku, die sich eher lächerlich über Cannon gemacht und mich damals enttäuscht hatte. Hier kommen zwar die Filme etwas zu kurz und Interviews mit anderen sind auch eher rar, aber dennoch ein schöner Einblick in die Welt von Cannon, deren Filmliebe und deren Größenwahn und Fehlentscheidungen. So ein Studio wird es nie mehr geben und wird sträflich vermisst. 7/10


379. Cobra Force (BD) – Das wohl deutlichste Rambo-Rip-Off von Bruno Mattei ist einfach ein unterhaltsamer Actionkracher den man niemals ernst nehmen sollte und eigentlich auch nicht gut befinden kann. Dennoch macht der Streifen viel Laune, hat eine Menge Dschungelaction und Reb Brown schreit sich die Seele aus dem Leib. Auch ja, das ist nicht gut, aber ich gucke solche Schinken lieber als das Seelenlose Zeug von heute. 7/10


380. The Time Guardian (BD) – Ganz netter Australischer Sci-Fi Film, der damals Australiens teuerste Produktion war. Leider ist die Geschichte etwas wirr und zündet nicht immer, dennoch geht der Film immer wieder gut runter und bietet nette Action und Effekte - nur Carrie Fisher Fans werden wohl enttäuscht sein, denn sie hat hier kaum etwas zu tun. 6/10


381. These Final Hours (BD) – Gleich ein weiterer Australier der aber mehr Drama ist. Ein Film den ich sehr mag, sowohl von der Stimmung, den Bildern, dem Soundtrack, den Figuren als ebenso vom Ende her. Kann nicht jeder was mit anfangen, aber für mich ein klarer Geheimtipp. 8/10


382. TNT (BD) – Oliver Gruner gegen seine alte Einheit unter der Regie von Robert Radler, der mit den ersten beiden „Best of the Best“ Filmen zwei Highlight ablieferte. Hier ist leider nicht ganz so viel Klasse zu finden, die illustre B-Besetzung kommt kaum zu Zuge und die Action ist nur okay und vor allem nur im Finale zu finden. Hier hätte mehr gehen müssen/dürfen. 5/10


383. The Djinn (BD) – Für das schmale Budget und der sparsamen Location der Wohnung, ist das ganze sogar ganz okay und auch wenn die 80er Hommage hauptsächlich über den Soundtrack funktioniert, ist der Film zum einmal sehen durchaus zu gebrauchen. 6/10


384. Don`t Breath 2 (BD) – Die Fortsetzung war nicht unbedingt nötig, aber da Stephen Lang schon im ersten Teil ziemlich cool war, hatte ich auch nichts gegen ein wiedersehen. Hier ist etwas mehr Action und Unrealismus drin und die Wandlung des Bösen des ersten Teils zum Helden des zweiten Teils schmeckte ja einige nicht (für mich war er schon der Held in Teil 1 der die scheiß Jugendlichen zurecht abmurkste), aber für mich war das völlig okay, denn Lang ist eine sichere Bank in der Rolle. Nicht ganz so spannend, aber dennoch unterhaltsam. 6/10


385. Eminence Hill (BD) – Western mit einigen Horroanleihen, der aber teilweise zu billig und verquast daherkommt. Auch die Figuren können einen nicht überzeugen und so bleibt am Ende nicht wirklich viel Positives übrig. 3/10


386. The Descent (BD) – Immer noch einer der besten und Spannendesten und bedrückendsten Horrorfilme der letzten Jahre von Neil Marshall und auch bei erneuter Sichtung immer wieder gut. 9/10


387. The Last Journey (BD) – Merkwürdiger Endzeit-Streifen der nie genau weiß was er eigentlich sein will, aber dennoch eine schöne Atmosphäre aufbaut und, trotz des schmalen Budgets, durchaus eine gerne gesehene Endzeitstimmung aufbaut. Die Darsteller passen soweit, kurze Actionszenen gefallen, es werden tolle Bilder geliefert und schräge Ideen gibt es auch etliche. Das Ende dagegen ist … naja…keine Ahnung. 6/10


388. Prisoners of the Ghostland (BD) – Was hätte man aus der Prämisse für eine hervorragende „Escape from New York“ Verbeugung machen können – nur wilder. Tja, leider kommt das Ding nie so richtig aus dem Pudding, wilde Ideen gibt es zwar, aber alles wirkt unausgegoren und nicht wirklich wild genug. Bestimmte Sachen werden gar nicht erklärt und Action gibt es auch nur am Ende und die ist nur ganz nett. Alles wirkt wie viel gewollt und wenig gekonnt. Dennoch hat er auch seine Momente und einige Figuren und Szenen machen schon Laune, aber man hat immer das Gefühl das hätte besser sein können. Schön aber, neben Cage, mal wieder Nick Cassavetes vor der Kamera zu sehen, der schon in Face-Off mit Cage eine gute Chemie hatte. Auch Bill Mosley macht Laune, während Cage sich fast zu sehr zurückhält. Merkwürdig und voller verpasster Chancen, aber gerade noch so goutierbar. 5/10


389. Cash Truck (BD) – Für Guy Ritchie schon fast ein sehr straighter Actioner mit einem gewollt coolen Jason Statham. Die Story funktioniert über die Laufzeit sehr gut und bietet genug Abwechslung um interessant zu bleiben und bietet daneben auch genug Figuren, die man gerne begleitet. Dazu kommt, vor allem im Finale, fulminante Action die Laune macht. Das war doch ein netter Jahresabschluss. 7/10

Mittwoch, 8. Dezember 2021

Shane Schofields Film-Report: November 2021

Der November war ein solider Monat und trotz sehr viel Arbeit, konnte ich mich bei einigen Filmen entspannen. Serien fallen dafür momentan komplett durch das Raster aber was solls. Es gibt halt noch andere Dinge die man so macht, wenn man nicht vor der eigenen Leinwand sitzt und das ist auch gut so. Immerhin gab es mal wieder überwiegend neue Titel - mit einigen auf die ich mich gefreut habe. Natürlich auch wieder ein paar ältere Titel die einfach Stark bleiben - aber deutlich weniger als sonst. Aber seht doch selbst: 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG


 

355. Cthulhu Mansion (BD) – Nur entfernt angelehnt und qualitativ weit entfernt von Lovecrafts Werken, ist dieser Streifen von J.P. Simon eher eine kleine Enttäuschung - vor allem im Vergleich mit seinen beiden vorherigen Werken. Es dauert viel zu lange bis etwas losgeht, die Figuren sind durchweg ätzend und schlussendlich gibt es zu wenige Effekte um Spaß zu machen. 4/10

356. Bloody Hell (BD) – Nach „Nekrotronic“ rockt Ben O`Toole durch den nächsten Genrefilm und bietet sich hoffentlich für weitere Rollen in diesen Bereich an. Der Film ist verdammt Temporeich, schafft einem die Charaktere näher zu bringen (auch die Bösen) und bietet einige nette und frische Ideen. Ganz großer Pluspunkt ist dabei O´Toole der ebenso sympathisch wie Augenzwinkernd seine Rolle darlegt. Kleine Überraschung die Laune macht. 7/10

357. High Tension (BD) – Auch nach mehrmaligen schauen, bleiben einige Fragen offen und nicht alles kann durch den Twist geklärt werden, aber der Film ist einfach unglaublich spannend, gut gespielt und intensiv inszeniert. Einfach gut. 8/10

358. A Serbian Film (BD) – Bei dieser Zweitsichtung verstört der Film natürlich nicht mehr so, ist aber immer noch ein heftiger Bastard, auch wenn man einiges vielleicht hätte anders einfangen können. Dennoch ist gerade die zweite Hälfte ein wahrer Höllentrip und klar kann man den Film einfach hassen, aber so einfach ist es am Ende dann doch nicht. Eine weitere Sichtung wird sicherlich noch Jahre dauern, aber ein deftiger Thriller ist es dennoch. 7/10

359. Shallow Ground (BD) – Spannender Low Budget Thriller, dessen gute Grundidee leider etwas vom schmalen Budget verschluckt wird. Dennoch ist das Debüt von Sheldon Wilson ein atmosphärischer und teilweise geschickter Horrorthriller mit einer nicht so üblichen Prämisse. Schade das Wilson irgendwann im TV-Sumpf stecken geblieben ist, denn gerade seine ersten Arbeiten zeugten von einem guten Handwerker für Genreproduktionen. 7/10

360. Darkness Falls (DVD) – Zwar kurzer und knackiger Horrorsnack, aber so richtig zünden will der nicht. Zwar keine Katastrophe, aber eigentlich nur ein Mix aus diversen Versatzstücken. 5/10

361. Godzilla VS. Kong (BD) – Unterhaltsamer Blockbuster, der aber gerne noch etwas länger bei den Monsterkämpfen hätte verweilen können. Der Rest ist wie immer relativ mäßig interessant aber auch nicht totlangweilig. Der direkte Godzilla Vorgänger und „Skull Island“ gefielen mir im Vergleich besser, aber insgesamt ganz ordentlich. 7/10

362. The Protegé (BD) – Ansehnlicher Actionthriller der den einen oder anderen Storytwist zu viel will, aber ziemlich gut aussieht und vor allem gut gespielt ist. Vor allem Michael Keaton macht richtig Laune und Maggie Q funktioniert in solchen Filmen, dank ihrer Hong Kong Erfahrung, auch immer. Leider wird die Action nie so richtig von der Leine gelassen, aber insgesamt, von den letzten Frauenkillerfilmen, einer der besseren. 6/10

363. Midway (BD) – Nun also doch mal nachgeholt und ein recht unterhaltsames Kriegsabenteuer bekommen. An die künstliche Optik und den Effekten gewöhnt man sich mit der Zeit und es ist genug Action drin, dass es nie wirklich langweilig wird. Nett, aber auch nicht mehr und nicht so schlecht wie erwartet. 6/10

364. America has Fallen (BD) – B-Action von Mike Norris mit relativ bekannter Besetzung, der aber dennoch ziemlich billig wirkt und eine etwas zerfahrene Story bietet, die zu viele Schauplätze auffährt. Kommt nie richtig aus den Startlöchern und kann man sich letztlich sparen. 4/10

365. Operation Golden Phoenix (BD) – Der Film war einer der ersten nachdem der Deal zwischen Film One von Jalal Merhi und Shapiro/Glickenhaus ausgelaufen ist und man merkt hier bereits das schmalere Budget, welches aber in späteren Produktionen noch deutlicher werden sollte. So fehlt es etwas an Action und auch der Finalkampf enttäuscht. Dafür ist die Umgebung mal etwas anderes und bringt etwas anderes ins B-Genre. Mehr als Mittelmaß bleibt aber nicht. 5/10

366. Sky Sharks (BD) – Hatte im Vorfeld schon kein gutes Gefühl, aber leider ist der Trashstreifen aus Deutschland tatsächlich eine ziemliche Gurke. Das Problem ist die verquaste Story mit den völlig uninteressanten Hauptfiguren und dämliche Wunsch etliche Cameos unterzubringen, die teilweise richtig schlecht sind. Dadurch ist der Streifen verdammt holprig, nie lustig und einfach vergeudete Zeit. Schade eigentlich, denn das Konzept ist ja eigentlich ganz nett (auch wenn Nazis und Haie ziemlich ausgelutscht sind inzwischen) und auch viele Effekte gehen klar. Doch die Leistung vor und hinter der Kamera ist ziemlich übel. Tja, gewollter Trash kann halt nicht jeder. Schade um einige gute Leute der zweiten Reihe wie Mathis Landwehr, der wirklich besseres verdient. 3/10

367. Escape Room (BD) – Bisher immer nicht beachtet, ist der Streifen durchaus spannend und flott gemacht. Die Räume sind sehr kreativ, auch wenn der Aufwand dahinter doch ziemlich unrealistisch wirkt. Auch ist das Tempo manchmal so hoch, das die Rätsel schon etwas schnell geknackt werden, aber insgesamt ein ansehnlicher Thriller. 6/10

368. Escape Room 2 (Bd) – Die Fortsetzung ist leicht schwächer und noch deutlich unrealistischer, aber dennoch ebenso guckbar wie der Vorgänger. Ob die Story dahinter so wirklich Sinn macht, kann man in Frage stellen, aber trotz schwächerer Figuren immer noch unterhaltsam. 6/10

369. Freaky (BD) – Körperwechsel mal als Horror-Komödie, in der vor allem Vince Vaughn gefällt – wenn auch nicht immer ohne peinliche Momente – und es einige blutige Morde gibt. Das eigentlich gar nicht das warum erläutert fällt dabei gar nicht weiter auf. Das Finale nach dem Finale ist dann leider etwas zu viel des Guten und der finale Spruch dann auch mehr peinlich als cool, aber was solls. Schlimmer finde ich immer, wie die Macher solcher Filme hübsche Darstellerinnen zu Beginn als hässliches Küken hinstelle wollen, obwohl sie schon da ziemlich nett ausschauen.  Aber das ist halt Hollywood. 6/10

370. The Prophecy (BD) – Öko-Horror der ziemlich fade ist und erst zum Ende hin deutlich besser wird, aber doch durch einige schwache Effekte auffällt. Kein Glanzstück seiner Zeit und einer der schwachen Frankenheimer Filme. 5/10

371. Monster Hunter (BD) – Der Trailer hatte mich damals etwas abgeschreckt und leider ist das Endergebnis nicht wirklich besser. Zwar gibt es wirklich viele Effekte, sowie Action und die Monster machen auch was her, aber das alles wirkte weder besonders innovativ noch mit richtig Power inszeniert. Dazu blamiert sich Jovovich erneut in der Hauptrolle und ich kann sie kaum noch ertragen. Auch wirkt alles zu sehr auf die Action fokussiert, so dass sich kaum Stimmung aufbauen kann – was auch an der faden, fast langweiligen Welt liegt. Da hilft auch kein grunzender Tonny Jaa. 4/10

372. The Unholy (BD) – Der Gruselstreifen schafft immerhin eine solide, düstere Kleinstadtatmosphäre aufzubauen und hat einige gelungene Momente, aber letztlich bietet er auch nicht viel mehr als diverse Streifen in der Art. Mit Jeffrey Dean Morgan und William Sadler immerhin charismatisch besetzt, aber leider auch mit einigen schwachen CGI Effekten versehen. 6/10

373. The Survivalist (BD) – Durch Corona kommen anscheinend wieder mehr Endzeitfilme heraus, was wenigstens etwas positives hat. Tatsächlich ist die COVID 19 Delta Variante im Film für den Tod der Bevölkerung verantwortlich und nur wenige haben Überlebt. John Malkovich gilt nach der Heilung der Krankheit als Heiliger, der eine Gruppe Verrückter anführt. Malkovich also erneut in einem B-Film, der diesen auch gleich deutlich aufwertet und auch einige guten Szenen hat und seine Klasse zeigt. Er schien immerhin Lust gehabt zu haben. Sein Gegenspieler ist der aktuell sehr fleißige Jonathan Rhys Meyers, der einen Prepper spielt und eine Frau beschützt die Malkovich gerne in seiner Gewalt hätte da sie eine Heilung gegen die Krankheit verspricht. Das ist sparsam, immerhin nett gespielt und bietet auch einige vernünftige Actionszenen, die aber nie wirklich richtig fetzen. Dafür passt die Endzeitstimmung, aber ein Highlight ist der hier auch nicht gerade. Eine Zeitverschwendung für Endzeit - Fans aber auch nicht. 6/10

374. Last Man Down (BD) – Hier haben wir fast die gleiche Handlung wie in "The Survivalist", nur das Bodybuilder Daniel Stisen und Regisseur Fansu Nije deutlich mehr die 80er hofieren. Diese Handlung spielt in Europa und Stisen verbeugt sich deutlich vor „Rambo 2“ und „Commando“, was sich in diversen Actionszenen, Einstellungen beim Holhacken und Baumstamm tragen und vor allem sich in der gelungen Musik widerspiegelt. Er selbst ist sicherlich kein großes Talent vor der Kamera, ist aber wuchtig und mit seiner tiefen Stimme mehr als markant. Leider schwächelt der Film gerade in seinen Actionszenen. Diese fallen doch manchmal zu steif aus, die Gegner werden zu einfach ausgeschaltet und laufen regelrecht ins Gewehrfeuer und Einfallsreichtum und Choreographie ist selten zu finden. Dadurch geht auch etwas Rasanz verloren, was auch am nicht immer passenden Schnitt liegt. Immerhin besteht die zweite Hälfte fast nur noch aus Action, ein Twist ist zu „Na ja“ und das Ende ist dann schon wieder eine kleine Frechheit – zumindest wenn kein zweiter Teil kommt. Auch bekommt mir der Held etwas zu viel aufs Maul, aber insgesamt kann man sich den dennoch als B-Actionfan geben. Stisen darf gerne weiter machen und sich steigern und das an „Rambo“ orientierte Titelstück ist schon ganz geil. 6/10

Mittwoch, 3. November 2021

Shane Schofields Film-Report: Oktober 2021

Der Oktober war diesmal ziemlich voll gepackt mit diversen anderen Dingen und vielen außer Haus Beschäftigungen. So hat sich der Filmkonsum diesen Monat wieder auf ein normalen Maas eingependelt. Serien waren har nicht dran und insgesamt war es Filmtechnisch also ein eher unaufgeregter Monat - was man auch von den Filmen sagen kann. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG

338. 13 Sins (BD) – Temporeicher Thriller mit einigen fiesen Ideen, gut Besetzt und durchaus spannend inszeniert. 7/10

339. A Score to settle (BD) – Eher Drama als Rachefilm mit einem gut aufgelegten Nicolas Cage und einer guten Chemie zu seinem Filmsohn. Die kurzen Actionelemente wirken fast aufgesetzt und hätten gar nicht unbedingt sein müssen. Trotzdem ist das Endergebnis nicht ganz rund, aber sicherlich nicht übel. 6/10

340. Midnight Sun (BD) – Nette Romanze mit einer sehr sympathisch wirkenden Bella Thorne (anders wie sie sich oftmals in den Social Medien zeigt), welche sicherlich im Nicolas Sparks Fahrwasser mitfährt, aber nicht übertrieben klebrig wirkt. Für geneigte Zuschauer solcher Streifen sicherlich ein Tipp wert. 7/10

341. Cabin of the Dead (BD) – Nette Hommage an “Tanz der Teufel” aus Schweden, die nett getrickst ist und auch erträgliche Figuren auffährt. Sicherlich nichts neues, aber nett wegzuschauen. 6/10

342. Battle Drone (BD) – Schöne B-Action, die sehr stylisch inszeniert ist und vor allem bei der großen Anzahl Action punkten kann. Leider gibt es bei den Auseinandersetzungen leichte Ermüdungserscheinungen, sind aber zu verschmerzen. Gut gefällt auch die Besetzung, bei denen vor allem Louis Mandylor und Dan Southworth herausstechen. Aber auch der Rest, der bekannten B-Gesichter, passen hier gut rein. Insgesamt ganz Launig. 7/10

343. Benny Loves you (BD) – Herrlich schräger Puppenhorror mit viel durchgeknallten Einfällen, viel Blut und echt lustigen Augenblicken. Das Ganze ist zwar günstig und nicht sehr gehaltvoll, macht aber viel Spaß und ist eindeutig eine positive Überraschung. Vor allem ist das alles gut gefilmt und nie langweilig. Sehr schön. 7/10

344. Wehrlos – Die Tochter des Generals (BD) – Spannender Militärthriller, der nicht ganz an die Vorlage herankommt, aber mir schon immer gut gefallen hat. – was auch am Soundtrack und der schwülen Atmosphäre liegt. Hinzu kommen Topdarsteller, eine nicht ganz so einfach zu durchschauende Story und schon bin ich zufrieden. 8/10

345. Hacksaw Ridge (BD) – Endlich mal in den Player geworfen und mal wieder überzeugt Mel Gibson auch als Regisseur. Ist die erste Hälfte noch mehr Drama mit einigen Klischees, geht es in Hälfte zwei dann umso gnadenloser und brutaler ab. Tolle Action, hart und kompromisslos. Da stört auch nicht der Religionskram, der aber eh nicht extrem im Vordergrund steht – hier letztlich aber natürlich passend zur wahren Geschichte ist. 8/10

346. Attack of the Unknown (BD) – Sehr günstiger Alieninvasorenkram, der noch etwas Action reinmixt aber letztlich bei keinem Thema wirklich überzeugen kann. Die Effekte sind meist schwach, die Action lahm und die Gummikostüme nur ganz nett. Dazu können die Figuren nicht wirklich überzeugen. Ne, das war nichts. 3/10

347. The Conjuring 3 (BD) – Bisher schwächster Teil und man merkt das James Wan nicht mehr Regie geführt hat. Das ist alles immer noch gut anschaubar, aber die Abnutzungserscheinungen des Genres machen sich natürlich auch hier bemerkbar. Da hatten die Warrens einen besseren Film verdient gehabt. 6/10

348. Born to Win (BD) – Brent Huff in einen Bruno Mattei Film. Das macht natürlich Laune und bietet viel Blödsinn, aber gerade bei der Action zum Finale hin wird es doch arg eintönig. Zwar gibt es viele Tote und Explosionen, aber Huff steht meist nur da und ballert alles nieder. Da hat Mattei schon besser und dynamischer inszeniert. Dafür hat der sympathische Huff viel Laune an seiner Rolle und genießt den Quatsch offentsichtlich. Ach, ich kann solchen Filmen eh nicht böse sein. 6/10

349. Demonwarp (DVD) – Unterhaltsamer B-Schlocker der extrem viel in einen Topf wirft und immer wieder dadurch mal besser, mal schlechter über die Runden holpert. Am Ende steigert sich das sogar noch und gerade deswegen macht der auch Laune. Ich schau den immer mal wieder gerne, aber leider ist die DVD eher von schwacher Qualität. Darf gerne mal eine Blu-ray kommen in Top-Quali. 6/10

350. Antiviral (BD) – Das Debüt von David Cronenbergs Sohn ist nett, aber teilweise etwas zu ruhig und dröge. Da hat er bei seinem Nachfolger "Possessor" bessere Arbeit geleistet. Dennoch kann man sich das Werk trotzdem mal geben, denn bestimmte Elemente und bizarre Momente gibt es auch hier. 5/10

351. King oft he Ants (BD) – Lange nicht mehr gesehen, aber auch diesmal wieder sehr angetan von dieser schrägen und manchmal auch etwas unausgegorenen Rachepistole. Doch die Darsteller geben alles, die Regie von Stuart Gordon hat Drive und die Gewalt, sowie das ganze Setting ist düster und wenig freundlich. Gefiel mir wieder gut und schade das The Asylum nicht auf diesem Niveau weitergemacht hat. Aber damit ließ sich vermutlich nicht so viel Geld verdienen. 7/10

352. Guns of Dragon (DVD) – Rasante Action aus Hong Kong, der aber in Amerika spielt. Die Action - meist Ballereien - ist häufig, blutig und knackig inszeniert. Dadurch tritt die Geschichte zwar in den Hintergrund, aber das spielt bei solchen Filmen ja keine Rolle. Hauptsache die Action funktioniert und das tut sie hier. 7/10

353. A Quite Place 2 (BD) – Eine wirkliche Steigerung des mäßigen Vorgängers ist nicht zu finden, aber das Tempo ist etwas höher und so denkt man gar nicht groß über einige Dinge nach. Kann man gucken, hat sich jetzt aber auch schon abgenutzt. Nun gut, ein dritter Teil wird sicherlich trotzdem noch folgen. 5/10

354. Auf die harte Tour (BD) – Schöne Buddy-Action-Komödie, die aber gerne auf mehr Action hätte setzen dürfen. So tritt der eigentliche Fall zu oft in den Hintergrund. Dafür überzeugen James Woods mit gewohnter Klasse (und gerade mit seinem üblichen Spiel  passt er hier genau) und Michael J. Fox als quirliger Gegenpart. Leichte Unterhaltung, die man heutzutage kaum noch so geliefert bekommt. 7/10


Samstag, 9. Oktober 2021

Shane Schofields Film-Report: September 2021

So etwas später als gewohnt folgt nun mein Monatsreport für September, der durchaus mit einigen guten Flicks und Serien verpackt war. Vor allem waren viele Erstsichtungen am Start. Außerdem ist das schon ewig her, dass ich zweimal in einem Monat im Kino war. Dann schaut mal rein und vielleicht gibt es ja für euch auch mal den einen oder anderen Anreiz mal wieder bestimmte Filme zu schauen. Und wie immer freue ich mich natürlich auch über eure Meinungen in den Kommentaren - auch wenn sie nicht mit meinen übereinstimmen😅. Danke  an alle, die sich immer mal wieder zur Wort melden. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG


311.  Die Schlange: Killer Vs Killer (BD) – Solider Actionthriller mit einem coolen Tomer Sisley im netten Landsetting. Die Story ist dafür etwas dürftig und mit zu vielen Figuren ausstaffiert, die nicht immer Interesse erzeugen. Auch ist der Actionanteil insgesamt zu knapp, aber immerhin gut gemacht. Terence Yin überzeugt als Profikiller mit seiner eiskalten Art, weswegen der Zweikampf zwischen ihm und Sisley ziemlich enttäuscht – Realismus hin oder her. 6/10


312. City Limits (DVD) – Eine damals aufstrebende Jungdarstellerschar (John Stockwell, Darnell Larsson, Rae Down Chong, Kim Cattral, Robby Benson und ehemaliger Produzentenpartner von Emmerich Dean Devlin) treffen auf Morgan Weisser, James Earl Jones, John Diehl und Critters Produzent Don Opper – der auch hier produziert hat. Leider aber kein „Young Guns“ und eher Endzeit auf Sparflamme mit zu wenig härten oder Action. Dafür gibt es komische Kostüme und zu viele Dialoge. Kann man sich zwar geben, aber dem Film fehlt eindeutig Feuer untern Hintern. 5/10


313. Strasse zum Gesetz (BD) – Interessanter und gutgespielter Cop-Thriller, der eher ernster Natur ist und über gut geschriebene Figuren verfügt. Es gibt zwar blutige Schießereien, ist aber nicht der Fokus des Streifens. Neben Yaphet Kotto bringt Anthony Quinn einiges an Klasse mit. 6/10


314. Screamers (BD) – Gefällt mir immer wieder gut, auch wenn einige Längen auftreten und aus der Prämisse noch mehr Schmackes herausgeholt werden hätte können. Dennoch macht es Laune Peter Weller in dieser Sci-Fi Welt zu folgen. Schöner kleiner B-Film, aus einer Zeit als solche Filme auch noch einen Kinostart bekommen haben. 7/10


315. Castlevania – Staffel 1 (Netflix) – Nette, actionreiche und blutige Umsetzung des Games in gelungener Anime-Optik. Werde dran bleiben. 6/10


316. The Swordsman (BD) – Die letzten Koreanischen Filme haben mit wenig angesprochen, weswegen ich auch hier eher skeptisch war. Doch zum Glück überzeugt der Film mit einer humanen Laufzeit, einen zwar etwas trägen Beginn, der aber dann in eine fulminante zweite Hälfte kippt die schön knackig und mit guten Schwertkämpfen daherkommt. Die Darsteller sind gut und vor allem Joe Taslim – der Grund warum ich mir den überhaupt angeschaut habe – ist herrlich Böse. Das hat mal wieder gefallen. P.S. Eine süße Augenweide ist die Russin Angelina Danilova, die in Korea lebt und ein u.a. Model und Popstar ist, in einer Nebenrolle. Sie darf gerne mehr Filme machen. 7/10


317. Der Joker (BD) – Ein völlig fehlbesetzter Peter Maffay in einem Versuch das amerikanische Kino zu kopieren. Zwar gelingen einige schöne Bilder und auch die Atmosphäre ist wunderbar eighties durchtränkt (die Bahnszene...) und gefällt, aber der Rest ist teilweise hundsmiserabel gespielt, inszeniert und zusammengeflickt. Die Geschichte packt nie, die Handlungssprünge sind teilweise kaum nachzuvollziehen und die Action auch nur ganz okay. Dachte ich probiere es mal, hat meine Ansicht, dem deutschen Film gegenüber nur mal wieder bestätigt. Obwohl solche Filme mir immer noch lieber sind als sonstiger Rotz. Aber gut ist es nicht – auch nicht verklärend gesehen. 4/10


318. Playing with Dolls (BD) – Die wohl bekannteste Reihe von Rene Perez landete jetzt auch mal in meinem Player und Teil 1 ist, von wenigen billigen Gewaltszenen abgesehen, überraschend Hüftlahm, denn es passiert so gut wie gar nichts. Außer man erfreut sich daran, Natasha Blasick die ganze Zeit zu Beobachten wie sie im abgeschiedenen, schönen Waldhaus rumläuft. Aber dafür ist sie nicht geil genug. Sonst gibt es einige schlimme Dialoge und die letzten 5 Minuten noch etwas Verfolgung, bis zu einem abrupten Ende. Noch schwächer als eh schon erwartet. 3/10


319. Need for Speed (BD) – Hatte nie viel Interesse den zu schauen, aber in einer Billo-Aktion bei Amazon dann doch mal gekauft. Wie von mir erwartet ist das Ding nicht nur viel zu lang, sondern auch Actiontechnisch nicht das Highlight. Die Verfolgungsjagden und Stunts sind sicherlich nicht schlecht, aber das fehlte mir einfach der Kick und mehr Blechschaden und waghalsige Manöver. Der Rest wie Darsteller und Inszenierung ist sicherlich nicht übel, aber mehr als Mittelmaß blieb dann doch nicht. 5/10


320. Shang-Chi (Cinestar) – Die neuste Marvel Produktion ist besser als der Trailer vermuten ließ und gefällt vor allem in der ersten Hälfte. Dann schleichen sich im Mittelteil doch einige kurze Längen ein, bevor es am Ende dann wieder Marvel-Typisch zur Sache geht. Wobei die Monster ganz gut funktioniert haben und letztlich dann doch etwas frischer wirken. Sonst erstaunlich asiatisch angehaucht, Tony Leung ist gewohnt gut und natürlich gibt es auch wieder den nervigen Sidekick. Hat leider nicht mehr viel mit der Bruce Lee Hommage als Comic zu tun wie ich sie damals gelesen habe, aber das haben die neuen Comics auch nicht mehr. 7/10


321. X-Tremo (Netflix) – Spanischer Actionfilm der in den üblichen Actionfilm Klischees badet, sich aber gerade deswegen ziemlich wacker schlägt. Zwar insgesamt etwas zu lang, gibt es aber genug Action und coole Typen um einen bei Laune zu halten. Der Gewaltgrad schießt zwar nichts übers Ziel hinaus, aber es ist schon ziemlich rund. Dabei sind die Fights ordentlich, wenn auch nicht der Oberhammer. Aber immer flott und nicht mit der verfickten Wackelkamera versaut. Erfindet das Genre nicht neu, will er auch nicht, und ist durchaus empfehlenswert. 7/10


322. Ein Richter sieht Rot (BD) – Der reißerische Titel verspricht etwas völlig anderes, denn der Thriller von Peter Hyams geht das Thema Selbstjustiz deutlich langsamer, spannender und wenig Actionreich an. Das Resultat ist ein solider Thriller, der gut besetzt und Interessant ist, aber nie zu Höhenflügen ansetzt. 6/10


323. His House (Netflix) – Mal wieder ein Haunted-House Filmchen, der wenig neues bieten kann und eher durch die afrikanischen Einflüsse und deren furchtbaren Missstände punkten möchte. Das wollte aber gar nicht bei mir zünden und so bleiben nur einige stark gemachte, visuelle Bilder im Kopf – die tatsächlich auch mal Atmosphäre aufkommen lassen. Das reichte für mich aber nicht, für einen guten Film aus. 5/10


324. Relic (BD) – Australischer Horrorthriller der mit wenigen, guten Darstellern auskommt und eine Geschichte um Demenz und Geisterhorror erzählt. Das ist teilweise düster und verstörend, aber leider nicht immer Spannend und interessant. Dennoch einer der besseren Vertreter dieser Schiene und durchaus mit einem Hauch Anspruch versehen. 6/10


325. Dune –Part One (IMAX) – Hatte mich sehr drauf gefreut, aber insgesamt konnte er die Erwartungen nicht erfüllen. Weiterhin wirken Villeneuves Filme etwas zu kalt und emotionslos, so dass etliche emotional gedachte Augenblicke einen kalt lassen. Auch fühlt sich, trotz des Megabudgets, der Film nie richtig episch und groß an. Vieles spielt nur in innen Räumen, die zwar Prunkvoll sind, aber auch irgendwo beliebeig. So gibt es außer diesen Räumen und der Wüste nicht viel zu sehen. Die Stadt wirkt nie wie eine Stadt und so bleibt dadurch die Epik etwas auf der Strecke. Dennoch, vor allem im Vergleich mit den vielen anderen Blockbustern, ein guter, teilweise wuchtiger Film, der noch immer noch genug geile Bilder auf die Leinwand zaubert. Starke Darsteller, gute Ausstattung und echt wirkende Effekte kommen noch oben drauf. Nicht ganz der erwünschte Knaller, aber gut. 8/10


326. Der gnadenlose Vollstrecker (BD) – Shaw-Eastern, der in üblicher Optik daher kommt und viele, vor allem schön brutale Kämpfe abliefert und deswegen für Actionfans sehr lohnenswert ist. 7/10


327. Animal Protector (DVD) – Mats Helge liefert mit diesem B-Actionfilm eine ziemlich Strunzdoofe Actionorgie ab, bei der David Carradine mal wieder den süffisanten Bösewicht gibt. Zum Glück gibt es viel Action, blutige Einschüsse und diverse Zeitlupen und oben drauf noch ein paar Kämpfe. Sicherlich nicht gut, aber unterhaltsam für Fans solcher Ware. 6/10


328. Nightmare Weekend (BD) – Billiger Horrorschocker der überhaupt keinen Sinn macht und einen Computer Sachen tun lässt, die selbst heute noch unmöglich wären. Hinzu kommen miese Darsteller und kein Gefühl für Dramatik und Modebewusstsein. Dafür passiert ständig was, Titten gibt es auch regelmäßig und hinzu kommen noch ein paar blutige Effekte. Nicht wirklich gelungen und erstaunlich das hier nach Dale Midkiff („Friedhof der Kuscheltiere“) und Robert John Burke („Dust Devil“, „Thinner“) tatsächlich noch eine Karriere hatten. 4/10


329. Hercules (BD) – Wie die Comicvorlage auch, bleibt dieser Hercules eher im realistischen Rahmen. Dafür bekommt man aber auch bei Action und Handlung wenig Neues bis packendes zu sehen. Das geht alles klar, ragt aber nicht irgendwie heraus. Außerdem ist Dwayne Johnson hier teilweise richtig mies. 6/10


330. Playing with Dolls 2: Bloodlust (BD) – Zum Glück ist hier die Opferzahl deutlich höher und so gibt es auch mehr brutale Kills zu sehen. Der Rest ist auf Augenhöhe mit dem restlichen Perez Output und das noch offenere Ende ist schon echt ärgerlich. 5/10


331. Best Seller (BD) – Etwas Altbackener Thriller der vor allem durch seine beiden Hauptdarsteller punktet. Alles andere ist okay, aber man hat das Gefühl da hätte mehr drin sein können. 6/10


332. Them! (BD) – Toller SW Monsterfilm um Riesenameisen, der jeder Menge Angriffe vorzuweisen hat und dadurch nie langweilig wird. Vor allem der Beginn ist atmosphärisch geraten. Vermutlich ist der Film auch der Grund warum ich das Spiel „It came from the Desert“ so geliebt habe. 9/10


333. Safe Haven (BD) – Eher übliche Nicholas Sparks Verfilmung, der zwar einige Thrillermomente mit einbringt, aber sonst auf ausgelutschten Romantikpfaden wandert. Wobei Duhamel und Hough zu gefallen wissen, aber so richtig kribbeln will es nicht vor dem Bildschirm. Am Ende wird dann noch sehr unnötig ein Twist heraufbeschwört, der völlig unpassend ist. 5/10


334. Screamers 2: The Hunting (DVD) – Sheldon Wilson liefert eine durchaus gelungene Fortsetzung ab, die sicherlich keinen Innovationspreis gewinnt, aber durch hohes Tempo, einigen netten Effekten und einem höherem Gewaltgrad punkten kann. Schade das Wilson nie einen richtigen Hit landen konnte - der hat mehr Talent als manch andere Hollywood-Knallschote. 6/10


335. Coma (BD) – Schön getrickste, wenn nicht ganz schlüssige Sci-Fi aus Russland, die diesmal aber einiges richtig macht. Leider verliert sich der Faden etwas nach der Hälfte, aber insgesamt kann man sich das Ding mal angucken. 6/10


336. Eleven days, eleven nights (BD) – Der erfolgreichste Joe D’Amato ist natürlich an 9 ½ Wochen angelehnt, zielt aber mehr auf die Erotikszenen ab. Das restliche Drehbuch ist eher dünn geraten und aus der Prämisse hätte man deutlich mehr Spannung und Reizvolles herausholen können. So ist es arg Oberflächlich, aber Jessica Moore rettet einiges. Für Fans dieses toten Genres sicherlich ordentliche Kost. 7/10


337. Playing with Dolls 3: Cry Havoc (BD) – Dieser Teil hat zwar die besten Effekte (von Markus Koch), aber insgesamt ist das wieder ein Rückschritt, da etliche Zeit gar nichts passiert. Sonst bekommt man da übliche geboten - wobei diesmal Richard Tyson keine Zeit hatte. Trotzdem hoffe ich auch das Teil 4 mal eine Blu-ray VÖ bekommt. Immerhin ist Robert Bronzi da am Start. 4/10


Donnerstag, 9. September 2021

Shane Schofields Film-Report: August 2021

Da diesmal der August ziemlich mit Arbeit vollgepackt war, hing ich wieder mehr Zuhause ab und chillte bei dem einen oder anderen Film bzw. Serie. Das hat die Anzahl der gesehenen Streifen noch einmal nach oben getrieben und ich habe bereits jetzt die 300 Marke geknackt. 2019 habe ich noch unter 300 insgesamt geschaut. Aber Lockdown und Beschränkungen unterstützten den Filmfluss natürlich. Jedenfalls gefällt mir die ausgewogene Mischung aus Alt, Neu (letzten Monat wieder deutlich mehr), Serien und Filmreihen sehr gut, so dass ich auch wieder mehr Lust verspüre, Filme zu schauen. Im September wird es vermutlich etwas ruhiger an der Filmfront, aber es steht auch ein baldiger Urlaub an. Mal schauen was mir dann so unter die Augen kommt. Im August jedenfalls waren es folgende Filme und Serien: 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG


 

281. The Balkan Line (BD) – Politisch etwas einseitig, aber sonst ein solider Kriegs-Actioner, der nur im Mittelteil etwas durchhängt.  Sonst gibt es aber etliche , vor allem im Finale,  gute Actionszenen zu sehen und Hauptdarsteller Anton Pampushnyy überzeugt in der Hauptrolle. Auch ist Milena Radulovic, wie in "Superdeep" mehr als nett anzuschauen. Passt also insgesamt. 6/10


282. The Wind (BD) – Atmosphärischer Insel-Horror mit einem wunderbar bösartigen Wings Hauser, der versucht Meg Foster umzubringen. Das Setting hilft etwas über die fehlende Spannung hinweg. 6/10


283. Cemetery of Terror (BD) – Wenn der nicht von Vinegar Syndrome erschienen wäre, hätte ich mir den vermutlich nie angeschaut. Wäre nicht schlimm gewesen, denn obwohl es eigentlich ganz gut anfängt, verhaspelt der Film sich in mäßigen Szenen und verliert irgendwann den roten Faden. Auch machen die Tötungen nicht genug her und die Kinder nerven. 4/10


284. Fire on Fire (DVD) – Mäßiger Frauenlagerstreifen vom "American Ninja 4" Regisseur, der eher die B-Actionschiene bedienen will und mit Oliver Reed und Robert Vaughn zwei Altstars aufbietet. Zumindest Reed hatte im Kreise einiger netter Frauen seinen Spaß. Typische Schauwerte gibt es eher weniger, dafür ein paar Actionszenen die in Ordnung gehen. Nur für Vielseher. 5/10


285. Black Lagoon: Robertas Blood Trail (BD) – Die OVA kommt etwas düsterer und auch weniger locker daher. So muss man sich auch etwas anstrengende und tiefsinnige Dialoge über sich ergehen lassen. Immerhin gibt es aber ebenso wieder knackige Action und coole Momente. Die beiden Vorgänger machten aber etwas mehr Laune. 7/10


286. Wie schmeckt das Blut von Dracula (BD) – Verdammt. Es geht doch noch schwächer. Hier erwecken drei Männer den Fürsten der Dunkelheit, aber das mal wieder erst nach der Hälfte des Filmes. Danach will sich Dracula rächen, weil die Kerle seinen Diener töten. Doch statt sich direkt den Männern anzunehmen, will er sein Ziel über die Töchter erreichen. Leider erreicht er nur gepflegte Langeweile, und Christopher Lee wirkt auch wenig bedrohlich. So dümpelt das alles vor sich hin und kommt mal wieder nicht an die ersten Teile heran. Hoffe das dieser nun den Tiefpunkt darstellt. 4/10


287. The Suicide Squad (IMAX) – James Gunn versucht die Suicide Squad zu retten und liefert auch den besseren Film ab, landet aber finanziellen Schiffbruch. Tja, so kann es gehen. Immerhin macht das ganze Treiben deutlich mehr Spaß, ist saftig aber comichaft blutig und manchmal schön makaber. Dafür muss man aber auch das Hirn zu Hause lassen und etliches erinnert an den ersten "Expendables" (Insel, Übernahme der Militärmacht). Insgesamt ganz lustig, aber um einiges zu Lang, jedoch unterhaltsam, aber dabei auch nicht wirklich richtig gut. Schade auch, dass die Starfish Geschichte hier nur nebenbei verwurstet wird. In einem früheren Comic gab es mal eine richtig gute Geschichte dazu. 7/10


288. I spit on your Grave (BD) – Neben den Hammer Draculas,  gibt es diesmal parallel diese Remake Reihe. Teil 1 war damals ein Überraschungserfolg und durchaus ein hartes Stück Film. Es wird bei solchen Filmen ja immer nach der Unterhaltung gefragt, aber da es nur ein Film ist und dieses Genre nun einmal existiert, geht das schon klar und man freut sich letztlich auf die Rache (gut, einige Menschen haben vielleicht mehr gefallen an dem anderen Kram). Das Opfer wird von der attraktiven Sarah Butler ordentlich dargestellt und sie macht auch einiges körperlich mit. Auf der anderen Seite überzeugt, wie immer, ein fieser Andrew Howard. Funktioniert als das was er ist, aber man sollte nicht zu viel über die Zeit nach der Vergewaltigung bis zur Rache nachdenken, denn diesen Part lässt der Film komplett aus. In diesem Genre sicherlich mit die Speerspitze. 6/10


289. Bosch – Season 4 (Amazon Prime) – Diesmal wird es für Bosch noch persönlicher, aber es werden nun auch einige offene Fäden abgeschlossen. Sonst bleibt die Qualität und die Leistungen aller Beteiligten hoch und es ist einfach spannend den Fällen und den Figuren zu folgen. 8/10


290. Dracula – Nächte des Entsetzens (BD) – Hier bekommen wir wieder ein besseres Ergebnis abgeliefert und das liegt nicht nur daran, dass es deutlich blutiger zur Sache geht, sondern die Inszenierung insgesamt flotter daher kommt. Es wird mehr Abwechslung und auch mal etwas mehr Humor geboten. Dennoch kommt die Typische Hammer-Atmosphäre auf. Nur die billigen Fledermäuse, trotz blutiger Angriffe, laden – sicherlich auch damals schon – eher zum Lachen ein – was den Horrorfaktor doch um einiges reduziert. 7/10


291. Masters of the Universe: Revelation (Netflix) – Auch Nerds bekommen einige Dinge nicht viel besser hin. Kevin Smith musste einiges an Kritik einstecken und auch wenn die ersten 5 Folgen nicht so übel sind, kann man etliche Kritikpunkte verstehen. Lässt sich zwar ganz gut wegschauen aber nicht alle Entwicklungen gefallen oder machen Spaß. Mal von der Behandlung der Figur He-Man ganz zu schweigen, wirkt auch Teela mit fescher Frisur eher wie ein feuchter Cosplayertraum – was sie vermutlich auch ist. Dennoch wird sie natürlich durch den Brustpanzer nicht zu sehr sexy dargestellt. Die 2000er Serie bleibt weiterhin das Maß aller Dinge. 5/10  


292. Scanner Cop (BD) – Starker Ableger der Scanner-Reihe mit hohem Tempo, vielen guten Effekten und einigen richtig starken Szenen, wie die Irrenhaus-Sequenz. Sonst natürlich typischer DTV-Kram, der aber noch immer Laune macht und mit einigen netten Darstellern wie Daniel Quinn, Richard Lynch, Mark Rolston, Cyndi Pass, Gary Hudson  oder Luca Bercovici auftrumpft. Mal wieder eine tolle VÖ aus dem Hause Vinegar Syndrome! 7/10


293. Kopfjagd (BD) – Die französische Variante vom „Millionenspiel“, „Todesmarsch“ oder „Running Man“ ist zwar ganz nett, braucht aber etwas zu lang um das richtige Tempo zu erreichen. Teilweise zwar fies, aber unterm Strich läuft das eher Verhalten ab. Zwar gefällt Piccoli, aber der Rest ist meist blass – was zum Glück durch die Synchro etwas wett gemacht wird. Okay, aber nicht mehr. 5/10


294. I spit on your Grave 2 (BD) – Steven Monroe legt tatsächlich noch eine Schippe drauf und lässt diesmal die ebenfalls attraktive Jemma Dallender durch die Hölle gehen. Das fällt noch etwas härter und dreckiger aus und der Wechsel zum Ostblock bringt noch mehr die Verzweiflung im Opfer zu tragen. Dafür darf sie sich dann aber, etwas kürzer, aber mehr als saftig, an ihren Peinigern Rächen. Für empfindliche Gemüter ist das sicherlich keine Unterhaltung, aber bei einer so professionellen Produktion merkt man dennoch ein Unterschied zu den vielen Billo-Produktionen. Muss man nicht mögen, kann man aber. 6/10


295. Trident Force (DVD) – Billiger Videothekenactioner, der irgendwie zusammengewürfelt Episodenhaft und mit seinen Handlungs- und Zeitsprüngen oftmals wenig logisch daher kommt. Auch die Action ist nicht der Überflieger und macht fast nur im Finale richtig Spaß. Bis dahin taumelt Filipino-Actionstar Anthony Alonzo durch die Handlung und tut alles dafür zu zeigen, dass es auch mal muslemische Helden geben darf. Warum er vor seinem Alleingang aber wirklich sämtliche Körperbehaarung entfernt und man überhaupt die Trident Force einführt, nur damit der Held dann eh alleine aufräumt, sollte man besser nicht hinterfragen. Das Cover des Filmes (auch das deutsche DVD Cover) ist aber der Hammer und würde auch zu einem geilen Actionroman aus den 70er/80er passen. 4/10


296. Jackals (BD) – Was muss schiefgehen wenn zwei Darsteller wie Dorff und Schaech in einem Film mitspielen die ich beide sehr gerne sehe, aber das Ergebnis trotzdem nicht gefällt. Tja, hier sieht man das Ergebnis. Trotz einer ständigen Belagerung kommt keine Spannung auf, weil man bei der Masse der Angreifer eh nicht erwartet dass überhaupt jemand überlebt – und es auch nie den Eindruck macht, dass jemand über seine Kräfte hinauswächst. So nerven einige Figuren ebenso wie deren Entscheidungen und aus der Prämisse mit dem Kult hätte man auch gerne mehr machen dürfen. Zum Beispiel mit etwas Informationen über sie. Ebenso passen irgendwie nicht so richtig die Zeitabläufe im Vorfeld der aus der Not geborenen Entführung – z.B. wie lange der Sohn bei der Sekte Mitglied ist. Ordentlich gefilmt ja, reicht aber nicht. 4/10


297. Footloose (BD) – Das Remake mit Schnittchen Julianne Hough und Dennis Quaid hält sich sehr an das Original und bietet dafür wenige Überraschungen. Der  Schwenk in Richtung Country und Kleinstadt passt aber, es werden einige Klischees vermieden, wie der Neue der natürlich ein Außenseiter ist (hier gleich gut aufgenommen) oder die hübsche Tochter, die sich nach anfänglichen sträuben, doch von ihrem Arschloch Freund flachlegen lässt. Manchmal habe ich halt Bock auf solche Filme und der hier machte dann auch genügend Laune – was auch am Soundtrack und den netten Tanzszenen liegt. 7/10


298. I spit on your Grave 3: Vengeance is mine (BD) – Sarah Butler ist zurück unter neuer Regie und diesmal macht der Film einen Schwenk in Richtung “Death Wish”. Das wäre auch völlig okay, wenn der Film sich denn straight dafür entscheiden würde. Leider schwankt man hier immer zwischen arg oberflächlichen Drama und Exploitationfilm, ohne die Kurve zu bekommen. Dadurch entstehen nicht nur ein paar Längen, sondern auch Unmut über das inkonsequente Drehbuch. Zwar geht es manchmal schön heftig zur Sache (Penisspaltung), aber mir hätte ein reinrassiger Rachefilm besser gefallen als diese lauwarme Mixtur. 5/10


299. Primal – Season 1 (BD) – Manchmal etwas klobig animierte Serie um einen Vorzeitmenschen und einem Dinosaurier. Dennoch macht die Serie unglaublich viel Laune, ist extrem einfallsreich, düster aber auch leichtfüßig. Dabei geht es ebenso hart wie unerbittlich zu und obwohl es keine Dialoge gibt, wird es nicht eine Minute langweilig. Freue mich auf Staffel 2! 8/10


300. Stroker (DVD) – B-Action mit Frank Zagarino, der mit Langhaarmähne unter den Bösewichtern aufräumt – darunter auch Brett Baxter Clark. Neben Zagarino kommt ein David Carradine  daher, der damals ja einen Film nach dem anderen drehte, hier aber deutlich mehr Lust offenbart. Einmal singt er sogar und hat viel Spaß an seiner Rolle. Hier war er sogar mit einer der Produzenten und seine Tochter hat auch einen Auftritt. Sonst ist die Action okay, aber viel zu wenig und auch teilweise arg unspektakulär. Vor allem der Showdown enttäuscht. Kann man sich als hartgesottener B-Fan trotzdem mal geben.  Interessant ist übrigens Zagarinos Rollenname: Wie auch im Actionspektakel „Striker“ von Enzo Castellari heißt er hier John „Striker“ Slade und der Film beginnt so wie „Striker“ endete. Zagarino steigt in „Striker“ in einen Truck ein und hier steigt er aus. Soll das hier eine verkappte Fortsetzung sein? Wir werden es vermutlich niemals erfahren. 6/10


301. Scanner Cop 2: Volkons Revenge (BD) – Auch die Fortsetzung macht Laune und hier darf Patrick Kilpatrick mal wieder einen dämonischen, skrupelosen Bösewicht darstellen, der gelernt hat, dass er stärker wird, wenn er die Lebensenergie anderer Scanner aufsaugt. Also muss Daniel Quinn ihn aufhalten. Das Tempo ist extrem hoch, denn fast alle 5 Minuten wird irgendwer gescannt und deswegen gibt es wieder wunderbare handgemachte Effekte zu sehen. Natürlich erinnert die Geschichte dabei etwas an „Highlander“ oder „Lifeforce“ und teilweise bekommt man hier Grimassen zu sehen, die man kaum glauben kann. Aber verdammt, das ist durchweg unterhaltsam. Schön waren die damaligen Zeiten. 7/10


302. Dracula jagt Mini-Mädchen (BD) – Graf Dracula ist in den Siebzigern angekommen und schlägt nun seine Zähne in knapp bekleidete Mädchen.  Na ja, mehr oder weniger.  Leider dauert es mal wieder, nach einem gelungenen Start der mal nicht direkt an den Vorgänger anknüpft,  bis Christopher Lee erscheint und so konzentriert sich der Film eher auf den späteren B-Bösewicht Christopher Neame. Dabei kommt aber nie wirkliche Horrorstimmung auf, es gruselt nun gar nicht mehr und aus dem modernen Setting wird auch wenig herausgeholt. Dafür darf Peter Cushing wieder mitmischen, was den Film deutlich aufwertet. 6/10


303. The Dare (BD) – Hier waren die Erwartungen mal wieder höher, denn weder war der Film besonders Hart (von den ungeliebten Themen der FSK mal abgesehen) noch besonders flockig erzählt. Wirklich neues bekommt man hier nicht und nur Richard Brake kann vollends überzeugen. Hinzu kommt mal wieder ein völlig unnötiger und beschissener Nachklapp zum Schluss. 5/10


304. The Attack (BD) – Auch hier gab es etliche positive Kritiken, aber nach „Ashfall“ oder „Fabricated City“ konnte mich auch dieser Actioner aus Korea nicht begeistern. Zwar kracht es ganz ordentlich, aber die Story war mal wieder zu überladen und so richtig funktionieren  wollte die Action, auch wegen dem  gewollten Kamera Stil,  nicht. Außerdem traten mal wieder einige Längen auf, was die guten Passagen nicht ausgleichen können. Mal wieder enttäuschend.  Mich kann das Korea-Action-Kino oftmals nicht mehr abholen.  5/10


305. Scalps (BD) – Wenn man die ersten 60 Minuten übersteht, bekommt man etwas billiges gekröse geboten. Fed Olen Rays Film ist also nah am Amateur-Bereich und kann nur bedingt unterhalten. 4/10


306. The Satanic Rites of Dracula (BD) – Schließt vom Stil sehr an den Vorgänger an und wieder hat Christopher Lee leider nicht viel zu tun, obwohl er es sogar in zwei Jahren zu einem Firmenchef (!) gebracht hat. Peter Cushing darf abermals ran und wirkt hier noch ausgemergelter als zuvor.  Immerhin gibt es mehr Action und einige blutige Szenen in Zeitlupe. Zwar wird das Thema des fließenden Wassers sehr großzügig ausgelegt, aber das mindert jetzt nicht weiter die Qualität. Ganz vernünftiger Abschluss für Lee in seiner letzten Dracula Rolle für Hammer Films. 6/10


307. Der Killer in Mir (BD) – Schräger Schizo-Flick mit einigen Leistungen die arg overacted daher kommen, aber durch die etliche Elemente und dem kruden, aber deswegen gelungenen Finale, trotzdem sehenswert ist. Vor allem optisch und Soundtechnisch gelungen, insgesamt sehenswert und reiht sich damit gut in andere Elijah Wood Produktionen ein. Wirklich kein Einheitsbrei und schon dadurch willkommen. Aufgeschlossene Filmfans sollten mal einen Blick riskieren. 6/10


308.  The Legend of the 7 Golden Vampires (BD) – Peter Cushing kehrt diesmal ohne Christopher Lee zurück, in diesen kruden Mix aus Horror und Kung-Fu-Movie. Doch gerade diese Mischung gibt dem altbackenen Hammer Horror eine frische Note – auch wenn einiges nicht so funktionieren oder immer passen mag. Dennoch macht der mehr Laune als die meisten Dracula Dinger zuvor. Immerhin ein unterhaltsamer Abschluss. Auch wenn ich nun froh bin die Reihe durch zu haben. 7/10


309. Endangered Species (BD) – Nach dem zwar schlecht animierten, aber durch die Söldner-Action dennoch guckbaren „Rogue“ von MJ Bassett folgt gleich der nächste Streifen, der in Afrika spielt. Wieder spielt Phillip Winchester eine der Hauptrollen, auch wenn diesmal in etwas ungewöhnlicher und eher unpassender Rolle. Doch diesmal fällt das Ergebnis deutlich langweiliger und schlechter aus. Die Effekte sind immer noch furchtbar, aber diesmal sind auch die Figuren uninteressant bis ätzend. Außerdem passiert kaum etwas und Tierangriffe wie Action halten sich arg in Grenzen, so das am Ende nur positiv die Tierschutzaussage des Streifens, wenig Action im Finale und Jerry O‘ Connell als asozialer Tierjäger übrig bleibt. Der Rest ist leider ziemlicher Murks – was man auch von Bassetts Tochter (auch Drehbuch)und dem leicht operierten Gesicht von Rebecca Romjin sagen kann. 3/10


310. 400 Bullets (BD) – Tom Patton, dessen bisherige Regiearbeiten eher unterdurchschnittlich ausfielen, präsentiert diesmal einen reinrassigen B-Actionfilm, der zwar keine Bäume ausreißt, aber grundsolide und ordentliche Action bietet. Jean Paul Ly, der immer mehr Hauptrollen abbekommt, darf wieder seine Kampf- und Stuntkünste zeigen, auch wenn er nicht komplett freidrehen darf, da die Action etwas geerdet eingefangen wurde. Dafür übersichtlich und trotz des begrenzten Platzes auch nie langweilig. Er ergänzt sich ganz gut mit Andrew Lee Potts und so darf man sich, als Actionfan, über ein durchaus zufriedenstellendes B-Picture freuen, welches einiges richtig macht. 6/10

Dienstag, 3. August 2021

Shane Schofields Film-Report: Juli 2021

Der Juli war insgesamt ein unaufgeregter Monat, sowohl Filmtechnisch als auch sonst so. Nur die Arbeit zerrt etwas an den Nerven. Doch gute Filme helfen immer um runterzukommen. Leider waren auch einige Gurken im Juli dabei, aber das gehört ja auch dazu und macht auch den Spaß bei Erstsichtungen aus. Checkt es aus. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG


254. Spare Parts (BD) – In typisch gewollter Grindhouse-Tradition kommt dieser B-Film daher, drückt aber nie vollends auf die Tube. Die Kämpfe könnten knackiger sein, aber die Mädels gehen Grundsätzlich in Ordnung. Das schmale Budget merkt man leider an manchen Stellen und mehr Sex hätte auch nicht geschadet. Insgesamt nur solide. 6/10

255. Superdeep (BD) – Russischer Horror der gerne ein „The Thing“ wäre, aber nicht annähernd an den Klassiker herankommt. Schon bei den spröden bis uninteressanten Figuren (auch wenn Milena Radulovic sehr angenehm zum anschauen ist)  hapert es, die Untergrundbasis besteht nur aus den immer gleichen Räumen und Gängen und in der viel zu langen Laufzeit passiert einfach viel zu wenig. Das ist eigentlich schade, denn die Effekte und Atmosphäre sind schon ganz ordentlich. Leider reichte es final beim Budget eher nur zum Dauerquatschen und einigen blöden Ideen.  Ich werde auch weiterhin nicht so richtig warm mit dem russischen Kino.  5/10

256. Six-String-Samurai (BD) – Die VÖ zu diesem kleinen Spaßmacher von Vinegar Syndrome ist der Hammer und wird dem Film endlich gerecht. So speziell der Film auch sein mag, man merkt an jeder Ecke das Herzblut der Macher hinter und vor der Kamera und mir macht er einfach weiterhin unglaublich Spaß. Toller Film, cooler Held und ein smoother Soundtrack machen den viel zu unbekannten Streifen zu einer runden Sache. 9/10

257. Cosmic Sin (BD) – Ich habe keine Ahnung warum jeder neue Bruce Willis Film immer wieder so niedergemacht wird. Man weiß doch inzwischen was einen erwartet und auch wenn „Cosmic Sin“ sicherlich kein guter Film ist, so ist er dennoch erträgliche B-Ware mit etlichen bekannten Gesichtern und genug Action um einen ausreichend zu unterhalten. Da gibt es viel, viel Schlimmeres und ganz ehrlich - ich guck die Dinger eh nicht wegen Willis. 5/10

258. Snapdragon (BD) – Im Fahrwasser von „Basic Instinct“ entstandener Erotik-Thriller mit Pamela Anderson, die hier noch ganz schnuckelig ist und noch nicht so künstlich umgebaut. Dazu weitere bekannte B-Fratzen, ein wenig aufregender Thriller-Plot und etwas softe Sexszenen. Das was der Film will, erreicht er. 5/10

259. Dracula (BD) – Diesen Monat habe ich die Hammer-Dracula Reihe begonnen und gemerkt, dass ich gar nicht alle Teile kenne. Zwar werde ich nicht alle 9 Filme diesen Monat schaffen, aber irgendwann musste ich ja mit der Serie mal beginnen. Teil 1 ist eine lose Verfilmung von Bram Stokers Roman, überzeugt aber vor allem beim Setting und den tollen Schauspielern wie Peter Cushing und Christopher Lee.  Wirklich gruselig ist das alles natürlich nicht mehr, aber die wenigen Effekte, wie im Finale, sind immer noch schön anzusehen. Ebenso wie die Ausstattung. 7/10

260. Looper (BD) – Hier hatte Bruce Willis noch Lust und Rian Johnson hat auch noch nicht dazu beigetragen  „Star Wars“ kaputt zu machen. Dafür haben wir einen, nicht ganz Logikfesten Sci-Fi-Thriller mit frischen Ideen und etlichen blutigen Actionszenen. Das Tempo ist, bis auch einen Hänger auf der Farm, hoch und die Stimmung durchaus düster. Nachdem mir diverse Leute gesagt haben, ich brauch mir den nicht anzuschauen, habe ich es jetzt also doch mal gemacht und wurde nicht enttäuscht. Zeigt halt mal wieder, dass man sich immer selbst ein Bild machen sollte. 7/10

261. The Big Ugly (BD) – Mehr Drama als Actionfilm, zeigt der Film Wege und Konsequenzen von unterschiedlichen Handlungen auf. Die wenige Action ist immer gut und die Darsteller versuchen etwas anderes als gewohnt abzuliefern. Das ist manchmal zu lang, vielleicht auch etwas platt, aber nie langweilig – was auch mal wieder zeigt das Personen wie Ron Perlman, Malcolm McDowell oder Vinnie Jones einfach durch Ausstrahlung ein Ruder rumreißen können. Gerade Jones hat ein paar gute Momente erwischt. Klar, etwas mehr Action hätte nicht geschadet, aber was solls. 5/10

262. Black Lagoon – The Second Barrage (BD) – Die zweite Staffel kann sogar noch die Qualität steigern und bietet wieder knallige Action, ein hohes Tempo und gelungene Geschichten. Dabei fallen neben den sympathischen Hauptfiguren, vor allem die diversen starken Nebenfiguren auf, die echt was hermachen. Einige Folgen, wie mit den Zwillingen, streifen dabei sogar etwas das Horror-Genre. Gefällt mir richtig gut inzwischen. 9/10

263. Bosch – Season 3 (Amazon-Prime) – Die Qualität bleibt hoch, die Stimmung wird düsterer und die Fälle gefallen weiterhin. Dazu kommen wieder einige gute Nebenplots und Bosch selbst rutscht immer weiter auf die dunkle Seite der Macht und streckt das Gesetz so wie er es braucht. Einige Fragen bleiben offen und machen Lust auf Staffel 4. 8/10

264. Fabricated City (BD) – Adrenalingetränkter Actioner aus Korea, der leider dem typischen Blockbuster Kino der Marke „Fast & Furious“ folgt. Hecktisch, ohne charismatische Figuren und auch wenn einige Actionszenen gut sind, reicht es nicht aus um den Film mal wieder über die zu lange Laufzeit zu retten. Hatte ich mir mehr erhofft. 5/10

265. Brides of Dracula (BD) – Hier kehrt nur Peter Cushing zurück, liefert aber dennoch eine nette Fortsetzung hab. Die Damen wirken aber von der Schminke und dem grimassieren eher unfreiwillig komisch. Dafür stimmt natürlich wieder die Optik der Kulissen und das Tempo ist auch okay. 6/10

266. The Brave (BD) – Auch mit diesem B-Actioner zeigt William Kaufman abermals sein Gespür für Action, auch wenn der Film natürlich nicht an „Sinners and Saints“ herankommt. Zwar bekommt man hier nicht wirklich viel Neues geboten und die Figuren wachsen einem nicht unbedingt ans Herz und sind teilweise etwas verschenkt (Armand Assante), aber Louis Mandylor gibt wieder einen guten Helden ab und wenn es zur Sache geht, kracht es ordentlich. Vor allem zwei längere Actionszenen kommen gut choreographiert und wuchtig daher. Das ist nicht Bahnbrechend, aber gerade im Bereich der DTV Actionfilme eindeutig einer der besseren der letzten Zeit. Sound und Mündungsfeuer passen auch und nur wenige CGI-Momente können das Gesamtergebnis nicht groß trüben. Für Actionfans sicherlich mal ein Blick wert. 7/10

267. Blackfire (DVD) – Romano Kristof als Ramboverschnitt in einen etwas verquasten Thrillerplot, der nicht wirklich viel hermacht. Die Action ist dabei Silver Star typisch im unteren Bereich anzusiedeln, aber im Finale geht es dann ganz gut ab. 4/10

268. Fortress of Amerikkka (DVD) – Eric Louzil hatte sicherlich einen ernst gemeinten Actionfilm für Troma im Kopf, aber das Drehbuch ist ziemlich bescheuert, so das jenes vorhaben sich schnell erledigt hat. Dafür bekommen wir aber viele kleine Scharmützel, Gewalt und Titten zu sehen. Das alles mit teils schwachen Leistungen und fragwürdigen Ideen (das Grab des zu rächenden Bruders ist schon grandios zum an die Stirn klatschen, die Hintergründe und das Verhalten der Söldnertruppe ist reichlich idiotisch) gemischt. Herauskommt aber ein unterhaltsamer Actionstreifen mit viel  Blut und billigen Ballereien. Zum Glück nicht ganz so Troma typisch, aber gerade deswegen für mich unterhaltsamer als anderer Kram aus deren Programm. 6/10

269. Blut für Dracula (BD) – Christopher Lee kehrt, nach über 40 Minuten, zurück und faucht sich durch den Film. Ein unterhaltsamer Abt vertritt dabei Peter Cushing, aber sonst dauert es etwas bis der Film in die Gänge kommt. Das ist nett, aber auch nicht mehr. Dennoch veredelt Lee natürlich das gesamte Projekt. 6/10

270. Hard Kill (BD) – Noch ein Bruce Willis Projekt um Kohle abzugreifen. Viel zu tun hat er zum Glück nicht und deswegen glänzt Jesse Metcalfe, den ich in solchen Flicks gerne sehe, vor allem in den Actionszenen. Gerade Körperlich kommen seine Szenen schön aggressiv und hart rüber. Leider sind die Schießereien etwas einfallslos Inszeniert und der Schauplatz ist zwar ganz cool, aber irgendwann doch arg begrenzt. Dennoch solide B-Action. 6/10

271. The Reckoning (BD) – Neil Marshall sollte langsam mal wieder in die Spur finden (hoffentlich mit „The Lair“, seinem aktuellem Projekt) auch wenn dieser Hexenjagdfilm jetzt auch nicht so scheiße ist wie er oft gemacht wird. Langweilig war es nicht, aber Realismus muss man hier, trotz der Bezugnahme auf wahre Ereignisse, nicht erwarten. Das Gesamtbild ist einfach zu sauber und vor allem Charlotte Kirk sieht durchweg aus wie ein Model nach einem Arbeitstag bei Heidi Klum: Geschafft, aber letztlich immer gut geschminkt. Natürlich wollte Charlotte sich selbst und ihr Verlobter Marshal natürlich auch, sie im besten Licht dastehen lassen. Das schafft sie aber dann eher optisch als Darstellerisch und wenn man sich die Vergangeheit von Frau Kirk anschaut, kann man wohl von einer typischen Hollywood-Bitch (sie wird wohl bei der #metoo Bewegung an der Spitze stehen)  sprechen, die alles versucht hat um Erfolg zu haben. Mal sehen wie lange sie dem Neil Marshall treu bleibt – vermutlich bis ein größerer Produzent oder Regisseur kommt. Denn der durchschlagende Erfolg außerhalb der Betten Hollywoods blieb für sie bisher aus. Aber wer kennt schon die Wahrheit außer sie selbst. Den Film kann man dich dennoch geben, auch wenn es gerade im Finale zu sehr darum geht, dass die Dame actionreich ihre Rache bekommt und so noch mehr Realismus verliert. 6/10

272. Blade – The Iron Cross (BD) – Die letzten drei Puppet Master Filme, die Axis Trilogie, waren schon nicht der Bringer und wirkten durch die digitale Optik und den theaterartigen Kulissen schon ziemlich schnarchig und verschenkt, aber was einen hier bei diesem Spin-Of  aufgetischt wird, ist einfach nur noch schlecht. Alles ist extrem billig, die Kostüme und Ausstattung ein Witz. Dazu schlechte Effekte und ein wenig Blut. Das ist alles langweilig und ärgerlich, das man sich nur wundern kann über den Rotz.  Man möchte auch endlich die Puppen auch nicht mehr gegen irgendwelche Nazis sehen, denn das Feeling von Teil 3 wird eh nie mehr erreicht werden. Echt traurig was der Charlie so veröffentlicht inzwischen. Musterbeispiel für einen Rohrkrepierer. 3/10

273. Warning Sign (BD) – Viren-Thriller mit leichten Zombieanleihen, der zwar flott zur Sache geht, aber dennoch ein paar Längen aufweist. Auch ist der Streifen insgesamt einfach zu zurückhaltend und hätte gerne etwas härter und skrupelloser abgehen dürfen. Immerhin ganz gut gespielt und nicht unspannend, gerade weil sich alles im inneren der Anlage abspielt, aber auch kein Kracher. 6/10

274. Draculas Rückkehr (BD) – Der bisher schwächste Teil hat zwar auch so seine Momente, wirkt aber insgesamt zu behäbig und teils unlogisch. Auch die Liebesgeschichte, mit den ständigen über den Dächern huschen, nimmt etwas viel Zeit im Anspruch. Zwar etwas blutiger als sonst, aber unheimlich ist hier nichts mehr. Auch das Missgeschick welches zur Widererweckung führt ist doch arg hanebüchen. 5/10

275. Shorta (BD) – Dänischer Thriller um zwei Cops, die in einem Ghetto auf sich alleine gestellt um zu überleben. Leider setzt sich der Film zwischen den Stühlen und kann sich nie richtig entscheiden was er eigentlich sein will. Paar intensive Momente und Action gibt es, aber wirklich packen konnte es mich nicht. 5/10

276. Black Sails – Season 2 (BD) – Beginnt flotter und auch die Figuren bekommen mehr tiefe und Hintergründe spendiert, aber insgesamt sind mir die ständigen Intrigen und das Geplänkel untereinander zu nervend. Auch wenn es etwas härter zur Sache geht, macht das gelabere (wie so oft in aktuellen Serien) oftmals nichts her. Glücklicherweise gibt es einige charismatische Figuren und sexy Damen die das Interesse dann dennoch aufrecht erhalten.  Das alles etwas zur sehr nach Kulisse aussieht und die Piraten zu sauber daherkommen, lassen wir mal außen vor. Wird weitergeguckt, aber mit wenig Erwartung. 6/10

277. Satanic Panic (BD) – So einen richtig guten Okkult-Thriller wäre doch auch mal wieder was. Aber das ist "Satanic Panic" leider nicht. Im locker. flockigen Ton kämpft hier eine Jungfrau ums Überleben. Das ist manchmal ganz witzig, manchmal zu doof, manchmal überraschend blutig und manchmal aber auch öde. Nett, aber braucht man nicht wirklich. 5/10

278. The Manitou (BD) – Verfilmung des Debüt-Romans von Graham Masterson, mit einem, in den ernsten Szenen,  teilweise überforderten Tony Curtis. Immerhin bekommt der Film meist gerade so die Kurve bevor es zu klamaukig oder zu langweilig wird. Dennoch ist der Ton etwas unausgewogen und leider kaum spannend oder gar gruseilig. Im Finale ist dann alles egal und man bekommt ein Feuerwerk an absurden quatsch geboten. Fazit: Krude und dadurch unterhaltsam. 6/10

279. Fear Street: 1994 (Netflix) – Eine große Verbeugung vor dem Slasher-Genre - und hier sei vor allem  „Scream“ genannt. Das neunziger Feeling kommt dabei überhaupt nicht zum Zuge und alles sieht aus und hört sich an wie 2021. Damit man doch weiß das die Handlung1994 spielt, sieht man einen Walkman, einen alten Computer und verwendet, auch in unpassenden Augenblicken, bekannte  und gute Songs  um einen in die Zeit abzuholen. Leider läuft auch mal der eine oder andere Song der 1994 noch gar nicht erschienen ist – ach kommt schon Leute…sitzen 6. Auch sonst ist das ziemliche Grütze:  Die beiden Hauptfiguren sind natürlich lesbisch, was uns sogar  mit einem Twist(!!) an den Knopf geknallt werden muss (wird leider dabei nicht mal für eine heiße Sexszene genutzt😎), verhalten sich dumm und sind durchweg fast alle unsympathisch.  Dazu gibt es einen dicklichen schwarzen Nerd,  der wie 12 aussieht, aber mit einer heißen Chick anbandelt (na klar), Plotholes ohne Ende (leben in der Stadt überhaupt Leute wenn es dunkel wird? Ist im Krankenhaus sonst keiner beim Überfall den es kümmert das die Jugendlichen angegriffen werden oder einer der mal die Leichen meldet? Selten wurde ein Krankenwagen so einfach gestohlen wie hier und wird dazu auch noch genutzt überall hinzufahren! Das Unfallauto steht auch viel später genauso da wie zum Unfall trotz vorherigen Polizeieinsatzes – kein Abschleppwagen für den reichen Jungen vorhanden? Die Kette mit  der gefesselten Hexe ist in 400 Jahren nicht gefunden worden, obwohl sie nur einige Zentimeter unter dem Laub liegt.  Der Freund wurde gerade getötet, aber man will kurz darauf eine Nummer mit der Ex schieben und so weiter…). Man schaut nur Gleichgültig zu und ärgert sich über den Schund. Immerhin gibt es ein paar nette, handgemachte Splatterszenen, aber das war es auch. Murks! Gucke ich die anderen Titel noch? Vermutlich. 4/10  

280. The Tomorrow War (Amazon Prime) – Hier bekommt man schon zu sehen, dass der Film ein fettes Budget hatte: Es gibt gute Effekte, einige coole Bilder, die Action geht sehr ordentlich zur Sache, der Sound ist fett und die Aliens machen schon was her. Tja, mehr braucht man heute wohl nicht mehr. Denn die Handlung ist mal wieder durchweg DUMM. Sobald man nur leicht über die Mission und diverse Inhalte Nachdenkt, kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Ich fand es jetzt nicht ganz so schlimm wie bei „Army of the Dead“, aber echt sehr nah dran. Leider scheint es keinen in Hollywood mehr zu interessieren und so denken sie einfach ihr Publikum ist durchweg geistig umnachtet. Gut, oft genug hat der Stumpfsinn ja dennoch Erfolg. Letztendlich war der Film immerhin ganz unterhaltsam und die 140 Minuten vergingen schnell, so dass die Zeit nicht vollends vergeudet war. Aber wenn solche Drehbücher die Zukunft sind, dann will ich keine Kritik mehr über die B-Filme lesen, die inzwischen auch mal deutlich logischer ausfallen. Da helfen dann auch nicht mehr  ordentliche Darsteller, die auf Autopilot durch den Film wandern – okay, doch ein bisschen. 5/10