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Montag, 27. Januar 2025

Shane Schofields Film-Report: Dezember 2024

Der letzte Filmreport aus dem Jahre 2024 liegt nun auch hinter uns und insgesamt muss man sagen das es ein Jahr der 5er und 6er Bewertungen geworden ist. Ist das Blockbusterkino eher uninteressant inzwischen (obwohl fette Blockbuster mag, wenn sie dann funktionieren), gibt es aber gerade auch im Independent-Bereich, bei kleineren Budgets und selbst im B-Actionbereich einige kleine Überraschungen die besser abschnitten als viele zuvor in den Jahren.  Deswegen kann man über das Filmjahr eigentlich nicht meckern. Gerade wenn man wie ich das Kino inzwischen meist auslässt, aberich habe  auch noch ein paar Dinger nicht gesehen, die aber noch kommen werden die nächsten Wochen und positive Bewertungen erhaschen konnten. Das gilt auch für Serien, die meist auch die Qualität halten konnten.

Privat hatte das Jahr wenige höhen aber einige diverse Tiefen zu bieten. Zuletzt wurde ich tatsächlich noch kurz vor Weihnachten angefahren beim Überqueren einer grünen Ampel, was mich dazu zwang mehr Filme zu schauen als die letzten Monate(insgesamt aber diesmal deutlich unter 300 Filme/Serien über das Jahr geschaut). Das war zwar okay, aber hätte ich jetzt trotzdem nicht gebraucht. Massiv fällt mir aber auf, dass der Wunsch einen neueren Film noch einmal zu schauen stetig nachlässt, aber vielleicht liegt es auch nicht nur an der Qualität, sondern auch an der Masse an Zugang durch diverse Streamingdienste. Deswegen gab es auch so wenig Käufe wie den letzten Jahren nicht mehr und der digitale Kauf hält sich aktuell noch 50/50 die Waage, wird dieses Jahr ab eher in Richtung Digital Kippen - hat aber nichts mit Platzgründen zu tun. Was auch oftmals daran liegt das es nur  DVD/Blu-ray VÖ vorliegt, aber einen 4K Stream gibt der günstiger ist. Und bei Importe halte ich mich inzwischen sehr zurück. 

Na dann ab ins so zukunftsträchtig klingende Jahr 2025. Wo sich viele Filmideen der Vergangenheit nicht annähernd eingetroffen sind – sowohl positiv als auch negativ.

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG


245. Your Lucky Day (Amazon Video) – Der Gewinn eines Lottoloses bringt Chaos in die Welt von verschiedenen Menschen. Netter, kleiner Thriller mit für vielen sicherlich nachvollziehbarer Prämisse. Trotz des schmalen Budgets ist das gut genug gespielt und inszeniert das durchaus auch Spannung, aber auch galliger Humor durchscheint. Neben „Abigail“ der letzte Film mit Angus Cloud. 6/10

246. Ruthless (Amazon Video) – Dermot Mulroney setzt sich als Lehrer etwas mehr ein als er sollte. Oder etwas genau wie man es machen sollte? Dank Mulroney funktioniert der Selbstjustiz-Thriller ganz gut und die wenigen Actionszenen sind kompetent genug, um einen netten Filmabend zu verbringen. Wirklich Neues, oder mehr als einen der üblichen wöchentlichen B-Thriller braucht man aber nicht erwarten. 6/10

247. Rebel Ridge (Netflix) – Kleinstadt-Thriller, der etwas an den ersten Rambo erinnert, aber dann doch deutlich Actionärmer ist, als erwartet oder erhofft und von der Laufzeit dafür zu lang ausfällt. Gefallen tun aber Aaron Pierre und Don Johnson, doch etwas mehr Action und Spannung wären schön gewesen. Insgesamt hätte man bei dem Regisseur etwas mehr erwarten dürfen. 6/10

248. Red One (Amazon Video) – Megabudget aber wie zu erwarten die übliche Blockbustergrütze, wie man sie aktuell immer wieder im Kino oder bei Streamingdiensten zu sehen bekommt. Ist jetzt nicht so, dass man den gar nicht gucken kann, denn es gibt paar nette Ideen und auch einige Actionmomente, aber insgesamt wirkt das alles lieblos zusammengeschustert. Chris Evans macht immerhin Spaß und teilweise kommt auch etwas Weihnachtsstimmung auf, aber man bekommt auch einige schwache Effekte geboten – gerade im Verhältnis zum Budget. Aber auch das kennt man inzwischen von diesen teuren Möchtegernhits. 5/10

249. The Strangers – Part 1 (Amazon Video) – Man darf gespannt sein, wohin die Reise in den nächsten Teilen geht, aber der Beginn war leider weder besonders spannend noch richtig atmosphärisch. Klar inszeniert Renny Harlin sauber, aber etwas mehr als die gleiche Idee in einem etwas anderen Setting zu zeigen, hätte schon drin sein können. Immerhin muss man auf dummes Verhalten nicht verzichten. 5/10

250. Lights Out (Amazon Video) – Erinnert schon sehr an „Leon“ mit Van Damme und funktioniert dabei auch über die meiste Zeit. Frank Grillo ist gut dabei und auch der Rest der Besetzung passt so weit. Für Christian Sesma Verhältnisse wirkt der Film ziemlich rund, und zwar hätte es gerne mehr Krachen dürfen und natürlich kennt man alles schon, aber gut wegschauen konnte man diesen schon als B-Jünger. 7/10  

251. Late Night with the Devil (Amazon Video) – Stimmungsvoller Horrorthriller, der sich seine Zeit nimmt und zum Ende immer mehr zeigt. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, trifft seine Zeit aber toll und ist gut gespielt. Eher aber ein Film, den man nur 1x schauen wird und wohl ambetsne als Kurzfilm funktioniert hätte. 7/10

252. Der Spion, der niemals stirbt (Amazon Video) – Mit „Message Man“ hat Corey Pearson einen richtig feinen B-Actioner abgeliefert. Für seine James Bond Satire/Hommage ist er weder der richtige Mann, noch war das Budget hoch genug. Zwar gehen einige Gags ganz gut von der Hand und auch die körperliche Action ist teilweise wieder gut gelungen, doch der Rest der Action als auch der Humor zünden einfach zu selten bis gar nicht. Dazu kommen einige darstellerische Ausfälle. Das Gesamtpaket stimmt hier also nicht und ich hoffe er darf nochmal richtige Action einfangen. Das kann er besser. 4/10

253. Rippy (Amazon Video) – Ein Zombiekänguru gab es so bisher auch noch nicht und trotzdem reicht es nicht zu einem tollen Genrebeitrag. Dafür gibt es zu wenig Gekröse und die CGI-Effekte des Viehs sehen leider nicht so geil aus. Geht auch schlechter, aber unheimlich oder bedrohlich wirkt es dadurch nicht. Eine Mischung aus Handarbeit und CGI wäre besser gewesen. Trotz allem war der insgesamt in Ordnung und der oftmals in Kritiken bemängelte fehlende Humor fand ich eigentlich sehr angenehm. Denn auch so ein Thema kann man ernsthaft umsetzen. Fand den auch nie langweilig und die Figuren waren auch ordentlich und dazu sympathisch gespielt. Final fehlt aber dann doch etwas mehr pepp und die im Abspann per Zeichentrick anteaserte Fortsetzung könnte noch viel mehr Laune machen. 6/10

254. Ghosbusters: Frozen Empire (Netflix) – Der Neustart kommt auch schon bei Teil 2 ins Straucheln/die Originalfortsetzung hatte ja damals auch schon einige Schwächen), was vor allem an zu viele nebensächliche Figuren und es zu lange dauert, bis eine wirkliche Bedrohung auftritt. Sollte ein weiterer Teil kommen, gerne etwas abspecken, weniger doofer Humor und mehr auf die eigentliche Truppe konzentrieren. 5/10

255. Mayor of Kingstown – Season 2 (Paramount+) – Für mich bisher die stärkste Taylor Sheridan Serie, denn hier ist immer was los und es bleibt düster und spannend. Zwar wirkt auch hier einiges zu konstruiert, aber das ist ja bei vielen Serien so und geht hier auch klar. Hinzu kommt ein starker Jeremy Renner, der seine Chemie voll ausspielt. 8/10

256. Carry-On (Netflix) – Endlich kehrt Jaume Collet-Serra wieder zu seinen Anfängen der kleineren Thriller zurück und liefert dabei ordentlich ab. Der langsame Aufbau gefällt und kippt dann irgendwann zu einer Temporeichen Hetzjagd bei der Taron Egerton viel rennen und Kämpfen darf, ohne zu gewalttätig zu werden. Er ist als Held sehr sympathisch und Jason Bateman gefällt auch als Drahtzieher und so kommen teilweise schöne 90s Vibes auf.  Dass die Logik in einigen Augenblicken nicht immer gegeben ist, sollte man aber auch verknausern können – genau wie die doch etwas misslungene Verfolgungsjagd per Auto. 7/10

257. La Palma (Netflix) – Miniserie aus Norwegen die aber nicht viel Aufregendes bietet und auch genug Diversitäten bereithält, um von NETFLIX produziert zu werden. Man verpasst nicht viel, wenn man diese auslässt. 5/10

258. Malum (Amazon Video) – Anthony Dibiasi hat mit “Malum” seinen eigenen „Last Shift“ mit höherem Budget neu verfilmt. Verstehen kann ich das natürlich, weil er einige Dinge besser und anders umsetzten konnte als bei seinem Low Budget Schocker. Es fällt aber auf das es dadurch alles etwas glatter wirkt und die bedrohliche Einsamkeit der Heldin geht durch zu viele Figuren auch etwas verloren. Interessant auch, dass die Polizisten deutlich unsympathischer gezeichnet werden als noch im Original. Dafür gibt es hier deutlich bessere und mehr Effekte zu sehen und die Story bekommt auch sinnvolle größere Einblicke in die Sekte z.B. Insgesamt gefällt mir auch diese Version und gerade die letzte halbe Stunde dreht ordentlich auf. Jetzt darf Herr Dibiasi aber gerne wieder was Neues abliefern. 7/10

259. Last Shift (BD) – Nach der Neuauflage wollte ich den Vorgänger direkt mal vergleichen, weil doch einige Jahre vergangen waren seit der letzten Sichtung. Auch hier funktioniert das Thema trotz geringeren Budgets auch sehr ordentlich, wirkt manchmal sogar noch etwas bedrückender und Klaustrophobischer. Dafür fallen die Effekte etwas spärlicher aus und die Story wird kleiner geschildert. Trotz allem war der Film schon damals ein kleiner Tipp und das zurecht. Wer diesen zuerst sieht, wird sogar vermutlich „Malum“ als schwächer bezeichnen, aber mir gefallen beide und das ein Filmemacher zweimal den gleichen Film dreht auch irgendwie ein spannendes Experiment. 7/10   

260. Black Doves (Netflix) – Agentenserie um Doppelagenten und Killer, die sich nicht so richtig entscheiden kann, ob man diese ernst nehmen sollte oder lieber nicht. Einiges wirkt wie eine Parodie, anderes wie aus einem B-Tarantino Film gestohlen (vor allem alles, was die Killer betrifft) und Realismus sucht man dann meist vergebens. Das ist immerhin unterhaltsam, gut besetzt aber irgendwie auch schwer einzuschätzen. Denkt man nicht weiter drüber nach, ist es am besten. Und alle Auflagen um eine NETFLIX Produktion zu erfüllen sind auch vorhanden😉.   6/10

261. Culpa Mia: Meine Schuld (Amazon Video) – Reiht sich nahtlos in die Young-Adult Filme ein mit ihren reichen und schönen Menschen, die aber natürlich trotzdem viele Probleme und Geheimnisse haben. Etwas Erotik, etwas Humor, etwas Thrill und viel Liebeszeug. Zielgruppe: eindeutig junge verträumte Mädchen. Aber genau so soll es ja auch sein. 5/10

262. Project Silence (Amazon Video) – Mischung aus Horror- und Katastrophenfilm mit allen Klischees die man so finden kann. Die Wauzis sind nicht gerade wahnsinnig gut animiert und strahlen auch wenig Bedrohlichkeit aus. Schlimmer fallen aber leider die Figuren aus, die gänzlich nervig oder uninteressant sind. Auch der eingeschränkte Schauplatz birgt nicht für eine besondere Dramatik.  Dafür fällt die Laufzeit für einen koreanischen Film mal erstaunlich human aus und dadurch ist das Tempo auch gradlinig. 5/10

263. Culpa Tuya: Deine Schuld (Amazon Video) – Nach dem großen Erfolg des Vorgängers, ließ die Fortsetzung nicht lange auf sich warten. Leider ist hier alles noch eine Schippe tiefer angelegt und die Laufzeit zieht sich ganz schön. Außerdem werden noch mehr Zufälle eingebracht und die Autorennen wirken ziemlich peinlich. Das Ende kündigt den dritten Teil an, der auch bereits abgedreht ist. 4/10

264. Boy Kills World (Amazon Video) – Scheinbar muss Action aktuell immer stylisch und übertrieben sein. Hier, in diesem comicartigen Kontext mag das sogar passen, aber so kommt, trotz einiger Opfer, auch nicht wirklich ein Feeling von Gefahr oder Spannung auf. Trotzdem gibt es einige coole Ideen, geile Kills, einen ganz netten Twist und da immer was los ist und der Härtegrad stimmt, kann das den geneigten Fan durchaus abholen. Schön ist auch das ein Deutscher dafür verantwortlich ist und traurig, dass er niemals so einen Film in Deutschland drehen könnte – plus die Frechheit das es den Streifen nicht mal als 4K Stream gibt, wenn schon nur DVD und Blu-ray erschienen sind in Deutschland. 7/10

265. Unhumans (VOD) – Nach einem ganz lustigen Beginn stürzt der Film immer weiter ab und entwickelt sich irgendwann zu einem Jugenddrama (etwas überspitzt) mit sehr weithergeholter Idee dahinter und derer Umsetzung. Bisher der schwächste Film von Marcus Dunstan. 4/10

266. Vincent must Die (VOD) – Die starke Grundthematik wird natürlich kaum erklärt, bietet aber eine Reihe unangenehmer Momente – die auch mal ganz komisch sein können. Das macht dem Film sympathisch, aber eine Liebesgeschichte drosselt das Tempo und mehr Chaos wäre auch wünschenswert gewesen. Man kann aber als offener Genrefan mit Arthouse-Anleihen mal ein Blick riskieren. 6/10

267. Battlefield: Fall of the World (Amazon Video) – B-Action/Sci-Fi aus China die viel Action bietet, aber nicht immer gute Effekte. Trotz allem ist das Tempo hoch, und zwar ist das gebotene schnell vergessen, aber seine Zeit kann man auch mal damit vertreiben. Nur die Charaktere bleiben nicht so richtig hängen, so das einem etwas der Bezug zu den Helden fehlt. 5/10

268. Maria (Netflix) – Irgendwer hatte die Idee Maria, der Mutter von Jesus, eine Hintergrundgeschichte zu verpassen. Da es kaum Infos in der Bibel gab, dachte man sich halt was aus. Herausgekommen ist ein kruder Geschichtsquatsch, den man schwer beschreiben kann, da kaum was realistisch wirkt und es mehr ein Fantasyactioner geworden ist. So wird es mit Sicherheit nicht abgelaufen sein und ich glaube auch kaum das alle so hübsch und sauber herumliefen. Am ende bleibt nur die Frage was eigentlich Anthony Hopkins als Überschurke da verloren hat, aber auch er braucht halt Geld im Alter. 3/10

270. Invisible Target (BD) – Einer der letzten großen Hong Kong Actionfilme, die an frühere Werke aus HK erinnern und geile Action mit krachenden Fights, Schusswechseln und Stunts bietet. Vor allem geht hier unglaublich viel Glas zu Bruch. Einige Längen im Mittelteil und etwas weniger Melancholie wären schön gewesen, aber der geht immer noch gut ab. 8/10

271. Tödliches Inferno (BD) – Don Wilson darf in Indien das machen, was er auch sonst in fast allen anderen Roger Corman Streifen machen durfte. Hier ist das Flair mal etwas exotisch, sonst bekommt man gewohnte B-Action, der er schon besser bestritten hat, heutzutage aber dennoch gerne mal wieder schaut. In seinem Portfolio hat er aber auch stärkere Streifen. Und schade das Evan Lurie nie so richtig durchstarten konnte – habe ihn immer gerne gesehen. 5/10

272. Kickbox Terminator 2: Blood Hands (DVD) – Teddy Page hat eigentlich nie gute Filme gemacht, aber einiges von ihm macht trotzdem Laune. Schlecht wurde es aber meist, wenn er von den Ballereien zum Kampfsport wechselte. So wie hier. Nur wenige Darsteller können etwas (meist nicht mal Schauspielern) und so fallen die Fights oftmals extrem lächerlich und unsportlich aus. Auch wenn die alle paar Minuten stattfinden. Der Rest ist halt gewohnte, heruntergekommene Kost in abgefuckten Locations mit dämlichen Dialogen. Das kann Teddy Page besser, aber als Partykracher kann der schon Laune machen. Sonst eher nicht. 3/10

273. Fast X (UHD) – Nachdem Teil 8 der Tiefpunkt war, erholt sich die Reihe auch nicht mehr wirklich. Zu viel von allem ist das Motto und so verkommt auch dieser Titel fast zu einer Nummernrevue, um alle unterzubringen und Brücken zu älteren Teilen zu schlagen. Hier zum guten Teil 5. Alles andere kennt man schon und das Wort hanebüchen wurde wohl für diese Reihe erfunden. Und selbst Jason Momoa macht hier nur teilweise Laune, weil das teilweise zu viel auf Dauer ist. Na dann, haut endlich den letzten Teil raus damit gut ist. 5/10

274. Watchers II (BD) – War Teil 1 noch teurer und für das Kino produziert, wusste Corman natürlich, wie man eine kostbare Lizenz gut vermarktet, nämlich mit weiteren Teilen – und das günstiger. So bekommt man fast den gleichen Film wie zuvor, nur nicht so gutaussehend und aufwändig und noch mehr von der Vorlage entfernt. Trotzdem kann man als B-Fan auch mit diesem Teil Leben. Der Hund ist süß, das Monster sehr Gummiartig (Regisseur Notz nutzte es auch für “The Terror Within“) und bisschen Action und Splatter gibt es auch. Ich steh auch heute noch auf diese Videothekenware und Marc Singer als Held fand ich seit „V“ auch immer cool. Die Predator Kopie als Teil 3 verkleidet mit Wings Hauser darf dann auch gerne auf Blu-ray erscheinen.  6/10

275. Escape from Safehaven (DVD) – Die Welt ist mal wieder untergegangen, doch es gibt einige angeblich sichere Orte wo man noch beschützt Leben kann. Wie in Safehaven. Eine Familie geht genau dorthin und ein einzelner schweigsamer Held steht ihnen zur Seite, doch auch dort ist nichts Sicher. Denn wie überall, gibt jemand Macht und er nutzt sie aus, so muss man auch in Safehaven um sein Leben bangen und das teilweise noch schlimmer als draußen. Zum Glück gibt es Rick Gianasi der ihnen auch weiterhin als unfreiwilliger Snake Plisskin Verschnitt zur Seite steht. Gleich zwei B- Regisseure (darunter auch James McCaulmont, dessen düsteren und reaktionären, „Underground“ ich mir ja im letzten Monat reinzog und hier nach leider nicht mehr aktiv war) brauchten wir hier um diesen etwas lahmen, aber trotzdem unterhaltsamen Endzeitfilm abzuliefern. Anfangs noch schön außerhalb alles heruntergekommen, der Rest dann später in einem ranzigen leerstehenden Haus abgefilmt, bekommt man Action, etwas plumpe Schlägereien, Sleasze und Gewalt zu sehen. Videothekenfans greifen nach der gekürzten VHS damals natürlich gerne zu und stellen sich nun die DVD in den Schrank die man sicherlich bildlich als auch filmisch ertragen kann. Schmuddel halt. 6/10


Dienstag, 31. Dezember 2024

Shane Schofields Film-Report: November 2024

Die Aufteilung über dem November war in Ordnung und man hatte wieder mehr Zeit etwas zu schauen, weil auch das Wetter natürlich nicht zum ständigen Unterwegs sein anregt. So gab es einige Filmneuheiten die noch auf sich warten ließen und auch eine Serienstaffel konnte ich wieder abschließen. Totalausfälle waren diesmal nicht dabei, zwar vielleicht einige leichte Enttäuschungen, aber auch nichts bahnbrechendes tolles. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG 

Dann wünsche ich allen Lesern einen guten Rutsch und schauen wir mal was 2025 bringt, nachdem 2024 für mich und auch einige Freunde und Bekannte sich jetzt nicht unbedingt als Highlight gezeigt hat - ich hatte aber schon so ein Gefühl letztes Jahr. Ich hoffe jedenfalls auf ein  besseres Jahr und dann euch natürlich auch! 

 


229. Immaculate (Amazon Video) – Nonnenhorror, der jetzt das Rad nicht neu erfindet, aber durchaus seine Momente hat und technisch und darstellerisch nicht übel ausfällt. Das Tempo ist auch nicht übermäßig, nur zum Finale wird es dann etwas drastischer. Und früher wäre sicherlich auch mehr Erotik zu finden gewesen. 5/10

230. Abigail (Amazon Video) – Zwar etwas zu lang geraten und zu viel darf man über einige Plotpunkte nicht nach denken, aber die sympathische Besetzung, einige Gags und ein sympathisches und altmodisches drumherum hinterlässt einen unterhaltsamen Streifen. 6/10

231. Alien: Romulus (Amazon Video) – Zum Glück nicht im Kino gesehen, aber auch nicht so schlimm wie zuerst befürchtet. Leider ist das schon wieder alles zu sehr aus dem Baukasten entwickelt (hat nur noch die Katze gefehlt) und warum immer wieder einige Figuren so nervig dargestellt und geschrieben werden müssen, bleibt ein Rätsel. Sonst gibt es Handwerklich nicht viel zu meckern, aber etwas mehr Innovation, weniger Fanservice, mehr eigene Handschrift und Power wären schön gewesen. 5/10

232. One More Shot (Amazon Video) – Teil 1 war ja ein überraschend kompetent inszenierter Actionfilm, der trotz seines Ansatzes ohne Schnitte auszukommen, flotte Action präsentierte. Die Fortsetzung wirkt noch etwas größer und noch ausgereifter, verliert dadurch aber etwas an Wirkung und Power. Einige kleine Längen schleichen sich ein und Michael Jai White ist leider verschenkt. Trotzdem kann man den noch immer gut schauen und Respekt an das Team für die Leistung in einem B-Film. Ein dritter Teil kann gerne kommen. 6/10

233. Demoniac (Amazon Video) – Kammerspiel, welches nie langweilig wird und obwohl nur gesprochen wird, eine gute Spannungskurve bieten kann. Vor allem Sean Patrick Flanery überzeugt, auch wenn man zu Beginn noch denken mag,  er übertreibt sein Spiel. Zwar treffen nicht alle Sätze ins Schwarze und es sollte einem Bewusst sein, dass es sich hier um einen christlichen Thriller handelt, aber es passt gerade deswegen auch zum Thema.  Nur das Ende hätte böser und twistiger sein dürfen.  6/10

234. Knock Knock Knock (Amazon Video) – Gut gespielt, fast mehr Drama als Horror und zum Ende wird es doch immer unglaubwürdiger und fast schon albern ist die Auflösung, wenn man drüber nachdenkt. Da alles andere immerhin passt und selbst der Junge nicht nervt, kann man den schauen, aber wenn man es nicht tut, ist es auch nicht schlimm. 5/10

235. Gangs of London – Season 2 (Amazon Video) – Bei der Action merkt man das Gareth Evans diesmal fehlt und einige Effekte wirken etwas billig, aber dafür greift die Geschichte mehr und hat es gibt einen gelungenen Bösewicht der wirklich Assi ist. Dennoch gibt es auch bei der Action noch immer genug Schauwerte, so das man auch bei Staffel 2 nur wenig falsch macht. Freu mich auf die nächste Season. 7/10

236. Deadpool (Disney+) – Schnell, blutig, blöd, lustig und durchweg sympathisch. Schöner Beginn, wo man noch das geringe Budget merkt, aber immerhin den Mut der Macher, mal was anderes als die typische Comicverfilmung zu machen, honorieren kann. 7/10

237. Lass Los (Netflix) – Schwedisches Drama, was sich Zeit nimmt eine zerrüttete Familie dazustellen und auch einige Tatsachen die man zu Beginn denkt, verdreht über die Laufzeit, zum Ende hin dann aber einige Themen etwas zu schnell abhandelt und auch etwas zu viel möchte. 6/10

238. Logan (Disney+) – Der beste Wolverine Film und ein gelungener Abschluss, welche die beiden Filme davor fast kaum verdient haben. Hier stimmt aber fast alles. 8/10

239. Planet der Affen: New Kingdom (Disney+) – Der befürchtete Abfall der Regie zeigt sich nicht, auch wenn der neue Film etwas schwächer ausfällt und mehr, wie ein Staffellauf wirkt. Insgesamt aber toll getrickst, weniger tiefgründig, mit ein paar kleinen Längen, aber auch mehr Abenteuerfilm als Drama/Thriller. 6/10

240. Bank unter Belagerung (Netflix) – Miniserie mit wahrem Hintergrund zu einer schwierigen Zeit in Spanien. Dabei gibt es trotz der nur 5 Folgen leichte Tempoprobleme und so genau weiß man am Ende nicht was die Serie nun aussagen wollte oder auch was manche Figuren angetrieben hat. Insgesamt schaubar, ohne herauszustechen. 5/10

241. Darkness of Man (Amazon Video) – Van Damme mal wieder mit Trauermiene, die er zum wiederholten male auch gut darstellt. Der Rest ist leider nicht sonderlich spektakulär, aber ich hatte nach einigen Kritiken noch weniger Erwartung. Langweilig war mir nie und das Umfeld passte irgendwie auch zum Thema. Kein Film den man sich in die Van Damme Sammlung stellen muss, aber einmalig ansehen sollte keinen Schaden verursachen. 6/10

242. V/H/S Beyond (VOD) – Durch Zufall die Möglichkeit gehabt den neuen Ableger zu schauen und wieder ziemlich angetan. Die Kurzgeschichten sind abwechslungsreich und insgesamt, wie immer, mal stärker und mal etwas schwächer. Ausfälle gab es aber keinen und manchmal ist das auch lustig und dann wieder schräg unheimlich. Ganz stark übrigens die erste Geschichte und gleich das Highlight zum Start. Nur die Rahmenhandlung mag diesmal nicht so richtig verfangen, aber das störte kaum. 7/10

243. Itsy Bitsy (VOD) – Spinnenhorror hat wieder etwas mehr Zulauf aktuell, aber ein richtiger Brecher war noch nicht dabei. Hier passiert letztlich auch zu wenig, um einen wirklich das Gruseln zu lernen. Dafür gefallen die wenigen Effekte, aber das Tempo und die Opferzahl ist einfach zu gering. 5/10

244. Showdown in little Tokyo (BD) – Ernst nehmen kann man diese 80 Minuten Actionorgie, ohne viel Fleisch an den Knochen, nicht. Wer aber auf solche B-Kracher steht, hat seinen Spaß und bekommt ziemlich dumme, aber nette Action geboten. Hat sicherlich nicht mehr so viel Wumms wie damals, aber als Fan mag man den dann doch irgendwie. 7/10

Freitag, 29. November 2024

Shane Schofields Film-Report: Oktober 2024

Im November konnte ich mal wieder ein paar Serien abschließen und sonst gab es nur eine übersichtliche Zahl an Filmen da unter anderem ein Urlaub anstand wo natürlich dann auch nichts geschaut wurde. Die Neusichtungen waren dann auch allesamt nichts besonderes, aber zum Glück nun auch keine wirklichen Rohrkrepierer. Aber schaut am besten selbst:

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB ERNEUTE SICHTUNG


212. The Challengers (Amazon Video) – Wie erwartet eine ungewöhnliche Dreiecksbeziehung im Tenniszirkus welche manchmal etwas viel will, aber schon durch die Inszenierung interessant bleibt. Auch wenn einige Dinge etwas zu sehr ins Gesicht des Zuschauers gedrückt werden (Soundtrack z.B.). Auch die beiden männlichen Darsteller fand ich eher blass, aber trotz allem ein Blick für offene Zuschauer wert. 6/10

213. Dune Devils (Amazon Video) – B-Action-Horror aus China mit mäßigen Effekten und wenig wiederanschauungswert, da auch charismatische Figuren fehlen. Hinzu kommt nur mäßige Action und wie gesagt können die Würmer auch kein Grauen erzeugen, auch wenn die eine oder andere Idee gar nicht mal so schlecht war. 4/10

214. The Boys – Season 4 (Amazon Video) – Kleine Abnutzungserscheinungen machen sich bemerkbar und einiges wirkt zu angepasst und anderes wiederum zu gewollt. Schräge Ideen, die bei Garth Ennis frisch wirken, sind hier teilweise zu aufgesetzt. Dennoch macht die Chose noch eine Menge Laune, aber es ist eine gute Idee nach der nächsten Staffel es zu beenden damit sich die Reihe nicht totläuft. 7/10

215. Speak no evil (Amazon Video) – Bevor das Remake bei mir flimmert, schnell das Original nachgeholt. Ja, der baut schon eine gelungene Atmosphäre auf, aber zum Ende ist mir das nicht handeln doch etwas zu weit hergeholt und verwässert den verstörenden Effekt doch deutlich. Sonst in Ordnung, aber für mich jetzt auch kein wirklicher Schocker. 6/10

216. Monkey Man (Amazon Video) – Dev Patel inszeniert sich als Actionheld und das funktioniert dann auch überraschend gut. Zwar fällt der Streifen etwas zu lang aus und weder Story noch Action bieten wirklich was Neues, aber insgesamt wird man als Actionfan ganz ordentlich abgeholt. Hätte insgesamt aber etwas runder und knackiger sein dürfen. 6/10

217. Underground (DVD) – B-Thriller aus dem Videothekensumpf der in seiner Hauptfigur wunderbar reaktionär ist und einige schöne Gewaltspitzen bietet. Das Untergrund-Thema hätte man aber etwas atmosphärischer und dreckiger machen dürfen. Da eher unbekannt kann man den aber mal schauen und sich drüber freuen, denn sowas gibt es nicht mehr. 6/10

218. Furiosa (Amazon Video) – Hatte tatsächlich nicht so hohe Erwartungen da mich schon „Fury Road“ nicht komplett abholen konnte damals – auch wenn die Action natürlich toll war.  Der hier ist auch noch etwas schwächer und künstlicher, hat aber dennoch besser unterhalten als befürchtet. Aber das war es vermutlich mit dem Thema Mad Max nach dem Einspielergebnis. Schade, hätte lieber noch einen Mad Max Film gehabt. 7/10

219. Ein ganz mieser Tag (Netflix) – Lockere Actionkomödie die man nicht ernst nehmen sollte und auch nicht besonders realistisch wirkt. Dafür sind die Figuren aber recht sympathisch so wie der Film auch. 5/10

220. Dark Game (Amazon Video) – Es werden mal wieder im Internet Online Menschen getötet und die Zuschauer gehen mit ab, während die Cops versuchen den Täter zu finden. Wie immer bei den Filmen wird viel auf Monitore gestarrt und verkniffen geguckt. Das ist alles okay, aber wenig erfrischend oder besonders spannend. Das Ende ist okay und macht die Tür für eine Fortsetzung auf, aber ob die kommen wird? 4/10

221. Schock (Amazon Video) – Mal wieder einem deutschen Film eine Chance gegeben, aber trotz des guten Soundtracks wollte auch dieser Versuch mal was anderes abzuliefern nicht wirklich zünden. Hat seine Momente, aber auch einige Schwächen. 5/10

222. The Fall Guy (Amazon Video) – Eine Ode an die Stuntmen sollte es werden, nur leider hätten diese tollen Menschen einen besseren Film verdient. So ist die Mischung aus Liebeskomödie und Actionkomödie nie richtig rund und wirkt fast zu comichaft als realistisch. Dadurch verliert auch die Action an Wucht und die Vergleiche zur alten Serie kann man sich dann gleich sparen. Das der Film abermals eine zu lange Laufzeit bereit hält, sollte auch niemanden mehr überraschen. Einmal gesehen und vergessen.  5/10

223. Talk to me (Amazon Video) – Auch wenn der Streifen nicht wirklich viel neues bietet was man nicht schon in diversen Variationen gesehen hat, funktioniert das dennoch ziemlich gut, da immerhin ordentlich gespielt und mit etwas mehr Drama gefüttert. Natürlich gibt es auch genug Jump Scare und Ideen, um Fans bei Laune zu halten. Sicherlich kein neues Highlight, aber auch keine Zeitverschwendung. 6/10

224. Happy Times (Amazon Video) – Schwarze Weihnachtskomödie, die auf Tarantinos Spuren wandert und auch mal durchaus blutig werden kann. Nicht jeder Moment zündet und zum Ende wird es etwas konstruiert und manchmal kippen die Darsteller etwas ins Overacting, aber insgesamt keine Zeitverschwendung. 5/10

225. Territory – Season 1 (Netflix) – Wird gerne als australisches „Yellowstone“ gehandelt und es gibt genug Parallelen, dass man dem zustimmen kann. Trotzdem sind weder die Story noch die Charaktere so gut geschrieben wie das Vorbild und einige Handlungen sind schon etwas dämlich. Ein paar Plotpunkte wirken etwas einfach, aber dennoch verfliegen die paar Folgen wie im Fluge und die großartigen Landschaften, sowie die wie immer sehr ordentliche Regie von Greg McLean runden die erste Staffel gut ab. War ein voller Erfolg und man wird sicherlich mit einer zweiten Staffel rechnen können. 7/10

226. Family Switch (Netflix) – McG liefert bei NETFLIX nur noch lauwarme Kost ab und auch diese Bodyswitchkomödie ist nichts Besonderes, manchmal sogar nervig. Das alles hat man schon mal gesehen, aber immerhin gibt es auch ein paar Momente, wo man lächeln muss. Sonst gibt es die typische Gefühlsduselei. Ist halt eh nicht mein Genre. 5/10

227. Mindhunters – Season 1 (Netflix) – Schon ewig auf meiner Liste und nun endlich mit der ersten Staffel durch. Wird seinen Lorbeeren gerecht. Mehr braucht man wohl nicht sagen. 8/10

228. Mission Firegame (BD) – Robert Ginty war eh noch nie der typische Actionheld und auch hier wirkt er oftmals nicht passend. Vor allem in knapper Badehose nicht. Später geht es dann wieder und man bekommt einen typischen Dschungelactioner mit Bond anleihen geboten. Also viel Action, Ballereien und Explosionen. Für B-Jünger erträglich, aber sicherlich nur für die trotz eines höheren Budgets. Nur die Anspielungen auf den Exterminator waren völlig bescheuert. 6/10


Sonntag, 13. Oktober 2024

Shane Schofields Film-Report: September 2024

Und da ist auch diesmal ziemlich Zeitnah schon der nächste Film-Report zum Septemeber. 2 in einem Monat, hatte ich auch noch nie bisher. Jedoch war auch der 9. Monat nicht so prallgefüllt wie sonst, weil einfach andere Themen anlagen. Dennoch konnte ich natürlich ein paar Streifen schauen und so bin ich auch wieder im normalen Rythmus für den Report. Dann holt auch mal diese nächste Dosis ab und damit verabschiede ich mich auch für locker 2 Wochen in den Urlaub. Hoffe ihr bleibt mir bis zur Rückkehr treu👍. Bbeibt in der Zeit Gesund und ich wünsche euch gute Filme. Bis dahin!

ROT = ERST SICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG


 

197. Karate Tiger 2 (BD) – Teil 2 der „No Retreat…“ Reihe ist ein verdammt unterhaltsamer B-Flick, der auch technisch und vom Aufwand her den Höhepunkt der SEASONAL US Produktionen darstellt. Die Mischung aus Dschungelaction und Martial Arts gibt den Film einen besonderen Charme, es ist genug Tempo drin und durch noch einige Ballereien und Explosionen wird viel Abwechslung geboten. Max Thayer und Rothrock spielen ihren Schuh runter und mit Avedon und Hues gab es gleich zwei neue Stars am Actionhimmel. Macht auch heute noch viel Spaß.  8/10

198. The Night Agent (Netflix) – Flotte Agentenserie die fast an britische Produktionen erinnert und erst zum Ende etwas unglaubwürdiger wird. Sonst passiert immer was und die Geschichte ist ebenfalls durchaus spannend und mit lebendigen Charakteren versehen. Ging klar. 7/10

199. Uglies (Netflix) – Fade Young-Adult Utopie, welche mal wieder viel zu alte Darsteller in ihren Rollen castet und auch sonst eher spannungsarm und wenig interessant daherkommt. Die Grundidee passt zwar in die heutige Gesellschaft, aber wirklich mehr als oberflächlich ist die Aussage des Films nicht. Alles andere ist typischer NETFLIX Quark. 4/10

200. Winnie The Pooh: Blood and Honey 2 (Amazon Video) – Hier merkt man schnell, dass die Macher deutlich mehr mit dem höheren Budget anfangen konnten und so setzten sie den Slasher deutlich professioneller und interessanter in Szene. Natürlich erfindet auch die Fortsetzung das Rad nicht neu, aber Teil 2 sieht viel besser aus, ist besser gespielt und auch besser getrickst. Dazu variiert die Story auch noch etwas und so bleibt am Ende das schöne Gefühl, das dieses Sequel eine ganze Schippe runder geworden ist. Klar gibt es auch noch ein paar Schwächen, aber ich wurde durchweg gut unterhalten. 6/10

201. Blood and Dust (Amazon Video) – Ganz ordentlicher Thriller mit düsterer Atmo und gut gespielten Charakteren. Das fällt nicht immer spannend aus, wirkt aber deutlich anspruchsvoller als diverse andere B-Thriller im gleichen Milieu und Setting.  Kein Titel den ich öfter schauen würde, aber mal einen Blick wert. 6/10

202. Immagination (Amazon Video) – Typische BLUMHOUSE Produktion, welche erst so wirklich im Finale durch einige nette Sets punkten kann. Bis dahin verläuft das meiste in schon zigmal gesehenen bekannten Bahnen, ohne etwas zu bieten was heraussticht. 4/10

203. Rendel: Cyrcle of revenge (Amazon Video) – Die Fortsetzung ist etwas besser gelungen als der Vorgänger, kann über die Laufzeit aber auch nicht komplett überzeugen. Zwar wirkt das alles diesmal noch etwas comichafter und die Action ist reichhaltiger, aber wirkliche Höhepunkte vermisst man am Ende doch. Auch die Kämpfe sind nur okay, aber wer die Sängerin und Stuntfrau Jessica Wolff mal fighten sehen will, kann hier mal reinschauen. Sonst leider nur Mittelmaß. 5/10

204. Stumm (Netflix) – Mini-Serie aus Spanien, dessen Grundidee und Rahmen man schon sehr großzügig akzeptieren muss. Nach einem fulminanten Beginn verlaufen sich die Folgen in einigen Klischee, komischen Entwicklungen, unsympathischen Figuren und durch die hanebüchene Überwachungsidee, verliert man irgendwann das richtige Interesse an der Serie.  Kann man auslassen. 5/10

205. Kill (VOD) – Der indische Actionreißer, gerne als „The Raid“ im Zug betitelt, fällt etwas zu lang aus und variiert die Action etwas zu wenig, kann aber trotzdem durch eine hohe Anzahl an Kämpfe und vor allem einem sehr hohen Gewaltgrad punkten. Aus dem beengten Setting wird erstaunlich viel gemacht und die Kamera arbeitet gut mit und lässt einem immer einen guten Überblick. Dabei werden auch die Bösewichter teilweise ein Gesicht gegeben und zeigt das Aktionen und Reaktionen auf beiden Seite Spuren hinterlässt. Die Fights sind gut, haben Wucht, laufen sich aber tot mit der Zeit, da sich einiges wiederholt. Trotzdem für Actionfans ein heißer Tipp. Vor allem die Skrupellosigkeit in diversen Szenen überrascht und kann gefallen. Ist auch der härteste indische Streifen, den ich bisher gesehen habe. Hoffe das der neue Hauptdarsteller einiges mehr in die Richtung machen möchte und das geplante US-Remake wird wohl zahmer ausfallen. 7/10

206. Sting (Amazon Video) – Ich mag die Filme von Kiah Roche Turner bisher alle (noch immer unverständlich, warum „Nekrotronic“ noch nie in Deutschland erschienen ist) und hier inszeniert er deutlich mainstreamiger als bisher. Zwar ist das Budget auch hier nicht sonderlich hoch und der begrenzte Schauplatz funktioniert wirkt etwas kostengünstig, aber die Figuren und der teilweise nette Humor – ohne albern zu sein -, funktioniert ganz gut über die Laufzeit. Etwas mehr Tempo und Horror wären schön gewesen, aber dafür gibt es ganz gute Effekte, die eine schöne Mischung aus CGI und Handgemacht darstellen. Seine vorherigen Arbeiten waren etwas knackiger, aber dieser wirkt am professionellsten bisher. 6/10

207. Red Eye (Netflix) – Richard Armitage ist erneut in einer durchaus spannenden Mini-Serie zu sehen, welche aber mit dem verlauf der Handlung immer unrealistischer wird und man öfter mal ein Auge zudrücken muss. Insgesamt kann man die Folgen aber gut wegschauen, nur die Schwester der Polizisten nervt irgendwie und spielt dazu ziemlich schlecht. Netter Zeit vertreib es  trotzdem. 6/10

208. Wild wie das Meer (Amazon Video) – Kompaktes Coming-Of-Age Drama aus Frankreich, wo eine eigentlich glücklich verheiratete Frau sich auf einen jungen Mann einlässt, und eine Affäre beginnt, welches als Sprungbett dient ihr Leben zu überdenken. Gut gespielt, mit natürlichen Charakteren und realistischen Situationen ohne viel Drama oder überspitzte Gefühlsduselei und etwas Erotik. Sonst nicht mein Genre, aber konnte man schauen. 6/10

209. The Prodigy (Amazon Video) – Gelungener Beitrag zum Killerkinder-Genre, der über seine Laufzeit den Zuschauer bei der Stange hält und recht spannend, aber auch mit den üblichen Schockmomenten der aktuellen Zeit aufwarten möchte. Das Kind spielt gut, ein paar nette Morde gibt es, aber das Finale ist etwas zügig abgehandelt, aber immerhin nicht auf Friede, Freude und Eierkuchen hinaus. 6/10

210. Undecleared War (BD) – Fetziger Actionthriller von Ringo Lam der gut unterhält und durch seine internationale und nationale Besetzung was hermacht. Dazu gibt es einiges an Humor (nicht immer freiwillig) und genug Action, um einen netten Abend zu haben. Zwar hätte es bei den Schusswechseln noch mehr zur Sache gehen dürfen, aber Langeweile kommt nie auf. Positive erneute Sichtung. 7/10

211. The Crow (UHD) – Noch immer – wie damals im Kino – kann mich der Brandon Lee Film vollends begeistern. Ob vom Sound, Stimmung, Musik, Optik und seiner Leistung, sowie den die gewählten Nebendarstellern und der Killerbande – hier passt für mich fast alles. Extrem traurig das Lee damals verstorben ist bei den Dreharbeiten, denn gerne hätte ich mehr von ihm gesehen. So ist er aber mit einer großartigen Comicverfilmung von uns gegangen. Toller Streifen. 9/10