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Mittwoch, 7. Januar 2026

Shane Schofields Film-Report: Dezember 2025

Das Film-Jahr 2025 war insgesamt eigentlich in Ordnung. Die neueren Filme landeten wie gewohnt meist bei 5 oder 6 Punkten (zum Glück gibt es auch Ausnahmen nach oben, aber leider auch nach unten), es gibt weiterhin gute Serien und Kino ist eher die Ausnahme für mich inzwischen. Spaß machen immer mal wieder Titel, die man schon kennt und älter sind und die braucht man auch um im aktuellen Filmbereich mal Abwechslung zu bekommen. Sonst gab es fast 100 Film mehr zum Schauen als das Jahr zuvor, was auch mit einigen privaten Änderungen zu tun hat und wie erwartet überstieg der Kauf (oder die Nutzungsrechte) der Digitalen Inhalte die der physischen Einkäufe dieses jahr. Dabei ist der Grund meist entweder ein Upgrade auf 4K (doppelte Datenträger gibt es nur noch in besonderen Fällen) oder es handelte sich meist um Filme die es als Stream deutlich günstiger gab oder als 4K-Auflösung sogar nur als Stream – oder auch Filme die es gar nicht gab als Datenträger zum Kaufzeitpunkt. Insgesamt landeten so immer noch über 140 Neuanschaffungen bei mir. Ist trotzdem nicht ohne und man unterstützt weiterhin die Labels und Filmemacher. Na, dann schaut mal, was so im letzten Monat des Jahres 2025 über meinen Bildschirm flimmerte, und damit steigen wir ins 23 Jahr des Blogs ein. Keine Ahnung, warum ich das immer noch mache. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG 


328. Abraxas (BD) – Terminator-Verschnitt nur mit Aliens und Freunden von Arnie. Das ist relativ harmlose B-Action, der überall Zunder fehlt aber sich trotzdem über die Runden retten kann, wenn man nicht viel Erwartungen hat. Kurios der Kurzauftritt von Jim Belushi in gleicher Rolle wie in „Der Prinzipal“ (er war zum Zeitpunkt mit der Hauptdarstellerin zusammen) der völlig belanglos ausfällt. Passt zum Rest. Schade das von den Kooperationen von Damian Lee und David Mitchell meist nur dieser Film veröffentlicht wird, dabei haben die noch ein paar bessere Streifen damals geschaffen. 4/10

329. Larazus (Amazon Video) – Wenn man eine Harlan Coben Umsetzung schaut, weiß man ungefähr was einem erwartet. Diesmal gab es keine Vorlage, sondern die Miniserie wurde extra entwickelt und vermischt wieder Familie, Sünden der Vergangenheit, Geheimnisse und Twists in einen Topf. Das geht diesmal sogar in eine übersinnliche Richtung – oder? Ordentlich gespielt, aber insgesamt gab es schon bessere Coben Projekte. 6/10

330. She Rides Shotgun (Amazon Video) – Düsteres und stark gespieltes Thriller-Drama mit einigen unangenehmen Gewaltszenen in karger Optik. Der Film ist einfach so ohne große Werbung bei AMAZON VIDEO aufgetaucht und man fragt sich, warum manch so ein guter Streifen wie dieser hier so stiefmütterlich behandelt wird. Egerton (hier mal ungewohnt rau) und Heger (starke Leistung des Mädchens) haben eine gute Chemie, aber es ist halt kein gute Laune Film. Ganz klar zu empfehlen. 8/10

331. Escape the Field (WOW) – Sowas wie „Cube“ im Maisfeld, bei dem das typische dumme Verhalten genauso dazukommt (immer in verschiedenen Richtungen weglaufen u.a.) wie relativ wenig am Interesse der Figuren. Die Auflösung ist dann auch nur na ja, aber immerhin überzeugt Shane West in seiner aggressiveren Rolle. Aber sonst purer Standard. 5/10

332. Night Game (BD) – Leider etwas fader Thriller mit einem fast gelangweilten Roy Scheider (trotz über 20 Jahre jüngerer Freundin) der nie wirklich seinen Serienkillerplot viel Spannung verpasst und das drumherum auch semi interessant ist, da die Inszenierung fast TV-Niveau bietet. Immerhin gibt es ein paar blutige Morde, aber die Auflösung ist jetzt auch nicht wirklich der Bringer. 5/10

333. Shadow Force (Amazon Video) – Die Storys um ehemalige Agenten, die zum Abschuss freigegeben werden, ist inzwischen auch ziemlich ausgelutscht und Joe Carnahan kann dem auch wenig Neues verpassen. Leider fällt die Action dann auch noch zu selten und zu schwachbrüstig aus. Dafür dreht Mark Strong dann etwas sehr auf und ich bleibe weiter bei meiner Frage, warum man in Hollywood unbedingt Omar Sy als Actionstar etablieren will. Er geht schon aber irgendwie sprinkt der Funke bei mir nicht über ihn als Actionhelden zu sehen. Mal sehen, ob das bei dem Serien-Ableger der „Extraction“ Filme besser wird. Hier ist alles mehr enttäuschend als ansprechend. 4/10

334. Monarch: Legacy of Monsters – Season 1 (Apple TV) – Erweiterung des amerikanischen Monsterverse mit wenig Monstern dafür mehr Zeitebenen. Einiges ist nett aber einiges auch langatmig und wenig erquickend. Pluspunkt ist die Familie Russell (Vater und Sohn) und die Effekte. Und zwischendurch Godzilla geht eh immer. 6/10

335. Die Purpurnen Flüsse (Apple TV) – Da ich das Buch nie gelesen habe, lasse ich mal den vergleich und bewerte den Film einfach, als das, was er ist: Ein gut erzählter, interessanter Thriller mit 3 guten Hauptfiguren, etwas Action und einer interessanten Grundidee. Auch die anfangs zweigeteilte Erzählweise gefällt. Das Ende wirkt nicht ganz rund, aber ist jetzt auch nicht die Katastrophe wie es oft dargestellt wird. 8/10

336. Heart Eyes (Amazon Video) – Hier haben wir doch mal ein positives Ding was schön die Genres mixt (Slasher, Liebesfilm, etwas Komödie), sich nicht ernst nimmt, einige Anspielungen auf andere Filme und Elemente bewusst verwendet und auch aufs Korn nimmt und ein sympathisches Heldenpaar zeigt. Die Mischung funktioniert gut, auch die Darsteller passen bis in die Nebenrollen und auch die Kills sind nicht überbrutal, aber nett handgemacht und trotzdem suppig. Endlich mal wieder ein Slasher der positiv überrascht hat. 7/10

337. Jurassic World: Die Wiedergeburt (Amazon Video) – Tja, das Thema ist dann wohl auch ziemlich durch. Aber noch sprudelt der Geldbrunnen. Immerhin besser als der Vorgänger (gut nicht schwer) und auch wieder mit etwas mehr Action versehen, aber die Figuren sind Schablonen, die Dinos auch nicht mehr wirklich aufregend und die Optik teilweise zu künstlich. Ich verstehe aber warum Gareth Edwards solche Auftragsarbeiten annimmt – um dann später wieder bessere und eigene Ideen umzusetzen (hoffe ich zumindest). Klar hätte man da vielleicht mehr erwarten können, aber ich glaube die Vorgaben sind da kaum zu durchdringen. Immerhin nie so wirklich langweilig, aber der B-Dino „Primitive War“ war deutlich gelungener und das bei über 100 Millionen Budget unterschied. 5/10

334. Identity – Cyberpunk Wars (Amazon Video) – Das ist jetzt mein dritter Film, den ich von Serik Beyseu gesehen habe und in jedem seiner Werke erkennt man eindeutig die Vorbilder, die er huldigen möchte. Doch der B-Filmer aus Russland kommt noch lange nicht an seine Vorbilder heran. Mit diesem Actionfilm hat er aber bisher seinen besten Film abgeliefert, auch wenn hier bei weitem nicht alles rund läuft und der Film nur abermals Versatzstücke zusammenbastelt. Die Action und die Prämisse erinnert oftmals an „Upgrade“ und der deutsche Zusatztitel setzt die Latte viel zu hoch an. Von einem wirklichen Krieg ist hier wahrlich nicht zu sprechen. Das erinnert am Ende dann eher an die „Cyborg Cop“ Filme als an wirklichen Cyberpunk. Dafür stimmt wie immer sie Optik und auch die Action ist ganz nett (teilweises mit dynamischer Kamera), nur meist zu kurz und zu selten vertreten. Wirklich viel über die Handlung sollte man sich den Kopf auch nicht zerbrechen, aber als Snack für B-Fans gab es schon schlechteres. 5/10

335. The Prosecutor (Amazon Video) – Gerichts-Thriller der aber mehr bei den Actionszenen von Donnie Yen punktet. Die Mischung ist zwar mal was anderes, recht gut ausgewogen, aber so richtig spannend wird der Fall nicht rübergebracht und so freut man sich immer, wenn der noch fitte Donnie die Fäuste raus holt und es mir übersichtlicher und flotter Kamera zur Sache geht. Insgesamt hat er die Regie ebenso im Griff wie seine eigene Leistung, aber zum neuen Hit erweist sich der etwas zu lange Film dann nicht. 6/10

356. Color of Night (BD) – Im Fahrwasser von “Basic Instinct” kam auch dieser langweilige, überlange und teilweise abstruse Streifen in die Kinos. Trotz der guten und meist verschwendeten Nebendarsteller ist das finale Ergebnis insgesamt, auch durch eine Figur mit erkennbar schlechter Maske und einer bescheuerten Auflösung, sowie öden Erotikszenen nichts, was man nochmal sehen muss. Dachte gebe den noch einmal eine Chance, aber kannste vergessen. 3/10

357. Remnick (Apple TV) – Da nicht verlängert, eine ganz okay abgeschlossene Mini-Serie mit einem grummeligen Jason Clarke und einer netten Grundidee, die sich aber dann doch wieder nur in einer der üblichen C.I.A. Verschwörung entfaltet. Das Setting im Schneebedeckten Alaska (gedreht wurde aber in Kanada) und den unterschiedlichen Kriminellen hat was (wird aber kaum genutzt) und zu Beginn zieht sie die Serie einen auch gut mit, wird dann aber teilweise zu abstrus und nutzt einige gute Gelegenheiten nicht aus. Selten auch zu sehen, wie krass in einer Serie der Unterschied zu einer guten Handgemachten Actionszene ist und eine ähnliche andere mit schwachen CGI einfach billig aussieht. Immerhin passen Darsteller und Tempo. 6/10

358. Constantine (Apple TV) – Wenn sich ein Film sehr weit von der Vorlage entfernt, kann es funktionieren und man kann sich mit anfreunden oder es gelingt nicht. Kann auch an der persönlichen Einstellung liegen. Hier stimmt kaum etwas überein, aber der Film gefällt trotzdem durch sein dunkles Setting, einer mystischen Stimmung, dem flotten Tempo und netter Ideen. Reeves passt eigentlich gar nicht, aber liefert hier trotzdem passend ab und auch deswegen gefällt mir der Film immer wieder gut – auch wenn wie gesagt kaum etwas von der teilweise genialen Vorlage passend übernommen wurde. 8/10

359. Den of Thieves (BD) – Die etwas prollige Version von „Heat“ fällt in beiden ungeschnittenen Fassungen jeweils zu lang aus, hat aber auf beiden Seiten passende und charismatische Figuren/Darsteller zu bieten, was dann zwischen den wenigen knackigen Actionszenen den Zuschauer vertrösten kann. 7/10

360. Alma und der Wolf (Paramount+) – Mehr Drama als Horror, aber aus der Kategorie B-Movie wobei die Kleinstadt gefällt und auch Ethan Embry alles gibt, um den Zuschauer bei Stange zu halten. Das gelingt meist, vor allem mit einigen kruden Visionen und schrägen Momenten. Der Twist ist sicherlich nicht neu, aber solide umgesetzt. Nur keinen Werwolffilm erwarten.  6/10

361. The Assessment (Amazon Video) – Eigentlich nicht mein Genre unbedingt, aber die Thematik in einer fernen Zukunft fand ich dann doch interessant. Leider wird das Thema relativ oberflächlich abgearbeitet und Alicia Vikanda nervt und overacted dann manchmal etwas viel. Am Ende hängt man dann noch ein Storyelement dran, was nicht nötig gewesen wäre und etwas mehr Antworten auf die Innere- und Außenwelt wären auch nicht so schlecht gewesen. So nur knapp über die Mittelmäßigkeit gehüpft. 6/10

362. Netherworld (BD) – Trotz einiger typischen FULL MOON Momente (fliegende Hand), ist „Netherworld“ eher ein ungewöhnlicher Titel aus der Charles Band Schmiede. Sowohl das südliche Sumpfsetting als auch das Thema (plus Bordell mit netten kleinen Maskenwesen) ragte schon damals etwas aus Reihe der sonstigen Filme raus. Insgesamt ist der zwar langsam erzählt und mixt noch etwas mehr Erotik mit netten Damen rein, hat aber auch kleine Horrormomente, erstaunlich passende Musik, paar Effekte und wie gesagt eine schwüle Atmo. Schade, dass man damals nicht einen etwas bekannteren und charismatischeren Hauptdarsteller genommen hat. Funktioniert dennoch für FULL MOON ganz gut und hat ein crazy Ende. 6/10

363. Den of Thieves 2: Pantera (UHD) – Hier ist vor allem optisch weiterhin nichts zu bemängeln und die Urlaubsbilder wirken sich auch auf das Adrenalin aus. Hier ist alles noch etwas langsamer als im Vorgänger und die Action wird dann auch fast komplett auf ganz kurze Momente zum Finale heruntergefahren. Leider fehlt hier einiges an charismatischen Fratzen und der Überfall an sich haut einen nun auch nicht aus den Socken das man den Film dafür so in die Länge ziehen muss. Immerhin gefallen Butler und Jackson (der körperlich immer mehr seinen Vater ähnelt) in ihrem Spiel miteinander, aber so wirklich was abreißen konnte die Fortsetzung jetzt nicht. 5/10

364. Düstere Legenden (BD) – Hier haben wir sicherlich schon damals nichts wirklich Neues bekommen, aber das Tempo ist von Beginn an hoch und die Einbindung mit den urbanen Legenden funktioniert ganz gut. Dazu ein paar aufstrebende Stars (und ein paar Genrelegenden), aber tatsächlich relativ unblutige Morde (was Jamie Blanks dann in „Storm Warning“ nachgeholt hat). Am Ende chargiert der Killer dann auch etwas zu viel, aber den kann ich immer noch gut wegschauen. Straighter Slasher, gekonnt eingefangen. 7/10

365. Monster Summer (Amazon Video) – Budget war jetzt nicht so hoch und das merkt man auch am Drehbuch was etwas ausgefeilter und auch ruhig noch grusliger ausfallen hätte dürfen. Denn selbst für jüngere Zuschauer gibt es da nicht viel zu fürchten. So sitzt das Movie bisschen zwischen den Stühlen und wirkt unausgegoren, was immerhin durch solide Leistungen der Darsteller gerettet wird. Ein neues „Stranger Things“, ein „Super 8“ und nicht einmal ein „Summer of 84“ wird aber dadurch erreicht. 6/10

366. Diablo (VOD) – Zum Abschluss gab es dann noch einer der bessren Scott Adkins Filme, der zwar nicht an seine Highlights herankommt aber vor allem durch Marko Zaror in seiner abgedrehten Rolle aufgewertet wird. Das Mädchen, zwar ganz hübsch aber nervend – wie sie halt so sind – gehört nun mal dazu und die immer wieder eingestreuten Fights sind oft kurz, aber wuchtig inszeniert. Kann man sich ruhig in die Adkins Sammlung stellen. 6/10

367. Sisu: Road to Revenge (VOD) – Hier wird dann noch einmal auf die Tube gedrückt und alles immer weiter in die Höhe getrieben. Völlig sinnfrei, macht aber eine Menge Spaß und die Action lässt nicht nach. Fand ich insgesamt etwas besser als den Vorgänger da hier mehr Abwechslung geboten wird. Teilweise erinnert das Ganze aber auch an „Looney Tunes“ oder dem „Road Runner“ – so Cartoonartig. Also völlig übertrieben und unglaubwürdig, aber dafür blutig und sehr unterhaltsam. 7/10

368. The Cave (Apple TV) – Fast zeitgleich mit „The Descent“ entstanden gab es natürlich Vergleiche, die dieser Film hier nur verlieren konnte. Gefallen tut mir das Monsterfilmchen trotzdem. Nette B-Besetzung (auch ordentlich divers ohne so aufdringlich zu sein wie in heutigen Projekten), einiges an Action und Tempo und dadurch was anderes als der Klassiker von Marshall. Erinnert an die Mid-Budget Filme der 90er wie „The Relikt“ oder „Deep Rising“ und auch die machten Laune. Der hier ist zwar nicht ganz so unterhaltsam, aber geht immer noch klar als Appetizer. 7/10

369. Counterforce (DVD) – Nette „Delta Force“ B-Variante mit den gern gesehenen und bekannten Darstellern in Hauptrollen und Nebenrollen, sowie regelmäßiger Action bei der Story und Spannung eher nebensächlich ist. B-Action aus den Videothekenzeiten wie sie sein sollte. Läuft immer mal wieder bei mir. 7/10

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Shane Schofields Film-Report: November 2025

Stehen wir wirklich schon wieder kurz vor Weihnachten und 2026? Anscheinend. Das sehr durchwachsene Jahr verflog rasant. Im November konnte ich einige Serien abschließen (auch dank des Urlaubes), deren Folgen ich immer wieder vor mir her geschoben hab und natürlich wieder eine Mischung aus Alt und neu bei den Filmen - wobei wieder Neu deutlich überwiegt. Diesmal waren tatsächlich auch mal postive Überraschungen dabei. Was nicht mehr so häufig passiert. Aber seht selbst was der letzte Filmreport des Jahres bringt - der Dezemberreport folgt ja dann erst im Januar 2026 - man ist der Blog Alt und ich erst😎. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB: ERNEUTE SICHTUNG 


 

294. Marvel Zombies (Disney+) – Die kurze Serie lässt sich schnell durchschauen und bietet wie immer viele Helden als Zombies und andere die mal schnell über die Klinge springen. Das ist ein alternatives MARVEL Universum, welches gerade Zombiefans abholen kann. Unterhaltsam, aber nicht sehr tiefgründig. 6/10

295. Bloodstorm (PLEX) – Nach dem positiven Auftritt in „The Last Kumite“ produzierte sich David Kurzhal AKA The Viking Samurai seine erste Hauptrolle auf dem Leib. Rene Perez wählte er als Regisseur aus, der zumindest weiß, wie man mit sehr wenig Geld Filme macht. Auch hier haben wir alle Perez üblichen Zutaten: Action im Wald, Action in der Höhle, die wir aus zig Filmen von ihm kennen, einige nette Frauen (Krista Hedins gibt eine nette Heldin ab), ein paar bekannte Gesichter (Michael Paré, Richard Tyson) und eine minimale Handlung. Die wird dann zum Glück von viel Action übertrumpft und zeigt das David Kurzhal durchaus potenzial hat sich als B-Actionstar zu etablieren. Doch dazu sollte er auch mit den richtigen Leuten zusammenarbeiten. Denn viel Einfallsreichtum gibt es hier nicht zu finden. Auch die Kämpfe sind auf Dauer, vor allem durch die ständig gleiche Umgebung, zu eintönig. Immerhin einer der besseren Rene Perez Filme und vor allem eher ein Showreel für David Kurzhal, der aber noch einiges auffahren muss, um ein neuer Actionstar zu werden. Die Chance hätte er. Aber so ein Film in ein 40 € Mediabook zu bringen ist echt nicht ohne – zum Glück habe ich gesehen, dass er bei PLEX umsonst mit wenig Werbung (nur Englisch) lief. 5/10

296. The Terminal List: Dark Wolf (Amazon Video) – Prequel zu “The Terminal List”, welchen den Weg von Ben Edwards zeigt und was zu dem Finale der Serie geführt hat. Das ist weiterhin gute Action und hat mit Tom Hopper noch einen weiteren starken Mann neben Taylor Kitsch der hier wieder abliefert und die Zerrissenheit seiner Figur glaubhaft rüberbringt. Ein paar Längen und einen Tick zu viel Liebesgedöns muss man ertragen, aber die Verschwörung und die starke Inszenierung der Militäraction passt. Nicht so stark wie die Hauptserie, aber Pflichtprogramm. 7/10

297. Jade (Amazon Video) – James Bamford, ehemaliger Stuntexperte, ist fleißig als Regisseur unterwegs aktuell, schwankt aber noch in der Qualität. „Jade“ erinnert eher an ältere Blaxploitation Filme, der aber immer mal wieder random Dinge einbaut, die manchmal ganz witzig sind, aber nicht immer passen. Das passiert auch in der Action und entzieht dieser so auch einiges an Kraft und Realismus.  Shaina West macht mit großen Afro zwar eine gute Figur, kommt aber durch technische Mätzchen nicht immer voll zur Geltung. Mickey Rourke und Mark Dacascos haben leider zu wenig zu tun und Katherine McNamara darf erneut unter Bramford austeilen. Aber so wirklich bleibt nichts hängen und lädt auch nicht zur Zweitsichtung ein. 4/10

298. Until Dawn (Netflix) – Der Film hat nicht wirklich viel, bis gar nichts mit dem wunderbaren Spiel zu tun, muss aber sagen das der Film knackig, überraschend blutig und Temporeich zur Sache geht. Die Zeitschleifen bieten immer wieder eine andere Todesart und die Figuren sind einem nicht völlig egal. So bleibt ein flotter Horrorstreifen, bei dem ich doch deutlich weniger erwartet hatte. Netter Snack. 7/10

299. Task (WOW) – Mini-Serie mit Mark Ruffalo und Tom Pelphrey als Gegenspieler die beide tolle Leistungen abliefern. Gerade Ruffalo ist mal wieder etwas ruhiger und nicht so überdreht unterwegs und kann mit kurzen Blicken oder Reaktionen viel zeigen. Die Krimihandlung reicht aber nicht für die sieben Folgen aus und deswegen wird viel Familiendrama bei fast jeder Figur mit hineingepackt, was manchmal etwas zu viel wirkt. Trotzdem bleibt das Geschehen spannend und nicht für jeden geht die Geschichte geht gut aus. Sollte man mal reinschauen. 7/10

300. Black Phone 2 (VOD) – Teil 2 geht etwas andere Wege und wird nach einem etwas zu langsamen Beginn immer mehr zu einer Freddy Krueger Hommage. Nicht unbedingt neu, aber auch lange nicht mehr so gesehen. Scott Derrickson schafft es aber wie immer eine dichte Atmosphäre zu erzeugen, wozu schon das verschneite Camp beiträgt, aber auch Visionen oder Träume ähnlich wie in „Sinister“ zeigt. Hier gibt es auch diesmal mehr Erklärungen und Hintergründe, ob das jetzt jedem zusagt, sei dahingestellt. Insgesamt etwas schwächer als Teil 1, aber durch die Stiländerung nicht einfach eine weitere Kopie. 7/10

301. Beast of War (VOD) - Kiah Roache-Turner konnte mich bisher mit jedem seiner Filme abholen. Ob die überdrehten, „Wyrmwood“ Filme, der sehr spaßige „Nekrtronic“, der noch immer nicht in Deutschland erschienen ist, oder zuletzt „Sting“, der aber ein paar Längen hatte. Hier gibt es kaum solche Probleme. Der auf wahren Ereignissen basierende Film (ein australisches Kriegsschiff wurde abgeschossen und die wenigen Überlebenden mussten sich einen Hai erwehren) , wird von ihm Temporeich und spannend präsentiert. Natürlich sind die wenigen Figuren nicht von Klischees befreit, aber man findet schnell Zugang zu ihnen und bei einigen hofft man natürlich das sie überleben – bei manch anderen nicht. Der große Pluspunkt ist die fast surreale Optik auf dem Wasser mit starker Beleuchtung, Nebel, Geräuschen und natürlich der grausig aussehende Hai. Dieser wird mal wenig offensichtlich per CGI da geboten, aber meist, als sehr gut und vernarbt aussehende handgemachte Puppe bei den Nahangriffen. Diese wirken beeindruckend und auch sonst zeigt Kiah Roache-Turner einige faszinierende Bilder und Zeitlupen mit dem Hai – über und unter Wasser. Nach dem ganzen schlimmen Hai-Filmen der letzten Jahre, bringt er ein Stück Grauen zurück (auch wenn Haie eigentlich tolle Tiere sind). Für mich der beste Haifilm seit Jahren mit ein paar kleinen schwächen. 7/10  

302. Safe House (UHD) – Nicht zu verwechseln mit dem Washington/Reynolds Vehikel haben wir hier einen gut gelungenen B-Thriller mit schmalem Budget von Darsteller/Regisseur Jamie Marshall, der das aber gut übertünchen kann und seine durchaus nicht neue aber recht spannende Story rasant abarbeitet. Es gibt immer kleine vernünftige Actionszenen, die Handlung um das große Ganze und dem Verräter ist undurchsichtig gemacht wo sich ein Verdacht auch mal als falsch herausstellt. Der Vorteil sind hier auch die Darsteller wie Hannah John-Kamen, Holt McCallany, Ethan Embry oder Lewis Tan, der seine Actionqualitäten zeigen darf. Er könnte mehr Actionhauptrollen spielen, aber seine unnötige und kritisierte Hauptrolle im neuen „Mortal Kombat“ als Joe Cole hat mehr geschadet als genützt (was aber eher an der Rolle als an ihm lag in meinen Augen) – denke er stirbt im zweiten Teil „MK II“ recht schnell und bekommt trotzdem hoffentlich noch die Chance weitere Actionrollen auch in größeren Filmen zu spielen. Dann das kann er gut. 6/10

303. Affinity (VOD) - Der ehemalige Darsteller Brandon Slagle ist inzwischen fast nur noch hinter der Kamera von diversen B-Streifen tätig und man hat das Gefühl seine Leistungskurve steigt langsam, aber sicher. Seinen besten Film liefert er nun mit „Affinity“ ab, der auch gleichzeitig die erste englische Hauptrolle für Marko Zaror ist. Sonst nur in Nebenrollen oder als Gegner, darf er hier erst erstmals den alleinigen (na fast, mit Louis Mandylor und Brooke Ence, der man jede Actionszene abnimmt, teilweise an seiner Seite) Helden spielen. Und in den Actionszenen und Fights zeigt Zaror natürlich sein – auch für seine Größe - beeindruckendes können und Schnelligkeit. Durch den Drehort Thailand (kommt Louis Mandylor überhaupt aus Thailand raus aktuell?), stimmt mal wieder die Optik und sieht hochwertiger aus als der Film vermutlich ist und bietet zur zweiten Hälfte dann auch eine Menge kurze Ballerreien und natürlich etliche Hand-To-Hand-Combat Szenen. Trotz knapp 80 Minuten gibt es aber leider gerade zu Beginn einige Längen da die Prämisse und der Beziehung erst einmal angestoßen wird und so richtig die Liebesgeschichte nicht zünden möchte und der Plot auch in etwas Unglaubwürdige und nicht ganz logische Sci-Fi- Elemente abgleitet. Und selbst zum Finale mag nicht jede Actionszene einen bei der Stange halten. Insgesamt hätte auch ein Adkins oder Mandylor die Hauptrolle spielen können, denn er fühlt sich nicht außergewöhnlich an, aber da Marko Zaror mit am Drehbuch geschrieben und produziert hat (wie der plötzlich verstorbene Daniel Zirilli der eigentlichen Regie führen sollte), sei es dem wuchtigen Chilenen gegönnt. Eigentlich ein 5/10 aber dafür das Slagle hier die konsequenteste Arbeit abliefert und Zaror auch mal der Held sein darf: 6/10.  

304. Primal: Season 2 (Apple TV) – Endlich mal an die zweite Staffel von Genndy Tartakovsky genialer Urzeitserie gemacht und noch immer gibt es viel blutige Action, liebevolle und komische Momente und durchweg eine düstere, primitive Welt zu sehen die sich aber langsam verändert für die Protagonisten, desto weiter sie auf der Welt reisen. Das kommt weiterhin so gut wie ohne Dialoge aus und trotzdem ist man voll bei den Helden und Monstern und fiebert mit. Der Zeichenstil ist Geschmackssache, aber die Geschichten sind straight und voller Dynamik erzählt. Das Ende, dann schon fast melancholisch. Doch es gibt eine dritte Staffel und die zeigt eine überraschende Wendung. Ich freue mich drauf. Ganz strake Animationsserie. 8/10

305. The Hunt (Amazon Video) – Rasanter südkoreanischer Action-Thriller der nicht nur mit wirklich sehr gut eigefangenen krachenden Auseinandersetzungen bei Schusswechsel und Verfolgungsjagden überzeugt, sondern – nicht ungewöhnlich aus dem Land - auch mit einer Story, bei der man dranbleiben muss, da sie nicht nur eine 08/15 Geschichte abliefert. Gut gespielt und spannend bis ins Finale. Da ging sogar mal die Lauflänge klar. 8/10

306. Flow (Disney+) – Animationsfilm ohne Dialoge, die eine Reise von verschiedenen Tieren verfolgt, die zusammenarbeiten müssen, um ihr Ziel zu erreichen. Das ist Independent-Kino mit etwas ungewohnter Optik, aber liebevoller Geschichte und tollen Momenten. Kino mit viel Herz. 8/10

307. Predator: Badlands (Imax) – Nun ist also der Predator selbst der Held und ein junger Krieger muss sich auf einem außerordentlich gefährlichen Planeten beweisen. Da ist nicht mehr viel übrig vom Grundkonzept und man schwenkt noch mehr zu Action und den Comics oder Büchern. Das schmeckt verständlicherweise nicht jedem, ist aber actionreich und unterhaltsam, schießt aber auch manchmal über das Ziel hinaus. Nach dem schwachen „Prey“ und dem sehr mäßigen Animationsabenteuer, konnte Dan Trachtenberg zumindest bei mir wieder etwas gut machen und legte ein Sci-Fi Abenteuer vor, welches aber ganz dem Horror und der Härte (zumindest diesmal) abschwört. Elle Fanning ist dann noch ein schöner Pluspunkt und die Vorbereitung auf ein erneutes aufeinander Treffen zwischen Alien und Predator werden weiter forciert. Mal eine nette Abwechslung, aber es darf auch gerne wieder in eine düstrere Richtung gehen. 7/10

308. The Outsider (Netflix) – Jared Leto hilft einen Yakuza und arbeitet nach seinem Gefängnisaufenthalt selbst für diese und das als Gaijin. Das ist sehr ruhig, bietet auch wenig neue Einblicke, die man nicht aus anderen Filmen kennt, kann aber das Interesse dennoch über die etwas zu lange Laufzeit retten. Muss man aber auch nicht unbedingt sehen, so spontan war das mal ganz nett. 5/10

309. New York 1991 (BD) – Spielt zwar nicht in New York, aber wen interessiert das schon? Denn auch in Kanada hat man „Das Ende“ von John Carpenter gesehen und so geraten die Mieter eines Hauses in eine ähnliche Situation. Das ist nicht so gut wie das Vorbild hat aber für B-Movie-Fans genug zu bieten um den auch nach Jahren noch zuschauen. 6/10

310. The Dead next Door (BD) – Noch so ein Kleiner dreckiger Low-Budget-Streifen wo man seinen Vorbildern huldigt und tatsächlich einige gelungene Zombies präsentiert und über die kurze Laufzeit niemals Leerlauf hat. Das ist sicherlich keine hohe Zombiekunst, aber viel besser als was man heute so geboten bekommt. Und für die geringen Mittel wirkt das Ganze sogar erstaunlich aufwändig gemacht. Natürlich auch wieder eine großartige VÖ von WICKED VISION. 7/10

311. Drop (WOW) – Tiefgründig darf man nicht über das gezeigte Nachdenken, aber aus der Prämisse und dem fast einzigen Schauplatz wird genug Tempo und Spannung erzeugt das man doch einige Szenen verzeiht, die vielleicht über das Ziel hinausschießen. Dazu bieten Regie, Kamera und Darsteller gute Leistungen, so dass man positiv zufrieden ist nach der Sicht. 7/10

312. End Times (Amazon Video) – Das THE ASYLUM Logo wollte mich sofort zum Abschalten bewegen, aber dann konnte man an den Credits erkennen, dass der Film nur eingekauft wurde, und das merkt man auch. Zwar ist auch dieser etwas lang geraten, birgt keine News im Zombiebereich und wir alle wissen das Menschen eh schlimmer sind. Der Beginn verrät mal wieder zu viel und ich kann Filme nicht leiden die so beginnen. Der Rest ist Standardware, die okay ist, aber letztlich kann man sich die Zeit sparen. Für das schmale Budget ist es aber erträglich – wenn man sonst nichts zu schauen hat. Und besser als die THE ASYLUM Eigenproduktionen. 4/10

313. V- Die Außerirdischen Besucher kommen – Season 1 (DVD) – War damals richtig spannend und in den USA und bei uns als VHS schon ein großes Thema. Irgendwie hatte ich mal wieder Bock drauf und insgesamt funktioniert das Ganze immer noch erstaunlich gut, auch wenn einige Punkte doch sehr schnell ablaufen oder nicht immer realistisch wirken. Aber im Gegensatz zu vielen TV-Produktionen aus der Zeit ist der Fünfteiler unterhaltsam, von den Effekten zwar nicht immer Sattelfest aber doch ordentlich gemacht, actionreich und teilweise wieder ziemlich aktuell. Die Serie danach habe ich aber als sehr schwach in Erinnerung, weswegen ich nur bei diesen 5 Filmen der Serie bleibe. Doch, war eine gute Idee das mal wieder zu schauen über die letzten Wochen. 7/10

314. Gallowalkers (BD) – Eine staubige, passende Wüstenatmosphäre paart Western mit Horror, aber man merkt dem Film auch so seine Probleme an. Gerade im Mittelteil gibt es dann sogar die eine oder andere Länge zu viel zu ertragen. Auch wirkt nicht alles durchdacht und etwas holprig. Dagegen stehen ein cooler Snipes und auch etwas Action, die durchaus funktioniert und die Story hat Elemente, die einiges hergeben. Wird aber nicht voll genutzt. 6/10

315. Skinford: Death Sentence (Amazon Video) – Nette Idee: Ein Mann muss sich sein eigenes Grab schaufeln und findet dabei eine andere Leiche, die noch lebt. Als er erschossen wird, aber von der Hand der fremden Person berührt wird, kann auch er nicht sterben – so wie die Frau. Schlauerweise bleibt er in ihrer Nähe was sein Leben in der Unterwelt etwas leichter macht. Australien kommt immer mal wieder mit Filmen um die Ecke, die einfach anders sind. Das ist hier zwar alles etwas kleiner produziert, aber die Prämisse, die Optik und einige Bilder sind echt gut und die beiden Hauptdarsteller harmonieren miteinander. Sie arbeiten zusammen, denn die Frau würde gerne den Fluch der Unsterblichkeit loswerden und er kann so vorerst am Leben bleiben. Das ist jetzt nicht sehr viel mit Action durchsetzt oder hat viele Horrorelemente, funktioniert aber als Genre-Mischung ziemlich gut und ist sympathisch. Flog bisher völlig unter dem Radar bei mir. 6/10

316. Skinford: The Curse (Amazon Video) – Tatsächlich gab es 1 Jahr später sogar gleich eine Fortsetzung. Diese kehrt teilweise in die Vergangenheit zurück, setzt aber die Handlung des ersten Teils auch fort. Leider hätte diese Erzählweise eher zu Teil 1 gepasst, aber dann wäre der Vorgänger nicht ganz so kurzweilig. Hier fühlt sich der Teil aber halt, wie ein Mittelteil an wo eigentlich noch ein dritter folgen sollte. Leider ist gerade das nicht passiert bisher, obwohl der Regisseur das gerne umsetzen würde. Ob das jetzt nach al den Jahren noch klappt, ist fraglich. Zwar kann man den auch schauen, auch wenn das Ende relativ offen ist. Dennoch, noch ein Teil wäre gut. So fällt Teil 2 leider auch etwas schwächer aus und mit mehr Geld hätte man da sicherlich aus der ganzen Geschichte noch mehr herausholen können. Aber es tat mir jetzt nicht leid die mal gesehen zu haben. 5/10

317. Sworn to Justice (Amazon Video) – Ein riesen Cynthia Rothrock Fan war ich noch nie und meist mochte ich vor allem ihre Filme, wenn sie einen starken Partner an der Seite hatte oder alles, wo Richard Norton dabei war. Gerade die US-Streifen haben eine doch sehr durchwachsene Qualität und dieser von Paul Maslak (damals u.a. der Manager von Don „The Dragon“ Wilson) inszenierte Flick ist eindeutig ziemlicher Mist. Die Story mit übersinnlichen Momenten ist schwach, die Fights gehen aber z.B. der Kampf im Supermarkt mit unpassender Musik und sogar Zeichentrickfilmgeräuschen unterlegt,  passt überhaupt nicht. Und da nicht alles mit Action vollgepackt ist, darf die Rothrock auf sexy machen und auch zweimal pimpern. Da sie, in meinen Augen, nicht sehr attraktiv ist und Frisur und Klamotten auch nicht klar gehen, ist auch da nichts zu erwarten. Positiv das man 10 Jahre nach „Karate Tiger“ Kurt McKinney mal wieder in Action sehen durfte und es echt schade ist, dass er nicht eine vernünftige B-Actionkarriere hingelegt hat. Aber wie man meist hört, etwas selbst verschuldet. Weiterhin negativ an diesem Schinken das Leute wie Ian Jaecklin, Vince Murdocco, Art Camacho oder Eric Lee nicht mal eine Kampfszene abbekommen. Ne, ich kannte ihn bisher nicht und muss sagen, ich hätte auch gerne auf diesen Rohrkrepierer verzichtet. 3/10

318. Firepower (BD) – Wie man B-Action richtig macht, zeigt dann PM ENTERTAINMENT mit diesem Film, der Endzeit, mit Polizeiaction und Käfigkämpfen mit Martial Arts (und Jim Hellwig) mischt. Es vergehen auch nur wenige Minuten ohne irgendeine Actionszene und die übliche Optik mit paar Ballereien und Explosionen passt eh. Chad McQueen und Gary Daniels geben ein gutes Gespann ab und damals war Daniels noch eine kleinere Nummer und erstmals für PM in einer der Hauptrollen zu sehen. Er schneidet natürlich viel besser ab als McQueen (bei dem man auch meistens sieht, wie er gedoubelt wird), aber was solls. Das mindert den Spaß eines PM-Fans nur minimal. Macht also immer noch Laune. 7/10

319. The Prophecy (UHD) – War fast wieder wie eine Erstsichtung, da nie nach der VHS-Auswertung mehr gesehen. Aber die gute Erinnerung wurde nicht enttäuscht. Das Thema spricht mich eh an und die Stimmung und aufgebaute Atmosphäre entwickelt sich langsam aber immer enger und durchweg ist der Film gut bebildert und natürlich gespielt. Wobei Christopher Walken natürlich heraussticht. Aber auch kleinere Nebenrollen sind mit bekannten Gesichtern besetzt und alle sind mit Enthusiasmus dabei. Das Finale hätte vielleicht etwas packender und auch beängstigender ausfallen dürfen, aber ich war erfreut das er mir noch immer so gut gefallen hat. Mal sehen, was die Fortsetzungen mit Walken noch so können. Auch die waren zwar schwächer, aber immer noch ordentlich soweit ich glaube. 8/10

320. The Running Man (Imax) – Buch nie gelesen, Film mit Schwarzenegger war schon damals nur solide (und ist nicht besser geworden) und der neue Film? Passt in typische Blockbuster-Kino hinein. Die Slums und Verzweiflung werden gut gezeigt, das Tempo durchweg hoch genug um nicht langweilig zu werden und auch der befürchtete Humor ist eher vereinzelt angelegt. Einige Szenen sind aber mal wieder etwas zu viel (im Haus des Nerds) und der Action fehlt es insgesamt an Wucht und Druck. Dabei macht Glen Powell wirklich eine gute Figur und ich würde ihm mal einen richtigen ernsten Actionknaller wünschen da er ja auch aus dem Stuntbereich kommt. Ein Knaller war er der hier noch nicht, aber der Film war besser als gedacht. Leider gefällt mir das komisch abgehandelte und erzählte Ende überhaupt nicht und versaut so einen vernünftigen Showdown. Ob das für die Sammlung reicht? Mal sehen…6/10

321. Yellowstone - Season 5.2 (Paramount+) – Der Abschluss der Hauptserie kam nun früher als geplant durch den unrühmlichen Ausstiegt von Kevin Costner. Und ja, das hätte man als Fan der Serie sicherlich gerne anders gesehen und da muss man auch Costner auch mal den Gedankenanstoß geben, dass man auch manchmal seinem Publikum was zurückgeben sollte. So wirkt das alles etwas überhastet und natürlich werden einige Dinge sicherlich noch Anklang in den diversen Ablegern finden, schade war es dennoch. Aber immerhin muss man sagen das die Macher dennoch ein rundes Ende geschaffen haben und sicherlich steige ich auch in weitere Serien des Universums ein. Der Abschluss hat etwas Geschmäckle, aber interessant war es dennoch bis zum Finale. 7/10

322. Together (VOD) – Beziehungsdrama gemixt mit Bodyhorror und einigen obskuren Momenten, welches intensiv gespielt ist von realen Paar Alison Brie und Dave Franco. Nette Bilder, und gruselige Augenblicke gibt etwas zu wenig über die Laufzeit und die Beziehung nimmt etwas zu viel Platz ein, ist aber natürlich wichtig für die Auflösung. Hatte den weiter nicht auf dem Schirm und wurde dann bei einem Filmabend gut unterhalten. 6/10  

323. Bambi: The Reckoning (UHD) – Das Poohniverse geht in die nächste Runde und tatsächlich hat man hier wohl am wenigsten von der Vorlage sich geschnappt. Die Rache des Tieres gibt es hier aber und  das Ergebnis ein reiner, sehr solider Tierhorrorfilm der klar geht und sich gut in die Reihe einfügt. Es ist meist was los, die Effekte für das Budget sind auch okay, Figuren und Darsteller dafür eher egal und ein paar blutige Kills gibt es obendrauf. Ohne jetzt an einer Splatterschraube oder so zu drehen. 6/10

324. Cold – Tod im Eis (Amazon Video) – Kühler Thriller aus Island mit einigen Dramaelementen und auf zwei Zeitebenen erzählt. Erinnert natürlich an die typischen nordischen Thriller aber auch manchmal an französische Vorlagen. Einer der Hauptdarsteller aus „Viking: Valhalla“ spielt die Hauptrolle, wirkt aber manchmal überfordert und die etwas zu lange Laufzeit und das etwas konstruierte Ende schmälern die Unterhaltung. Einige Szenen mit den Übergängen in die Vergangenheit sind aber gut gefilmt. Stringenter Thriller ohne große Höhe- oder Tiefpunkte. 5/10

325. Wild Thing (BD) – Seit VHS-Zeiten nicht mehr gesehen und leider auch nicht viel dazu gewonnen. Zu unentschieden schwankt der Film und das Drehbuch zwischen Tarzanverbeugung und Comicrachefilme zum einen und zum Sozialdrama zum anderen. Da rettet etwas die Besetzung, denn die Spannung ist bescheiden und Action gibt es viel zu wenig. Die Erotikszene wirkt sogar fast etwas wie die Ausnutzung eines Schutzbefohlenen – aber immerhin ist er alt genug. Sonst gefällt die zeitlich typische Siffness einer Großstadt, aber viel besser als in meiner Erinnerung war er leider nicht. Aber auch nicht schlechter. 5/10

326. Sniper: The Last Stand (Amazon Video) – Inzwischen bei Teil 11 angekommen, ändert sich der Stil der letzten Teile wieder zurück. Er wirkt wieder etwas ernster, weniger James Bond als mehr Krieg. Wie durchweg tatsächlich alle Teile fällt auch dieser nicht viel ab. Zu Beginn und im letzten Drittel ist einiges sehenswertes und blutiges an Action dabei und sieht meist gut gefilmt und dynamisch aus. In der Mitte werden die eigentliche Story und etwas Ausbildung gezeigt und wirkt in der Struktur etwas unausgewogen. Dort werden die Figuren vorgestellt und viel passiert nicht, aber insgesamt sollte auch dieser Teil dem B-Actionfan zusagen. 6/10

327. The Gorge (Apple TV) – Nun gehört auch ein APPLE TV Abo aktuell zu meinem Content und dort interessierte mich am meisten dieser Streifen. Glücklicherweise hält Scott Derrickson sein Level und liefet weiter gute Arbeit ab. Die Grundidee ist interessant, die Auflösung – okay – nicht ganz so einfallsreich, aber die Szenen oben erinnern etwas an den „Dawn of the Dead“ Remake von der Kommunikation bis es hier sogar zum zärtlichen Treffen kommt. In der Schlucht selbst entsteht eine geile Atmo, wenn man halt nicht eine komplette CGI-Phobie hat und bietet dazu noch einige einfallsreiche Kreaturen und Action. Das Finale wirkt dann oben wieder etwas generisch, aber von den ganzen Streamingfilmen, zählt der zu den stärkeren für mich. Würde ich sogar noch einmal schauen. 7/10

Dienstag, 11. November 2025

Shane Schofields Film-Report: Oktober 2025

Im Oktober sind doch deutlich weniger ältere Film gelaufen als ich eigentlich wollte. Aber man kommt zeitlich kaum  hinterher wenn man gleichzeitig auf dem neusten Stand bleiben möchte. Da man eh dauernd irgendwo wenn man im Netz ist (schon durch manche Suche für den Blog kann das passieren) gespoilert wird, versucht man halt vorher die Filme zu sehen. Natürlich kommen dann auch noch 0,99 € Aktionen dazu, Serien an den man mal länger mal kürzer hängt und schon ist der Monat um. Aber die wenigen älteren Titel erwisen sich mal wieder als so gut wie in der Erinnerung. Ist ja nicht immer so. 

ROT = NEUSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG 

 

261. A Knights War (Amazon Video) – Unaufgeregte C-Fantasy mit einigen Gewalteinlagen im ersten Drittel, aber wenig Spannung und zu viel Geschwafel. Für solche Filme ist ein kleines Budget eh immer schwierig und hier fehlt es an Personal und Einfallsreichtum, um aus dem kleinen Kreis mit einigen Logikfragen auszubrechen. Da haben die Brüder Ninaber beide schon deutlich besseres abgeliefert. 3/10

262. Orang Iktan (Amazon Video) – Kleine Mischung aus „Predator“ und „Das Schrecken vom Amazonas“ was dank der knappen Laufzeit und zwei sympathische Figuren, trotz weniger Action, passabel unterhält und nett gefilmt ist. Solides B-Movie mit Handgemachten Kostümen und einigen blutigen Effekten. 6/10

263. Strike Back: Season 6 (BD) – Die zweite Staffel mit dem neuen Team und man hat sich schon ganz gut an sie gewöhnt diesmal. Auch untereinander entsteht mehr Chemie und bei der Action wurde doch nochmal etwas draufgepackt. Es gibt viele Explosionen und Schießereien ohne den ganzen CGI-Kram, den man aus den B-Filmen heutiger Zeit kennt. Hat also wieder mehr Laune bereitet, auch wenn Story und Handeln der Personen schon manchmal hart an der Grenze zur Parodie ist. Jetzt steht dann auch endlich mal die letzte Staffel an, die ja nicht mehr als Blu-ray erschienen ist. Danke von allen Sammlern für nichts. 7/10

264. Purgatory Jack (Amazon Video) – Eigentlich eine ganz nette Idee, die auch am schmalen Budget zu knabbern hat und dann auch noch etwas zu lang ausfällt. Die Vorhölle, mit seinem Film-Noir Detektiv, hat einige schräge Ideen zu bieten und gerne hätte das auch ausgebaut werden können, doch dazu fehlte vermutlich das Geld. Immerhin ist die Chose ordentlich gespielt, aber Story und Setting hätte einfach mehr Geld verdient. 4/10

266. Screamboat (Apple TV) – Eine angepisste Maus auf zwei Beinen meuchelt sich durch eine Fähre. Die Macher hinter „Terrifier“ nehmen sich die Disney Geschichte vor und machen einen Slasher draus – natürlich was sonst. Dieser hat einen hohen Bodycount mit mal mehr mal weniger blutigen Kills, Humor, der manchmal funktioniert und Figuren die natürlich nerven (sollen) und einigen die klar gehen. Leider sind die Effekte um David Howard Thornton (Art The Clown) nicht immer gut eingesetzt, so dass einiges an Grauen verloren geht – für alteingesessene eh. Etwas lang, wie meist aktuell, aber immerhin stirbt alle paar Minuten jemand. Gerade wurde Teil 2 angekündigt und ja, wäre wieder dabei. 5/10

267. Hydrotoxin (Apple TV) – Typischer 90er Actionthriller, der noch teilweise etwas 80er Luft atmet, und vor allem bei den Explosionen richtig Laune bereitet. Auch sonst hat Christian Duagay den Film, wie immer, gut im Griff und Pierce Brosnan spielt den coolen Helden mit typischen damaligen Klischeemacken. Hat mal wieder Spaß gemacht. 7/10

268. Peacemaker: Season 1 (Amazon Video) – Nochmal durchgezogen, bevor ich mich an die zweite Staffel ranmache. Unterhaltsam, schräg, teilweise dramatisch aber auch komisch und brutal und mit vielen Beleidigungen und schrägen Figuren versehen. John Cena gibt alles, aber auch sonst passt das Konzept – zumindest für zuhause. 8/10  

269. Desert Dawn (Amazon Video) – Das ist wieder einer der B-Actionfilme, die einfach ärgerlich sind. Hier hat man zwar eine actionerprobte Besetzung, die ich auch sonst gerne sehe, aber es ist mal wieder ein Film mit CGI Mündungsfeuer- und CGI-Einschusslöcher und es darf bloß nichts kaputt gehen. Selbst ein leichter Autozusammenstoß ist animiert mit dazugehörigem Rauch. Eine Glasscheibe oder ein Loch im Blech des Autos – auf keinen Fall. Wenn ein Actionfilm auch nur ein Stuntman im Abspann hat, sagt das schon alles aus. Leider ist dann auch die Story nicht der Bringer und man fragt sich wirklich, wen diese Art Film abholen soll? Für Actionfans kracht es nicht genug und zu selten, für einen Thriller ist die Geschichte nicht gut genug. Einfach nur ärgerlich. 4/10

270. The Tall Man (Amazon Video) – Ich habe keine Ahnung, warum ich den mir damals nie angesehen habe. Gut, ich habe jetzt kein Highlight verpasst bisher, aber doch einen vernünftigen Thriller der natürlich mit seinem Thema was anderes präsentiert als der Trailer damals dem Zuschauer weis machen wollte. Einige Sachen der Story muss man halt Schlucken, aber insgesamt ist das alles gut inszeniert und vor allem von Jessica Biel auch gut gespielt. 6/10

271. Das Syndikat des Grauens (BD) – Diesen Lucio Fulci kannte ich bisher tatsächlich noch nicht, auch weil das nie so richtig mein Genre war. Aber das hier geht gut runter und einige Effekte sind mal wieder ganz schön derbe und gut gemacht. Im Genre gesehen sicherlich einer der vernünftigen Titel und vor allem mit fetten Bloodpacks gespickt. 7/10

272. Geballte Fäuste (BD) – Neben „Eine perfekte Waffe“ und „Deadly Takeover“ der beste Jeff Speakman Film und der vorletzte (oder letzte – man ist bei diesen und „American Cyborg“ nicht immer sicher) von CANNON. Zu der Zeit gab es oftmals die Gangthematik und diese wurde auch hier benutzt. Leider fällt die Action fast ein bisschen zu unspektakulär aus und gerade die Kämpfe hätten länger gehen müssen. Aber das lag sicherlich auch am Budget. Logisch kann man das eh nicht erklären, aber solche Filme machen einfach Laune. 7/10

273. Mobland: Season 1 (Paramount+) – Starke Darsteller, die üblichen Verwicklungen und Verräter und Verschwörungen. Aber in letzter Zeit ist man etwas übersättigt von dem Thema und auch wenn es hier nicht viel zu beklagen, gibt und man auch mal ein paar Folgen hintereinander schauen möchte, bekommt man auch nichts wirklich Neues geboten. Rund läuft es hier vor allem wegen den Schauspielern (Brosnan, Hardy, Mirren). Aber das ist schon mal Grund genug die Serie zu schauen. 7/10

274. First Shift (Amazon Video) – Uwe Bolls US-Comeback ist so eine Art “Training Day” oder noch näher dran der “Crown Vic” mit Thomas Jane. Auch hier sehen wir in neues Polizeiteam einem Tag zu. Dabei fällt es sehr episodenhaft aus, kleine Fälle werden gezeigt, größere angeschnitten und vom Team abgegeben und nur zum Ende hin wird es dann doch ziemlich persönlich. Dabei entsteht zwar eine gute Chemie zwischen dem Zweiergespann, aber Spannung ist eher Mangelware. Das ist teilweise realistisch, aber als Film nur wenig fordernd. Nie langweilig aber auch keine Action oder Thrill, dennoch ein solides Werk von Uwe Boll (trotz der widrigen Drehumstände), der gerade zwei Fortsetzungen am Stück hierzu abgedreht hat. 5/10

275. Ballerina (UHD) – Wirklich gewartet hatte ich nicht auf so einen Ableger (oder überhaupt einen Ableger), aber das Ganze fällt dann doch überraschend unterhaltsam aus. Ana De Armas ist eh eine Augenweide, aber hier gibt sie wirklich alles um auch als Actionheldin eines ganzen Filmes zu überzeugen. Und die Macher übertreiben es auch nicht mit ihren körperlichen Fähigkeiten, sondern es wird auch viel die Umgebung genutzt, um im Zweikampf gegen die Männer zu obsiegen. Dabei ist die die Story sehr oberflächlich, aber die Action ist viel und zum Glück auch nicht zu lang und dabei sogar meist abwechslungsreich. Höhepunkt sind die wirklich geilen Feuerwerferszenen. Schade, dass der Ableger scheinbar auch sonst von niemanden unbedingt gewollt war und deswegen hinter den Erwartungen zurückblieb. 8/10

276. The Last House on the left (BD) – Das Remake ist natürlich bei weitem nicht mehr so schmuddelig wie das Original aber auch nicht so anstrengend zu schauen. Erschienen in einer Zeit als auch der Horrorfilm im Kino etwas härter war, geht es hier trotzdem unangenehm zur Sache, ist aber grundsätzlich besser gespielt und nicht mit so vielen dummen Dialogen gespickt. David Hess kann man nicht ersetzen, aber sonst passt der Rest und die Stimmungsänderung im Finale fand ich jetzt auch nicht störend. Gefällt mir sogar besser als das Original und wer es noch härter und zynischer braucht, wendet sich dann „Chaos“ von Großmaul David DeFalco zu. 7/10

277. Pacific Fear (Amazon Video) – 4 Surferinnen landen auf einer Insel wo früher mal Atomtests gemacht worden und dadurch eine Gefahr entsteht mit denen die Freundinnen nicht gerechnet haben. Leider habe ich auch nicht mit so einem lahmen Ding gerechnet, denn es dauert zu lang bis was passiert, die Frauen sind einem (oder mir) egal, es gibt keine wirkliche Härte oder Thrill. Eigentlich vom Thema etwas, wo man einiges hätte herausholen können. Haben sie, und zwar passt langweilig am besten zu benennen. Das kann Frankreich aber deutlich besser in diesem Genre.  3/10

278. Bang (Amazon Vide) - Wych Kaosayananda konnte mich damals mit „Ballistic“ eigentlich ganz gut abholen. Doch danach kam eigentlich nur lahmer Brei herum und das, obwohl er immer mit guten Actiondarstellern vor der Kamera arbeitete (hier wird Kane Kosugi einfach nicht gut und genug genutzt). Auch optisch gab es nie was zu meckern, aber letztlich war der Output enttäuschend – was auch manchmal am Budget lag. „Bang“ ist immerhin etwas besser und gerade die letzten 25 Minuten machen Laune, wenn Autos wirklich explodieren und sich überschlagen und die Schießereien und Bloodpacks auch nicht billig sind. Doch bis dahin ist ein weiter Weg den ich jetzt nicht so schlimm fand, aber so wirklich will der dramatische Part nicht passen. Dafür macht Peter Weller viel Laune und rettet einiges über die Laufzeit und der neue „Hellboy“ Jack Kesy wird sicherlich nicht über den Rand des B-Filmes hinauskommen. Dazu fehlt dann doch (noch?) das Talent als Schauspieler. Aber man dürfte ihn gerne einige Actionfilme an die Hand geben und ihm auch die Möglichkeit geben seine Körperlichkeit mal von der Leine zu lassen. Kaos bester Film seit „Ballistic“, aber man weiß das es deswegen gerade mal zum Durchschnitt reicht. 5/10

279. The Jester (Amazon Video) – Im Fahrwasser von „Terrifier“ kommt der Narr daher ist aber viel zu handzahm und der ganze Film teilweise echt schlecht gespielt. Dazu kommt der extrem glatte Digitallook und so kommt nicht einmal wirkliche Halloween-Stimmung auf – auch wenn sie sich Mühe gegeben haben. Auch ist der Jester gleichzeitig zu mächtig und die die Geschichte zu lahm. Vielleicht geht es dann bei Teil 2 etwas aufwärts. Aber da müsste die Figur dann auch Schwächen und Erklärungen offenbaren. 4/10

280. Locked (Amazon Video) – Mann wird eingesperrt in einem umgemodelten Auto und muss sehen am Leben zu bleiben. Gut gespielt, aber richtig zünden will der Film nicht, funktioniert als Remake aber so weit ganz gut, da am Ende etwas mehr Bewegung reinkommt. Solide, wie man so schön sagt. 5/10

281. Last Man Down (BD) – Daniel Stisen in seiner ersten Hauptrolle wirkt wie aus der Zeit der heutigen Actionhelden gefallen. Aber deswegen ist er irgendwie cool. Sicherlich kein Charakterdarsteller, aber im Actionbereich kann der gerne noch sehr umtriebig sein. Hier dauert es aber relativ lange bis die Hommage der 80er zum Zuge kommt und oftmals fällt auch die Action etwas statisch und einfallslos aus. Das offene Ende ist dann auch nicht so schön, aber Teil 2 ist immer noch in Planung und da dieses Filmchen International ordentlich lief, hoffe ich doch dringend auf eine Fortsetzung. Dann aber gerne mit mehr Action und Härte. 6/10

282. Alien: Earth (Disney+) – Technisch und von den Effekten her stark, Story, Casting und Charaktere leider eher schwach bis nervig. Die Idee mit den Kindern hilft nur bei dummen Verhalten (und nicht nur die verhalten sich so), einiges nervt oder funktioniert gar nicht – wie das Unterhalten mit dem Alien. Highlight bleibt das fiese Auge. Reiht sich gnadenlos in die Qualität nach Teil 2 ein. Nichts davon hätte ich gebraucht, aber hoffen und gucken tut man es dann halt doch. 5/10

283. Steppenwolf (Amazon Video) – Ungewöhnlicher Endzeitfilm aus Kasachstan, der von Stimmung an den ersten „Mad Max“ erinnert und seine kargen Landschaften toll einfängt. Der Anti-Held ist ein echtes Arschloch und zögert vor nichts und die restlichen Figuren sind skurril oder auch ziemlich Assi. Ist nicht unbedingt ein Actionkracher, aber geht durchaus zur Sache und einige Menschen bleiben auf der Suche nach einem Kind auf der Strecke. Konnte mich überraschend gut mitnehmen auf seine Reise, kann mir aber auch vorstellen das der Film einige sogar komplett kalt oder gleichgültig hinterlässt. Mal was anderes, wird aber später nochmal geschaut für eine weitere Bewertung. 7/10

284. The Siege (Amazon Video) – Daniel Stisen die zweite. Diesmal ist der Ort der Action sehr limitiert, aber dafür geht es zügiger zur Sache. Klar, als Muskelberg ist seine körperliche Action heutzutage fast schon für viele zu langsam, aber dieser Throwback gefällt und auch stimmen hier diesmal die Figuren an seiner Seite – sind sogar mit etwas Humor versehen. Die Action ist hier dann auch etwas härter und gut über die Laufzeit verteilt. Was mir an Stisen gefällt, der seine Filme immer selbst mitproduziert, ist das er sich verletzlich und nicht unbesiegbar zeigt. Er steckt auch hier wieder ordentlich ein und wirkt dadurch menschlicher als zum Beispiel ein Steven Seagal Streifen. Kein B-Action-Brecher, aber mir schmeckts. 7/10

285. The Peacemaker: Season 2 (RTL+) – Auch hier gibt es die gewohnte James Gunn Mischung (Zeittechnisch nach dem „Superman“ Film) aus Drama, Action und derben Humor und das gefällt weiterhin nicht jedem. Der Bruch von Härte und Sprache zum Kinofilm ist natürlich immens, wirkt aber alles etwas heruntergefahren vom Wahnsinn. Sind aber immer noch gute Ideen und geile Szenen dabei, aber der Actionanteil ist weniger diesmal. Die letzte Folge wird stark kritisiert und einiges kann man auch nachvollziehen. Beim Ende muss man halt sehen, wo und wie es weitergeht, aber die Szenen mit Rick Flagg Sr. beim Feiern fand ich dann auch nicht so pralle. Man kann gespannt sein wie die Mischung zwischen Serien und Kino funktioniert. Bei MARVEL hat es eigentlich den Abstieg eingeläutet. 7/10

286. Spider Labyrinth (UHD) – Das letzte Mal auf VHS gesehen und dank der großartigen WICKED VISION 4K Veröffentlichung fast wie eine Neusichtung. Und im Gegensatz zu manch anderem Spät-Italiener funktioniert der Film immer noch. Es passiert gar nicht so viel und richtig brutal ist er auch nicht, aber die dichte Atmosphäre und stimmigen Bilder sowie die charmanten Effekte hinterlassen auch nach Jahren noch einen guten Eindruck, wenn man sich drauf einlässt und sowohl Fan dieser Art ist und die Vorbilder dazu kennt. Bekommt durch solche Veröffentlichungen auch endlich die Aufmerksamkeit, die der Film verdient hat. Mehr Horror als vieles, was heute so erscheint. 7/10  

287. Hellhound (Amazon Video) – Louis Mandylor darf mal wieder in einer Hauptrolle glänzen und spielt auch gut auf – leider ohne viel über seine Figur preiszugeben. Optik und Kameraarbeit, auch in den Actionszenen, sind gut und da in Thailand gedreht, darf auch was kaputt gehen. So explodiert auch mal ein Motorrad oder ein Auto und CGI-Gewehrfeuer fehlt auch. Leider gibt es von der dynamischen Action zu wenig und so wird der Film wohl kaum das Interesse bei den meisten B-Actionfans halten können. Bei mehr Action wäre mehr drin gewesen, denn der Thriller-Dramaplot bietet tatsächlich wenig Neues und auch Stränge, die einen nicht unbedingt abholen. Insgesamt aber ein vernünftiges Regiedebüt von Joshua Dixon (u.a. auch Produzent von „Affinity“) und da auch Produzent könnte ich mir vorstellen: da kann noch was Besseres von ihm Folgen. Am Ende geht es sogar noch um Religion und ich weiß nicht ob der Film unbedingt so hätte ausgehen müssen. Aber immerhin konsequent, wenn auch irgendwie aufgesetzt wirkend. 6/10

288. The Ritual (WOW) – Mal wieder ein Exorzismus-Film, diesmal mit Dan Stevens und Al Pacino. Neues zu sehen, bekommt man nichts, alles ist hier auf Sparflamme und schon zigmal so ähnlich gezeigt worden. Pacino blamiert sich und wirkt extrem zausilig, Stevens gibt sich mühe, ebenso wie die Besessene. Es nützt aber nichts. Die Inszenierung ist nervig (ständig Zooms, wacklig, als ob wir eine Doku schauen und passt überhaupt nicht in die Zeit in dem der Film spielt trotz wahrer Ereignisse) und vor allem niemals gruselig oder interessant. Das war wohl nüschts. War überrascht das Andrew Stevens mitproduziert hatte, aber das war nicht ganz so schlau. 3/10

289. The Naked Gun (Apple TV) – Wie erwartet kommt der neue Film niemals an seine Vorgänger heran, aber insgesamt hat der doch eine gute Gagrate und unterhielt über die ganze Zeit. Da hatte ich mit schlimmeren gerechnet und so in der Runde war der immerhin in Ordnung. Alleine sollte man sich diesen aber wohl nicht anschauen. 6/10

290. Scarlett – Diamonds of Revenge (Amazon Video) – Tja, seit Neil Marshall mit Charlotte Kirk zusammen ist ging es nach „Hellboy“ stetig weiter bergab. „The Reckoning“ deutete es schon an, „The Lair“ war dann trotzdem ganz unterhaltsam und nun also „Duchess“. Kirk schrieb wieder mit ihrem Verlobten das Drehbuch und produzierte, um sich so optimal (vor allem den Hintern) in Szene zu setzen. Das ist aber leider alles etwas zu geschwätzig und wirkt mit den Einblendungen von Namen und einem relativ schwachen Voice-Over längst überholt. Auch die Action zündet nicht wirklich und auch wenn der Film gut aussieht, war das Budget vermutlich nicht das höchste. Der größte Fehler (schon im Trailer zu sehen) ist natürlich das Highlight aus dem Film zu nehmen: die coole Socke Philipp Winchester. Der rettet die erste Stunde locker das Geschehen, unterstützt von Sean Pertwee – der aber insgesamt zu wenig zu tun bekommt, aber ab der Hälfte mehr Screentime abbekommt. Also bleibt das meiste an Charlotte Kirk hängen, die sicherlich gut ausschaut, aber nun auch keine Göttin ist (wie immer Geschmacksache), aber vor allem nicht so wirklich Talent als Schauspielerin hat. Tja, der nächste Film Marshall/Kirk steht schon in den Startlöchern. Man hat einfach das Gefühl der Mann hätte so viel mehr Gutes machen können. Zumindest war der Streifen aber auch kein Totalausfall und trotz der Länge ging der ganz gut um, was aber meist an Winchester lag. 5/10

291. Staind your Ground (Amazon Video) – Daniel Stisen die dritte. Vom „Last Man Down“ Regisseur ist das technisch gesehen, finde ich, sein bester Streifen bisher. Zwar braucht auch hier der Plot etwas zu lange, um zur Action zu kommen, aber die sieht hier teilweise echt gut aus und geht auch ordentlich zur Sache. Die letzten 40 Minuten machen Laune und Peter Stormare bereichert jeden Film und selbst Eric Roberts blamiert sich mal nicht. Und Stisen ist weiter eine außergewöhnliche Figur auf dem heutigen Actionmarkt und ich mag ihn gerade deswegen. Darf gerne sein Output erhöhen und noch eine Schippe drauflegen. Aber das hier war schon nochmal ein Schritt in die richtige Richtung für B-Actionfans. 7/10

292. V/H/S – Halloween (VOD) – Shudder will jetzt jedes Jahr einen Film nachlegen. Sehr gerne, wenn die Qualität, gerade wie bei den letzten beiden, weiter so stabil bleibt und diesmal passend zu Halloween wird das sehr passende Thema aufgegriffen. Dieser Teil ist auch einer der stärkeren, mit schöner Halloween Stimmung, coolen Ideen, einer ganz lustigen Rahmenhandlung und guten Kurzgeschichten, die alle gut funktionieren. Ja, war ich wieder sehr zufrieden mit. Aber der wird wohl auch bei uns abermals keine KJ bekommen. Schon wegen der Folge mit den Kindern nicht. Aber auch sonst schön saftig und auch schwarzhumorig. Freu mich auf das nächste Jahr. 7/10

293. Primitive War (VOD) – Luke Sparke ist eine echte Marke seit dem ersten „Occupation“ Film. Zumindest wenn es sich um Genre-Ware handelt. Die Umsetzung eines Buches/Comics kommt schön ernst daher und hat für sein Budget von 7 Millionen $ wirklich gute Effekte, viel Action und ist vor allem auch wirklich in der Natur gedreht. Die Einheit kann nicht unbedingt ähnliche Sympathien wie die Typen bei „Predator“ oder „Aliens“ erwecken, aber es nervt auch keiner. Was man dem Film vorwerfen kann, ist, dass er manchmal einen Tick zu lang ist und man auch auf die einen oder anderen Dialoge verzichten hätte können. Aber mich störte es nicht besonders, kann man aber auch anders sehen. Ryan Kwanten gibt einen gewohnt vernünftigen Helden ab, den man abnimmt, dass er alle seine Männer nach Hause bringen möchte und das fast komplett auf peinlichen Humor verzichtet wird, ist ein weiterer Pluspunkt. Respekt vor dem Ergebnis bei diesem Budget – da sahen viele 100 Millionen $ Filme in den letzten Jahren viel, viel schlechter aus. 7/10