Auch im August habe ich wieder einige Filme und Serien geschaut. Echte Highlights fehlten zwar, kleine überraschende Entdeckungen bis hin zu Enttäuschungen war wie immer alles dabei. Welche Titel mich überzeugen konnten und welche eher nicht, erfahrt ihr jetzt.
ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG
203. The Internship (Amazon Video) – James Bamford hat in den letzten Jahren einen soliden Fuß im B-Action-Genre gefasst, konnte aber bisher kein richtiges Highlight hinlegen. Hier war die Hoffnung groß, weil mit Sullivan Stapleton und Philip Winchester die beiden „Strike Back“ Stars wieder aufeinandertrafen, ein kleines Meisterstück zu bekommen. Doch statt sich auf die beiden sympathischen Freunde zu konzentrieren, wird eine Gruppe junger Leute in den Fokus gestellt die zu Spezialagenten ausgebildet wurden und nun gegen das eigene System antreten müssen. Die Action ist hier etwas stylischer eingefangen teilweise, wirkt sie dadurch aber auch nicht so griffig und wuchtig. Dazu ist sie meist zu kurz. Das kann man auch zur Story sagen, die am Ende dann noch einen dicken Twist raushaut und eine Fortsetzung ankündigen könnte. Das ist trotzdem in Ordnung, aber ich hätte halt lieber die beiden Stars öfter und mehr in Action gesehen. Zwar nett das sie gegeneinander antreten, aber aus der Konstellation wird dann doch zu wenig gemacht. Aber wieder eine grundvernünftige Bamford Arbeit. 6/10
204. Project Hail Mary (Amazon Video) – Ryan Gosling und ein Steinalien wollen ihre Planeten retten. Das ist teilweise gefühlsduselig und etwas zu lang geraten. Auf diverse Szenen auf der Erde hätte ich auch verzichten können und Realismus braucht man auch nicht erwarten. Aber das will der Film oder die Vorlage auch nicht bieten. Er will unterhalten und das schafft der der auch die meiste Zeit und erinnert dabei manchmal an die 80er und 90er Filmlandschaft. 6/10
205. The Power (BD) – Aus der Filmografie von Stephen Carpenter und Jeffrey Obrow (dessen „Anthony“ und „Twilight“ ich gerne schaue) fehlte mir noch dieses Frühwerk und ähnlich wie bei „Todestrauma“ sind hier auch noch etliche Schwächen zu finden. Die Story ist konfus und durch sich ständig ändernde Figuren, kommt man auch nicht so richtig in Stimmung. Dabei sind solche Aztekenthemen immer noch recht frisch, aber so richtig rund wirkt das Konzept am Ende nicht. Immerhin gibt es ein paar nette Effekte, atmosphärische Szenen und etwas Splatter. Reicht aber dennoch nicht zum Durchschnitt. 4/10
206. Pitfall (VOD) – Kaum ist James Kondelik mal ohne seinen Bruder unterwegs, schon liefert er ein solides und ordentlich produziertes Werk ab. Nicht basierend auf das alte Game, aber auch hier gibt es Erdlöcher mit gefährlichen spitzen Stöcken auf dem Boden. Hauptsächlich ein Slasher mit Backwood Elementen, möchte der Film mit seiner zu langen Laufzeit und seinen Dramaelementen aber dennoch etwas viel. Gute 20 Minuten weniger und dafür etwas rasanter und man hätte eine durchweg positive Überraschung. So bremst sich der Film aber leider immer mal wieder selbst aus. Randy Couture gibt aber einen wuchtigen Killer ab und macht was her und auch die anderen Darsteller wie Richard Harmon überzeugen immerhin und so bleibt ein solider Thriller der mehr Tempo und weniger Drama hätte vertragen können. Aber man erkennt bei James Kondelik durchaus Fortschritte – vielleicht auch bald wieder mit seinem Bruder zusammen. Wir werden sehen. 6/10
207. Stream (VOD) – Die Macher von „Terrifier“ laden zum Live-Streaming ein und bringen die Besucher eines Hotels um - vor laufender Webcam. Das ist mit 2 Stunden zu lang und so zieht sich dann Ganze etwas in die Länge und die Figuren sind dann nicht interessant genug, um alles unterhaltsam über die Runden zu bringen. Der Gewaltgrad liegt auch unter dem „Terrifier“, aber es suppt dennoch ordentlich. Schön ist die Besetzung mit bekannten Horrorikonen wie Jeffrey Combs (mit Spielfreude), Danielle Harris, Dee Wallace oder Tony Todd. Auch David Howard Thornton schaut vorbei und killt im bekannten Stil. Erstaunlicherweise ist der bei uns noch immer nicht erschienen, aber ein zweiter Teil ist bereits im Dreh. Hier bekommt man solide Slasherkost, die etwas zu lang ausfällt. 6/10
208. Phantoms (Amazon Video) – Leider werden die guten Bücher von Dean Koontz irgendwie immer nur mäßig umgesetzt. Auch hier stolpert der Film nach der Hälfte und dort merkt man auch die meisten Unterschiede zur Vorlage, die im Buch wesentlich besser funktionieren. Während Stephen King Bücher deutlich besser angegangen werden, scheint es bei Koontz nicht funktionieren zu wollen. Trotz allem ist der Film niemals so schlecht wie er immer gemacht wird, auch wenn wir uns, trotz der namenhaften Besetzung, schon auf einen eher durchschnittlichen Weg befinden. Die Herstellungszeit merkt man jedenfalls deutlich, denn da waren solche Filme trotz allem noch spaßiger als viele Filme mit zigfachen Budget. Und die Stimmung in der ersten Hälfte ist echt ziemlich stark – wenn auch da, dass Buch nochmal besser war. 6/10
209. Undertone (Netflix) – Slowburner der zumindest auf der Tonspur irgendwann gut funktioniert und schon seine Momente hat. Man braucht aber einiges an Geduld und zum Ende wird es dann auch wieder etwas wirr und das drumherum ist dann auch nicht besonders einfallsreich und es wäre wohl besser gewesen, wenn die Handlung nicht über Tage spielt, denn so wird ein Podcast eher nicht funktionieren und wirkt hier auch nicht wirklich logisch. Wäre das alles in einem Podcast gelaufen, wäre die Spannung höher und man hätte vielleicht das eine oder andere auch auslassen können, um mehr Tempo zu halten. Da unter anderem Chad Archibald den Film mitproduziert hat, freue ich mich aber für den kleinen Erfolg des Films. 5/10
210. Somnium (Amazon Video) – Erinnert thematisch an „Strange Dreams“, der ebenso Low-Budget war wie dieser, aber deutlich besser funktioniert hat. Zuviel konzentriert sich auf die Welt außerhalb des Schlaflabors und so stolpert die Spannung immer wieder etwas, weil das Interessante zu oft aus den Augen verliert. Immerhin von Chloë Levine und Johnathon Schaech gut gespielt, wird es aber erst im Finale etwas spannender. Das ist dann aber schon zu spät. 4/10
211. The Babysitter: Killer Queen (Netflix) – Der Vorgänger war erfrischend frech und flott umgesetzt mit passender Besetzung. Teil 2 tut sich da deutlich schwerer. Besetzung passt natürlich immer noch, aber es wirkt alles etwas verkrampfter und zu gewollt teilweise. Das geht immer noch klar, ist aber dann doch deutlich schwächer als Teil 1. 5/10
212. Silent Hill (BD) – Zur Vorbereitung auf den neuen Teil gab es mal wieder nach Jahren den ersten. Schon damals endlich mal eine der besseren Videospielverfilmungen, welche die Stimmung des Games gut eingefangen hat. Trotz diverser Änderungen (Hauptfigur, Kult) passt es am Ende trotzdem und vor allem schafft es Gans ein dichtes Flair in der Stadt zu verbreiten. Leider fehlt trotzdem etwas der Thrill und wirklich Grusel oder Horror wird dann letztlich auch nicht geboten. Aber gut schauen kann man den. 7/10
213. Underworld: Blood Wars (BD) – Der bisher letzte Abstecher ins Underworld Universum zeigt auch schon deutliches Ausbluten. Einige Storystränge aus dem Vorgänger werden über Bord geworfen, Michael scheidet endgültig aus, die Tochter findet nur noch in den Dialogen statt und die Menschen verschwinden wieder fast komplett von der Spielfläche. Immerhin: Theo James hat diesmal mehr zu tun, aber unsere Kate zeigt Ermüdungserscheinungen. So auch die Action, die zu keinem Zeitpunkt an einen der früheren Teile mehr rankommt. Wirkt alles etwas steril und statisch, was bei der eh schon nicht sehr ausgeprägten Handlung deutlich aufstößt. Knapp besser als das Prequel, aber die Luft war dann raus. Das Herzblut merkte man seit Teil 2 eh kaum noch. Irgendwann wird es aber bestimmt eine Rückkehr in diese Welt der Vampire und Werwölfe geben. Entweder als spätes Sequel, Remake oder Serie. Ganz beerdigt sind die Untoten vermutlich noch nicht. Aber wer weiß. 6/10
214. GIGN (Netflix) – Französische Serie um deren SWAT-Einheit, die auf erstaunlich wenig Action setzt und mehr persönliches Drama und eine Verschwörung unterbreitet. Das Setting wirkt realistisch und das Ende mit seinen Twists ist sehr offengehalten, so dass man schon auf eine zweite Staffel 2 hofft. Tomer Sisley überzeugt nach seinem „Largo Winch 3“ Flop in der Hauptrolle. 6/10
215. Silent Hill: Revelation (BD) – Der zweite Teil wird immer noch ziemlich abgewatscht im Vergleich zum ersten Teil. Ja, es ist der schwächere Film aber M.J. Bassett knüpft gut an, ist etwas temporeicher, nicht mehr so verschwurbelt und klar oberflächlicher, aber nie langweilig und bietet zwischenzeitlich eine schöne Monstershow. Er knüpft an „Silent Hill“ an, liefert Antworten und bezieht sich auf den dritten Teil der Spielereihe. Das gefällt den meisten wohl weniger da nicht mehr so subtil wie das Spiel, aber meine Zweitsichtung hat der Film durchaus bestanden. 6/10
216. Extinction (Netflix) – Trotz der interessanten Besetzung hatte ich den mir damals erspart, weil er nur auf DVD erschienen ist. Jetzt zufällig bei NETFLIX vorgeschlagen bekommen und angesehen. Aus Spanien kommt dann auch nichts Neues, die Winterumgebung funktioniert nur so lange keine CGI-Effekte eingesetzt werden und der Action- und Spannungsanteil fällt hinter dem Drama der Personen etwas zurück. Insgesamt aber ein solider Beitrag im Zombie/Mutanten-Genre (wobei die Viecher sehr an „The Descent“ erinnern), gut gespielt und interessant genug, um sich nicht zu ärgern. 6/10
217. Do not enter (Paramount+) – Was hatte ich mich gefreut als ich vor einigen Jahren gelesen hab das Buch „Creepers“ von David Morrell verfilmt werden soll. Der Actionthriller hatte nicht nur eine coole Kulisse, sondern kippt im letzten Drittel zu einem actionreichen „Die Hard“ Verschnitt – nur mit einem Killer. Als dann der Trailer vor paar Monaten veröffentlicht wurde, sank die Vorfreude schon drastisch. Eine Farblose Truppe, die eigentliche Hauptfigur schien gar keine Hauptfigur mehr zu sein und nicht ein bekanntes Gesicht bei der Besetzung. Nun lief der Film halt bei PARAMOUNT+ und die Enttäuschung blieb. Zwar ist das Hotel noch ganz cool und die Hauptfigur aus dem Buch hat dann doch eine größere Rolle als vermutet, wird aber (trotz einer Fortsetzung des Buches mit gleicher Figur) hier unnütz abgewatscht. Dazu kommen einige unnötige Änderungen wie das übersinnliche, der Killer an sich und natürlich sind die Creepers inzwischen eine Influencer - Truppe mit Beiträgen aus der Drehbuchhölle, weil die Schreiberlinge nicht wissen, wie sowas wirklich gemacht wird. Dazu wenig Action und die gegnerische Truppe ist einfach nur nervig. Da interessieren auch dämliche Ideen kaum noch und so ist das ganze Ding eine einzige Enttäuschung als Buchumsetzung. Aber auch für sich betrachtet gibt es hier nichts zu sehen, wofür man seine Zeit opfern müsste. Auch wenn man das Buch nicht kennt. Immerin habe ich wieder Lust auf den Roman und seine Fortsetzung. 3/10
218. The Bygone (Amazon Video) – Durchaus interessantes Thriller-Drama, zwar günstig aber optisch gut eingefangen. Auch darstellerisch gibt es nicht viel zu meckern – vor allem Shawn Hatsoy ist bedrohlich - und auch wenn es bei der Laufzeit kleine Hänger gibt, haben die beiden jungen Brüder als Regisseure und 1x als Schauspieler alles gut im Griff. Es gibt eine unaufdringliche Liebesgeschichte, etwas Action und der Mädchenhandel von indigenen Frauen in Amerika. Das Thema ist interessant und Amerikas Hinterland gibt immer einiges her als Handlungsort. Hier nach lieferten die Phillips Brüder den noch etwas besseren „Rumble through the dark“ ab mit Aaron Eckhart. 6/10
219. Return to Silent Hill (Amazon Video) – Duch die vielen negative Kommentare war meine Erwartungshaltung ziemlich weit unten – was auch am fast perfekten Spiel lag. Doch letztlich fand ich das Ding weder so schlecht wie es gemacht wird noch die Effekte und den Look so miserabel. Aber was weiß ich schon. Klar kommen die psychologischen stärken nie im Film an, dafür bleibt das Drehbuch zu oberflächlich und ändert zu viel, aber die Stimmung gefällt mir immer noch. Es gibt coole Monster und einige Schauwerte. Da ich auch die Vorgänger nie so richtig spannend oder gruselig fand, eher interessant, habe ich das hier auch nicht vermisst. Klar, an Teil 1 kommt der Film leider nicht heran und am Spiel segelt der Streifen auch deutlich vorbei, lag für mich aber auf einen ähnlichen unterhaltsamen Level wie die Film-Fortsetzung. Und dafür, das der nur über die Hälfte des ersten Teils als Budget hatte, ging das gezeigte schon klar. Natürlich hätte man beim Ende auch einen anderen Weg gehen können, denn das war tatsächlich als Auflösung etwas schwach und manchmal wirkte die Story etwas verzettelt, aber sonst solider Film. Und mit seinem knapp 50 Millionen $ Einspiel, ist der Film auch nicht der Riesenflop wie er immer dargestellt wird. Hat immerhin nur 20 Mille gekostet und war schon durch Vorverkäufe finanziert. 6/10
220. Alley Cats (Netflix) – Zeichentrickserie von Ricky Gervais um einige Straßenkatzen. Das ist mit 6 kurzen Folgen schnell weggefuttert und reißt jetzt auch keine Bäume im Genre aus. Die Geschichte ist recht oberflächlich und es werden immer wieder verschiedene Themen angerissen. Dabei geht es von derb, zu platt zu Fäkalhumor, zu feinem Humor und dann wieder zu erstaunlich ruhigen und auch traurigen Momenten hin und her. Würde mir auch eine zweite Staffel von der Bande anschauen. 7/10
221. Beast Race (Amazon Video) – In einem nach einer Katastrophe teils zerstören Brasilien gibt es eine Show bei dem ihre Teilnehmer um ihre Freiheit oder viel Geld kämpfen. Als Pfand werden dazu oftmals Familienmitglieder oder Freunde eingesetzt und natürlich wird nicht immer mit sauberen Mitteln der Wettbewerb ausgetragen. Die Jagd kommt schnell zum Zuge, die Figuren sind Schablonen aber das Tempo – bis auf einige Minuten im Mittelteil – flott und die Action besteht neben kleineren Auseinandersetzungen auch durch viele Parkour-Moves. Gerne hätte es etwas düsterer und rauer zur Sache gehen können, aber so zum Gucken geht der klar. 6/10
222. The Coffee Table (VOD) – Sehr makabre Thematik, bei dem man vor allem bestimmte Handlungen der Figuren schlucken muss. Kommt man damit klar bekommt man Szenen voller Dramatik, Tragödie und schwarzen Humor geboten, den man natürlich mögen muss. Einige Dialoge sind stark, einiges ist zu gewollt und vom Zufall getrieben. Als Kurzfilm wäre das vermutlich noch intensiver gewesen. Die Schauspieler sind manchmal etwas drüber, aber da man so eine Mischung und so eine ähnliche Story wohl sehr selten erleben wird, hat der Film schon seine Beachtung verdient. Werde ich mir jetzt das türkische Remake vom „Baskin“ Macher anschauen? Mal sehen, ob es sich ergibt, kann mir aber nicht vorstellen das aus dem Thema viel mehr herausgeholt werden kann und das Ergebnis besser ist. 6/10
223. Mutiny (Kino) – Den „Shelter“ habe ich noch nicht gesehen, aber ähnlich wie hier habe ich da wohl noch nicht viel verpasst. Der Film hat zu wenig Action und schleppt sich über die Laufzeit so schnell dahin wie der große Frachter. Die Action zieht erst in den letzten 20 Minuten mehr an und hat dann ein paar nette Szenen, der Rest ist generisch und das schlimmste: sogar langweilig. Das sollte in einem Actioner nicht passieren. Hoffentlich geht „The Beekepper 2“ dann wieder mehr zu Sache. Das hier war nichts Halbes und Ganzes. 4/10
224. The Infernal Machine (Paramount+) – Sobald sich die Geschichte dem Ende nähert, baut sich merklich Spannung auf, aber auf dem Weg dahin wiederholt sich der Ablauf, es kommt keine Bedrohung auf und nicht alle Dartseller sind sattelfest. Guy Pearce ist gut dabei, holt dadurch wieder einige Pluspunkte heraus und wie gesagt kann vor allem die letzte halbe Stunde dann auch einen abholen. Übrigens der zweite Film wo Alex Pettfyer und Pearce zusammengearbeitet haben, aber Pettfyer hat hier eher eine kleinere, aber wichtige Nebenrolle. 5/10
225. Dragon Fury (DVD) – David Heavener war noch nie eine Spitze des B-Action-Marktes, aber es gab durchaus ein paar unterhaltsame Dinger. Als der Videomarkt nachließ, hatte er auch mit Budgetknappheit zu kämpfen. Das merkt man hier auch schon. Robert Capin war kurz wohl nach seinem „Ring of Steel“ als neuer Actionstar geplant, aber Frisur und Ausstrahlung fehlte da etwas. Immerhin kann er fighten und gut mit dem Schwert umgehen. Deswegen spielt er hier in dem Mix aus Endzeit- und Zeitreise-Thematik die Hauptrolle. Gegner sind T.J. Storm (Martial Arts Experte, der hier nach eher hinter der Kamera aktiv war – auch für Hollywoodproduktionen) und Richard Lynch, der nicht wirklich viel zu tun hat. Das ist für hartgesottene noch erträglich und hätte man die Leute nicht in die Vergangenheit geschickt wäre der Nonsens bestimmt besser ausgefallen. Immerhin ist immer etwas was los, auch wenn die Action nicht spektakulär ausfällt. Die Zeitreisegeschichte ist natürlich Bullshit, denn sowas funktioniert schon meist bei teuren Filmen nicht. So hat man ein Werk das nur für Allesgucker und David Heavener Fans ist. Der gibt sich mit einem peinlichen Auftritt auch noch kurz die Ehre. 5/10
226. Vicious Fun (Amazon Video) – Aus der BLACK FAWN Schmiede von u.a. Cody Calahan und Chad Archibald, deren B-Horror Output schätze ich sehr - trotz oder gerade wegen deren geringen Budgets. Hier haben wir eine nette Splatterkomödie mit schönen und blutigen Handgemachten Effekten und einigen gelungen Gags. Sitzt zwar nicht jeder und vereinzelt hätte man auch das Pacing besser anpassen können, aber durchweg wurde ich gut unterhalten. Und die Idee mit einer Selbsthilfegruppe für Killer ist gelungen. Dazu sind alle mit Spielfreude dabei. Krass das es so lange brauchte bis der Streifen mal mir vor die Augen kam. Ist immer untergegangen bisher. 6/10
227. Killing Faith (Amazon Video) – Sehr ruhiger Western, der etwas an „Bone Tomahawk“ erinnert und auch leichte Horrorgefilde streift, aber nicht viel erklärt. Die Stimmung ist dicht und einige Szenen sind sehr stark wie das Treffen in der Wüste. Aber auch plötzliche Gewaltausbrüche können gefallen. Trotzdem ist das Tempo manchmal etwas verschleppt aber Guy Pearce ist wieder voll dabei und Bill Pullman ist auch immer gerne gesehen. Etwas anderer Western der aber einiges richtig macht. 6/10
228. Pinocchio Unstrung (UHD) – Der fünfte Film im „Twisted Childhood Universe“ und der dritte Film dessen Erfinders Rhys Frake-Waterfield. Und seine Steigerung von Film zu Film ist weiterhin deutlich spürbar. Natürlich wirken Namen aus der Vorlage von früher immer etwas komisch in der heutigen Zeit, aber Wakefield zieht hier zügig vom Leder, arbeitet mit tollen praktischen Effekten und zaubert einige brutale Szenen auf das Paket. Richard Brake überzeugt in beiden Parts seiner Rolle, Robert Englund schenkt Cricket seine Stimme und wird in Optik und Bewegungen gehuldigt und selbst die Kinderdarsteller stören nicht. Das ist sicherlich kein hochtrabendes Kino aber für das, was es sein will, macht der Flick echt Spaß. Neben dem zweiten Winnie Pooh, der beste bisher aus dem Universum. 7/10

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