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Donnerstag, 19. Januar 2023

Shane Schofields Film-Report: Dezember 2022

Besser spät als gar nicht, oder? Mein Report für den Monat Dezember ist endlich da und insgesamt habe ich 314 Produktionen (inklusive Serienstaffeln) geschaut. Das sind weniger als 2021, aber die Lockdowns in 2021 waren natürlich eine große Hilfe um viel zu schauen. Zwar hatte ich letztes Jahr soviel Freizeit wie seit der Schule nicht mehr, die wurde aber vor allem im Sommer dazu genutzt viel zu unternehmen und wieder mehr unterwegs zu sein. Das Filmjahr war okay, aber nicht besonders. Ich habe etwas weniger gekauft als zuvor und werde das auch weiterhin reduzieren und mich vor allem auf Veröffentlichungen von älteren Filmen freuen. 

Das sorgte auch dafür das ich dieses noch nicht mal den letzten "Top Gun" oder den letzten "Jurassic Park" gesehen habe. Weil ich mir solche Großproduktionen nur noch im Sale kaufe - und bei "Top Gun" habe ich es einfach nicht ins Kino geschafft. Für Sammler wird auch es natürlich auch immer teurer und die Mediabookpreise gehen ebenfalls durch die Decke, nehmen aber an Qualität nicht wirklich zu. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich liebe ja Blindkäufe, werde diese aber ebenfalls reduzieren (was einfach meist an der Qualität der Fulme liegt, was man meist nach einem Trailer ganz gut beurteilen kann) und auch bei den Mediabooks wird genau geguckt was im Warenkorb landet. 

Wie ein Film aber letgztlich veröffentlicht wird ist mir aber eh egal. Wenn ich etwas haben will, kaufe ich es. Punkt. Egal welche Hülle oder Verpackung. Beim Streamen wird es weiterhin nicht wirklich besser, sondern man hat das Gefühl, dass Grundsätzlich zu viel produziert wird, so dass alles sehr ähnlich und generisch wirkt. Aber ein paar nette Sachen sind ja auch dort angekündigt. Ich bleibe also dran und mal sehen was 2023 so bringt, denn 2022 war eigentlich ein ziemlich gutes Jahr im gesamten für mich. Genug geschrieben. Hier also meine letzten Filme für 2022. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG


 

290. 2067 (Amazon Prime) – Durchaus gelungener Zeitreisethriller, der trotz des schmalen Budgets ansehnliche Effekte und Bilder abliefert und, wenn man nicht zu viel drüber nachdenkt, auch in der Story funktioniert. Vielleicht etwas zu lang und die Hauptfigur ist etwas zu weinerlich gezeichnet und nur okay besetzt, gefällt eher die Atmosphäre und Ryan Kwanten.  6/10

291. Troll (Netflix) – Monsterfilm für die ganze Familie, der gut beginnt und dabei sehr an die typischen Monsterfilme wie "Godzilla" erinnert. Irgendwann verläuft sich dann das Ganze etwas in die Belanglosigkeit, kann aber immerhin mit netten Effekten auftrumpfen. Zwar insgesamt sympathisch, aber irgendwie auch belanglos und schnell vergessen. Perfekt für Streaming. 6/10

292. Schlummerland (Netflix) – Noch so ein Megaprojekt was in der Masse der Produktionen wenig Beachtung fand. Sicherlich auch zurecht, denn außer Jason Momoa ist hier alles zu bunt und typisch Hollywoodlike aufgezogen. Das kann man zwar so weggucken, aber nachhaltig begeistern tut hier auch nichts. Bietet immerhin einige nette Schauwerte. 5/10

293. Weihnachten bei dir oder bei mir? (Netflix) – Es gibt nur wenige Weihnachtskomödien, die bei mir wirklich funktionieren und auch diese britische Variante ist nur ganz nett und punktet durch den typischen Humor und der passenden Weihnachtsstimmung. Letztlich ist das aber sehr harmlos und wirkliche Schenkelklopfer findet man nun auch nicht. 5/10

294. Old People (Netflix) – Deutsche Genrefilme stehe ich immer mehr als skeptisch gegenüber und leider wird hier mal wieder jedes Vorurteil erfüllt. Der Film um sich rächende alte Menschen kann in ein oder zwei Szenen mal Stimmung aufbauen, versagt aber bei allem anderen. Ob Figuren, Spannung, Logik oder Horror an sich. Verschwendete Lebenszeit und traurig wie schwach das immer wieder ausfällt, wenn das Budget mal höher ist in diesem Bereich. 3/10

295. Andor: Season 1 (Disney+) – Nachdem "Kenobi" ziemlich enttäuschte, fängt sich das Star Wars Universum wieder etwas. Die Serie ist gut, aber teilweise zu langsam erzählt und in den Dialogen in die Länge gezogen. Trotzdem schön ernst, düster und interessant und ordentlich gespielt. Für mich keine Überflieger-Serie, aber doch in sich ordentlich gelungen. 6/10

296. Bodycount (DVD) – Kurz bevor Deodato gestorben ist, habe ich mir mal wieder diesen Slasher reingezogen, der leider nicht wirklich überzogen kann. Weder von der Inszenierung noch vom Gewaltanteil. Mehr als solide Slasherkost mit einigen Altstars wie Charles Napier, David Hess und dem jungen Bruce Penhall - aus den Andy Sidaris Filmen – der zeigen darf aus welchem sportlichen Bereich er kommt, ist es am Ende leider nicht geworden. R.I.P Ruggero. 5/10

297. I believe in Santa (Netflix) – Der nächste Versuch eines Weihnachtsfilms, der sich tatsächlich vor allem um Weihnachten dreht, aber leider in keine Richtung zündet. Weder als Komödie noch als Liebesfilm noch sonst wie. Fand die akteure ebenso blass wie die Figuren und ich muss zugeben, dass ich nicht mal mehr weiß, wie der geendet ist. 3/10

298. Friedhof ohne Kreuze (BD) – Den hatte ich tatsächlich noch etwas besser in erinnerung. Zwar ist er ein düsterer Vertreter seiner Zunft, aber so richtig abholen konnte er mich dann doch nicht mehr. Trotzdem schön ihn in so einer Qualität mal zu sehen und für richtige Westernfans bleibt der Film natürlich eine Empfehlung. 6/10

299. Fatman (Amazon Prime) – Endlich mal reingezogen und gut unterhalten worden. Zwar hätte man aus dem Thema noch etwas mehr herausholen können, aber Gibson und Googins machen ziemlich Laune und trotz wenig Action wird es nie langweilig. Und der Junge ist ja mal wirklich eine Drecksgöre. War mehr drin, aber kann man schauen. 6/10

300. Cover Hard (BD) – Ringo Lams Actionfilm wird ja immer gerne als Actionbombe beworben und hat vor allem im ersten drittel die besten Szenen, bietet aber für einen Knaller dann doch zu wenig Action. Trotzdem macht der Streifen noch immer Laune und überzeugt mit einem coolen Chow Yun Fat, dessen coolnes Faktor heute aber auch teilweise unfreiwillig komisch wirkt. Ebenso die Klamotten, der ein oder andere Plotstrang und manchmal etwas nervige Figuren. Entschädigen tut aber die dynamische Regie, ein durchgeknallter Simon Yam und wenn Action stattfindet, die krachende und blutige Inszenierung. 7/10

301. Fortress (BD) – Ein typischer Metcalfe, Murray und Willis Streifen, dessen nette Grundidee leider nicht richtig ausgespielt wird vor allem bei der Action nie so richtig aus den Startlöchern kommt. Man weiß halt fast was einem erwartet, aber auch aus deren Umfeld der Willis Produktionen kam schon besseres. 4/10

302. Red Sky (BD) – Durchaus aufwändige B-Produktion die leider zu verworren erzählt ist und es erst im Finale richtig krachen lässt. Da passt dann auch die Action, aber bis dahin braucht man schon etwas Geduld und so ist das nur Mittelmaß trotz der bekannten Gesichter wie Gigandet, Van Peebles (auch Regie), Pullman, West und Leigh Cook. War also nicht schlimm das der Jahre auf dem ungesehenen Stapel lag. 5/10

303. Violent Night (Kino) – David Harbour als Weihnachtsmann der gegen ein paar Gangster aufräumt. Das dauert zu Beginn etwas zu lang bis es endlich richtig zur Sache geht, aber trotzdem macht der Streifen Spaß und bietet dann auch nach und nach ziemlich harte und gute Action. Kein Überflieger, aber netter Kinoabend. 7/10

304. Grizzly 2 (Amazon Prime) – Endlich mal wieder einen Filmabend eingelegt und mit „Grizzly 2“ gleich ein echt misslungenes Desaster weggeschaut. Keine Ahnung wie der Film mal werden sollte, aber das jetzt veröffentliche Ergebnis ist brutal schlecht und eigentlich eine Frechheit. Genau das richtige für so eine Runde, aber sonst einfach Müll. 2/10

305. Inavsion USA (BD) – Der zweite Film war dieser Chuck Norris Film, der nicht nur zu Weihnachten passte, sondern auch so einfach einer der besten Cannon/Norris Vehikel ist. Immer wieder gerne. 8/10

306. Gremlins (BD) – Der Weihnachtsklassiker wurde dem Filmnachwuchs gezeigt und macht immer noch so viel Laune wie früher und ist toll getrickst. 8/10

307. Beyond Fury (BD) – Der dritte Darren Ward Revengefilm ist sicherlich sein professionellster und bietet wieder harte und blutige Action. Das ist keine hochtrabende Filmkunst, aber auf dem Punkt was er sein will. Viel Neues hat er aber auch nicht zu erzählen. War aber besser als sein Vorgänger. 6/10

308. Matyrs (BD) – Umstrittener, harter und interessanter Vertreter der damaligen Welle aus Frankreich. Für viele unangenehm anzuschauen, aber vor allem in der ersten Hälfte sehr intensiv und spannend. Danach skrupellos und trocken. Muss man mögen, kann man hassen, aber kalt lassen tut er nicht. 7/10

309. S-VHS (BD) – Für mich weiterhin der beste der Reihe mit einigen knackigen Kurzgeschichten, bei der vor allem Gareth Evans Segment heraussticht. 7/10

310. The Contractor (BD) – Chris Pine als Ex-Soldat in privater Mission unterwegs in Berlin und natürlich ist die Mission nicht das was sie zu sein scheint. Erinnert teilweise an „The Terminal List“, ohne jemals an dessen Qualität heranzukommen. Zwar gibt es einige gute Actionszenen, die sind aber zu wenig und der Rest nicht wirklich packend genug. Ist ist zwar ganz okay, konnte mich aber nicht vollends überzeugen, so dass nur ein durchschnittliches Ergebnis bei herumgekommen ist. 5/10

311. Shepherd (DVD) – C.Thomas Howell gegen Roddy Piper als wahnsinniger Priester. Endzeitfilm aus der Corman Retorte der damals mehr als lahm war, aber nach all den Jahren irgendwie besser geworden ist – vermutlich nur weil man solche Filme gar nicht mehr zu sehen bekommt. Denn wirklich überzeugend ist hier nichts, aber irgendwie lag er mir diesmal. Gibt sogar eine Fortsetzung, die ich nie gesehen habe. Mal sehen, ob sich das mal ändert. 5/10

312. Voyagers (Netflix) – Herr der Fliegen auf einem sauberen Raumschiff, der aus seiner Prämisse nie wirklich alles herausholt und sehr oberflächlich bleibt. Kann man schauen, aber man verpasst auch nichts, wenn man es nicht tut. Eher enttäuschend. 5/10

313. The Watcher (Netflix) – Nach Dahmer die nächste Serie von Ryan Murphy auf NETFLIX, aber diesmal überzeugt weder das Konzept noch der Rest. Das alles wirkte sehr gewollt und bei mir kam nie so etwas wie Spannung auf. Dafür war der Fall dann doch zu unspektakulär. 5/10

314. The Little Things (BD) – Denzel Washington auf der Jagd nach einem Serienkiller, der von Jared Leto gut gespielt wird. Der Rest ist aber leider sehr generisch und es wird nie wirklich spannend oder wirklich düster. Insgesamt zu lang und irgendwie unspektakulär, so als ob alles mit angezogener Handbremse gedreht wurde. Verschenkt. 5/10

Samstag, 10. Dezember 2022

Shane Schofields Film-Report: November 2022

Der November war der letzte Monat wo ich noch die viele Freizeit genießen konnte. Jetzt startet ein neues Kapitel mit einem neuem Job der sicherlich viel Zeit und Anstregnung in Anspruch nehmen wird. Könnte also wieder ruhiger werden hier. Schauen wir mal. Geschaut habe ich auch noch einmal eine Menge Streifen und habe auch noch ein paar Serien beendet, sowohl durchaus wieder gefallen an Anime gefunden. Leider gibt thematisch und auch optisch nur wenig was mich anspricht. Dann werft eure Augen mal auf meinen letzten Monatsbericht dieses Jahr. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB= ERNEUTE SICHTUNG


258. Spriggan (Netflix) – Den damaligen Film fand ich schon ziemlich cool und auch die Serie macht durch die vielen Actionszenen ziemlich viel Spaß. Da aber pro Folge ein Abenteuer abgehandelt wird (dafür über 40 Minuten Spielzeit) kommen trotzdem die Abenteuer und auch die Figuren etwas zu kurz. Ich würde mich aber über weitere Abenteuer freuen, da es immer schön krachte - auch wenn nicht alle Zeichnungen/Effekte perfekt aussahen. 7/10

259. Grimcutty (Disney+) – Typisch aktueller Horror zum abgewöhnen, mit teilweise echt schlechten Leistungen der Schauspieler und absolut null Spannung oder Grusel. Zumindest nicht für alte Hasen. Und die Angst vor Social Media erinnert an frühere Zeiten als Heavy Metal verteufelt wurde. Ne, der war Rotz. 3/10

260. The best of me (Netflix) – Basierend auf einen Nicolas Sparks Roman und mehr braucht man auch nicht mehr schreiben. Man bekommt genau das was man erwartet und mehr will die Zielgruppe auch nicht. Das ist erträglich, aber hier fehlt etwas die Kraft und das Ende ist denn doch arg weit hergeholt. 5/10

261. Cyberpunk: Edgerunners (Netflix) – Hyperhecktischer Animewahnsinn der auf das Game basiert. Da ist Tempo und viel Action drin, aber das leider nicht immer übersichtlich und manchmal auch einfach zu viel des Guten. Trotzdem packt die Story und es wird nie langweilig und ist natürlich auch gut gemacht. 6/10

262. Endless Love (Netflix) – Stützt sich zwar auf den Roman von Scott Spencer, geht aber noch weniger auf die Düsternis seiner Hauptfigur ein als die 1981 Verfilmung. Im Gegenteil: Eigentlich ist „Endless Love“ nur eine übliche 08/15 Liebesgeschichte die kaum etwas Neues bietet aber die man dennoch so weggucken kann wenn man denn gerade Lust auf so eine Story hat. Immerhin darstellerisch ganz gut und mit Robert Patrick sogar ein Genrestar am Start. 5/10

263. Gasoline Alley (BD) – Devon Sawa als ständig rauchender mordverdächtiger Bad-Ass, der loszieht, um sich reinzuwaschen. Das ist teilweise doof, oftmals zu geschwätzig aber immerhin nett bebildert, besetzt (Luke Wilson übertreibt etwas) und gespielt. Die letzte halbe Stunde macht dann sogar um einiges mehr Laune und wäre der Film mehr in der Art gewesen, hätte echt was Gutes bei rumkommen können. So ist es nur Mittelmaß – wie von Edward Drake zu erwarten. 5/10

264. Because of you (Netflix) – Der nächste Liebesfilm von NETFLIX mit Delmut Mulrooney und Kate Bosworth sowie Andie McDowell in Nebenrollen, ist ebenfalls eher oberflächlich und bietet dabei natürlich alle Zutaten, um solche Streifen bei NETFLIX erfolgreich zu machen. Hier fallen nur die beiden Hauptpersonen etwas blass aus, sonst geht der halt so weg. 6/10

265. Sniper: Rogue Mission (BD) – Der neunte (!!) Sniper-Film bringt die gut angekommenen Agent Zero und die Killerlady aus Teil 8 wieder mit und ändert den bisherigen Ton zu einem deutlich leichtern Abenteuer mit mehr Humor. Schon der Vorspann erinnert eher an einen James Bond Film. Sonst gibt es trotzdem vernünftige Action, die aber nicht übermäßig viel ausfällt aber immer ordentlich inszeniert ist. Dafür gibt es spritzigere Dialoge und auch weiterhin ein paar Schräge Figuren. Insgesamt muss man einfach sagen das die Sniper-Reihe auch weiterhin funktioniert und Teil 10 ist wohl schon in der Mache. Kann gerne weitergehen auch wenn keine Bäume ausgerissen werden 6/10

266. Night Train to Terror (BD) – Zusammengeschusterte Anthologie, die nicht viel hermacht, aber immerhin einige Genrestars bietet, etwas Blut und Titten und deren Rahmenhandlung ganz neckisch ist. Sonst ist hier aber nicht viel zu holen. 4/10

267. Shock Wave (BD) – Andy Lau als Bombenentschärfer der alles gibt um Leben zu retten. Das ist temporeiche Action mit einigen Schauwerten, aber auch etlichen schwachen CGI-Einsätzen, was mich hier aber nicht so sehr gestört hat. Das am Ende die Polizei dann doch mit Waffengewalt in die Geiselname eingreift wirkt etwas überzogen, bietet aber schöne Action. Insgesamt konnte der Streifen gut unterhalten – was nicht immer gegeben war in den letzten Jahren aus HK. 6/10

268. Brain Smasher (BD) – Andrew Dice Clay und Terry Hatcher in einen Albert Pyun Film. Da fehlt etwas der Witz eines Ford Fairlanes und auch die Action ist nur okay und nicht krachend genug. Sonst bekommt man die üblichen Darsteller (schön) und Beleuchtung, wie man sie vom leider gerade verstorbenen Pyun so kennt. Sicherlich nicht sein schlechtester, aber auch nicht einer seiner besten, weil irgendwie zu gleich vom Ablauf her. 6/10

269. Tanz der Teufel (BD) – Der Klassiker funktioniert für mich auch heute noch, die sehr junge Generation, die mitschaute fand den weder spannend noch gruselig. Das muss man halt auch akzeptieren. 9/10

270. Evil Dead (BD) – Für den Filmnachwuchs ist die neu Interpretation schon ein anderes Kaliber und funktionierte viel besser. Mich konnte der nie vollends überzeugen, aber verglichen mit dem Mainstream Horroroutput der letzten Jahre, ist dieser Film schon eine ordentlicher und  ernstgemeinter Schocker der vor allem in der Unrated noch runder wirkt. Ich bleibe aber bei der Meinung, dass der Twist mit der Wiederbelebung nicht unbedingt hätte sein müssen und ihr Bruder den besseren Final-Helden abgeben hätte, da seine Figur mit seinen Fehlern sympathischer angelegt war.  Aber das ist sicherlich ein sehr persönlicher Kritikpunkt und Geschmackssache. 8/10

271. Dead Silence (BD) – James Wans erste Schritte in den übersinnlichen Horror, der dann später von ihm perfektioniert wurde. Doch auch hier stimmt schon die Stimmung und die Musikuntermalung und so kommt ein netter Puppengrusler herum, der noch nicht nur ganz auf Jump Scares setzt. 7/10

272. Clean (BD) – Adrien Brody muss wieder zur Waffe greifen und unter einigen Gangstern aufräumen. Den Film hat er mitproduziert, geschrieben und sogar musikalisch untermalt. Man merkt ihm das Herzblut an und auch wenn der Film in der ersten Hälfte knackiger hätte sein dürfen, punktet der Streifen mit seiner heruntergekommenen, winterlichen Atmosphäre. Hat mir schon gut gefallen und bleibt durchweg realistisch. 6/10

273. Blackout (BD) – Josh Duhamel verliert sein Gedächtnis und darf etwas „Die Hard“ in einem Krankenhaus spielen. Das ist manchmal gut gemacht, manchmal doof, aber mit genug Tempo versehen, das man über die inhaltlichen Schwächen hinweg sehen kann – auch wenn bei der Actioninszenierung noch Luft nach oben gewesen wäre. Netter Actioner für zwischendurch mit einem heruntergekommenen Nick Nolte. 6/10

274. Salvador (BD) – Ein grandios aufspielender James Woods und ebenfalls starker James Belushi geraten in die Wirren eines Bürgerkrieges. Oliver Stone liefert mit viel Wucht ab, bleibt manchmal etwas oberflächlich, schafft es aber dennoch zu bewegen und hatte ab hier auch seine beste Zeit. 7/10

275. Moon Knight (Disney+) – Arbeite weiterhin die MARVEL Serien ab, obwohl ich weder auf „Mrs. Marvel“ noch auf „She-Hulk“ Lust habe. Hier haben wir eine etwas anstrengende Umsetzung, die trotz guter Leistung seines Hauptdarstellers, irgendwann etwas nervt. Moon Knight, dessen Charlie Huston Run ich sehr geil fand, spielt im Kostüm kaum eine Rolle und Ethan Hawke als Bösewicht ist zwar okay, aber er und seine Göttin bieten auch nicht viel Interessantes. Ein paar nette Actionszenen, ein paar nette Witze und ein paar schwache Effekte helfen über die Zeit. Für mich wäre aber deutlich mehr aus der Figur zu holen - vor allem Actiontechnisch. 5/10

276. Die Schlangengrube und das Pendel (Amazon Prime) – Solider Vertreter der Gothikhorrorschiene auch Deutschland, der natürlich heute teilweise unfreiwillig komisch wirkt, aber dennoch ganz gut funktioniert. Auch wenn einiges ganz schön doof ist. 5/10

277. Crisis (Amazon Prime) – Von Gary Oldman mitproduzierter Thriller über die Medikamentenmafia und deren Großkonzerne. Episodenhaft erzählt, so das wenig Spannung und Bezugspunkte entstehen. Dennoch gut gespielt und besetzt. 6/10

278. Fantasy Mission Force (Amazon Prime) – Absoluter Schwachsinn mit Wang Yu und Jackie Chan in kleinen Nebenrollen. Viel zu viel nervender Klamauk und eine nicht wirklich logisch zu erklärende Handlung. Dafür fetzt das Finale dann ganz gut und passt mit dem blutigen Sujet und dem sterben der Figuren kaum zum Rest des Geschehens. Chan sorgt dann auch meist für die besten Actionszenen, aber letztlich kaum zu ertragen. 3/10

279. Chosen Survivors (BD) – Die letzte Sichtung ist schon zig Jahre her und ich hatte ihn doch etwas spannender und gruseliger in Erinnerung. Das Setting wirkt von der Grundidee klasse, aber so richtig zündet der Schwenk zum Tierhorror dann nicht. Auch sind einige Effekte echt schwach eingefangen und leider sind wohl auch etliche Tiere mal wieder draufgegangen bei der Produktion. Auf sowas habe ich als Kind nicht geachtet, sieht jetzt aber etwas anders aus. Trotzdem war der mal wieder nett zu schauen. 6/10

280. Thor: Love and Thunder (BD) – Wie schon beim Vorgänger werden hier teilweise düstere und packende Momente durch zu viel platten und unpassenden Humor wettgemacht. Das ist schade, da es echt einige vernünftige Augenblicke gibt. Doch meist herrscht hier, wie schon in Teil 3 der mich auch enttäuscht zurückließ, eher der Blödsinn vor und macht das Ganze zu einem weiteren dürftigen Vertreter der letzten MARVEL Phase. 5/10

281. Born Hero 2 (BD) – Hier stehen sich auch hässliche Klamotten und teilweiser alberner Nonsens, gegen geile Stunts und harte Action gegenüber. Hier stört mich der Humor nicht ganz so extrem, ist aber auch der typische HK-Humor den man mögen muss. Sonst gibt es aber geile Action, die auch schön blutig wird und den Film rettet. 7/10

282. Frank and Penelope (BD) – Unter der Regie von Sean Patrick Flanery gibt es ein Roadmovie welches an Arbeiten aus den 90er erinnert. Ein bisschen Tarantino, ein bisschen Rob Zombie und vor allem ein sympathisches Paar welches man die Daumen drückt. Das funktioniert vor allem in der ersten Hälfte erstaunlich gut und die beiden jungen Hauptdarsteller haben eine ordentliche Chemie miteinander. In der zweiten Hälfte stockt es dann manchmal, wird aber nie langweilig. Dazu gibt es einige nette Leistungen, vor allem von Schaech, aber auch mal einige schwächere Darstellungen, dennoch macht der nett besetzte Thriller durchaus Laune. Nur der finale Kill watet mit echt miesen Greenscreeneffekten auf und enttäuscht dadurch. Auch wenn es dann noch einmal eine nette danach Szene gibt. Wurde insgesamt solide und positiv Unterhalten. 6/10

283. Panama (BD) – Ein träger Cole Hauser in einem müden Thriller der zu wenig Action bietet, um einen konsequent abzuholen. Mel Gibson ist nett in seinen wenigen Szenen und Neveldine versucht mit einigen Spielereien Tempo zu machen, funktioniert aber eher selten. Übliche 08/15 Produktion. Wie erwartet also. 5/10

284. The Rage DVD) – Thriller, der etwas ungelenk seine Geschichte erzählt, aber bei den Actionszenen dann voll punktet weil Spiro Razatos natürlich wieder abliefert und das Budget ihm auch die Möglichkeit dazu gibt. Mit Lorenzo Lamas, Gary Busey (wie immer drüber), Roy Scheider und Kristin Cloke auch anständig besetzt. Durchaus eine B-Empfehlung wert, wer ihn noch nicht kennt. 6/10

285. Shock Wave 2 (BD) – Hat nur den Namen mit Teil 1 gemeinsam und erzählt eine komplett neue Geschichte, die aber ebenfalls einiges an Druck und geile Szenen hat, sowie einen starken Andy Lau bietet. Zwar viele CGI Explosionen, aber das ist man ja gewohnt. Zum Glück gibt es aber auch handgemachte Action und vielleicht etwas viele Twists – aber nicht schlimm. Kann man sich geben. 6/10

286. Unstoppable (BD) – Don Lee ist in Richtung „Taken“ unterwegs, ist aber deutlich länger von der Laufzeit und auch angelegt und lässt sich auch mehr Zeit für seine Figuren. Die sind fast alle ziemlich schräg, was dem Film noch mal eine nette Note verpasst, die Schurken aber nur mäßig gefährlich wirken lässt. Es gibt nicht viel Action und der Film funktioniert vor allem wegen Don Lee. 6/10

287. Akudama Drive (BD) – Rasante Anime-Action mit vielen Figuren, bei denen doch einige etwas Nerven. Das wird dann besser und das hohe Tempo lässt einen darüber hinwegschauen, da auch die Action ziemlich over the top ist. Dafür geht die Geschichte erstaunlich konsequent mit ihren Hauptfiguren um und so endet das Ganze ordentlich abgeschlossen für sich. 6/10

288. Wednesday (Netflix) – Als großer Fan der beiden Addams Family Filme waren die Erwartungen eher gering und man merkt deutlich die angepeilte jüngere Zielgruppe, aber insgesamt war ich schon ziemlich zufrieden. Jenny Ortega ist richtig gut in ihrer Rolle und auch die anderen Figuren passten so weit. Zwar hätte es noch etwas abgefahrener und Tim Burton etwas mutiger (wie früher) sein dürfen, doch die Folgen konnte man locker hintereinander wegschauen. Mir hats gefallen, auch wenn die Auflösung schon recht früh zu erwarten war. 7/10

289. Wolf Hound (BD) – Hier haben wir ein World War II Actioner den man nicht unbedingt ernst nehmen sollte, sondern der eher pulpige Pfade bestreitet, aber gerade deswegen Laune macht. Respekt muss man vor allem bei den Dog Fights haben, denn hier wurde trotz des schmalen Budgets mit echten Flugzeugen gedreht und so wenig CGI wie möglich verwendet. Deswegen bekommt man einige beeindruckende Szenen geboten und selbst große Modelle kommen zum Einsatz, wenn sie explodieren. Das macht eine Menge Charme aus, die der Film auch braucht denn sonst ist das weder realistisch noch immer Geschichtstreu. Die Deutschen sind Abziehfiguren, die gerne vor das Gewehrfeuer rennen (wie schon früher zu „Agenten sterben einsam“ Zeiten), reden mal englisch mal deutsch (mal gut, mal nicht) und die Alliierten sind natürlich die glorreichen Helden.  Dabei gibt es über die doch zu lange Laufzeit von fast 2 Stunden aber wirklich eine Menge Action mit echten Explosionen und meist echten Mündungsfeuern. Leider fehlte ein richtig guter Actionkoordinator, so dass die Action nicht immer so gut ist, wie sie hätte sein können. Da der Film aber an ein Groschenheftroman ohne Anspruch erinnert und die Macher ihr Herz an dem rechten Fleck tragen, funktioniert der Streifen als Kriegsactioner wirklich gut und hat mich positiv überrascht. Es gibt aber auch viel Möglichkeiten den Film zu zerreißen, das ist mir auch klar. Mir gefiel es insgesamt und Respekt für die guten Effekte und Flugszenen! 6/10