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Montag, 8. Januar 2024

Shane Schofields Film-Report: Dezember 2023

Mit diesem Film-Report ist nun auch das Filmjahr 2023 zu Ende gegangen und bei dem Pisswetter im Dezember waren auch genug Chancen da um noch einmal aus den Vollen zu Schöpfen. Insgesamt habe ich 10 Filme/Serien weniger geschaut als 2022 und habe eindeutig auch weniger gekauft dieses Jahr. Das verschieben auf digitale Inhalte spart bei vielen Neuen Filmen und vor allem auch im B-Bereich einiges an Geld, was man einfach auch für andere Dinge aktuell braucht. Neben dem Leihen von 0,99 € Filmen, kaufe ich nun auch öfter mal Digital ein. Denn manche Preisunterschiede sind schon massiv. Ältere Titel und Filme, welche ich sehr mag, werden aber natürlich weiterhin auf Datenträger gekauft – keine Frage. 

Kinobesuche fallen auch immer seltener aus (nächster Titel „The Beekeeper“ vermutlich nächste Woche), was vor allem an den Filmen im Kino liegt. Der ganze Blockbusterkram geht mir inzwischen schon vom Look ziemlich auf dem Sack und enttäuschend sind diese auch noch dazu.  Trotz in der ganzen Masse an Filmen die zwischen 5/10 sowie 6/10 von mir bewertet werden (was einfach zeigt das vieles nur noch durschnittlich ist und man einfach auch schon fast alles gesehen hat und viel seltener begeistert werden kann), gibt es aber auch immer noch Ausreißer nach oben – aber natürlich auch nach unten. Dabei fällt die Freude bei älteren Filmen immer noch größer aus als bei dem neuen Kram. Auch wenn man einige Streifen schon etliche mal gesehen hat. Aber da spielen sicherlich oftmals auch viele Erinnerungen oder Nostalgie mit. Aber nicht alles, was damals gut war funktioniert heute noch und manchmal gefällt einem auch ein Film heute besser, weil man die einfach mit anderen Augen sieht. 

Für das Neue Filmjahr gibt es keinen großen Plan. Ich freue mich das solche Dinger wie die PM ENTERTAINMENT Filme als Blu-ray kommen, oder endlich ein Film wie „Karate Tiger 2“ erscheint. Und natürlich gibt es immer noch viele Titel die noch gar nicht oder nur in minderer Qualität erschienen sind – gerade im Actionbereich darf da wesentlich mehr kommen, aber ich weiß, dass Actionfilme nicht so einen Anklang finden wie Horrorfilme. Sonst hoffe ich für mich, als auch für alle anderen, dass die Welt und die vielen Idioten darauf sich mal wieder einkriegen, dass wir wieder mehr Geld in der Tasche haben, für die viele Arbeit, die man leistet und man Menschen um sich herumhat, die man liebt und mit denen man großartige Freundschaften hat. Wenn man sowas hat, denn sind Filme einfach ein toller Bonus im Leben die man mal mehr, mal weniger genießen kann. Also auf die nächsten 12 Monatsreporte und eure Kommentare dazu!  

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG

274. Die Lüge (Netflix) – Schwedische Mini-Serie, die sich eher auf das Familiendrama stürzt, welches sich mehr und mehr Bahn bricht, und weniger Interesse an einem spannenden Thrillerplot hat. Das ist ordentlich gespielt aber leider trotz der wenigen Folgen zu lang und nicht aufregend genug. Einige gute Fragen werden gestellt, aber irgendwie auch nicht so wirklich konsequent behandelt. Der Rest ist ein leichter Krimiplot, der leider am Ende genauso ausklingt wie gedacht oder befürchtet. Durchweg Mittelmaß. Da ist man aus der Region besseres gewohnt. 5/10

275. Dog (Amazon Video) – Charmanter Roadtrip mit Channing Tatum und einem schönen Hund, der nicht wirklich viel aufregendes bietet aber die richtigen Knöpfe drückt, Herz beweist und so für einen gute Laune Snack alles mitbringt. 7/10

276. Let the Wrong One In (Freevee) – Nach dem Clown “Stitches” lässt Conor McMahon Vampire tanzen. Dafür war nur wenig Geld vorhanden und so spielt das meiste zu lang nur in einem Haus ab. Dabei ist der Humorfaktor wieder sehr hoch, traf aber diesmal weniger mein Lachzentrum als zuvor. Einiges geht dann doch daneben und wirkt eher peinlich als lustig. Anderes funktioniert dann wieder ganz gut. Blutig wird es trotzdem und wegschauen kann man den Streifen auch, aber so unterhaltsam wie „Stitches“ ist er nicht. Da hilft auch Anthony Head nicht, der sich zwar Mühe gibt, aber auch manchmal deplatziert wirkt. 5/10

277. Paradise City (Amazon Video) – Bruce Willis und John Travolta treffen ein letztes Mal aufeinander und beide Karrieren glichen sich immer mehr an, wobei Willis leider eine Entschuldigung hat. Travolta, dem auch einige Schicksalsschläge ereilten, ist halt auch nicht mehr in großen Produktionen erwünscht und so typisch reiht sich auch dieser Film ein. Insgesamt wirkt er etwas aufwändiger, manchmal durchaus schwungvoll und dann doch wieder etwas holprig und Hüftsteif. Aber alle Beteiligten, auch Stephen Dorff, gaben sich etwas mehr Mühe und so ist das sicherlich nicht das schlechteste, was die beiden so abgeliefert haben in den letzten Jahren. Ein Highlight der beiden Ikonen ist es aber auch nicht geworden, denn dafür ist der Plot und die Action dann doch zu einfach gestrickt. Leichte Tendenzen über den Durchschnitt. 5/10 

278. Highwaymen (BD) – Der Thriller mit Jim Caveziel ist schon durch die flotte Laufzeit und dem hohen Tempo ein immer gern gesehener Streifen für zwischendurch und zeigt eine hübsche Rhona Mitra und einige tolle Carstunts, auch wenn Robert Harmon nicht an seinen besten Flick „Hitcher“ herankommt, hier aber in einigen Szenen dran erinnert. Das auf der US Blu-ray noch ein etwas längerer Cut drauf ist, war auch eine nette Überraschung. 7/10

279. Django – Die Totengräber warten schon (BD) - Ich versuche gerne mal immer wieder einen Italo-Western den ich nicht kenne, muss aber feststellen das ich für mich scheinbar wirklich die Highlights gesehen habe. Die meisten Streifen holen mich nicht mehr ab und obwohl hier die Regie (Castellari) und Stimmung sowie der Ansatz passt, reißt mich das Gesehene nicht vom Hocker. Werde ich nie wieder schauen, aber für Westernfans passt es sicherlich mehr. 5/10

280. FP2: Beats of Rage (BD) – Das Tanzkonzept in einer Post-Apokalyptischen-Welt ist noch immer unwirklich und schwer zu bewerten. Teil 2 sieht besser aus und wirkt etwas wertiger, aber ich habe keine Ahnung, was ich schreiben soll. Dennoch nicht unsympathisch was Jason Trost mit dieser Reihe geschaffen hat. Na, mal sehen wann mich die Motivation packt Teil 3 zu schauen. Gebe einfach mal so 5/10

281. Vengeance of an Assassin (BD) – Irgendwie ist der letzte Film von Panna Rittikrai völlig an mir vorbeigegangen und ich habe den erst letztens vor Zufall entdeckt. Also gleich mal eingetütet und wieder bekommt man eine Stuntparade vom Feinsten mit vielen Körperbetonten Fights und knochenbrechenden Stunts. Bis auf einige zu viele, wirklich schlechte CGI-Effekte wie bei der Zugszene, gibt es aber sonst actiontechnisch nicht viel zu meckern und Dan Chupong und Konsorten hauen sich wunderbar Old-School die Köppe ein. Ein netter Abschluss des zu früh verstorbenen Regisseurs, aber auch nicht so ein Knaller wie andere Thai-Streifen. Schade eigentlich, das der Thai-Hype damals so schnell versandet ist. Aber hier fühlt man sich nochmal wohl, wenn man Action liebt, auch wenn alles dazwischen nur erträglich ist. Schön, dass ich das Ding mal mitbekommen habe. 6/10

282. Zombies unter Kannibalen (BD) – Auch mal wieder aufgefrischt und obwohl ich ja die Italostreifen aus dieser Zeit Liebe, kann ich mit diesem weiterhin nicht viel anfangen. Zu Plump die Story, zu dämlich die Dialoge, zu träge und blödsinnig die Inszenierung. Klar gibt es ein paar übliche gelungene (Gewalt-) Szenen, aber der Rest ist schon wirklich die unterste Schublade des Italo-Genre-Kinos. Wenigstens komme ich jetzt nicht mehr in Versuchung eine neuere 4K Auflage oder sowas zu holen. 4/10

283. Stargate (BD) – Heute würde so ein Film vermutlich die 160 Minuten Marke knacken, gibt es hier Sci-Fi von Emmerich in 2 Stunden. Trotzdem lässt der Film sich etwas zu viel Zeit und holt auch nicht genug aus der coolen Prämisse heraus. Trotzdem kann man den immer noch gut wegschauen und einige Szenen wie die Rauchszene mit Kurt Russell und dem Jungen würde es heute nicht mehr geben – trotz des Ausgangs. Damals im Kino gesehen und natürlich beeindruckender gewesen, aber alles gut. 7/10

284. Das Philadelphia Experiment (BD) – Die John Carpenter Produktion bewerte ich mal las Erstsichtung, da ich diesen nur einmal als Kind gesehen hatte und nur wusste das ich ihn nicht so doll fand. Leider hat sich das auch nicht geändert. Irgendwie plätschert der Film so vor sich hin und überzeugt auf keiner Ebene so richtig. Das war auch die letzte Hauptrolle für Michael Paré in einem großen Film. Danach bewegte sich die Karriere nur noch in eine Richtung, welche uns aber viele ordentliche B-Filme des sympathischen Mimen einbrachte. Trotzdem hatte er etwas Pech mit seiner Laufbahn, aber das Ding hier hat auch nicht geholfen ihn eine weitere Chance zu geben. 5/10

285. Sinners and Saints (BD) – Für mich weiterhin der beste William Kaufman Streifen und noch immer einer der besten B-Actioner der letzten 20 Jahre mit realistischer Action, geilen Sound und kantigen Charakteren, welche man heute kaum noch zu sehen bekommt. Wird von mir höher bewertet als ein normaler Zuschauer es tun würde, aber der Streifen hat einfach ein Stein im Brett bei mir. Solche Filme kennt doch jeder für sich. 9/10

286. Harte Ziele (BD) – Bei der letzten Sichtung schmeckte das Ding gar nicht mehr so gut und ich dachte mir ich schau den mal schnell und überlege, ob ich mir die teure PLAION Auflage auf den Schrank stelle. Nun, das tue ich nach dieser erneuten Sichtung nicht. Mir reicht die Blu-ray, denn auch wenn der sich gut wegschauen lässt, gibt es auch einiges zu bemängeln und die Action kracht nicht mehr so wie früher – wirkt manchmal sogar eher cringe. Reicht für die nächsten Jahre und eigentlich müsste man ihn schlechter bewerten, aber ich kann es nicht. 7/10

287. Dead Pit (BD) – Das Debüt von Brett Leonard erinnert etwas an „Re-Animator“ und liefert optisch schönen Zombiehorror in einer Irrenanstalt. Manchmal hakt es an einigen Stellen und einige Ideen muss man mal so hinnehmen, aber insgesamt ist das ein etwas anderer und vernünftiger Zombiebeitrag. 7/10

288. Mr. Totschlag (DVD) – Das Spielfilmdebüt von Earl Owensby ist bisher niemals in Deutschland veröffentlicht worden und nur als Bonus in englisch zum zweiten Teil auf DVD zu finden. Das ist auch nicht unverständlich, denn der lahme Plot wird in lang ausgedehnten und wirklich immens langweiligen Szenen auf 90 Minuten gestreckt. Man merkt allen Beteiligten die Unerfahrenheit des Filmemachens an und vor allem das Pacing ist eine Katastrophe. Hinzu kommt das es auch kaum Action gibt und der Racheplot zu uninteressant ist. War echt eine Qual durchzuhalten und das Einzige was hier totgeschlagen wurde, waren meine Nerven. 2/10

289. Mr. Totschlag ist zurück (DVD) – Teil 2 ist sogar damals auch bei uns erschienen, aber viel besser ist es auch noch nicht geworden. Auch hier ist der Politplot reichlich lahm und auch wenn Owensby jetzt einen Partner hat, heißt es nicht das es besser zu Sache geht. Gut, etwas mehr ist los, aber wirklich überzeugend ist hier auch weiterhin nicht viel. Etwas gelungener als der Vorgänger, aber nicht viel. 3/10

290. Im Auge des Wolfes (BD) – Da ich mir mal die Serie anschauen wollte, gab ich mir zuerst den Kinofilm, aber der konnte mich jetzt nicht überzeugen sofort die Serie zu konsumieren. Auch wenn diese unabhängig voneinander sind. Hier hat mich die Geschichte nicht überzeugt und vor allem die Charaktere haben für mich nicht funktioniert. Trotz der kurzen Laufzeit kamen ein paar Längen auf und so schaute ich ziemlich gleichgültig dem Treiben zwischen Dieben und Gangstern zu. Da gab es doch deutlich besseres aus Frankreich in den letzten Jahren. 5/10

291. Justified: Primeval (Disney+) – Bin ja großer Fan der Serie und freute mich auf die Rückkehr von Givens und nach der ersten Folge dachte ich mir: Wunderbar. Doch dann baute die Mini-Serie um einiges ab. Bei einigen Folgen langweilte ich mich, Givens wirkte deutlich angepasster an den ganzen Wokescheiß, die Beziehung zur Anwältin hielt ich für absolut unglaubwürdig und unnötig und die Figuren waren auch teilweise anstrengend. Das ist zwar im Großen und Ganzen noch sehr ordentlich produziert und auch Boyd Holbrook liefert einen guten und unberechenbaren Bastard ab, doch der Funke wollte nicht wieder überspringen. Vielleicht lag es auch am Ortswechsel, aber ich hatte schon das Gefühl von weichgespülter Unterhaltung. Nur vereinzelt blitze das frühere Flair auf. Aber die Kritiker feierten ja trotzdem. Brauche ich mehr? Nicht wenn es so weiter geht. Ganz knape 6/10

292. The Tank (Amazon Video) – Dieses Creaturefeature wirkt nicht nur altmodisch, sondern die Geschichte bietet auch wirklich nichts Neues. Alles hat man schon mal gesehen und das sicherlich auch besser. Trotzdem war die Familie sympathisch und das Verhalten meist sogar ganz vernünftig. Auch die Heldin wurde nicht übertrieben gezeichnet sondern wie eine echte Person und Mutter. Dazu kommen ein paar nette Aufnahmen und natürlich handgemachte Effekte und Monster, die nicht Computeranimiert sind. Ich fand es in Ordnung, kann man aber auch anders sehen. 6/10

293. Locked In (Netflix) – Solche Thriller waren damals entweder TV-Produktionen oder DTV-Ware. Inzwischen verlangen die Streamingdienste nach solchen Lückenfüllern. Auch dieser Thriller ist eher auf TV-Niveau und hat auch wenig Spannung oder wirkliche Überraschungen zu bieten. Da helfen auch die Rückblenden nicht. Immerhin solide gespielt, aber am Ende schnell vergessen. 4/10

294. Nirgendwo (Netflix) – Der spanische Thriller um eine schwangere Frau, die allein in einem Container im Meer überleben muss, ist leider etwas zu lang geraten und auch Freund Zufall wird etwas zu oft genutzt. Einiges was passiert ist fragwürdig, dennoch kann der Film durchaus Thrill aufbauen und liefern. Wozu es jetzt die Rahmenhandlung brauchte, weiß ich nicht, aber schaden tut sie nicht und könnte noch ausgebaut werden. Die Hauptdarstellerin gibt alles und das rettet den Film dann auch über ein paar Längen hinweg. 6/10

295. No Hard Feelings (Netflix) – Eine Komödie, die frech und ordinär sein möchte, aber am Ende doch relativ harmlos bleibt. Trotz allem hat Jennifer Lawrence sichtlich Spaß an so einer leichten Rolle und zeigt sich sogar full frontal naked. Immerhin funktioniert der Humor meistens und so vergeht die Zeit schnell und das Ganze ist sicherlich kein Überflieger, aber schon eine nette Komödie für Freunde etwas flacheren und deftigeren Humors – aber auch mit einigen ruhigen und traurigen Szenen. Das konnte nicht mal Matthew Broderick versauen, den ich nur in „Ferris macht Blau“ ertragen kann. 6/10

296. Onimusha (Netflix) – Die Umsetzung des SONY-Spiels ist ebenfalls eine gute Mischung aus Horror und Action. Auch wenn der Horroranteil ruhig etwas größer und düsterer ausfallen hätte dürfen. Doch wer auf Samurai-Action steht, kann es gerne mal ausprobieren. Die Laufzeit ist angenehm und der Actionanteil sehr hoch. Auch die Animationen sind gut anzuschauen und manchmal fühlte ich mich an „Ninja Scroll“ oder „Sword of the Stranger“ erinnert. Aber ohne die Klasse der beiden Titel zu erreichen. Viel falsch macht man hier aber auch nicht. 6/10

297. Crocodile Cage (DVD) – Hackfresse Peter O’ Brian prügelt sich durch einen Arizal Film und eigentlich weiß man was einen erwartet. Trotzdem ist das ein schwacher Actioner, da die Story teilweise strunzdumm und langweilig ist. Leider ist die Action auch meist nach Schema-F gestrickt und so guckt man trotz permanter Action gerne mal auf die Uhr. Unfreiwillig komisch ist jedenfalls das Schauspiel,  vor allem von  unserem Peter und das abrupte Ende ist wirklich eine Frechheit und setzt dem ganzen die Krone auf. 4/10

298. Hickey & Boggs (BD) – Bill Cosby und Robert Culp traten nach ihrer erfolgreichen Serie noch einmal zusammen auf und liefern einen Film-Noir Verschnitt (bei usn als "magnum Heat" erschienen) mit desillusionierten Helden die weder erfolgreich als Detektiv noch im normalen Leben sind. So ist der Fall eigentlich auch zu groß für sie und trotzdem versuchen sie sich gegenseitig durch den Auftrag zu bugsieren. Etwas lang, aber mit einigen netten Actionszenen versehen, überzeugen die beiden Hauptdarsteller und auch Culp als Regisseur. Das Drehbuch von Walter Hill wurde wohl erheblich geändert, funktioniert dennoch ganz ordentlich. Dazu gibt es auch noch einen sehr jungen James Woods in einer Nebenrolle. Fans 70er Thriller liegen hier richtig. 6/10

299. Karate Tiger – The Champions (DVD) – Der letzte Film der in Deutschland der den Titel „Karate Tiger“ bekommen hat, ist leider kein wirklich würdiger Abschluss. Die Story funktioniert nicht so wirklich, Lois Mandylor ist hier noch lange nicht so gut wie inzwischen, Danny Trejo gibt auch nicht alles und die Kämpfe sind nur ganz okay. Alles andere ist auch nur Durchschnitt. 5/10

300. Renfield (Amazon Video) – Comichafte Horrorkomödie dessen Highlights natürlich die Auftritte von Nicolas Cage sind. Immerhin schlägt sich Nicholas Hoult ebenfalls wacker und auch Awkwafina ist nicht ganz so nervig. Dabei ist das Tempo fasst zu hoch, so dass man am Ende denkt, das alles viel zu schnell ging und irgendwie was fehlt. Unterhaltsam und blutig, mit ein paar netten Actionszenen und deswegen durchaus positiv zu bewerten. Über solche Versuche im Mainstram-Kino freut man sich dann doch, da viel zu selten im Mittelbudget-Bereich und auch wenig erfolgreich scheinbar.  6/10

301. Ballistic: Ecks VS. Sever (DVD) – Hatte mal wieder Bock auf diesen Actionfilm, der eigentlich meist völlig zerrissen wird. Doch abermals konnte mich die Non-Stop-Action gut unterhalten, auch wenn zwei andere Hauptdarsteller (war u.a. mal mit Lundgren, oder auch Snipes und Jet Li geplant) besser gepasst hätten. Auch wurde das Drehbuch massiv geändert und es blieb wohl von der Grundidee nicht viel übrig. Dafür gibt es neben der reichlichen und explosiven Action – mit einigen netten Ideen und Stunts – auch noch Gregg Henry in Spiellaune und Ray Park zu sehen. Dazu knackige 91 Minuten Laufzeit und fertig ist der Actionhappen für zwischendurch. 7/10

302. Marlowe (Amazon Video) – Schön ausgestattet, nur manchmal etwas künstlich, reiht sich der Streifen aber nicht in die Liste der starken Film-Noir-Klassiker ein. Dafür ist die Geschichte zu uninteressant und irgendwie egal. So bleibt auch die Ermittlungsarbeit mau, was die Darsteller nur bedingt auffangen können. Überraschend für die FSK-Freigabe sind einige kurze Gewaltmomente, aber sonst findet man hier leider nur einen mäßigen Beitrag. 5/10

303. Hunt Her, Kill Her (Amazon Video) – 16 Jahre brauchte das Regie-Duo Swinson und Thiessen für ihre zweite Regiearbeit und nach dem sehr schwachen „5 Across the eyes“ ist hier eindeutig eine Steigerung zu erkennen. Zwar ist die Handlung ebenso begrenzt wie der Lagerhallenschauplatz, aber – trotz einiger kleinen Längen und Wiederholungen – gelingt es dem Streifen, das man dem Geschehen mit genug Interesse verfolgt, ohne sich gegen den Kopf zu schlagen oder einzuschlafen. Denn die optisch auch mal etwas ungewohnte Heldin verhält sich meist recht logisch und die Jagd fällt durch die Umgebung immerhin relativ abwechslungsreich aus. Das ist sicherlich nichts was man nicht schon gesehen hat, aber nicht unsympathisch und auch manchmal recht blutig und mit etwas schwarzen Humor versehen. Gute 5/10

304. Rebel Moon - Teil 1: Kind des Feuers (Netflix) – Wollte eigentlich warten auf die längere Version, habe aber dann doch geschaut. Ja, auch hier bekommt man wirklich nichts Neues geboten. Snyder stiehlt aus allen Richtungen (Filme, Bücher, Serien, Comics) aber vermischt das in seiner üblichen Art zu einem ganz unterhaltsamen Ganzen. Da ich solche Stoffe mag und es viel zu wenig gibt, wurde ich durchweg gut unterhalten. Natürlich bekommt das Ding kein Drehbuch-Oscar und ich hoffe eine längere Fassung kann noch einiges an Tiefe und Gefühl mit einbringen, aber ich fand es besser als die letzten „Star Wars“ Sachen und vor allem Snyders Zombiedebakel. Seine Art zu inszenieren liegt mit eh - und nutzt sich bei mir auch nicht ab - und so habe ich das bekommen, was ich erwartet habe, und hoffe in Zukunft dann bei der Langfassung auf mehr von allem. Genug Möglichkeiten für eine härtere Fassung boten die Actionszenen auf jedenfall und Sofia Boutella nimmt man die Actionszenen auch ab. Und es wird auch gut erklärt, warum sie so eine Kampfmaschine ist, so dass ihre starke Frauenrolle nicht zu aufgesetzt wirkt. Und immerhin muss man Snyder ja auch zugestehen, dass er schon mit „Sucker Punch“ Frauen in Action mochte und nicht gerade nur auf dem aktuellen Zug aufgesprungen ist, der mit meist peinlich coolen Frauen besetzt ist. 7/10


 

Montag, 11. Dezember 2023

Shane Schofields Film-Report: November 2023

Der November war ein Monat auf dem ich mich echt gefreut habe, denn es standen ein paar Actionfilme auf dem Programm die endlich eine Veröffentlichung erfahren haben. Diese landeten dann auch zügig im Player und zum Glück wurden die meisten Erwartungen auch erfüllt - und ja ein B-Actioner mit 6/10 sind durchaus als positiv zu bewerten in der heutigen Zeit😎. Außerdem habe ich wieder versucht einen deutlich höhren Anteil an älteren Streifen zu schauen um eine ausgewogene Mischung zu haben. Das tat auch mal wieder gut und das schlechte Wetter bietet sich natürlich auch weiterhin an mal öfter einen Film reinzuziehen. Aber lest selbst und ich freue mich natürlich wieder über Kommentare😉!

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG

246. Boy Soldiers (BD) - Aus einer Zeit als Studios noch mittlere Budgets für ihre Filme bereitstellten, stammt diese „Die Hard“ Variante in einer Privatschule, die von Terroristen überfallen wird. Ein rebellischer Schüler stellt sich ihnen natürlich in den Weg. Von Daniel Petrie Jr., der eher als Produzent bekannt ist, wurde der Film solide inszeniert und bietet vor allem im Finale einige gute Actionszenen. Abgerundet wird das mit blutigen Einschüssen und schönen Explosionen, bei denen man merkt, dass es hier keine A-Produktion ist, aber das Ganze über ein reines B-Movie steht. Hinzu kommen ein paar bekannte Gesichter und ein noch nicht so dicker Hobbit in der Hauptrolle, während Andrew Divoff abermals als Böswicht abliefert. Netter Zeitvertreib. 6/10

247. Die Vorteile des Betrogenwerdens (Netflix) – Im Fahrwasser eines „365 Tage“, dazu noch eine Romanverfilmung, kommt dieses brasilianische Erotikdrama daher, welches eine flache Story benötigt, um ein paar schick gefilmte Sexszenen zu präsentieren. Durchaus Zeigefreudig, ist hier aber trotzdem nicht viel zu finden und das Ganze ist doch ziemlicher hausfrauenfantasiequatsch. Da aber sonst solche Streifen kaum noch gedreht werden, kann eher Frau mal reingucken. Aber das ist sicherlich entweder für ein sehr junges Publikum oder doch arg realitätsferne Personen gedacht. Aber dafür ist ja auch das Medium da. 3/10

248. Invincible (DVD) – Actionfilm mit Johnny Strong und Marko Zaror, der leider nicht genug aus der „Universal Soldier“ ähnlichen Prämisse herausholt. Für viel Action fehlte wohl das Geld und richtig krachen lassen dürfen es die beiden Hauptdarsteller auch irgendwie nicht. Dafür gibt es noch eine Liebesgeschichte, was nicht wirklich sein musste in einem Actionfilm. Mir war am Ende nicht klar, was dem sonst sehr bedacht drehenden Johnny Strong an diesem Projekt gereizt hat. Vor allem, weil er auch am Drehbuch und der Musik arbeitete. Aber vielleicht wollte er auch nur mal nach Thailand. Zwar kein totaler Flop, aber hier hätte die Action einfach mehr zünden müssen. 4/10

249. Guns (BD) – Eigentlich hatte ich vor ein paar Jahren mal die Andy Sidaris Reihe begonnen und musste feststellen das es schon 3 Jahre her ist, seitdem ich den letzten Streifen der Reihe geschaut habe. Der hatte mich damals wenig abgeholt und mich abgehalten weiter zuschauen. Dieser hier ändert nichts an der Meinung, denn „Guns“ reiht sich auch im Mittelmaß des Vorgängers rein und da auch Hope Marie Carlton fehlt, gibt es noch einen Grund weniger reinzuschauen. Der Rest ist das übliche: Viele Titten, ein paar Frauen, die ganz nett sind (Devon Devasquez, Cynthia Brimhall), einige nicht so schöne Damen, etwas Action (eher auf Sparflamme) und die üblichen Locations. Obwohl hier auch noch Las Vegas dazukommt. Ach ja. Und ein erster großer Name mit Erik Estrada. Na ja. Hat mich jetzt nicht angeregt gleich den nächsten Titel zu schauen. 4/10

250. Limbo (Amazon Video) – Was für ein optisches Brett, welches extrem düster, spannend, nihilistisch und abgefuckt daherkommt. Diese Müllwelt ist wirklich sehr geil und auch die Geschichte funktioniert zur meisten Zeit. Ein paar Abstriche muss man auch hier machen (Finale), aber das sind kleine Schwächen. Nach dem ähnlich guten „Dog Eat Dog“ wirklich wieder ein toller Film vom Regisseur der mich komplett abgeholt hat. Stark! 8/10

251. The Channel (BD) – Der erste von zwei William Kaufman Filmen in einem Monat – was schon mal sehr geil ist. Hier haben wir wieder ein Thriller, der in New Orleans spielt und der wieder seine typischen Merkmale ausspielen kann. Die Schießereien sind wuchtig (trotz einiger digitalen Effekten), haben einen großartigen Sound und sind gut über den Film verteilt. Auch wenn die Action zu Beginn nicht mehr getoppt wird, was immer schade ist. Dennoch ist der Film flott erzählt und die guten und charismatischen Darsteller wie Clayne Crawford und Max Martini rocken und sowohl Gangster als auch die Cops funktionieren von den Figuren her. Kommt zwar nicht an „Sinners and Saints“ heran, ist aber Action, die man nur noch viel zu selten serviert bekommt. Bitte weiter so machen Herr Kaufman. Gute 7/10

252. Die verwegenen Sieben (BD) – Ted Kotcheff kümmert sich erneut um den Vietnamkrieg und schickt neben A-Darsteller wie Gene Hackman und Patrick Swayze (sehr jung) auch die B-Garde wie Reb Brown (zu der Zeit noch auf einen guten US-Weg) oder Tim Thomerson in den Dschungel. Das ist alles relativ unaufgeregt und über die Spieldauer zu Actionarm, kann aber dennoch unterhalten. Gerade wegen der Besetzung und zumindest ist hier alles noch nicht so platt wie die Rettungsaktionen anderer Kracher – aber auch nicht so unterhaltsam. 6/10

253. Iron Eagle (BD) – Neben „Top Gun“ sicherlich der bekannteste Fliegeractionstreifen, aber so richtig toll ist der nicht. Mal vom Patriotismus, der mich eh nicht stört, abgesehen, ist das Ganze aber schon sehr unrealistisch und über die Laufzeit auch zu Actionarm. Am Ende kracht es dafür umso mehr und sehr ordentlich und der Soundtrack bringt natürlich auch viel Nostalgie zurück, aber sonst findet man hier nicht wirklich einen Kracher vor. 5/10

254. Night Eyes (BD) – Große Killerratten meucheln Menschen nieder. War die Romanreihe von James Herbert schon nicht gerade anspruchsvolle Unterhaltung, aber besser als das hier (vor allem der dritte Teil „Domain“), bekommt man hier auch nur B-Tierhorror geboten, welcher sich mit zu vielen belanglosen Dingen aufhält, statt mehr zur Sache zu gehen. Die Hunde in Rattenkostümen funktionieren ganz gut, aber bei den Nahaufnahmen nicht mehr so. Als Fan der Bücher ist man natürlich enttäuscht, aber so als Tierhorrorflick geht das schon gerade so. Die Trilogie darf aber gerne nochmal angefasst werden für eine Verfilmung. 6/10

255. One Ranger (BD) – Thomas Jane als Texas Ranger in London. Daraus wird tatsächlich relativ wenig Kulturclash gemacht und das ganze drumherum wirkt etwas uninspiriert, aber durch die gut verteilte und gemachte Action macht das noch genügend Spaß, um einen B-Actionfan bei der Stange zu halten. Ist sicherlich nicht Jesse V. Johnsons bester, aber es ist schön mal Jane wieder in einer richtigen Hauptrolle zu sehen und auch der Rest fügt sich angenehm ein, so dass man solide unterhalten wird. Wenn man weiß, was einen denn erwartet für ein Kaliber. 6/10

256. Paradise (Netflix) – Hab mich mal wieder an einem deutschen Film rangetraut und obwohl die Idee eine ganz nette ist, packt mich der Rest einfach nicht. Immerhin gibt es ein paar kleine Actionmomente und das sieht alles ordentlich aus, aber Darsteller und die Entwicklungen einiger Figuren sagten mir besonders zu. Immerhin keine Vollkatastrophe, aber auch nichts woran ich mich erinnern werde. 5/10

257. Wall-E (Disney+) – Einfach ein schöner einfallsreicher Animationsfilm aus dem Hause PIXAR. 8/10

258. Tiger Zinda Hai (BD) – Deutlich ernstere Fortsetzung, die mehr Wert auf Action und Thrill legt und es auch ordentlich krachen lässt. Dabei muss man nicht auf cringe Zeitlupen und einen obergroßen Helden verzichten. Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber aus dem Land des Currys gibt viel Schlechteres. 6/10

259. On The Run (BD) – HK-Thriller der düsteren Art, der aber mit seiner etwas flachen Story nicht so richtig Spannung aufbauen möchte. Leider fehlt es dann auch noch an Action, so dass der Streifen, gerade für Yuen Biao, etwas ungewöhnlich ist, nicht vollends überzeugt, aber für Fans neondurchfluteter und härterer Hong Kong Ware dennoch taugt. 6/10

260. The System (Amazon Video) – Eine Handlung wie aus den 80ern (Knast mit illegalen Kämpfen), aber sonst weit entfernt von krachender B-Action. Tyrese Gibson ist ziemlich fehlbesetzt und mault sich mit nerviger Miene durch den uninspirierten Plot und die Actionszenen sind ebenso unspektakulär wie kurz. Nur Marrese Crump, der seit Jahren versucht im Actionbereich Fuß zu fassen und für größere Aufgaben verschmäht wird, zeigt zwischendurch mal wie es hätte aussehen können. Terence Howard bereut auch weiterhin seinen „Iron Man“ Ausstieg und nur Jeremy Piven gibt den Affen Zucker und spielt sich einen ab. Leider nur meh, das Endprodukt. 4/10

261. Infinity Pool (Amazon Video) – Nicht ganz so stark wie sein Vorgänger, kann der Cronenberg Spross aber wieder eine ganz eigene Atmosphäre kreieren und bleibt sowohl bei Gewalt und Sex Zeigefreudig. Die Idee ist schräg und man hätte noch einige Aspekte deutlich mehr betrachten können, aber es entsteht ein durchaus hypnotischer Sog. Die beiden Hauptdarsteller liefern dann auch dankbar ab, wobei Mia Goth – scheinbar der aktuelle feuchte Traum diverser Horror-Art-Fans – zum Ende immer mehr nervt und nervt. Aber gut, sonst ein wirklich kompromissloses Werk und Brandon Cronenberg soll gerne so weiter machen. 7/10

262. King Of Killers (BD) – Mit knackiger Laufzeit versehener B-Actioner der insgesamt ganz launig ist und vor allem in der zweiten Hälfte einiges an Action auffährt. Die hätte noch besser gefilmt und bei dem Personal noch intensiver ausfallen müssen, aber insgesamt ging der gut runter. Leider zeigt der Film auch wie schlecht zum Beispiel Glassplitter animiert aussehen und wie geil es ist, wenn wirklich jemand durch eine Scheibe fliegt. Sonst gehen Besetzung (aber Marie A. hat ganz schon verlore seit „The 100“) und der Rest schon klar. Auch wenn das Budget sicherlich nicht sehr hoch war. 6/10

263. Minions: Auf der Suche nach dem Mini-Boss (BD) – Wie schon beim ersten Teil haben sich die Kapriolen der Minions etwas totgelaufen und das Treiben ist einfach nicht mehr schräg genug. Dazu kommt erneut eine Geschichte, die auch nicht so richtig lustig ist und so bleiben nicht viele Lacher am Ende übrig. Reicht dann jetzt auch. 5/10

264. Teen Wolf – Season 4 (Paramount+) – Die wieder kürzere Staffel fällt diesmal etwas schwächer aus, was auch an der etwas öden Geschichte liegt, wo nicht alles logisch erscheint und dadurch etwas Interesse flöten geht. Was man aber weiterhin zugutehalten muss, ist das hohe Tempo. Es passiert immer was, es ist viel Action drin und es wird nicht alle zerlabert. Inzwischen macht das irgendwie schon Laune. Hoffe hiernach geht es wieder aufwärts. 5/10

265. American Samurai (DVD) – Action International Pictures wollten auch ein Stück vom Highlanderkuchen und schicken unsterbliche Samurai in den Kampf. Für einen AIP Film ist relativ wenig Action zu finden, aber Peter Yuval hat trotzdem – mal wieder - einen soliden B-Film abgeliefert, der zwar etwas Konfus erzählt und billig ist, aber die beiden Hauptdarsteller ergänzen sich ganz okay und der Rest geht auch in Ordnung. Aber ganz klar nur für AIP Fans und auch da gibt es natürlich besseres, aber ich hatte den mieser in Erinnerung. 5/10

266. Antigang (BD) – Der Actioner war der erste größere Actionerfolg für Alban Lenoir, der hier aber noch die zweite Geige spielt. Trotzdem macht der Film vieles richtig und wirke schon fast damals etwas aus der Zeit gefallen mit seinen Themen, die nicht immer politisch korrekt sind. Sehr gut. Das ist alles temporeich und macht durchweg Spaß und zeigt auf das die Franzosen bei Copfilmen den Amis inzwischen den Rang abgelaufen haben. Denn wirkliche Copthriller kommen aus den USA so gut wie kaum noch – da eher dann aus Korea oder China/Hong Kong. Aber hier fährt man ja auch gut mit. 7/10

267. Die größte Schlacht der Ninjas (BD) – Obwohl ich Alexander Lou Fan bin, zählt dieses Ding nicht gerade zu seinen Highlights. Muss aber auch zugeben das ich mit vielen Filmen (egal ob Taiwan, China oder HK) aus der Zeit (und noch früher) so meine Probleme habe und einige Titel mich nicht mehr so wirklich begeistern können. Hier gibt es zwar alle paar Minuten auf die Fresse, aber das wirkt alles sehr mäßig und holte mich nicht mehr ab. Dann lieber sowas wie „Ninja Condors“ oder „Ninja U.S.A.“. Der hier darf sich aus der Sammlung verabschieden. 3/10

268. Der stählerne Adler 2 (BD) – Die Fortsetzung reißt jetzt auch keine Bäume aus, macht aber durch den Ost/Westkonflikt, dem abermals gelungenen Soundtrack und dem feurigen Finale immer noch genug Spaß, dass man sich geben kann. Alles andere ist typische 80er Ware, die man vom Thema entweder mag oder halt nicht. Fand den sogar etwas besser als Teil 1. 1991 wurde das Thema so ähnlich nochmal in „Delta Force 3“ bespielt. 6/10

269. Goblins (Amazon Video) – Vom Titel erinnert es an „Troll“ oder „Ghoulies“ und im Finale langen die Goblins dann auch unterhaltsam zu. Doch bis dahin muss man nicht nur einiges an Geduld aufbringen, sondern auch mit der merkwürdigen Ausleuchtung und der etwas zu Studiolastigen Optik leben. Das Geld war sicherlich nicht sehr viel vorhanden, aber auch das Drehbuch schwankt zwischen sehr ernsten Themen, Humor und schrägen Momenten. Hannah John-Kamen nimmt das Ganze etwas zu ernst, ihr Mann nervt irgendwann mit seiner weinerlichen Art und Colm Meaney hat sich auch noch hier verirrt. Nachdem die Goblins, die sehr an den Kobold aus „Katzenauge“ erinnern, auftauchen macht es wie gesagt dann auch deutlich mehr Spaß und es wird im Finale zeitweise sogar etwas surreal. Auch die Tricks gefallen dann, aber insgesamt ist das alles etwas zu unausgeglichen. 5/10

269. Antigang 2: Homerun (Disney+) – Völlig überraschend kommt hier eine späte Fortsetzung die direkt für DISNEY+ produziert wurde. Alban Lenoir übernimmt hier nun komplett das Zepter und obwohl das gesamte Team wieder auftaucht, spielen die kaum eine Rolle. Selbst Jean Reno schaut nur ab und zu mal vorbei. Dafür steigt der Komödienanteil und die Filmtochter von Lenoir nervt irgendwann mehr als alles andere. Die Geschichte ist nur ein schmaler Aufhänger, aber wenn Action stattfindet, gefällt diese. Mir hat aber der rauere Ton des Vorgängers besser gefallen, so dass man hier weniger bekommt. Aber man hatte eh nicht mehr mit einer Fortsetzung gerechnet. Nervig auch: Durch die Streamingdienste kann man im Regal oftmals bestimmte Filmreihen gar nicht mehr auffüllen, weil einfach kein Datenträger erscheint. Na ja, so ist nun mal die Zeit und mir fällt das digitale Kaufen Zunehmens leichter. Gerade weil viele Dinge gar nicht oder nur als DVD erscheinen – bei VOD aber dann als HD oder UHD. 6/10

270. Viking Vengeance (Amazon Prime) – Wollte den immer mal sehen und irgendwie damals einfach nicht geguckt. Dabei ist der für läppische 20.000$ entstandene Streifen durchaus sehenswert und sieht gut aus und gelingt auch eine starke Stimmung aufzubauen. Auch wenn man die Action nie wirklich sieht (fast nur am Ende), sondern nur das Ergebnis, bleibt man interessiert am Bildschirm kleben. Im Finale wird man dann auch endlich etwas belohnt und auch das Ende ist gelungen. Low-Budget Kino was nie so aussieht und sich auch nicht so anfühlt und, wie schon oft genannt, ein kleiner Tipp für empfängliche Zuschauer – auch wenn er, durch die wenig gezeigte Action – kaum einen wiedersehenswert hat. Aber Respekt was der Macher von „Thankskilling 1 + 3“ (Teil 2 gibt es nicht) auf die Beine gestellt hat und schade, dass er nicht öfter agieren darf oder kann. 6/10

271. The Bad Pack (BD) – Der von Brent Huff inszenierte B-Actioner gefällt schon durch seine Besetzung, aber leider war nicht genug Geld für viel Action da. Nur zum Anfang und zu Beginn kracht es etwas, dazwischen ist auch viel Leerlauf. Immerhin entschädigen die gern gesehene B-Fressen, aber so ist diese frühere Expandables Variante leider kein Highlight geworden. Schade, dass nicht PM den produziert hat, aber immer noch besser als das, was heute so in dem Bereich oftmals einen Angeboten wird.  5/10

272. Dragonheart (BD) – Anständiger Fantasyfilm der damals vor allem wegen des animierten Drachen und die Arbeit von Sean Connery Aufmerksamkeit bekommen hat. Der große Erfolg blieb zwar aus, aber inzwischen ist der Film ein Kultfilm. Immerhin muss man sagen das selbst heute die CGI-Effekte noch klar gehen, was bei Filmen aus der Zeit nicht immer der Fall ist. Der Rest ist aber relativ unaufgeregter Stuff, welcher weder bei der Action Bäume ausreißt noch bei der Story. Das alles fällt relativ überraschungsfrei aus und immerhin gehen die Darsteller so weit klar, auch wenn David Thewlis etwas drüber ist – aber das kann auch daran liegen, dass ich ihn nie besonders mochte. 6/10

273. Warhorse One (BD) – Der zweite William Kaufman Film diesen Monat ist eher ein Johnny Strong Film, der fast alle wichtigen Eigenschafften (liefert auch wieder einen starken Score ab) des vom Budget sehr begrenzten Film übernommen hat. Kaufman wird ihn nur vereinzelt unter die Arme gegriffen haben und das sieht man vor allem bei den Actionszenen und einigen Momenten zwischen dem Soldaten und dem Kind. Auch wenn kaum Geld vorhanden war (dann auch noch in der Coronazeit gedreht), ist der Film toll fotografiert und die wenige Action kommt sehr gut rüber und macht Laune, wenn man auf solche Ein-Mann-Armee gegen Horden von Gegnern steht. Auch wenn hier nie übertriebene Action im Sinne eines „Rambo 2“ im Vordergrund steht. Die Action findet eh fast nur zu Beginn und am Ende (dafür fast komplett die letzte halbe Stunde) statt, aber die Jagd wird dennoch nie langweilig. Gerade weil Strong und Athena Durner eine tolle Chemie haben und hier auch mal gezeigt wird, dass ein Kind nicht immer nur nerven muss in einem Actionfilm. Dabei ist der Film zwar etwas zu lang geraten und viele werden vermutlich von der wenigen Action genauso enttäuscht sein, wie von einigen sehr günstigen Effekte. Aber hier wissen die Macher um diese Augenblicke und halten gerade die Effekte so kurz wie möglich. Da mich solche Filme schon von Thema immer abholen, war ich sehr angetan von dem Streifen und schon dafür, dass es kaum noch solche Projekte gibt, vergebe ich gerne einen Punkt mehr. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen das diese Meinung nicht immer geteilt wird. Aber das macht ja nichts. Johnny Strong hat zum Glück bereits eine Fortsetzung angekündigt und für ihn scheint die Figur des Richard Mirko eine Traumrolle zu sein. Ich werde jedenfalls immer wieder dabei sein. Vielleicht gibt es auch mehr Geld beim nächsten Mal für mehr Action. 8/10