Sonntag, 25. Februar 2018

(Mini-)Review, Trailer "24 hours to live"





Conrad ist ein früherer Profi-Killer, der den Tod seiner Frau und des gemeinsamen Kindes nicht verkraftet hat, was ihn bewog, die Brocken hinzuwerfen. Doch dann holt ihn seine frühere Firma für einen lukrativen Auftrag zurück, bei dem er getötet wird. Doch er findet sich erwachend auf einem OP-Tisch wieder - er nimmt "freiwillig" an einem neuartigen Experiment teil. Er darf weitere 24 Stunden leben, weil der Boss wichtige Informationen benötigt.

Ethan Hawke ist ja bekannt dafür, dass er in seinen Rollen wirklich aufgehen kann und darstellerisch nicht so limitiert ist wie einige seiner Kollegen. Das kommt dem Film zumeist zugute, wird aber an wenigen Stellen auch ausgebremst. Hie und da etwas mieses CGI und somit sind vermeintliche Mängel des Films genannt. Der Rest ist zwar nicht wahrlich neu, aber mit höchstem Tempo und einer rasanten Handlung ausgestattet. Warum ständig den - wirklich famosen -  "John Wick" bejubeln, wenn man daneben auch noch "24 hours to live" haben kann? Fulminante Action in Südafrika und vor der imposanten Kulisse des Tafelberges oder auch Mesa eingefangen, die alles überragt. Schneller Kracher mit exzellent in Szene gesetzten Konfrontationen, die ähnlich mitleidlos daherkommen wie bei "John Wick". Es ist auch eine Story um Schuld, Sühne, Ehre und Freundschaft, die sich besonders zwischen Jim (Paul Anderson) und Hawkes Charakter zeigt. Doch was jetzt nach einem aufgesetzten Drama klingt, hat für den Film in jedem Fall eine Bedeutung und wirkt nicht als Alibi für die ganzen Attentate, Angriffe oder Zusammenarbeit mit Bewohnern der Townships. Bestes Actionprogramm, das ich dieses Jahr sehen dürfte - und so nicht erwartet hatte und bei dem Rutger Hauer in seinen kurzen Auftritten dann auch seinen Spaß bekommt. Für mich dann auch bei deutscher Veröffentlichung - angeblich via Universum am 11. Mai 2018 - eine Pflichtanschaffung. Und für die üblichen Verdächtigen hier eine klare 8/10-Empfehlung.

Kommentare:

Michael hat gesagt…

Fand ich leider nur so mittel. Die Action war nett, aber zu wenig, und die SciFi-Aspekte ruinierten es so ziemlich für mich. Hawke kann aber gerne so weitermachen - irgendwo las ich auch, dass man "24 hours"-Ding als Filmserie andachte. Mal gucken ...

harry hat gesagt…

Mmh, du guckst dich doch auch durch jede Actiongurke durch, da müsste der doch einige vorteile haben. Mich haben halt eher sein Hallus gestört oder wenn er mal wieder in Gedanken bei der Familie war, während rundum die Action abging. Wenn auch nach wenigen Sekunden Hauers Einsatz gegen Ende vorhersehbar war, gefiel er mir dennoch. Naja, Serie oder Sequel - Ansatz haben sie dafür ja geschaffen.

Gruß
Harry