Sonntag, 8. November 2026

Shane Schofields Film-Report: Oktober 2026

Das Wetter wird ungemütlicher, es gibt mehr Serien und eine Menge Filme. Neue sowieso, die meist nicht ganz so viel Interesse erwecken und natürlich schon ältere Filme die man gerne mal wieder schaut. Und manchmal auch zum ersten Mal. Trotzdem kommt man mit erneuten Sichtungen eher weniger hinterher, da man doch auch auf dem aktuellen Stand bleiben möchte. Doch sieht selbst welche Auswahl ich getroffen habe und nicht immer war meine Entscheidung weise 😏.

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG


257. Psycho Killer (Disney+) – Nach einem Drehbuch von „Seven“-Autor Andrew Kevin Walker hätte man sicherlich etwas mehr erwarten können als diesen im Kino zurecht untergegangenen Slasher, der keine Spannung erzeugt, mit faden Motiven langweilt und insgesamt ein sehr unrundes und lahmes Serienkillerprodukt abliefert. Klar, das ist alles solide gefilmt und produziert, aber es holt einen null ab und verärgert sogar in diversen Situationen. 4/10

258. Die Ratte (BD) – Allein das heruntergekommene New-York-Setting aus dieser Zeit ist wie immer einfach beeindruckend anzuschauen (achtet mal darauf, wie viele Leute joggen …), aber auch der Rest des Thrillers legt ein ordentliches Tempo vor. Gerade zu Beginn ist die dramatische Verfolgungsjagd schweißtreibend eingefangen. Danach flacht es etwas ab, wird aber nie langweilig. Der Täter ist ziemlich verrückt und wirkt dadurch manchmal etwas weniger bedrohlich, als er sein könnte. Neben der Entführung wird noch etwas mehr in die Handlung geworfen, als nötig wäre, aber das hat vermutlich in der Buchvorlage besser funktioniert. Dennoch hat man hier einen schönen Thriller seiner Zeit geschaffen, der über die Jahre fast in Vergessenheit geraten war. Da meine VHS-Sichtung kaum noch Erinnerungen hervorgerufen hat, bewerte ich ihn mal als Erstsichtung. 7/10

259. Ice Cream Man (UHD) – Ich bin wahrlich kein Eli-Roth-Fan. Bis auf seine okayen „Hostel“-Filme und „Cabin Fever“ hat mir kaum etwas gefallen. Oftmals große Sprüche und wenig Talent dahinter. Hier wurde ich aber positiv überrascht. Vermutlich aber auch nur, weil der ganze Film nicht ernst zu nehmen ist und kaum Sinn ergibt. Logik ist hier kaum zu finden. Allein, wie wenig sich die Erwachsenen wehren, ist oftmals einfach zum Kopfschütteln. Wenn man das schluckt, kann man aber tatsächlich einiges an Spaß mit dem Ding haben, der wirklich keinen Halt vor brutalen und abgedrehten Kills macht. Das ist nicht unheimlich, sondern wirklich dem Fun-Splatter zuzuordnen (Splatter im Mainstreamvergleich) und durch seine normale Laufzeit auch immer mit Flow versehen. Doch hat er überraschend mehr Spaß bereitet als erwartet. 7/10

260. Runner (Kino) – Mit seinen Kinofilmen hat Alan Ritchson bisher kein Glück gehabt. Seine Erfolge bleiben im Netz mit „Reacher“ und „War Machine“. Auch „Runner“ spielte wenig Geld ein, und das ist schade, denn hier haben wir nach einem etwas ruhigeren Beginn einen schönen Buddy-Streifen, der sich nach und nach in der Action steigert und auch menschliche und emotionale Momente unterbringen kann. Leider fallen die Bösewichte etwas zu schwach und beliebig aus, aber dennoch gibt es unterhaltsame Action und Verfolgungen zu sehen – und einige knackige Gewalteinlagen. In Amerika läuft eine an Gewalt und Wörtern angepasste Variante, die man also vermeiden sollte. Kommt in die Sammlung, und auch hier war ich nach dem Desaster des Regisseurs mit „The Expendables 4“ positiv überrascht. 7/10

261. Crash and Burn (BD) – Entfernt ebenfalls in der Welt von „Robot Jox“ oder „Robot Wars“ angesiedelt, bekommt man den großen Roboter nur ganz kurz im Finale zu sehen. Sonst geht es eher um einen Killercyborg, bei dem man nicht weiß, wer er sein könnte. Leider sagt es fast schon die männliche Besetzung aus, dass man sich das denken kann. In der ersten Hälfte passiert nicht viel, für FULL-MOON-Verhältnisse ist es aber dennoch eine der besseren Produktionen und erinnert etwas an „Shadowzone“, den J. S. Cardone ebenfalls geschrieben hat. Mich ablenken musste ich aber auch nicht, was ein gutes Zeichen für ein B-Movie ist. Die Besetzung ist hier ebenfalls ein positiver Punkt. Vor allem gibt es viel für das männliche Auge: Katherine Armstrong zieht mal blank, Eva LaRue war schon bei den „Barbaren“ ein niedlicher Blickfang und den Bogen überspannt dann Megan Ward, die einfach unglaublich hübsch und gleichzeitig verdammt süß anzuschauen ist. Ich danke Charlie Band für jeden FULL-MOON-Film mit ihr. Also, auch wenn hier wenig Action drin ist, schaue ich ihn dennoch ganz gerne und mag ihn irgendwie. 6/10

262. Vampires of the Velvet Lounge (BD) – Etwas konfus geratener Vampirfilm mit schwacher Charakterbildung und dadurch wenig interessanten Figuren. Auch das Genre wirkt unklar und pendelt hin und her, ohne wirklich Horror oder Action zu sein, auch wenn es die eine oder andere passende Szene gibt. Die Darsteller spielen entweder auf Sparflamme (Dichen Lachman, die ich ohnehin nicht besonders als Heldin finde), drehen am Rad (Stephen Dorff nach der Verwandlung), fallen ansonsten nicht besonders auf (Timothy V. Murphy, Lochlyn Munro), wirken unpassend (Tom Berenger) oder gehen klar (Mark Boone Junior). Positiv sticht mal wieder India Eisley heraus, die mehr Filme machen sollte. So ist das eine etwas krude Mischung aus etwas zu softer Erotik, etwas Action und dem Versuch von Grusel. Bietet immerhin ein paar nette Bilder, haut aber nicht vom Hocker. 4/10

263. Kill Me Again (Amazon Video) – Von einer MMA-Legende hätte ich jetzt ehrlich gesagt nicht unbedingt so ein Werk erwartet. Zwar ist das Thema nicht mehr neu, wird aber auch hier wieder recht ordentlich serviert und hat mit Brendan Fehr einen spielfreudigen Darsteller im Fokus, der es genießt, mal wieder eine Hauptrolle zu spielen. Zwar gibt es ein paar Längen und einiges wiederholt sich natürlich (beim Thema fast unausweichlich), aber letztlich wird die Geschichte genug variiert, um gespannt auf die Auflösung zu warten. Die muss man mögen, hat man aber so oder ähnlich schon erwartet. So viele Möglichkeiten gibt es dann auch nicht. Zum einmaligen Anschauen durchaus geeignet. 5/10

264. Die drei Musketiere – Milady (Apple TV) – Wie fast zu erwarten, gibt es keinen Qualitätsabbruch beim zweiten Teil und natürlich wirkt alles wie aus einem Guss. Hier gibt es sogar etwas mehr Action, die weiterhin gut eingefangen ist, und natürlich weitere Verschwörungen und auch Verluste. Das ist modernes, aber trotzdem handgemachtes und dadurch sympathisches Abenteuerkino und einfach sehenswert. 7/10

265. Spades (YouTube) – In einer anderen Filmwelt wäre Johnny Yong Bosch spätestens nach „Broken Path“ ein Actionstar gewesen. So verdient er das meiste Geld vor allem als Sprecher diverser Animes wie „Devil May Cry“. Der frühere Power Ranger kann aber vor alllem eines: kämpfen und seine Stunts selbst ausführen. Nun hat er mit wenig Geld – ca. 50.000 Dollar – sein Regiedebüt abgeliefert. Das erfindet das Rad zwar nicht neu, sieht aber ziemlich gut aus und hat auch einen gelungenen Score bekommen. Durch seine Kontakte in der Branche wurde er sicherlich gut unterstützt, und gerade ab der Hälfte gibt es dann auch viel Action zu sehen. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass es mehr Fights gegeben hätte, aber auch die Shoot-outs gehen so weit klar. Natürlich ist teilweise etwas CGI im Spiel, aber das ist nicht so störend wie in manch anderen Filmen. Die Laufzeit fällt, wie so oft bei Debüts, allerdings gut 20 Minuten zu lang aus. Immerhin sind die Figuren ambivalent geschrieben, sowohl bei den Guten als auch bei den Bösen. Der eigentliche Showdown in der Wüste fällt dann von der Inszenierung her etwas enttäuschend aus, und man hätte lieber an die gute Action im Lager anknüpfen sollen. Auch der Twist ist meilenweit vorher zu erkennen, aber für so ein kleines, ambitioniertes Werk kann man trotzdem viel Respekt zollen. Ein zweiter Teil ist wohl in Planung, und wer keine Probleme mit Low-Budget-Action hat, die technisch erstaunlich gelungen ist, darf gerne kostenlos auf YouTube reinschauen. 6/10

266. Resident Evil (IMAX) – Nimmt man mal einige kleinere Anspielungen auf die Spiele aus, hätte der Film auch sonst wie heißen können. Einerseits ist es nicht dramatisch, eine andere Story und andere Figuren aus dem „Resident Evil“-Universum zu erleben, und hier gibt es auch echt gelungene, spannende und sogar gruselige Momente und Szenen. Auch die Winteratmosphäre punktet, aber gerade wenn man immer mal wieder zufrieden ist, wird das Geschehen dann durch platten Humor bzw. unnötigen Slapstick wieder zunichtegemacht. Leider ist die Hauptfigur eher ein Trottel, was man mit einem besser geschriebenen Verlauf vielleicht noch ins Positive kippen könnte. Das passiert aber nie so richtig, und vor allem das Finale im Labor ist dann nur noch nervig und fast albern. Der Film ist erfolgreich, also geht es sicherlich weiter. Aber ganz ernst gemeint: Warum nicht einfach mal eine vorlagentreue Umsetzung mit verständlichen filmischen Anpassungen und den Figuren, die man liebt und auch mal vernünftig umgesetzt sehen will? Warten wir es ab. Das hier ist sicherlich kein schlechter Film, aber wie alles von Cregger bisher überzeugt, er mich persönlich nicht. 6/10

267. Only Margo (Apple TV) – Eine unglaublich süße und sympathische Elle Fanning wird hier ungewollt schwanger und muss nun versuchen, ihr Leben als alleinerziehende Mutter zu meistern. Als junge Mutter heißt es also, Geld zu verdienen und sich ums Kind zu kümmern. Heutzutage bedeutet das natürlich unter anderem OnlyFans und Social Media. Mit allen Vor- und Nachteilen. Dazu kommen einige schillernde Figuren, die so eine Drama-Comedy-Serie nun mal braucht. Dabei bekommt man z. B. Michelle Pfeiffer als Mutter oder auch Nicole Kidman zu sehen. Das ist sehr unterhaltsam und manchmal auch wehmütig. Aber gerade Fanning ist so wunderbar, dass man gerne zuschaut, was alles so schiefläuft und vielleicht auch wieder gut wird. Gute Mischung, wobei ich die Buchvorlage nicht kenne. Aber eine zweite Staffel im Jahr 2028 (zumindest so geplant) gebe ich mir. 8/10

268. No One Lives (BD) – Rache-Slasher mit ungewöhnlichen Antihelden, wobei der Hauptcharakter noch psychopathischer ist als seine Opfer, die ebenfalls keine guten Menschen sind. Da wird mit grober Kelle ausgeteilt, und Luke Evans gibt die Hauptfigur mit kraftvoller Körperlichkeit und ohne Skrupel. Ob man sich mit ihm identifizieren kann, muss jeder selbst wissen. Letztlich bleiben auch seine Gegner etwas blass, aber der Film hat ein hohes Tempo und holt mich mit seinem Gemetzel immer noch ab. 8/10

269. Pig Hill (VOD) – Kevin Lewis ist weiterhin fleißig am Drehen, aber so richtig zünden wollen seine Filme nicht. Auch der hier hat wieder einige vielversprechende Zutaten, verhaspelt sich aber in einer etwas konfusen Geschichte mit unnahbaren Figuren und wenig sinnvollem Background, der dann auch nicht so recht zum Rest passen will. Mitproduziert vom ehemaligen Leatherface-Darsteller und Wrestler R. A. Mihailoff, der auch eine Rolle spielt, verläuft selbst sein Handlungsstrang ins Leere. Am Ende ist das zu lang, zu geschwätzig und wenig sinnig. 4/10

270. Jimmy and Stiggs (BD) – Tja, was soll man hierzu sagen? Entweder man kann sich auf den billigen Wahnsinn einlassen und dreht mit durch oder man hasst den Film. Ich glaube, dazwischen wird es nichts geben. „Bliss“ ging zwar auch in die Richtung, war aber irgendwie noch mehr Film. Das hier ist eher ein Drogenfiebertraum, den ich mir mal auf LSD anschauen muss. Also, ich fand es abgefahren, kann aber jeden verstehen, der hier nichts mit anfangen kann. Jetzt darf Joe Begos aber auch wieder mal einen Genrehit abliefern. 7/10

271. Mississippi Delta (BD) – Diese James-Lee-Burke-Verfilmung funktioniert nicht annähernd so gut wie das Buch, aber schon immer konnte ich dem Film dennoch einiges abgewinnen. Und auch wenn er eigentlich zu lang ist, die Story etwas unschlüssig erzählt wird und nicht alle Szenen nötig gewesen wären, wurde ich auch nach der zigfachen Sichtung gut unterhalten. Das Setting und die Darsteller holen mich ab, und ich mag die schwüle Stimmung und Alec Baldwin in dieser Rolle. Sicherlich kein Thriller-Meisterwerk, funktioniert für mich aber immer noch gut. Ich weiß aber auch, dass ich mit dieser Meinung eher alleine dastehe. 7/10

272. Onslaught (Kino) – Böse gefloppt, und das wundert mich nicht wirklich. Hier ist von der eigentlichen Qualität von Adam Wingard und Simon Barrett kaum etwas zu finden. Oder war „The Guest“ nur ein Glückstreffer? Ein paar schräge Figuren, die kaum genutzt werden, wie der Aufräumer, natürlich böse deutsche Wissenschaftler und etwas „Universal Soldier“. Da muss man mehr auf die Kacke hauen. Aber der Film verliert sich selbst in Längen und unnötigen Szenen, kommt nie richtig auf den Punkt, und selbst der Showdown ist dann enttäuschend unspektakulär. Adria Arjona geht als Heldin schon klar, und die Kleine ist auch ganz niedlich, aber alles läuft irgendwie auf Sparflamme und lässt einen Fan wie mich etwas ratlos zurück. War echt enttäuscht und eine echte Enttäuschung. 4/10

273. Don't Move (VOD) – Buchverfilmung, in der eine bunte Truppe Kirchengänger auf eine Riesenspinne trifft. Viel Gelaber um nichts, wenig Spinnenaction, mäßige Effekte und rundum egal und langweilig. 3/10

274. Reacher – Season 4 (Amazon Video) – Auf dem Papier funktioniert die Geschichte besser, wirkt hier aber gerade zu Beginn ganz schön überladen mit Figuren und Situationen. Aber eines muss man schon sagen: Tempo ist hier eine Menge drin. Die Staffel bietet wirklich viel Action, abermals trockene Sprüche, und die Nebenfiguren finden sich auch immer besser in ihre Rollen ein. In der letzten Folge wird zwar mal wieder einiges an Realismus über Bord geworfen, aber es kracht schön und geht gut zur Sache. Doch, hat Spaß gemacht, die Staffel. Kam bei einigen nicht so gut an, kann ich aber nicht behaupten. 8/10

275. Dragon Fury II (YouTube) – Der Vorgänger von David Heavener war schon ziemlich billig, und die Zeitreise war ziemlich sinnfrei. Der Nachfolger spielt nur noch in der Zukunft, hat aber noch weniger gekostet, spielt nur in einer leerstehenden Villa und sieht durch den billigen Videolook natürlich auch nicht besonders gut aus. Auch hier bietet die Story nicht gerade Oscarverdächtiges, ist aber immerhin mit einigen gelungenen Actionszenen durchflutet, sodass man ihn mal gucken kann. Man muss allerdings schon hartgesotten sein. Denn der nicht wechselnde Schauplatz, die schwachen Darsteller (Mike Norris fast nur unter der Kapuze) und der triste Look sind vermutlich der Grund, warum der Film nie so richtig veröffentlicht wurde. Vielleicht erscheint er mal bei VISUAL VENGEANCE. Die haben immer wieder ein paar nette STV-Titel im Programm. 3/10

276. Amsterdamned: Verfluchtes Amsterdam II (Amazon Video) – Obwohl es in Holland schon einige Fortsetzungen in Buchform gibt, hat es sehr, sehr lange gedauert, bis es eine Fortsetzung des damaligen Erfolgs gab. Diese setzt tatsächlich – im Gegensatz zu den Romanen – am Originalfilm an und ist eigentlich eher eine Neuinterpretation als eine wirkliche Fortsetzung. Vor allem, weil ein nie so richtig aufgelöster Twist den Vorgänger schmälert. Das hat mir tatsächlich nicht so wirklich gefallen. Der Rest ist, ähnlich wie schon damals, eher ein TV-Thriller als ein wirkliches Kinoereignis. Auch wenn es gut beginnt und zwischenzeitlich mal eine gute Stimmung aufgebaut wird, kann der Streifen das nicht über die Laufzeit retten. Wirkt alles etwas zu beliebig, und die Auflösung bricht schon ziemlich mit der Logik. Huub Stapel kehrt in seiner Rolle zurück und ragt auch hier unter allen anderen heraus, auch wenn man inzwischen die Alterswitze in- und auswendig kennt. Solide, aber tatsächlich nichts Besonderes und wird auch nie den Status des Vorgängers erreichen. 4/10

277. The Terminal List – Season 1 (Amazon Video) – Bevor diesen Monat die zweite Staffel startet, habe ich meine damalige Sichtung noch einmal aufgefrischt. Ähnlich wie das Buch ist die Serie schön kompromisslos, gut gespielt, düster und teilweise hart. Einige Folgen haben schon einige Längen, und die Rückblenden mit der Familie nerven irgendwann. Insgesamt aber klar eine starke Action-Thriller-Serie, die vieles richtig macht und sich auch nicht anbiedert. Ich freue mich – nach „The Dark Wolf“ – dass es endlich weitergeht. 8/10

278. The Dry (BD) – Sehr ruhiges, langsames, aber atmosphärisch dichtes und interessant erzähltes Thriller-Drama mit einem starken Eric Bana. Die Hitze und die Dürre sind förmlich zu spüren, und der Fall sowie die Vergangenheit werden interessant erzählt. Das hat bei der Fortsetzung nicht mehr so gut funktioniert, dieser Film ist aber sehenswert. 7/10

279. Godzilla Minus One (UHD) – Auch hier wurde für die Fortsetzung noch einmal die UHD aus dem Regal genommen, und belohnt wird man mit dem besten Godzilla-Film seit Jahren. Sowohl aus Japan als auch aus den USA. Der Film bietet die richtige Mischung aus einem bedrohlichen Monster und menschlichen Figuren, die einen abholen und interessieren. Von den unglaublich guten und zurecht prämierten Effekten ganz zu schweigen. Wirklich ein toller Monsterfilm, der natürlich die Hoffnung geschürt hat, eine ebenso starke Fortsetzung serviert zu bekommen. Und zum Glück sind inzwischen auch die Vorstellungen im Berliner IMAX bestätigt. 8/10

280. Violent Ends (Amazon Video) – Etwas zu lang geratener Thriller mit Racheplot, der im amerikanischen Hinterland spielt und schöne Bilder liefert, aber etwas Spannung vermissen lässt und zu lange braucht, um seine Figuren ordentlich aufzustellen. Zum Finale steigert sich der Film aber ordentlich und bietet einiges an Gewalt und harten Momenten. Dabei ist die Geschichte um eine kriminelle Familie, die ihre Geschäfte unter sich aufgeteilt hat, aber gleichzeitig auch Mitglieder bei der Polizei hat und dadurch natürlich kaum ein normales Familienleben ermöglicht, nicht uninteressant. Der kleine Film ist dabei durchweg ordentlich besetzt und gespielt, und vor allem James Badge Dale hat ein paar wunderbar asoziale Szenen. Gut anschaubar, aber auch kein uneingeschränkter Geheimtipp. Dennoch kann man Regiedebütant John-Michael Powell mal im Auge behalten. 6/10

281. Gator Face (VOD) – Padraig Reynolds hat endlich mal wieder einen Film gedreht, nachdem er sechs Jahre pausiert hatte und eher im Musikbereich tätig war. Hier kehrt er zu seinen Anfängen zurück, wo er mit „Rites of Spring“ sein Debüt ablieferte. Das war ein solider Slasher, aber seine danach gedrehten Filme waren deutlich besser. Hier muss man erst einmal mit der doch viel zu glatten digitalen Billigoptik klarkommen. Kann man das, geht es bereits nach zehn Minuten bis zum Finale zur Sache. Echte Alligatoren kommen zum Zuge, praktische Effekte werden genutzt und es wurden ein paar schöne Lost Places gefunden, an denen die Jagd stattfinden kann. Der Jäger mit Alligatormaske ist im Auftrag einer Sekte unterwegs und jagt dabei so sportlich, wie er aussieht. Also kein langsames Hinterhergehen, sondern er ist schnell und gefährlich. Da bleibt eine Figurenentwicklung komplett auf der Strecke, was auch die Spannung mindert. Dafür ist der Film aber nie langweilig, wenn auch wenig innovativ. Das hohe Tempo ist ein klarer Pluspunkt. Slasher- und Horrorfans können mal einen Blick riskieren. Für mich ist das aber eher ein Rückschritt für Reynolds – gerade seine „The Devil's Dolls“ und „Open 24 Hours“ sind deutlich besser einzuschätzen. 5/10

282. Buddy (VOD) – Die letzten beiden Filme läuteten Halloween ein, und mit „Buddy“ bekommt man ein ungewöhnliches Projekt, das sich an den Kindershows der 90er orientiert und daraus einen schrägen Mix bastelt, der gut funktioniert. Der Film spielt auf zwei Ebenen und hat so einige frische Ideen zu bieten. Die Kinderdarsteller machen ihre Sache gut, und so hat man mal eine etwas andere Art von Horrorfilm, der auch einigen schön fiesen Humor bietet. So zeigt das Horror-Genre abermals, dass es nicht viel Geld braucht, um erfolgreich und innovativ zu sein. Erstaunlich, dass der bei uns noch nicht einmal angekündigt ist. War besser als vieles, was an Horror aus Hollywood kommt. 7/10


Keine Kommentare: