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Sonntag, 12. Juli 2026

Shane Schofield Film-Report: Juni 2026

Trotz des schönen und heißen Wetters war mein Filmprogramm satt gefüllt, was teilweise an mehr Freizeit lag, Nächte wo man weniger geschlafen hat und ein paar Filmabende, wo man denn auch mal 3 oder 4 Filme hintereinander schaut in illustrer Runde. Außerdem war Zeit da, um Staffeln und ganze Serien zu beenden. Und natürlich gab es wie immer einige Erstsichtungen, die alles andere erquicklich waren, aber auch ein paar positive Überraschungen. Aber das könnt, wenn ihr nicht Lesefaul seid😋, ganz einfach abchecken und ich freu mich auch immer über andere Meinungen und Kommentare. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG

 

141. Primal – Season 3 (HBO) – Die dritte Staffel schließt den Handlungskreis um Spear und Fang ab und das wie immer mit einer Menge Action, Einfallsreichtum und diversen Horrorelementen. Dabei kommt keine Minute Langeweile auf und trotz kaum eines Dialoges, werden Gefühle und Emotionen rübergebracht wie es manchmal nicht einmal reale Serien schaffen. Großartiges Werk mit einem gelungenen Ende. 9/10 (Auch gesamt)

142. Die’Ced (Amazon Video) – Nach einem Kurzfilm wurden einige Szenen nachgedreht, da man sicherlich einen „Terrifier“ Effekt erhofft hat. Ein Killer, hier als Clown/Vogelscheuche meuchelt recht brutal junge Leute zu Halloween nieder. Das ist gerade in der ersten Hälfte blutig und die Effekte auch schön handgemacht, aber trotz der kompakten Laufzeit und das immer jemand drauf geht, kommt keine wirkliche Spannung auf. Es wirkt auch alles sehr glatt und die Halloween Atmo mag auch nicht so richtig zünden. Mehr als Durchschnitt ist es am Ende nicht. Eher mit leichter Tendenz nach unten. 5/10

143. The A-Frame (Amazon Video) – Erwartet hatte ich nach dem Trailer entweder so eine billige „Die Fliege“ Variante oder etwas „From Beyond“ Feeling. Bekommen habe ich einfach pure und nicht sonderlich gut gespielte Langeweile. 2 Effekte waren ganz gut, der Rest war leider nichts. 3/10

144. Scrubs (Disney+) – Fast das gesamte alte Team ist wieder da und erstaunlicherweise fühlt man sich schnell wieder an die geniale Serie erinnert und heimisch. Die Gags sind weiterhin gut, das Drama erwischt dich immer noch teilweise unerwartet und die Angst vor zu viel angepassten Humor bestätigt sich nicht. Schöne Rückkehr und da freut man sich doch gleich umso mehr, dass bereits eine zweite Staffel genehmigt wurde. 7/10

145. Keeper (Amazon Video) – Nach dem tonal nicht geglückten „The Monkey“ geht „Keeper“ wieder in eine deutlich schrägere, schwermütige und bedrückende Richtung. Das ist eher ruhiger psychologischer Depri-Horror, der aber eine gute Stimmung aufbauen kann und zum Ende zwar etwas einfacher wird als gedacht, aber mich trotzdem überraschenderweise abholen konnte. Kann man aber auch nicht mögen. Vielleicht hatte ich einen guten Tag. 7/10

146. Thunder (BD) – Die Indigene, ach was, die Indianer-Variante von Rambo die typisch italienisch ihren ganz eigenen Sog entwickelt und fast die ganze Zeit auf die Tube drückt. Mark Gregory ist abermals stoisch wie ein Totem, hat aber eine weiter geschnittene Jeans gefunden als bei „The Riffs“. Passen tut er trotzdem in die Rolle und mit Bo Svenson und Raimund Harmstorf hat man auch die passenden Gegner am Start. Gibt einiges an Action, gerne auch in Zeitlupe, und das ist sicherlich viele Klassen von „First Blood“ entfernt, aber holt einem als Fan dennoch ab. Regietechnisch sicherlich einer der besten Arbeiten von Fabrizio De Angelis als Regisseur. Die Blu-ray ist okay, aber der Booklet-Text leider nicht sehr gelungen. Egal, auf den Film kommt es an. 6/10

147. The Boys – Season 5 (Amazon Video) – Die finale Staffel von “The Boys” macht immer noch genug Spaß ist aber gesamt gesehen eher eine kleine Enttäuschung. Man hat das Gefühl es fehlte irgendwie das Geld. Alles wirkt deutlich klein skalierter über die ganze Staffel. Es fehlen größere Setpieces und auch die Action fährt auf Sparflamme. Über das Ende kann mich sich auch streiten, ich fand es so weit okay aber halt unterwältigend. Klar war das alles noch in Ordnung, aber diesmal wurde die Handbremse nicht gelöst. Mal sehen, wie der nächste Ableger wird. Sieht zumindest wieder nach mehr Wahnsinn aus. 6/10 (Gesamt 8/10)

148. Send Help (Disney+) – Trotz guter Leistungen seiner beiden Hauptdarsteller war der Film eher ein schwaches Produkt von Sam Raimi dessen Geschlechterkampf zu lange ging, einige Logiklöcher bereithält und man über die Handlungen der Figuren nur den Kopf schütteln kann. Paar kleine fiese und gelungene Momente gibt es, aber das reichte nicht wirklich aus, um mich zu unterhalten. So ist das halt manchmal. 5/10

149. Ready or Not (Disney+) – Zur Vorbereitung der Fortsetzung nochmal Teil 1 eine Chance gegeben da er mir damals nicht wirklich überzeugt hat. Das ist auch leider weiterhin so. Die erste Hälfte zieht sich, über die Figuren erfährt man kaum was und selbst über Samara Weaving, die eine gute Heldin abgibt, bekommt man kaum Hintergründe geboten. Dazu kommt das nervige Verhalten der Familie was sicherlich lustig sein sollte durch ihre Unbedarftheit, aber dadurch auch jede Spannung entzieht. Da hätte man sicherlich auch nicht eine Fortsetzung gebraucht – was das Einspielergebnis dann auch zeigte. 5/10

150. The Night comes for us (Netflix) – Knallharte Action mit Joe Taslim der sich hier als Actionstar vollkommen profiliert und seitdem kaum enttäuscht hat, wenn er denn die Chance bekam zu glänzen (nicht so wie bei „Mortal Kombat 1+2“). Der Film ist trotz seiner Lauflänge immer in Bewegung und die Action wunderbar brutal, geil choreographiert und brachial. Da freue ich mich umso mehr auf „The Furious“, bei dem die Karten bereits reserviert sind. 8/10

151. Marshals: A Yellowstone Story – Season 1 (Paramount+) – Der erste Ableger nach dem Ende der „Yellowstone“ Hauptserie entpuppt sich schnell als typische Serie, die halt auf einem „normalen“ Sender ausgestrahlt wird und meist einen Fall der Woche präsentiert – aber es existiert auch ein roter Pfaden. Das kann man schauen, fällt aber von den Drehbüchern doch schon deutlich ab und wirkt mit seinen Verbindungen nicht ganz rund. So nebenher geht die aber schon. 6/10

152. Der Mann, der immer kleiner wurde - Die unglaubliche Geschichte des Mr. C (Amazon Video) – Nach so vielen Jahren ist sicherlich auch mal ein Remake eines solchen Kultfilmes möglich, kann der alten Geschichte aber auch nicht viel neues abgewinnen. Viel zu meckern gibt es aber auch nicht und einige Effekte wirken sogar recht charmant. Jean Dujardin war jetzt nicht unbedingt für mich die beste Wahl und Jan Kounen schweift dann auch manchmal – wie zum Endbild hin was an seinen „Blueberry“ Ausrutscher erinnert – arg ab, aber insgesamt eine nette Erfrischung des Jack Arnold Klassikers. 6/10

153. Night Teeth (Netflix) – Optisch sind nicht nur die Darsteller schick anzuschauen (u.a. Sydney Sweeney und Megan Fox in kleiner Nebenrolle oder Debby Ryan) sondern auch die Kameraarbeit und Ausstattung. So ist aber auch der Film: Komplett oberflächlich, der seine Welt nie so richtig offenbart und dann noch für ein junges Publikum sehr harmlos und wenig überraschend ausfällt. War nachts so zum Einschlafen gut zu gebrauchen. 4/10

154. Cusack – Der Schweigsame (BD) – Noch vor seiner CANNON Zeit abgedrehter Cop-Thriller, der fast schon zu professional wirkt und sich relativ ernst nimmt und sich vor allem bei der Action zurückhält. Nur im Finale darf dann ein Roboter Bambule machen – was im Kontext etwas drüber ist. Chuck Norris ist dabei solide aber auch noch nicht der Überheld wie später, Henry Silva geht eh immer und die Story ist so weit Standard. Von der Machart her sicherlich einer der besten Norris Streifen, aber mir gefallen andere Filme dann doch noch mehr. 6/10

155. Die Barbaren (BD) – Selbst damals war der Film schon etwas aus der Zeit gefallen, aber der Film nimmt sich zum Glück nicht wirklich ernst und die tumben Barbaren-Brüder machen Spaß und der Rest vergeht einfach so flott, dass man den alle paar Jahre mal wieder in den Player wirft. Ernst nehmen sollte man die Bewertung aber nicht. 7/10

156. Crime 101 (Amazon Video) – Alle paar Jahre versucht ein Film in die „Heat“ Fußstapfen zu gehen, aber meist missglückt es. Hier wurde eine von Don Winslow extra nur als Novelle verfasste Geschichte gleich mal wieder über 2 Stunden aufgeblasen und sieht zwar gut aus, hat sonst jedoch nicht viel zu bieten und im Finale wird das sogfältig aufgebaute Verhalten der Beteiligten teilweise ad absurdum geführt. Dann kam so bei Prime sicherlich mal schauen, aber fürs Kino ist das dann nichts. 5/10

157. One Piece – Season 2 (Netflix) – Weiter geht die wilde Reise und hier muss man den Machern einfach zugestehen, wie toll sie die Vorlage ohne Rücksicht übernommen haben. Die Welt wird einfach so akzeptiert und die Figuren müssen sich nicht immer mit faden Witzen oder unnötiger Selbstironie rechtfertigen für den verrückten Kram, den durchgeknallten aussehen oder den Kostümen der einem geboten wird. So muss das sein. Deswegen hat man seinen Spaß, wenn man mit sowas Leben kann und bekommt auch eine Menge Action geboten. Zwar fehlt manchmal die Leichtigkeit der ersten Staffel, dennoch gibt es hier nicht viel zu meckern für mich. Und ich habe noch nie eine Folge des Anime gesehen oder den Manga gelesen. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich auch nicht. 7/10

158. Cop Game (BD) – Die Bruno Mattei Version von „Saigon“ mit einem wie immer ironischen Brent Huff der genau weiß, wo er gelandet ist. Sogar einer von Matteis besseren, wenn er nicht immer wieder die Stadt verlassen würde und an die Front wechselt. Denn hier wird die Story noch etwas konfuser und die Stock-Footage Szenen vermehren sich leider zusehends – was dann auch etwas den Spaß verdirbt. Ähnlich wie die geklaute Verfolgungsjagd. Sonst sollte man eh wissen was einem hier erwartet. 5/10

159. Night Patrol (Amazon Video) – Vampire, Cops, Magie und Gangs. Leider wird aus der interessanten Mischung nicht viel herausgeholt und es tröpfelt so vor sich hin. Zwar gibt es einige nette Gewaltmomente, aber so richtig zünden will die Kombi nicht. Was auch an den egalen Figuren liegen könnte. Justin Long macht diesmal sogar eine recht gute Figur, ist als Rolle aber schwach geschrieben. Gefallen hat mir wieder Phil Brooks AKA CM Punk, der wirklich deutlich mehr Genrefilme drehen sollte. Der Rest ist halt viel gewollt und nicht so viel gekonnt. Das Interesse war trotz des comichaften Settings schnell verflogen. Hier wäre jedenfalls mehr drin gewesen. 4/10

160. Daredevil: Born Again – Season 2 (Disney+) – Man merkt diesmal das die Staffel in einem Guss entstanden ist und so gut die Action bei NETFLIX war, hat man hier deutlich an den Dialogen gearbeitet und die Story wird vorangetrieben, während damals eine Folge manchmal wie Blei gefüllt sich vorbewegte. Aber auch bei der Action gibt es nicht viel zu meckern und es ist weiter düster und hart und genug vertreten. Sehr cool auch diesmal das Daredevil deutlich mehr im Kostüm zu sehen ist und so auch abgehen kann. Dabei ist das Highlight natürlich der Kingpin, der grandios gespielt wird. Aber auch Bullseye ist cool umgesetzt. Insgesamt macht hier MARVEL viel richtig, werden aber leider von nicht so starken Zuschauerzahlen belohnt. Vielleicht dann doch zu düster? Ich fand es zumindest gut. 8/10

161. Hokum (VOD) – Nach dem schon durchaus angenehmen „Oddity“ kann Regisseur Damian Mc Carthy sein erstes Meisterstück servieren. In abgelegener irischer Kulisse entspinnt er ein dichtes atmosphärisches Werk, was zwar ruhig und fast ohne übertriebene Jump Scares auskommt, aber deswegen eine Wohltat im aktuellen Horrorbereich ist. Also mehr Grusel als auf Schocks reduzierter Horror mit normalen Verhalten der Protagonisten. Trifft sicherlich nicht jedermanns Geschmack, konnte uns allen aber in kleiner Runde abholen und war die erhoffte Überraschung. Nicht unbedingt ein Film zum wiederholten Gucken, aber das eine oder andere kann man bei einer erneuten Sichtung noch entdecken. 8/10

162. Aktion Mutante (BD) – Ziemlich durchgedrehter Nonsens aus Spanien was erstaunlich gut ausgestattet wirkt und dessen Humor mal mehr mal weniger trifft. Drüber nachdenken sollte man nicht weiter und die komischen Figuren laden nicht zum Mitfiebern ein. Dafür bekommt man schräge Ideen, etwas Action, etwas Gewalt, einen leichten Durchhänger in der Mitte und noch mehr crazy Ideen. Muss man für offen sein, kann für normale Menschen aber auch verstörend bescheuert wirken. 7/10

163. Night of the Reaper (Amazon Video) – Nach dem soliden “Bodycam” arbeite ich umgekehrter Reihenfolge mal zwei weitere Werke von Brandon Christensen ab. Dieser ist eine Hommage an die Slasher der 80er und spielt auch in der Zeit. Dabei gelingt es ihm gut die Stimmung einzufangen, liefert zwar anfangs die typischen Dinge ab, variiert aber auch einiges und bietet den einen oder anderen Twist. Das ist alles ordentlich gespielt und inszeniert – vielleicht nicht ganz durchdacht im Finale, aber hey – und das Verhalten der Figuren ist auch nicht völlig bescheuert. Sicherlich kein Überflieger aber auch hier wieder ein vernünftiger Beitrag im Genre. 6/10

164. Interzone (DVD) – Damals auf VHS mit einem Endzeit-Actionfilm der typischen Italo-Art gerechnet, aber dann ziemlich enttäuscht gewesen. Inzwischen kann man den mit anderen Augen gut wegschauen. Bruce Abbott sieht man förmlich an das er schnell gemerkt hat, wo er hineingeraten ist, und genoss sicherlich den Italienurlaub auf Kosten anderer und spielt immer mit einem Augenzwinkern. So ist auch der ganze Film aufgebaut, da wohl auch Deran Sarafian dessen süße damalige Freundin Beatrice Ring die weibliche Hauptrolle spielt, gemerkt hat, mit dem wenigen Geld und dem Drehbuch kann man keinen ernst gemeinten Film abliefern und so bekommt mehr Parodie und Komödie als sinnige Endzeitaction. Das kann für Trashaffine – und ich mag das Wort immer ungerne benutzen, passt hier aber schon – aber unterhaltend sein. Nur der komplette klau der Musik aus „der Kampf-Gigant“ irritiert immer noch. Entweder 2/10 oder 6/10

165. Silent Night, Deadly Night (Amazon Video) – Nach Steven C. Millers Remake von 2012, schon das nächste Remake und diesmal geht der Film eigene Wege, auch wenn Ansätze übernommen wurden. Am neusten ist sicherlich die Idee den Hauptcharakter einen Venom ähnlichen Gesprächspartner zu geben und den Killer zu einem Anti-Held zu machen, der nur böse Menschen zu Weihnachten tötet. Das hat ein paar gelungene Momente aber leider auch einige Hänger in der Mitte, da sich zu sehr auf die Liebesgeschichte konzentriert wird. Auch ist die Stimmung etwas zu unausgewogen: zwischendurch blitzt immer etwas mehr Wahnsinn auf, aber so richtig rocken wollte man das Geschehen dann wohl doch nicht. So bleibt nur Standard übrig, der aber nicht weh tut. 5/10

166. One Mile: Chapter One (Apple TV) – Mischung aus Survival-Entführungsthriller und etwas Backwood-Horror mit Actionelementen. Da brauchte man sicherlich nicht unbedingt 2 Filme zu, aber immerhin passt die Chemie zwischen Vater und Tochter und Ryan Philippe macht sich inzwischen ganz gut in solchen Rollen. Bei den Bösewichtern gefallen C. Thomas Howell und Michael Eklund. Die Story wird vernünftig angeschoben und man hangelt sich ohne Längen, aber auch ohne wirkliche Actionhighlights zum Ende. Reicht aber für einen netten Filmabend. Mal sehen, was die Fortsetzung bringt. 6/10

187. Dracula: Die Auferstehung (Amazon Video) – Diese erneute Verfilmung hätte sich Luc Besson gerne sparen können. Kaum was Neues was man nicht schon besser gesehen hat, teilweise sogar knapp an Gefilde eines Argentos „Draculas“ vorbei, mit teils lächerlichen Szenen und langweiligen Momenten. Die Gargoyles waren eine nette Zugabe, ergeben im Kontext der Vorlage kaum Sinn. Einfach durch und durch schwach und vergessenswert. Hätte ich mal nicht auf meine Filmkollegen gehört, die den ordentlich fanden. 4/10

168. Idiocracy (Amazon Video) – Nette Sozialkritik, die zwar manchmal etwas plump und flach ausfällt, aber leider nicht mehr weit von der Realität entfernt ist und gute Gags bietet. Die Zeitspanne von 500 Jahre ist also völlig überzogen. Mike Judge hätte auch nur ein paar Jahrzehnte später nehmen können. 7/10

169. Caddo Lake (Netflix) – Schöner Mystery-Thriller, der zum Finale deutlich anzieht und immer spannender wird, auch wenn man als geübter Kinogänger die Story schon leicht ausklamüsern kann. Der etwas behäbige Beginn konnte mich aber trotzdem durch die starke Sumpfatmosphäre und den guten Darstellern abholen, so dass insgesamt ein gelungener Thriller heraussprang und durchdachter ist als viele Blockbuster. 7/10

170. The Puppetman (Amazon Video) – Und der nächste Brandon Christensen Film und auch der Horrorstreifen erfindet das Rad nicht neu, zeigt aber da sein Macher Fan ist und seine Hausaufgaben gemacht hat. So beliefert er SHUDDER mit einem soliden Beitrag für ihr Programm welcher straff inszeniert ist aber auch tief in die Klischeekiste greift, was das Personal betrifft. Immerhin gibt es den einen oder anderen garstigen kill der in Richtung „Final Destination“ geht und er kommt ohne Längen aus. Brandon Christensen kann man jedenfalls mal im Auge behalten, da seine letzten drei Arbeiten vernünftige Genre-Ware bieten. 6/10

171. Underworld: Rise of the Lycans (BD) – Bin absolut kein Prequel-Fan und auch auf diesem Beitrag hätte ich ruhig verzichten können, denn die Rückblenden hatten vollkommen gereicht in den Vorgängern. Aber gut, immerhin mit Rhona Mitra in ihrer Primezeit besetzt und mit knapp über 90 Minuten recht flott und actionreich umgesetzt. Auch sehen wieder die praktischen Effekte und Kostüme gut aus. Aber im Gegensatz zu den beiden Filmen zuvor ein deutlicher Rückschritt. 5/10

172. Influencer 2 (Amazon Video) – Teil 1 war vor ein paar Jahren eine positive und angenehme Überraschung und tatsächlich kann die Qualität fast gehalten werden. Leider ist der Streifen diesmal einen Tick zu lang ausgefallen, ist aber mit dem Vorspann, der erst nach knapp 30 Minuten beginnt, nett gemacht. Sonst sieht das wieder gut aus und es wird das Influencer Leben passend und unsympathisch abgebildet. Cassandra Naud spielt wieder stark und ist trotz ihres markanten Muttermals im Gesicht ein Hingucker und gelungene Killerin. Kurtis David Harder darf gerne in Zukunft weitere Genreproduktionen abliefern, denn er weiß was er tut und seine Filme sehen auch noch schick aus. 6/10

173. They will kill you (HBO) – Eine sehr comichafte, schon ziemlich überzogene „Ready or not“ Variante, welche vermutlich zu gewollt auf Kult getrimmt wirkt, aber gerade auch deswegen für Fans funktionieren kann. Etwas Action, etwas Horror, paar nette Ideen, bei den Effekten eine Mischung aus CGI und handgemacht und eine ganz coole Heldin. Nur keinen realistischen Aspekt anlegen. Den, aber fast zeitglich mit dem zweiten „Ready or not 2“ ins Kino zu bringen ist schon ziemlich dämlich gewesen. Letztlich sind beide Filme aber gefloppt. Na ja, fand den hier zumindest schon mal besser als den ersten „Ready or not“ und bezweifle das davon Teil 2 mehr rausholen wird. 6/10

174. The Furious (Kino) – Die Kritiken überschlagen sich und ganz können die Lobeshymnen nicht erreicht werden. Im faden Brei der Actionfilme ist der Film aber natürlich eine wohlwollende Ausnahme und bietet mit seiner simplen und straighten Story, so wie vielen Actionszenen genau das, was man nur noch selten zu sehen bekommt. Ganz kommt der aber nicht an die beiden „The Raid“ Teile ran zum Beispiel. Das soll den Wert eines knallharten Actionfilms aber nicht abwerten. Es ist genug härte dabei und auch der lange Showdown geht mächtig zur Sache. Realismus sollte man bei den Fights aber auch nicht erwarten – will man hier aber auch nicht sehen. Ein paar CGI -Ausrutscher kann man locker verzeihen und noch einige härtere Stunts wären willkommen gewesen, aber sonst ein schönes Actionbrett. 8/10

175. Citizen Vigilante (VOD) – Ein Film der kontroversen auslöst, dabei ein Thema anpackt was gerade hier in Deutschland so brisant scheint das sich alle Seiten auf den Film stürzt. Leider ist der Film dahinter wie fast erwartet nicht besonders gut. Und ich bewerte jetzt nicht Aussagen, Vermutungen oder irgendwas. Nur dem Film an sich und dem Fehlen eines vernünftigen Spannungsbogens, Charakterentwicklung oder Erklärung und es fallen vor allem technische Mängel und andere Schwächen auf. Ob bei Kamera, Schnitt oder Regie sowie Darsteller. Wie so oft ist der Film hinter endlos Diskussionen oder Freigabenverweigerung meist nicht dem Trubel wert. So auch hier. Wer einen guten Selbstjustizfilm sehen will sollte sich woanders umschauen und wer sehen will wie die Migrationsproblematik gelöst werden könnte, kann sich auch einen anderen Film geben, denn davon bekommt man hier auch nicht viel geboten. Die wenigen harten Effekte wirken wahllos eingestreut und in einer schwachen Szene verbraten und die Aussage von einem deutschen Regisseur schreit eh nach einem Skandal – auch wenn gar keiner dahintersteckt, sondern nur eine geschickte Marketingmasche. 4/10

176. Hold the Fort (VOD) – Eine sehr günstig produzierte Horrorkomödie, bei der man vor allem mit diversen billigen Effekten eben muss. Der Rest ist dafür temporeich und mit schrägen Figuren und einige wirklich lustigen Ideen versehen. Das will und sollte man auch nicht ernst nehmen und man hätte sicherlich noch mehr auf die Splatterschraube drehen können, aber mit 76 Minuten hat man einen spaßigen Snack, der nicht satt macht, aber den Trashhunger kurzfristig stillt. 6/10

177. Deep Water (VOD) – Renny Harlin darf wieder mit Haien spielen und Aaron Eckhart ist zum zweiten Mal unter seiner Regie wieder in Action. Doch ist der Film eher ein Katrastrophenfilm als ein Hai-Horror. So hat er Streifen auch seine stärksten Momente beim Absturz und einigen Szenen, um das Überleben danach. Die Haie sind nur Beiwerk und bei dem Thema gibt es weder viel neues zu erkunden noch immer realistische Aktionen der Haie. Aber gut, das ist man ja gewohnt. Der Rest ist das typische Personenkarussell, wobei immerhin auch einige drauf gehen, die man nicht unbedingt erwartet hätte. Aber natürlich gibt es auch das typische Fischfutter und Strunzdumme verhalten der Passagiere. Harlin ist aber weiterhin ein guter Handwerkt und technisch ist das alles gut eingefangen, auch wenn man nie so 100% das Gefühl hat auf dem Meer zu sein. Trotzdem besser als erwartet. 6/10

 

Mittwoch, 3. Juni 2026

Shane Schofields Film-Report: Mai 2026

Der Mai hat mir mit den vielen Serien und neueren Filmen gezeigt, das ich wieder mehr ältere Streifen einstreuen muss. Weil die einfach mehr Spaß machen. Aber man muss und will ja auch auf dem Laufenden bleiben. Außerdem habe ich selbst mit meinem Vorhaben gebrochen nicht zu viele Serien gleichzeitig anzuschauen. Habe ich jetzt doch gemacht und im Mai und Juni werde ich diverse Staffeln deswegen abschließen, um mal wieder auf einer stringenten Linie zu kommen. Aber wo Schatten ist, gab es natürlich auf ein paar sonnige Beispiele aktueller Serien und Filmkunst. Aber wie immer, schaut selbst und macht euch selbst ein Bild, denn meine Kurzabhandlungen sollen euch nur inspirieren, denn meine Meinung wird mehr als einmal konträr zu euren stehen. So soll es auch sein. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG 


 

113. Primate (Apple TV) – Affe Gegen Mensch oder doch Affe gegen Affen? Jedenfalls bekommt ein Haustierschimpanse Tollwut und fängt an eine kleine Menge junger Menschen zu dezimieren. Neues ist den Machern nicht eingefallen und auch die Figuren laden wie meist nicht zum Mitzittern ein. Das Handgemachte an Effekten beim Affen und Mordeffekten werden aber wohlwollend zur Bewertung dazu gerechnet, sowie die vernünftige Laufzeit und einige Elemente des Scores. Etwas härter und blutig wird auch mal zwischendurch. Einmal gesehen und gut ist, wie die meisten Tierhorrorfilme der letzten Jahre. 5/10

114. Gen V – Season 2 (Amazon Video) – Die Charaktere konnten mich schon bei der ersten Staffel nicht vollends abholen und hier wird es nicht besser. Klar sind immer noch schräge Ideen drin und die Toilettenszene wollte ich so auch niemals sehen, aber das reicht diesmal deutlich weniger die Folgen unterhaltsam zu gestalten. So richtig bewegt hat die Staffel jetzt nichts und es ist für mich nicht schlimm das hier die letzte Staffel des Ablegers vorliegt. Insgesamt schwächer als die schon nicht überragende Staffel 1. 5/10

115. Tauchfahrt des Grauens (BD) – Solche spaßigen Monsterfilme konnte man schon damals nicht wirklich ernst nehmen und heutzutage ist das teilweise schon extrem putzig, aber auch sehr unterhaltsam. Gerade diese Tauchfahrt hat für seine Lauflänge eine Menge an Blödsinn und Action zu bieten und deswegen macht das Zuschauen auch mehr Spaß als bei vielen aktuellen Möchtegernhits. 7/10

116. The Orphans (Apple TV) – Mal wieder etwas Action aus Frankreich, was zwar nicht an die echt gute „Verirrte Kugel“ Trilogie heranreicht, aber auch seinen Stifel runterspielt und in Buddy – Gefilde reinschnuppert – was ganz gut funktioniert. Braucht etwas, um in die Gänge zu kommen, aber dann steigert sich die Action immer etwas mehr und es gibt einiges an handgemachter Action mit ebendieser Hand, Waffe und Auto zu sehen. Das ist weder neu noch besonders einfallsreich, erfüllt aber seinen Zweck und Alban Lenoir rehabilitiert sich nach seinem unglücklichen „Lucky Luke“ Auftritt wieder etwas. 6/10

117. Day of Reckoning (Apple TV) – Ein moderner Western mit Scott Adkins als Bösewicht und Billy Zane als Jäger. Das hat relativ zu Beginn eine schöne Autoexplosion zu bieten, ist aber über die Laufzeit etwas zu Actionarm ausgefallen und kommt durch seinen begrenzten Schauplatz fast schon als Kammerspiel daher. Wenn Action stattfindet, ist die okay aber so wie das Drehbuch wenig aufregend oder begeisternd. In der Mitte tauchen dann auch einige kleine Längen auf. Als Country und Country-Rap Fan wird man noch ganz gut bedient da sowohl vor der Kamera und bei der Musik einige Stars der Szene auftreten (wie u.a. Yelawolf oder Struggle Jennings) und auf den Country Alt-Star Trace Adkins treffen. Bedenkenlos Actions-Fans zu empfehlen ist der Streifen aber nicht, auch wenn es technisch nichts zu bemängeln gibt, kracht es dann doch leider zu wenig. 6/10

118. Mayor of Kingstown – Season 4 (Paramount+) – Es geht düster weiter, einige Altlasten werden entsorgt und neue Personen und Feinde tauchen auf. Insgesamt fand ich die Staffel etwas schwächer, weil man das Gefühl hat man tritt auf der Stelle. Auch wirkt weiterhin einiges etwas zu unrealistisch, insgesamt passt die Stimmung aber und Jeremey Renner ist eine sichere Bank. Da freut man sich dann auf die finale fünfte Staffel. 7/10

119. The Punisher: One Last Kill (Disney+) – So wirklich gebraucht hätte man diesen One-Shot jetzt nicht wirklich. Die erste Hälfte sehen wir Frank Castle schon wieder rumheulen und Zweifeln, dann gibt es Action bei der Punisher wie ein Penner gekleidet ist und am Ende gibt es dann 1 Minute den Punisher mit Totenschädel. Hatten wir doch alles schon diese Problematik, warum lässt man den Punisher jetzt nicht endlich mal von der Leine? So wie bei „Daredevil“? Klar, die Action, die stattfindet ist nett, aber alles irgendwie unnötig – vor allem wenn man die Gnucci Vorlage von Garth Ennis kennt, ist das Ganze noch enttäuschender. 5/10

120. Underworld: Evolution (Apple TV) – Wie in der Erinnerung macht mir Teil 2 weiterhin am meisten Spaß. Das Tempo ist höher, die Action aufwändiger und die Werwolfkostüme und die handgemachten Effekte sind klasse. Eigentlich wird hier alles gut abgerundet und ich fand es später sehr schade, dass man dann fast komplett den Michael Charakter von Scott Speedman aus der Story geschrieben hat. Aus seiner Hybriden Figur hätte man deutlich mehr herausholen können. Aber so als erster Abschluss machte Teil 2 wieder eine Menge Laune. 9/10

121. Cross – Season 2 (Amazon Video) – Staffel 2 steigert sich etwas kann mich aber als Serie immer noch nicht komplett abholen. Hier ist aber die Geschichte deutlich interessanter und schmerzhafter vom Hintergrund und beide Seiten werden gut beleuchtet und dadurch ist nicht alles Schwarz und Weiß in dem Fall. Optisch und darstellerisch gibt es nicht viel zu meckern und man kommt gut über die Staffel – aber hintereinander weg wollte ich jetzt auch nicht unbedingt schauen. Trotzdem hat Season 2 es geschafft das ich auch weiter dranbleibe. 6/10

122. Mortal Kombat II (Kino) – Nach dem nur ganz ordentlichen Vorgänger, der nie im Turnier angekommen ist, geht es hier schon mehr ab. Das Turnier beginnt, die Story wird noch dünner die Action und die Umgebung fantastischer. Dabei bleiben die Kämpfe aber auf einem sehr normalen Level. Richtig geile Fights wird es bei „Mortal Kombat“ in Filmform wohl nicht geben. Karl Urban bringt endlich wieder Johnny Cage auf die Leinwand und hat Spaß an seiner Rolle, aber in jedem seiner Kämpfe weiß man ja das er das nicht wirklich selber ist und da geht der Reiz schon etwas verloren. Auch funktionieren nicht alle Sprüche und Aktionen um seine Figur. Lewis Tan wird wie erwartet auf die Auswechselbank geschickt und so bleibt eine kleine Steigerung übrig, aber so richtig geiler MK-Scheiß ist das auch nicht. Ich habe bei dem „Street Fighter“ Film dieses Jahr schon durch die Besetzung ein besseres Gefühl. Hoffe ich täusche mich nicht. Trotzdem bin ich hier mal vorerst wohlwollend in der Bewertung. 7/10

123. Play Dirty (Amazon Video) – Hatte nach dem Start viele negative Kritik gelesen und den Film erst einmal auf die Warteliste nach hinten geschoben. Nun habe ich mir den doch mal vorgenommen und siehe da: Auch wenn der nicht an die großen Hits von Shane Black herankommt, macht der Film trotzdem durchweg Laune. Paar nette Sprüche, einiges an Action und ein flottes Tempo lässt den doch sehr positiv dastehen. Hätte ich gar nicht gedacht. Zwar turnen ein paar schwache CGI mal wieder etwas ab, aber der Ton – auch mal durchaus rüde – kann das gut aufheben. Doch hat mir gefallen, auch wenn Wahlberg nicht unbedingt hätte sein müssen – aber er war schon schlimmer in letzter Zeit. 7/10

124. Citadel – Season 2 (Amazon Video) – Etwas strukturierter, durch einige neue Figuren unterhaltsamer und bei der Action immer noch ziemlich gut aufgestellt. Schauwerte gibt es also wieder, aber so vollkommen überzeugend ist das Ganze trotz der hohen Kosten nicht. Immerhin geht man mit der einen oder andern Figur überraschend hart um und Rayna Vallandingham ist hier auch wieder ein schönes Highlight in den wenigen Szenen, die sie hat – neben einen gut gelaunten Stanley Tucci. Würde mich aber nicht überraschen, wenn es nicht weiter gehen würde. So richtig traurig wäre das aber auch nicht. 6/10

125. Kraken (VOD) – Der norwegische Beitrag zum Kraken lässt sich leider viel zu viel Zeit und schafft es durch leidlich interessante Figuren in der ersten Stunde einiges an Längen auftreten zu lassen. Es ist zwar nett nicht immer zu früh das Unheil zu zeigen, aber hier gibt es halt keine anderen Schauwerte und Spannungsmomente – vor allem weil die Geschichte wieder vor Klischees nur so strotzt. So ist das leider nur unterdurchschnittlich aber immerhin ganz gut getrickst später. Rettet dann aber auch nichts mehr. Lieber „Deep Rising“.  4/10

126. The Yeti (VOD) – Das positive zuerst: Gelungene Winterkulisse, der Yeti sieht gut aus vom Kostüm her, die Figuren werden ganz nett eingeführt und Kurzauftritte von William Sadler und Corbin Bernsen. Das wars. Der Rest ist einfach langweiliger Müll in meinen Augen und nur schwer zu ertragen. Echt schade da wie gesagt, gerade der Yeti echt gut aussieht. 2/10

127. Beast (VOD) – MMA-Drama mit seinem sehr gut aufgelegten Daniel McPherson („Strike Back“, „The Osiris Child“, „Infinity“), der alles gibt für seine Hauptrolle und stark aufspielt und den Kämpfer überzeugend gibt. Russell Crows Rolle fällt überraschend klein aus und Bren Foster gibt ein gutes Arschloch ab. Action ist weniger zu finden, wie gesagt eher Familiendrama was einen aber bei der Stange hält und gut erzählt und inszeniert ist. Der Endkampf ist dann aber sehr gut eingefangen und gefilmt. Knapp hinter „Warrior“ (soweit ich mich erinnern kann), mit diesem aber sicherlich die Speerspitze aktuell. 7/10

128. Icefall (Amazon Video) – Joel Kinnaman kämpft in Schnee und Eis ums Überleben. Das ist nicht mehr als 08/15 Ware leider, ohne besondere Highlights und fehlende Atemluft, die in der Kälte eigentlich zu sehen wäre. Das kann man schauen, aber muss man halt auch nicht. Eher belangloser B-Thriller vom Österreicher Stefan Ruzowitzky. Schade um Kinnaman und Graham Green in ein einer seiner letzten Rollen. Beide hätten einen besseren Film verdient gehabt. 5/10

129. Crash Dive (BD) – Michael Dudikoff landete irgendwann bei ROYAL OAKS ENTERTAINMENT und dieser ist dann auch gleich sein bester aus deren Output zusammen. Das heißt nicht viel, ist aber ein kleiner solider „Die Hard“ Verschnitt im U-Boot, welcher aber nicht über durchschnittliche Kämpfe und Ballereien hinauskommt. Für B-Fans aber noch gut guckbar. 5/10

130. Harry Hole (Netflix) – Starke Umsetzung der Romanvorlage. Schön düster gehalten, sowohl von der Atmosphäre her als auch von den Figuren wobei sich Tobias Santelmann und Joel Kinnaman sich perfekt die Bälle zuspielen und wunderbare Gegenspieler sind. Das ist teilweise überraschend hart, brutal und skrupellos, dann aber auch gefühlvoll in den Familienszenen und durchweg spannend erzählt. Vereinzelt steht die Erzählung etwas auf der Stelle und eine Folge weniger wäre auch nicht schlimm gewesen, aber sonst bekommt die norwegische Thrillerserie einen klaren Daumen nach oben und eine zweite Staffel wird sicher geschaut. 7/10

131. Ebola Syndrome (BD) – Jahre nicht mehr gesehen und schon damals nicht für besonders gut gehalten. Das hat sich auch nicht geändert. Eher noch etwas schwächer. Anthony Wog überdreht mal wieder und das Fehlen eines ordentlichen Handlungsfaden hilft auch nicht wirklich weiter. Sex-Szenen im HK-Kino sind eh immer furchtbar gefilmt und so krass hart und abartig ist der auch nicht. Für mich eher langweilig und fliegt aus der Sammlung. 4/10

132. Beaten to Death (VOD) – Bekommt wegen seiner nihilistischen Stimmung und seiner Härte gute Besprechungen, ist aber am Ende weder besonders hart noch wirklich interessant. Die unnötige Zeitspringende Handlung ist dünn und blöd umgesetzt, es gibt eigentlich keine Action und alles nervt vor sich hin. Kein Wunder das der bisher nicht in Deutschland erschienen ist. Das war auch mal wieder nichts, dabei war der „Blood Hunt“ vom gleichen Regisseur gar nicht so schlecht. 3/10

133. Leise weht der Wind des Todes (BD) – Ungewöhnlicher US-Western der durch seine düsterte und erbarmungslose Stimmung eher an Italo-Western erinnert. Hier, in diesem brutalen Western, stehen sich aber Oliver Reed und Gene Hackman gegenüber und bekriegen sich. Das ist nicht nur gut gespielt, sondern rau und unangenehm. Wie gesagt, ungewöhnlicher und erstaunlicherweise eher unbekannter Western der härteren Sorte. Fans des Genres oder der Stars, die diesen Film noch nicht kennen, sollten das Nachholen. 7/10

134. Witchboard (Apple TV) – Zwar basiert der neue Film auf dem Drehbuch von Kevin S. Tenney, aber eigentlich haben die Filme null miteinander zu tun. Chuck Russell, der mit dem Remake vom „The Blob“ einen meiner Lieblingsmonsterfilme gedreht hat, kehrt zum Horror zurück und diesmal gibt es sogar Hexen und nicht nur Geister wie im Original. Der Rest ist aber typischer Horror wie man ihn inzwischen zur Genüge kennt. Das ist handwerklich in Ordnung, erträglich da einiges geboten wird und mit viel CGI-Blut und einigen handgemachten Effekten vermischt ist. Wobei die FSK 16 nie in Gefahr gerät. Das ist von der Laufzeit mal wieder zu sehr gestreckt, versucht aber ein paar frische Ideen mit unterzubringen. Kein großes Comeback für Russell, aber immerhin auch kein Müll. 6/10

135. The Club (BD) – In einer Zeit erschienen, wo Horror eher wenig angesagt war und meist im DTV-Bereich endete. Aber in der Zeit sind trotzdem ganz nette Produktionen entstanden zu denen man auch „The Club“ zählen kann, der nicht den typischen Slasher Weg geht und dabei eine Handvoll Figuren einen kleinen Höllentrip durchmachen lässt. Das ist nicht sonderlich hart, aber teilweise augenzwinkernd und immer mal wieder mit ein paar gelungenen handgemachten Effekten versehen. Regisseur Brenton Spencer war eh ein guter Handwerker und konnte ein paar nette kanadische Projekte umsetzen. Mit Kim Coates und Andrea Roth gibt es auch eine ordentliche Leistung und Joel Wyner hat sichtlich Spaß und dreht gerne mal auf in seiner diabolischen Rolle. Hinzu kommt die typische 90er Optik und eine erstaunlich vernünftige Blu-ray, bei der man nur die Untertitel völlig in die Tonne treten kann. 6/10

136. Lee Cronin’s The Mummy (Kino) – Eher wenig mit Mumien zu tun und mehr körperlicher, dämonischer Horror der an seinen „Evil Dead“ Vorgänger erinnert. Das ist recht hart und etwas zu lang geraten, hat aber einige garstige Szenen zu bieten und hält den Ton düster und unangenehm. Das gefällt, aber man muss wirklich ganz wenig drüber nachdenken, da die Logik wirklich völlig außenvor gelassen wird, man viele Augen zudrücken muss und die Handlung doch etliche Schwächen enthält. Vermutlich dem aktuellen Publikum angepasst die den Film eh nach dem einmal sehen vergessen werden. Schafft man das, kann man gut mit dem Horror leben. 7/10

137. Man on Fire (Netflix) – Mit dem gleichnamigen Buch oder den Filmen hat die Serie so gut wie gar nichts mehr zu tun. Bis auf bestimmte Eckpunkte, aber nicht schlimm da man ja entweder das Buch kennt oder sogar die beiden Filme. Leider überzeugt die Serie nur in den ersten Folgen und im Finale. Danach ist zwar das brasilianische Setting gelungen, aber einige Wendungen sind früh klar, nicht immer logisch, und die eine oder andere Folge zieht sich dann auch. Wenn Action ist, dann passt es meistens aber für eine zweite Staffel kann noch einiges an feinschliff vorgenommen werden. 6/10

138. Agent Recon (Amazon Video) – Teil 3 einer Filmreihe von Derek Ting, dessen beiden vorherigen Teile nicht bei uns erschienen sind. Hier habe ich nur mal reingeguckt, weil umsonst und um Chuck Norris in seinen vorletzten Film und Marc Singer mal wieder zu sehen. Da muss man aber schon einiges ertragen, denn nichts rechtfertigt eigentlich diese komische Zeitverschwendung. Weil auch die Action einfach niemanden hinter dem Ofen hervorholt und die Story schon ziemlich verquast ist.  Norris ist irgendwie gruselig und seine wenigen Auftritte erinnern natürlich an frühere Zeiten, wenn er einiges niedermäht – sonst eher unnötig. Insgesamt ist das alles lahm und schwer verdaulich und letztlich für mich nur mit Schnellvorlauf zu schaffen. 3/10

139. The Long Walk (WOW) – Schnell noch geschaut, bevor mein WOW-Abo abläuft. Hätte ich mir auch sparen können. Das Thema ist schwer umzusetzen, hat wenig charismatische Figuren und diverse Dialoge, die nur nerven und das Setting ist durch das mäßige Budget auch wenig aufregend. Dann wird noch das Ende unnötigerweise angepasst und bei der eigentlichen Hauptfigur ein paar Änderungen vorgenommen, wie auch in der Handlung. Es war wirklich ein langer Weg…zum Schauen. 4/10

140. Jack Ryan: Ghost War (Amazon Video) – Nett noch einen Nachklapp der Serie zu bekommen und es ist deutlich Tempo drin und einige Actionszenen sehen wirklich gut aus, aber so wirklich bringt die Handlung keine Spannung auf noch krönt es die Serie irgendwie oder gibt den Figuren neue Tiefe. Staffel 2 bleibt für mich der Höhepunkt, alles danach ist gut zu schauen, aber gerade der Film schmeckt diesmal sehr nach Agenteneinheitsbrei. 6/10

Donnerstag, 10. Juli 2025

Shane Schofield Film-Report: Juni 2025

Mehr Freizeit sorgte im letzten Monat für eine ordentliche Anzahl an Filmen und Serien, wobei vor allem die Ausrichtung älterer Streifen wieder Bock gemacht hat. Bei dem Durchgang der Sammlung sind wieder einige Titel auf meiner Liste gelandet die demnächst mal wieder geschaut werden müssen. So macht die Mischung dann auch Spaß. Außerdem wurden einige Serien/Staffeln beendet. Man bleibt also im Sehfluss. 

ROT = ERSTSICHTUNG / GELB = ERNEUTE SICHTUNG

135. Mobland (Amazon Video) – Nicht die neue Serie, sondern der Film mit John Travolta und Stephen Dorff. Reiht sich ordentlich in das neue Genre der heruntergekommenen Kleinstädte in den USA ein, bei denen die Figuren irgendwie sehen müssen, ihr Leben zu meistern. Auch hier wirkt alles eher depressiv und viele Taten geschehen aus Verzweiflung. Das ist solide Thrillerkost und vor allem von Shiloh Fernandez ziemlich gut gespielt. Dorff und Travolta bringen noch etwas Glanz mit und geben sich immerhin Mühe. Am Ende wird zwar nicht ganz klar, warum sich eine Figur plötzlich komplett dreht, und wirkliche Action braucht man auch nicht zu erwarten, aber schauen kann man den Film, mit kleinen Längen, durchaus.  5/10

136. Gladiator 2 (Paramount +) – Eigentlich wollte ich den gar nicht schauen und hatte den irgendwann angemacht zum Einschlafen. Aber was soll ich sagen: Die Zeit verflog ziemlich schnell (ich schlief nicht ein), die Handlung war zwar ziemlich flach, einige Ideen (Haie) und Effekte (Affen) bescheuert, aber es kam nie Langeweile auf und ich wurde überraschend nett unterhalten. Ich vergöttere aber auch nicht den Vorgängerflm und hatte eh keine Erwartungen, was meist dann weniger Enttäuschung am Ende bedeutet. Hätte man das hier unbedingt gebraucht? Sicherlich nicht und auch ein charismatischerer, kräftigerer Hauptdarsteller wäre schön gewesen, aber immerhin rettet Denzel da noch was. Insgesamt habe ich es nicht bereut den doch zu schauen. 6/10

137. Gunner (Amazon Video) – Ein gutes Beispiel wie B-Action heutzutage aussieht und deswegen leider kaum funktioniert. Explosionen, Mündungsfeuer und Treffer aus dem Rechner, bei der Action keine Wucht und eher Unübersichtlichkeit und wirkliche Stunts oder in Erinnerung bleibende Szenen Mangelware. Als Allesfresser kann man den mal schauen, denn es gibt Augenblicke, die funktionieren und die Darsteller passen für so ein Projekt auch, aber kaum ist er vorbei – ist er auch vergessen. Was beileibe nicht schlimm ist. 4/10

138. Lion Strike: Ring of Fire 3 (BD) – Die letzte Sichtung ist schon Jahre her und ich hatte den immer als schwächsten teil abgestempelt. Vermutlich, weil von den Vorgängern nur Wilson und der Cop übriggeblieben sind. Doch heute muss ich sagen ist das für mich der beste Teil der Reihe. Die Action ist abwechslungsreicher, blutiger, die Naturlocation für ein PM Film eher ungewöhnlich und die Taktzahl der Actionszenen passt auch. Leider fehlt ein etwas besserer Gegner für Wilson, aber dafür macht Bobbie Phillips wieder etwas gut und der Junge nervt zum Glück kaum. Schöne B-Action aus dem Hause PM. 7/10

139. Captain America: Brave New World (UHD) – Captain America (Steve Rogers) war schon als Kind mein Lieblingsheld und der Wechsel zu am Wilson hatte mir schon im Comic nicht besonders gefallen. Und auch wenn ich Anthony Mackie ehr mag, reicht es weder für ihn noch für den Film aus. So ist Teil 4 auch der schwächste Cap Film und die Bezüge zu einer der unbekanntesten MARVEL Filme („Hulk“) passen auch nicht wirklich zu Captain America. Man merkt dem Film auch an das immer wieder etwas geändert und angepasst wurde. So gefällt mir die erste Hälfte noch am besten, da wieder alles etwas erdiger und die Action deutlich körperlicher. Das kippt dann irgendwann und dann verlor mich der Film etwas, so das am Ende mal wieder nur Durchschnitt bei rumkommt. Vielleicht kommt ja noch ein zweiter Sam Wilson Cap, der dann wie damals - der zweite Steve Rogers Captain America - auch viel besser als Teil 1 wird. P.S. Hier gibt es denn noch die schlechteste gecastete Widow bisher zu sehen… 5/10

140. Gangs of London: Season 3 (WOW) – Auch hier muss man wieder auf die geniale Action der ersten Staffel verzichten, ist aber wieder temporeicher und interessanter als Staffel 2. Zumindest für mich. Klar ist einiges ganz schön an den Haaren herbeigezogen (erinnerte mich teilweise an „Sons of Anarchy“), aber mich holt die Serie immer noch ab – auch weil die Action trotzdem noch hart und flott ist. 7/10

141. V/H/S (Amazon Video) – Die V/H/S Reihe mag ich inzwischen gerne und kann auch den schwächeren Filmen noch was abgewinnen. Teil 1 aber mochte ich damals gar nicht wirklich und konnte mich auch kaum noch erinnern. Deswegen noch eine Chance gegeben, aber abermals halt ich die erste Folge weiterhin für die schwächste. Zwar war hier teilweise das Budget etwas höher, aber so richtig catchen will mich weder die Rahmenhandlung noch die Geschichten. Gut, dass es schon mit der zweiten Anthologie deutlich bergauf ging. 4/10

142. Bosch Legacy: Season 3 (Amazon Video) – Leider die letzte Staffel. Auch im Ganzen gesehen nicht die Überfliegerstaffel aber wie immer harmonieren die Fälle und Figuren sehr gut miteinander und es wird auch wieder sehr persönlich. Die aller letzte Folge schließt dann noch seine bekannten Cold Case Fälle etwas zu schnell, ist aber eigentlich auch nur die Staffelübergabe an Maggie Q für ihren Ballard-Ableger. Hätte lieber mehr Bosch, aber nun gut. 8/10

143. Shootfighter (BD) – Von den Fights jetzt kein Überflieger im Genre, dafür kommen die wirklichen Experten schon zu wenig zum Zuge. Auffällig hier eher der hohe Gewaltgrad und das Bolo mal der Gute ist. Sonst aber eine schöne Besetzung mit den richtigen B-Fratzen, nur schade, dass Bolo gerade gegen den Kämpft der auch nichts drauf hat Martial Arts technisch. Da wären Edward Albert oder James Pax die besseren Endgegner gewesen statt Martin „Der Beißer“ Kove. Auch nett, natürlich schon damals, Zabka und Kove wieder zusammen zu sehen. Leicht verdaulich und liegt nicht schwer im Magen. 6/10

144. Shootfighter II (BD) – Liegt auf fast ähnlichem Niveau des Vorgängers, mit mehr Waffen diesmal, den gleichen Helden und weniger charismatischen Gegnern. Sonst passt das für die damalige Zeit schon zusammen. 6/10

145. V/H/S 85 (Amazon Video) – Auch hier funktionieren nicht alle Episoden gleich und alles wirkt schon eine Spur zu günstig manchmal, aber das passt irgendwie zur Reihe inzwischen. Und so rollt das Gesamtkonzept weiterhin und es wird mal Zeit das ich dann endlich mal "V/H/S 94" nachhole. Auch nicht überraschend, dass gerade Scott Derricksons Beitrag der beste der Anthologie ist. 6/10

146. Daredevil: Born Again (Disney+) – Nach diversen Änderungen passte sich DISNEY tatsächlich an die NETFLIX Serie an und ist dementsprechend deutlich härter und düsterer als die sonstigen Serien. Das kommt vor allem von der Action aber nicht ganz an die Vörgängerserie ran, vermeidet aber auch endlos Dialoge, die nirgends hinführen und erzählt insgesamt eine Runde Geschichte – wobei Daredevil schon wieder so lange hadern zu lassen sein Kostüm überziehen zu lassen, hätte man vielleicht verkürzen können. Schön skrupellos wird hier aber der Punisher dargestellt und wird hoffentlich endlich so weitergeführt. 7/10

147. Respect! (BD) – Klopper Film mit Frank Zagarino und Martin Kove und einer durchaus ansehnlichen B-Crew hinter der Kamera. So bekommt man einen technisch ordentlichen Indonesienactioner geboten, der aber nicht wirklich viel mehr bietet als die gewohnte Kost, aber immerhin ein paar schöne Explosionen zu bieten hat. Der Rest ist für Hardcorefans sicherlich zu gebrauchen. Mehr aber nicht. 5/10

148. K.O. (Netflix) – In kompakter Laufzeit darf UFC-Fighter Ciryl Gane sich durch einen straighten Actioner aus Frankreich Kloppen, der wieder unterstreicht wie sehenswert die wenigen Actionfilme und Cop-Thriller aus dem Land sind. Hier bekommt man zwar nur die übliche bekannte Story serviert, aber das Tempo die wirklich fiesen Bösewichte, die Härte und die nie übertriebene handgemachte Action machen Laune und lassen den Actionfan ziemlich wohlwollend zurück. Und Gane darf gerne noch öfter für solche Streifen seine sportliche Karriere unterbrechen. 7/10

149. Maya (BD) – Früher fand ich den mehr als solide, bei der Neusichtung stört doch das, Geschwafel und die verworrene Geschichte ohne wirkliches Ziel immer mehr. Trotz allem mag ich die schwüle Atmosphäre, das Setting, die Effekte und den Score. Erinnert an die gute Italienzeit, kommt aber an seine Vorbilder nie ran. Kann den immer noch was abgewinnen, aber nicht mehr so wie früher. 5/10

150. Codename 13 (Netflix) – Nach dem etwas zu sehr mit Comedy durchzogenen „The Big 4“, wird es im neuen Film von Timothy Tjahjanto wieder deutlich ernster, düsterer und härter. Zwar kommt auch dieser Film nicht an sein bisheriges Highlight „The Night comes for us“ heran, aber der etwas zu lange Actioner kann dennoch gefallen – auch wenn nicht immer alles logisch ist und einige Dinge nicht ganz rund wirken. Trotzdem funktioniert die Action und hier, wie im US-Kino eher selten, nimmt man der Frau auch die Action ab, die sie abliefern muss. Das ist weder besonders neu noch einfallsreich, aber dafür direkt und ohne Gefangene. Sollte man ohne große bedenken als Actionfan mal mitnehmen. 7/10 

151. Zulu (BD) – Auch eine weitere Sichtung nach etlichen Jahren bestätigt, wie stark der Thriller ist. Die Story ist gelungen, Whittaker liefert gewohnt ab, aber Orlando Bloom überrascht am meisten als abgefuckter Cop. Hier wechselt das schöne Südafrika eine Straße weiter in das dreckige Moloch der Gesellschaft und der Thriller überzeugt mit gnadenloser Härte und einer straffen Erzählung und zeigt das Filme mit solchen Lauflängen einfach am besten funktionieren. Schade, dass er immer noch bei vielen unter dem Radar fliegt. Der ist echt gut. 8/10

152. Yellowstone – Season 5.1 (Paramount+) – Die Entwicklungen nehmen einen inzwischen nicht mehr so mit und dadurch geht auch etwas die Spannung verloren. Man hat auch das Gefühl es dümpelt etwas vor sich hin und die Drehbücher sind schon schwächer geworden. Kann man immer noch gut gucken als Fan der Serie, aber der Abschluss, der bevorsteht, ist vermutlich gar nicht mal so falsch. Auch wenn der sicherlich ohne Costner nicht so sein wird wie gewohnt und gewünscht.  Vor allem Kevin hat sich damit wohl keinen großen Gefallen getan. 6/10

153. City of Darkness (Apple TV) – Schöne Hommage an das 80er HK-Kino und gelungene Umsetzung des Buches/Comics, welcher vor allem durch seine tolle Ausstattung auffällt und gefällt. Die Action funktioniert gut, auch wenn es Richtung Finale immer absurder wird und auch die Story sicherlich einige Zufälle zu viel bietet. Auch gefallen mir gerade Louis Koo und Aaron Kwok nicht besonders (eigentlich noch nie sonderlich), aber Sammo Hung ist natürlich gut und trotz der Lauflänge kommen nur kleine Längen auf. Nicht der Überhammer zu dem er oft gemacht wird, aber endlich mal wieder ein straighter Streifen. 7/10

154. Hounds of War (Amazon Video) – Hier bekommt man leider auch wenig Neues geboten, noch kann Isaac Florentine seine Actionqualitäten voll ausspielen. Wenn Action stattfindet, ist die aber gut geworden, leider gibt es davon zu wenig und vor allem auch kaum Zweikämpfe. Dafür ist Malta natürlich ganz schön, Robert Patrick ist wie immer gut – aber man hat ihn zuletzt zu häufig in ähnlicher Rolle gesehen – und Frank Grillo spielt auch seinen Schuh runter. Wir warten weiterhin auf einen Actionkracher von Florentine in alter Manier. 6/10

155. Final Destination: Bloodlines (Kino) – Selbst die schwächeren Teile (für mich 3 + 4), waren trotzdem immer noch unterhaltsam. Hier macht man auch etliches richtig und bewegt sich weiter auf gutem Niveau und die Macher zeigen ihre kreative Seite des Sterbens. Die Story bringt einen Twist mit sich und der Auftritt von Tony Todd ist schön und trotzdem traurig. Er wusste bereits schon was passieren wurde und durfte sein Dialog selbst gestalten. Ordentliche Fortsetzung die sicherlich weitere mit sich bringen wird. 6/10

156. Mr. No Pain (UHD) – Etwas zu lang geraten, vor allem zum Finale hin. Sonst ganz spaßig und durch Jack Quaid hat man einen sympathischen Helden, der seine Krankheit voll einsetzen muss für seine frische Liebe. Die wird einem gut dargelegt, ebenso wie einige Einfälle und Actionszenen, aber der letzte Funke zum Hit hat irgendwie gefehlt. 6/10

157. Book of Eli (BD) – Eine tolle Endzeitatmosphäre – auch dank des Budgets natürlich grandios umgesetzt – steht eher gegen eine eher konventionelle Geschichte, die am Ende einige Fragen öffnet, aber bei der nächsten Sichtung zu mehr Beobachtung führt. Heute würde so ein Film vermutlich von ANGEL STUDIOS kommen, so christlich wird es zum Schluss. Sonst haben wir gute Schauspieler auf Autopiloten und etwas Action, so das man gut seine Zeit vertreiben kann wenn man Endzeitfilme mag. Jahre nicht mehr gesehen. 6/10

158. Tulsa King: Season 2 (Paramount +) – Die nicht ganz so realistische Mafiageschichte geht unterhaltsam weiter, fügt mit Frank Grillo und Neal McDonaugh zwei charismatische Darsteller hinzu und nimmt sich auch nicht ganz ernst – was bei einigen Entwicklungen gut ist. Macht weiter Spaß und Stallone ist eine Bank. 2 Staffeln sollen noch kommen und ich werde dabei sein. 7/10

159.  Elyas (Amazon Video) – Florent-Emilio Siri hat endlich mal wieder einen Film gedreht, kommt aber an seine besten Arbeiten nicht heran. Nichtsdestotrotz bekommt man gradlinige französische Action, die nicht immer logisch ist, aber nach einem langsamen Beginn immer mehr zunimmt. Die Chemie der beiden Hauptfiguren passt und wie meist aus Frankreich ist alles handgemacht. Lädt nicht zur mehrfachen Sichtung ein, aber einmal kann man sich den geben. 6/10

160. Overlord (BD) – Schöne Mischung aus Action-Kriegsfilm mit Hororanleihen, die fast schon etwas größer ausfallen hätten dürfen. Trotz allem kommt kaum Langeweile auf und durch das Budget sieht das gut und ordentlich getrickst aus. Macht Laune. 7/10

161. Street Kings (BD) – Wird ja oftmals nicht sehr positiv besprochen, aber ich fand den schon damals im Kino gut und das hat sich auch nach mehreren Ansichten nicht geändert. Klar erwartet einen hier eine Story um Cops die weder groß überrascht oder neuartig ist, aber Schauspieler und Tempo passen. 8/10

162. The Well (Amazon Video) – Schöne Hommage an das damalige Italo-Kino, welche durchaus hart daherkommt, aber auch eine gewohnte Atmosphäre entwickelt, welche bis ins Finale funktioniert. Lauren LaVera überzeugt in der Hauptrolle und auch wenn hier sicherlich kein Neuland betreten wird, ist das gewollte Ziel durchaus erreicht und damit war ich positiv überrascht. Ist doch auch mal was. 6/10

163. Nosferatu (Amazon Video) – Optisch schön anzusehen kommt leider kaum Spannung auf was nicht nur an der altbekannten Geschichte liegt, sondern auch an einigen Grenzwertigen Darstellerleistungen und der fehlbesetzten weiblichen Hauptrolle. Wirklich Grusel oder Horror kommt nicht auf und damit ist das Endergebnis nur durchschnittlich. Hätte ich jetzt nicht gebraucht. 5/10

164. Specters (BD) – Vom „Maya“ Regisseur und bisher kannte ich den nicht, obwohl mir das Cover damals gefallen hatte, nahm ich den nie mit aus der Videothek. Die Erstsichtung jetzt war dann auch eher ernüchternd. Zwar ist die Stimmung in den Tunneln ganz gelungen, aber über die meiste Zeit herrscht pure Langeweile und viel geblubber. Erst am Ende kommt etwas Tempo auf aber da gab es selbst zu der Zeit doch bessere Titel. Werde ich wohl nie wieder schauen. 4/10

165. Virus (BD) – Damals ein Flop im Kino und auch heute nicht besonders beliebt, macht die Comicverfilmung durchaus Laune, wenn man sich auf das B-Setting einlässt. Die Effekte sind cool, die Darsteller bekannt und gerne gesehen und es ist immer was los. Das alles ist nicht besonders innovativ oder immer logisch, aber was solls. 7/10

166. Let Us Prey (BD) – Schöner stimmungsvoller Horrorschocker mit einem sehr coolen Liam Cunningham und einer einschnürenden Story. Der Zuschauer ist den Figuren immer etwas voraus, aber das macht nichts und einige schöne handgemachte Effekte runden den kleinen Geheimtipp, mit Prima Score,  ab. 7/10

167. Mercy to none (Netflix) – Ganz nette Actionminiserie aus Korea, die vor allem wegen einiger Actionszenen hängen bleibt. Die Verschwörungen untereinander fand ich etwas anstrengend, aber da es nur wenige Folgen waren, konnte man das gut wegschauen. 6/10

168. Mutant Chronicles (BD) – Ungewöhnlicher Genremix in comichafter Optik und passender Besetzung. Der Beginn rockt, die Stimmung passt und nach kleinen Längen zu Beginn gibt es auch genug blutige Action. Die Mutanten hätten aber gerne etwas ausgefallener sein dürfen, aber nach langer Abstinenz des Filmes, wieder gefallen dran gefunden. 7/10

169. Alarum (Amazon Video) – Scott Eastwood wird in dem Genre und der Budgetklasse vermutlich bleiben, nachdem sich die Kinokarriere nicht wirklich durchgesetzt hat, und Stallone holt sich einen schnellen Scheck ab. Hier reicht das Geld sogar noch für Mike Colter, der aber auch nicht viel zu tun bekommt. Ist halt ein typischer B-Actionfilm mit vielen mäßigen Digitalen-Schnick-Schnack in den Feuergefechten und einer langweiligen Optik. Immerhin ist bisserl was los die ganze Zeit. 5/10

170. Subservience (Amazon Video) – Auf den Pfaden von „Megan“ und anderer KI-Filmen die aktuell immer mehr erscheinen. Das hier funktioniert trotz oder gerade wegen Megan Fox sehr gut, denn sie passt sehr gut in genau dieser Rolle. Heißt zweite vernünftige Arbeit von ihr und Regisseur S.K. Dale in Folge. Auch der Rest ist interessant genug gemacht und zum Finale zieht dann auch der Actionanteil etwas an. Im Vergleich zu vielen großen Filmen, einfach ordentliche Unterhaltung. 6/10